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Die Querfunker stellen sich vor: „Planet Of Sound“


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INKA Stadtmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 162/2022 vom 01.05.2022
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Nach gleich mehreren diversen Sendungsprojekten hat sich der cluberprobte DJ Leif Erikson im Jahre 2020 auf den „Planet Of Sound“ begeben. Sein Ziel: Die Punkrock-Quote beim Querfunk erhöhen, ohne allzu ausgetrampelte Pfade zu betreten. Geboten wird den HörerInnen seitdem ein gitarrenlastiges Musikmagazin mit Classics und frischen Tunes aus den Genres Punk, Garagenrock und Indie, dazu gibt’s hin und wieder musikalische Ausflüge in poppige, psychedelische oder krautige Galaxien, Querfunk-typisch natürlich Lichtjahre vom Mainstream entfernt. Dazwischengebeamt werden immer wieder Soundcollagen und Skitts, die zusammen mit dem ein oder anderen flotten Spruch für anspruchsvolle Unterhaltung sorgen. 4. Sa im Monat, 19-20 Uhr, 104,8 MHz, www. querfunk.de

Felsberg im Kulturbunker

Die Ateliergemeinschaft Kulturbunker Daxlanden bietet in ihrem großen Raum unter dem Dach über dem Bunker von 1943/44 immer mal wieder Veranstaltungen an. Auch Georg Felsberg las hier schon einmal. Nun tritt der ehemalige Fernsehreporter, Moderator und Redakteur der ARD unter dem Slogan „Falsche Vampire und andere merkwürdige, nicht nur heitere Geschichten aus Asien“ an. Geschichten über Menschen in Indien, Nepal, Bangladesch und Vietnam. Musikalische Begleitung kommt von Stefan Fretz und Klaus Schnitzler von der Karlsruher Band On A Fence. -rowa · Sa, 21.5., 18 Uhr, Kulturbunker Daxlanden, Rheinhafenstr. 47

19. Turmbergrennen

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Genug verschnauft – nach zweijähriger Corona-Pause ruft die Lemminge-Radsportabteilung Soffi zum 19. Mal dazu auf, den inneren Schweinehund zu überwinden und gemeinsam den Durlacher Hausberg zu erklimmen. Auf dem Rad schaffen die Schnellsten die 1,8 Kilometer mit 120 Höhenmetern und bis zu 13 Prozent Steigung in unter vier Minuten und können sich so für den finalen Massenstart qualifizieren. Doch beim Einzelzeitfahren, dem abschließenden Kinderanhängerrennen oder den zu Fuß antretenden Turmberg-Staffeln bietet sich nach den Strapazen allen mindestens die Aussicht auf Durlach, Karlsruhe und darüber hinaus. Ein Teil des Erlöses geht an „Bikes Without Borders“, die Geflüchtete mit Leihrädern unterstützen. (Foto: Frank Schwenke) -fk · Sa, 29.5., 11 Uhr, www.turmbergrennen.de

Konflikte am Werderplatz wieder verschärft

Der Werderplatz gehört zu den belebteren Plätzen der Stadt. Doch seit Jahrzehnten flammen um die Nutzung des öffentlichen Raums regelmäßig Konflikte auf. Ende 2021 schlugen Gastronomie und Gewerbetreibende aus der Südstadt wieder Alarm: In einem offenen Brief beklagten sie zunehmende Belästigungen durch die am Werderplatz ansässige Drogen-und Trinkerszene. Es herrsche „Angst, Verzweiflung und Hilfslosigkeit“. Die Stadtverwaltung reagierte jüngst mit einer Verlängerung des Alkoholverbots auf dem Werderplatz bis 2023. Doch die Menschen würden das Verbot ignorieren oder eine Straße weiter umgehen, sagen Gastronomen. In Ortsbesuchen haben sich mehrere Fraktionen ein eigenes Bild verschafft. Die Grünen fordert jetzt im Gemeinderat eine Wiederbelebung der ämterübergreifenden Arbeitsgruppe Werderplatz unter Einbezug der ansässigen Gewerbetreibenden. Zudem sollen nach den Wünschen der Grünen die Öffnungszeiten des alkoholakzeptierenden Aufenthaltsraumes A3 sowie der Gastronomie verlängert und die Polizeipräsenz am Werderplatz erhöht werden. „Wir wollen klare Kante zeigen, wenn Menschen sich danebenbenehmen“, heißt es aus der Fraktion. -fk

Schrägfunk live

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Laberpodcasts haben ausgedient – hier kommt die zwecklose Plauderei mit rotem Faden zum Selbersuchen auf die Bühne! Tina und Micha machen den Schrägfunk auf Querfunk, also eine Labershow bei unserem geschätzten Lokalradio. Weil sie ihr Publikum auch mal sehen wollen, verwickeln sie ihre Gäste aus Musik, Kunst und Kultur jetzt im Veranstaltungsformat auf die schiefe Bahn ihrer Gespräche über Musik und Erdnussbutter-Sandwiches. Zum Ausgleich gibt’s auch Livemusik. Gäste sind Mario Cuccu von den Sickboyz, Singer/Songwriter Paul Gerlinger und Maxi Haug aka Shitney Beers. -fd Fr, 27.5., 20 Uhr, Tempel

15 Jahre Alte Hackerei

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Es geht in die Vollen, nachdem das Hackerei-Jahresfest die vergangenen beiden Male aus Gründen ungefeiert bleiben musste. Zum Geburtstag seiner Punkrock-Bar, für den sich Thekenchefin Tinka Stock einmal mehr und plastisch mit Fimo am Plakat verkünstelt hat, lädt Christian „Plüschi“ Bundschuh traditionell nicht die großen Namen ein, sondern festelt lieber mit befreundeten Bands, die ihn die vergangenen 15 Jahre eng begleitet haben (aufgrund seiner Tontechniker-Jobs mit starkem Schweizer Einschlag): Als da wären an Tag eins die Garage-Punk-Surf ’n’Roller um Anthony Thomas (Boston/Basel), das „Pressure Drop Punk Rock“-Trio von Exil-Ami Nick Rothstein und seiner Frau Julia (Mannheim) und die hymnenhaften Punkrocker Nasty Rumours (Bern). Tag zwei beschert den Gästen „Öslö Pönkröck“ von Dangerman, den mit Lemmy-Gedenkorgan ausgestatteten Fix und seine „Hard’n’Dirty Punkrock“-Kapelle Sin Logica (Luzern), King „Jay“ Automatic (Lyon), der in seiner One-Man-Show Orgel, Gitarre, Harmonika und Percussion sampelt und loopt und so den Eindruck eines ganzen Orchesters erzeugt. Und freilich lässt es sich Plüschi nicht nehmen, als Drummer seines Oldschool-Punkrock-Quartetts Brutaler Kater selbst ordentlich auf den Putz zu hauen! An beiden Feiertagen halten Rebi und die Dieselkaraoke-Girls die Biergarten-BesucherInnen bei bester Laune; hintenraus legen jeweils die Hackerei-„DJs der Herzen“ auf. -pat · Fr Sa, 6. 7.5., 19 Uhr, Alte Hackerei

Velvet-Point –Welcome Sunshine!

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Die Frühlingssonne ist der Startschuss für Einrichtungsprojekte in den eigenen vier Wänden – und ein guter Anlass für einen Besuch bei Velvet-Point! Das außergewöhnliche Möbelhaus in der Oststadt präsentiert auf über 1.000 Quadratmetern Showroom und begehbarem Lager einen liebevoll abgestimmten Mix aus professionell restaurierten Vintage-Möbeln der 50er bis 60er Jahre, neuem skandinavischen Design, Kleinproduktionen, Leuchten und Wohnaccessoires. Täglich arbeiten die Einrichtungsprofis mit viel Leidenschaft an Vintage-und Upcycling-Unikaten; währenddessen treffen regelmäßig neu produzierte skandinavische Möbel sowie ausgewählte Produkte in farbig-frischem Retro-Look ein. Ganz aktuell und passend zum Frühlingsanfang: das bunte Gartenmöbelprogramm des Schweizer Herstellers Schaffner und Hochwertiges aus dem dänischen PBJ Designhouse. Wer lieber von zu Hause aus einkauft, findet das komplette Angebot von Velvet-Point auch im Onlineshop mit besonders günstigen Cityund Regio-Lieferpreisen rund um Karlsruhe. -pat · Seubertstr. 8, Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr, 0721/568 77 97, www.velvet-point.de

Alien Alert @ Topsy

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TachDaq maghom. Qapla’! Diese klingonischen Worte sagen fast alles: Beim „Alien Alert“ wird das Topsy zur Bar von Ferengi Quark aus der „Star Trek“-Raumstation Deep Space Nine. Zutritt erhalten nur Kostümierte von der Sternenflotten-Uniform aufwärts; auch unbekannte Spezies sind gern gesehene Gäste. Dazu dekoriert die Initiatorin der Convention, Künstlerin und Fotografin Michelle Mantel, das ohnehin schon spacige Topsy mit Bat’leth-Schwertern und pelzigen Tribbles. Für die elektronische Beschallung sorgen bei extraterrestrischen Drinks die DJs Technobeton, Kara Boga und Wojo. -pat · Fr, 13.5., 21 Uhr, Topsy Turvy

Diskussion: Anti-Moderne

Westliche Gesellschaften können von einer historisch einmaligen Selbständigkeit und geistigen Freiheit profitieren; trotzdem sind autoritäre Staatsmodelle, die Menschen zurück in die Unmündigkeit versetzen, anscheinend für viele große Denker die erstrebenswerteste Regierungsform. Unter Moderation von Gerwig Epkes diskutieren Dirk Schümer und Karl-Heinz Ott die Ursachen der bis heute andauernden erbitterten Anfeindungen gegen die Moderne und die Notwendigkeit freier Gesellschaften. -fk Mi, 4.5.,18 Uhr, Prinz-Max-Palais

Mona & Lisa: Hörgeräte-Akustik für Frauen

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Dass Frauen mit ihrem besonders feinsinnigen Gehör anders wahrnehmen, ist wissenschaftlich erwiesen. Grund ist vor allem die Hörverarbeitung im Gehirn: So besitzen Frauen besondere Fähigkeiten beim Verstehen von Sprache, weil sie dafür verstärkt beide Hirnhälften nutzen; zudem können sie Nuancen und emotionale Zwischentöne besser erfassen. Weniger gut gelingt es ihnen dagegen, die Richtung zu orten, aus denen ein Schallsignal kommt. Wenn sich mit dem Alter (auch schon in jüngeren Jahren) Anzeichen einer Hörminderung einstellen, kann es in unruhiger Umgebung u.U. schnell unmöglich werden, einzelnen Gesprächspartnern zu folgen – oft einhergehend mit deutlichen Einschränkungen im Privaten und Beruflichen. Damit die Stärken des weiblichen Gehörs erhalten bleiben, wenn die natürliche Hörfähigkeit nachlässt, hat Hörakustikmeister Reinhard Sorg eine auf diese besonderen Bedürfnisse eingehende Hörakustik entwickelt. Durch das ebenfalls von Mona & Lisa am Lidellplatz angebotene von zu Hause aus absolvierbare aktivierende Gehörtraining wird die Hörverarbeitung zusätzlich stimuliert. -pat · Adlerstr. 27 a, Mo-Do 8.30-17 Uhr, Fr 9-13 Uhr, 0721/35 46 76 26, www.monalisa-hoeren.de

„Soziale Preisgestaltung nicht Aufgabe der Stadtwerke“

Besonders einkommensschwache Menschen seien von der Preiserhöhung der Stadtwerke Karlsruhe beim Gas getroffen, sagten Sozialverbände gegenüber INKA. Die Preise für Gas bei der stadteigenen Gesellschaft sind um bis zu 50 Prozent gestiegen. Die Links-Fraktion forderte jetzt im Gemeinderat eine Rücknahme oder Deckelung der Preiserhöhung: „Eine soziale Preisgestaltung und eine zuverlässige und kostengünstige Versorgung der städtischen Haushalte ist aus unserer Sicht die Kernaufgabe eines kommunalen Energieversorgers wie den Stadtwerken.“ Die Stadtverwaltung hat dagegen eine ganz andere Auffassung: „Eine soziale Preisgestaltung ist nicht Aufgabe der Stadtwerke“, stellte sie in einer Stellungnahme klar und sieht stattdessen Bund und Land in der Verantwortung. Die Frage, ob kommunale Unternehmen die Daseinsvorsorge aller im Blick haben sollten, wird nicht nur den mit dem Antrag jetzt befassten Sozialausschuss beschäftigen. -fk

Proberaum-Notstand in KA

Das Popnetz hat in Koop mit der IG MusikerInnen und dem Verein Bandprojekt Karlsruhe den „Proberaum-Notstand“ ausgerufen: „Proberäume sind rar in unserer Stadt und während in der Nordstadt gerade wieder Räume abgerissen werden, in denen Musiker geprobt haben, entsteht an andere Stelle – nichts, zumindest nichts Konkretes. Zwar gibt es Lichtblicke wie etwa die neuen Proberäume im P8 und auch im Gebäudekomplex des Gotec werden wohl wieder Räume geschaffen. Dennoch: Der Mangel ist immens, unsere lebendige Kreativ-, Musik-und Bandszene ist in ihrem Bestehen gefährdet. Wir begeben uns auf Raumsuche und rufen jeden dazu auf, das auch zu tun! Helft mit, damit unsere vielfältige Musikszene überlebt und meldet euch bei popnetz@substage.de, wenn ihr freie Räume habt, die zur Nutzung als Proberaum geeignet sind“, so die Initiatoren der vom Kulturamt supporteten Popnetz-Kampagne. Erste Lösungsansätze für das sich schon seit Langem anbahnende Dilemma werden am Di, 31.5. ab 18.30 Uhr am öffentlichen „Runden Tisch“ im Substage besprochen. -pat

Übehaus Stuttgart: Mobile Proberäume

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Aufgrund des Proberaummangels hat Karlsruhe den „Notstand“ ausgerufen (s. sep. Meldung). Auch in Stuttgart sind Proberäume für Bands und MusikerInnen knapp. Durch seine temporäre Holzkonstruktion ist das Übehaus mobil und belebt seit 2017 verschiedene öffentliche Plätze der Stadt. Für ein halbes Jahr können die 400 registrierten Musiker den „öffentlichen Proberaum für alle“ jetzt auf dem Leonhardsplatz nutzen. Auch mit dem mittlerweile fünften Umzug werde die Wanderschaft nicht enden, sagt Betreiber Thorsten Schulz. Durch den vielerorts großen Proberaumbedarf überlegt er, weitere der aus 200 Holzwürfeln bestehenden Übehäuser in anderen Städten aufzubauen. (Foto: Gonçalo Cruzinha) -fk

BUND: Neubauten mit massiv mehr CO2-Emissionen

Die CO2-Emissionen in Karlsruhe sollen bis 2030 deutlich gesenkt werden. Ein Schlüssel dafür ist klimagerechtes Bauen. Doch statt weniger erzeuge die vermeintlich klimaangepasste Bauweise in Neubauprojekten mehr schädliche CO2-Ausstöße, warnt der BUND KA. In den aktuellen Bebauungsplänen der Stadt sei der Energieaufwand während der Bauphase für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung („Graue Energie“) nicht berücksichtigt. „Dabei ist bekannt, dass durch den Bau von gut gedämmten Gebäuden mehr CO2 freigesetzt wird als in der gesamten Nutzungszeit von 50 Jahren“, sagt BUND-Regionalgeschäftsführer Hartmut Weinrebe. Allein in den Plänen zur Bebauung am Oberen Säuterich und westlich der Erzberger Straße blieben dadurch Emissionen von 210.000 Tonnen CO2 unberücksichtigt, schätzt der BUND. „Diese enormen Mengen kommen vor allem durch Einsatz von klimaschädlichen Zement-und Betonmaterialen sowie Stahl zustande“, so Weinrebe. Zum Vergleich: Für das gesamte Stadtgebiet beziffert die Stadtverwaltung Karlsruhe den CO2-Ausstoß nach vorläufigen Zahlen des Jahres 2019 auf 2,3 Mio. Tonnen im Jahr. Der BUND fordert von der Stadt eine Offenlegung der eingesetzten Grauen Energie in den Bebauungsplänen und kritisiert die eingesetzten Materialien. „Eine klimagerechte Bauweise zeichnet sich durch den Einsatz von nachhaltigen Baumaterialen aus“, sagt Weinrebe. Die zuständigen Behörden ließen bis Redaktionsschluss mehrfache INKA-Nachfragen unbeantwortet. Derweil fürchtet der BUND durch die Neubebauung weitere Klime-Nachteile besonders für die Bewohner in Durlach-Aue und der Nordstadt. Das zu bebauende Gebiet in Durlach sei ein „wertvoller Kaltluftproduktionsraum“. Durch die ungünstige Anordnung der Neubauten werde die Durchlüftung in den bestehenden Wohnvierteln verschlechtert. Dies bestätigte das Klimagutachten, das aber nur eine „zumeist geringe nächtliche Überwärmung“ prognostiziert. „Der Bonus einer relativ geringen Klimabelastung in Durlach-Aue wird bereits jetzt aufgebraucht, obgleich er für zukünftige höhere Temperaturen durch Klimawandel nötig wäre“, sagt dagegen Weinrebe. Auch in der Nordstadt würden „negative Veränderungen für die Durchlüftungssituation sowie die Abkühlung in den Abend-und Nachtstunden“ in Kauf genommen, die durch klimaangepasstes Bauen verhindert werden könnten, so der BUND. -fk

Knielinger Garnisonskirche steht weiter leer

Seit zehn Jahren steht die Garnisonskirche in Knielingen leer. Während rund herum das neue Viertel Knielingen 2.0 für 2.500 Menschen entstand, ist die weitere Nutzung der direkt angrenzenden ehemaligen Armeekirche unklar. „Es geschieht seit vielen Jahren nichts“, forderte der Knielinger Ortsverband der Grünen die Politik in einem Brief auf, den Leerstand zu beenden. Denn wie das angrenzende Wohnviertel ist auch die Kirche im Eigentum der stadteigenen Volkswohnung. Rund 20 Personen und Institutionen hätten in den vergangenen Jahren ihre Konzepte für eine künstlerische und kulturelle Nutzung eingereicht, berichtet die Stadt auf INKA-Anfrage. Allerdings sei keine der Interessensbekundungen weiterverfolgt worden. Zu lose oder wirtschaftlich nicht tragfähig seien die Konzepte gewesen, sagt die Stadtverwaltung. Doch die Alternative Leerstand ist ebenso unbefriedigend, sagen alle Beteiligten. Die Garnisonskirche könne eine „Lösung für die Raumnöte vieler Vereine und Initiativen“ sein, sagen die Grünen. Die Stadt und ihre Baugesellschaft haben jedoch an einer Entwicklung der Garnisonskirche offenkundig kein großes Interesse. Nachdem Pläne zum Abriss der Kirche am Einspruch der Denkmalbehörden scheiterten, wird sie seit drei Jahren zum Verkauf angeboten. Knapp 30 Kaufinteressierte hätten sich bislang gemeldet, aber konkrete Preise seien meist nicht geboten worden, sagt die Stadtverwaltung. Der Zustand der über 500 Quadratmeter großen Kirche wird als „stark sanierungsbedürftig“ angegeben. Durch erhebliche Feuchtigkeitsschäden, Schadstoffbelastung und einem ungenügenden Wärmeschutz sei eine Generalsanierung notwendig. Die Kosten schätzen die Noch-Eigentümer auf 2,5 Mio. Euro. Zwar prüfe die Volkswohnung offiziell weiter eine Vermietung der Garnisonskirche. Am liebsten für soziale oder kulturelle Zwecke, doch eine „wirtschaftlich darstellbare Nutzung“ sei bislang noch nicht gefunden worden. Aber nicht nur der Grünen Ortsverband drängt auf eine Lösung. Sie sehen die Volkswohnung „in der Pflicht, das Gebäude nicht einfach dem Verfall preiszugeben.“ Die Kirche wäre im inzwischen monoton modern bebauten Knielingen 2.0 eine architektonische Abwechslung und könnte als kulturelle Spielstätte ein Highlight im Gebiet werden. Schrieb eine Petition schon vor Jahren. -fk

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