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Die richtige Pflege für jeden Hauttyp: Von unkompliziert bis anspruchsvoll


ÖKO-TEST Spezial Gesund & Fit - epaper ⋅ Ausgabe 12/2014 vom 14.11.2014

Jeder Mensch hat eine andere Haut. Sie kann spröde, fettig, empfindlich oder völlig unkompliziert sein. Und jede braucht eine andere Pflege, damit sie sich von ihrer besten Seite zeigen kann.


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Foto: Choreograph/iStock/Thinkstock

Es gibt die unterschiedlichsten Typen – auch bei der Haut. Während der eine mehrmals täglich nachcremen könnte, weil die Gesichtshaut immer wieder spannt, plagt sich der andere mit fettiger Haut und Mitessern und macht einen weiten Bogen um den Cremetiegel. Nur die wenigsten sind mit einer völlig unkomplizierten Haut gesegnet, die weder zu trocken ist noch ölig glänzt, nicht zu ...

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... roten Flecken und Irritationen neigt.

Ob sich die Haut normal, empfindlich, trocken oder fettig zeigt, ist zu einem großen Teil genetisch bedingt. Trotzdem ist der Zustand der Haut nicht immer gleich, sondern er ändert sich mit dem Alter und den Lebensumständen. Bei Eiseskälte und Wind ist die Haut trockener als in der warmen Jahreszeit. Auch klimatisierte Räume trocknen die Haut aus. Zu viel UV-Strahlung setzt ihr zu, aber auch ausgedehnte und intensive Reinigungsprozeduren. Es sind aber nicht nur die äußeren Gegebenheiten, die Einfluss auf den Zustand der Haut nehmen: hormonelle Schwankungen, Infektionen und psychische Belastungen hinterlassen ihre Spuren. Jeder hat sich schon einmal darüber geärgert, dass ausgerechnet im größten Stress auch noch die Pickel sprießen oder die Haut hektische rote Flecken zeigt.

Nicht alle Belastungen kann man der Haut ersparen. Aber man kann dafür sorgen, dass sie sich durch eine sanfte, auf den Hauttyp abgestimmte Pflege wohlfühlt – und das sieht man dann auch.

Normale Haut

Bei der normalen Haut sind Unreinheiten selten, der Teint glänzt fein, die Poren sind kaum sichtbar, das Verhältnis zwischen Fett und Feuchtigkeit ist ausgewogen. Leider kommt so unkomplizierte Haut nur selten vor.

Die optimale Pflege: Im Prinzip reichen Wasser und eine milde, rückfettende Creme- oder Babyseife sowie eine einfache Feuchtigkeits- oder Tagescreme. Wer möchte, kann auch einen Reinigungsschaum oder eine Reinigungsmilch mit niedrigem Fettgehalt benutzen.

Mischhaut

Die Mischhaut besteht aus trockenen und fettigen Hautpartien. Stirn, Nase und Kinn glänzen leicht ölig und können picklig sein. An den übrigen Gesichtspartien ist die Haut empfindlich und neigt zu Rötungen.

Jeder Hauttyp braucht eine andere Pflege. Deshalb sollte man vor dem Kauf von Pflegeprodukten prüfen, ob die Haut vor allem trocken, normal oder fettig ist.


Foto: Sergey Novikov/Shutterstock

Die optimale Pflege: Die Mischhaut braucht je nach Gesichtspartie eine unterschiedliche Pflege. Zur Reinigung Seife, Syndet, Waschgele oder Reinigungsschaum verwenden, anschließend ein Gesichtswasser mit Alkohol auf der T-Zone anwenden. Ein wöchentliches Peeling tut den unreinen Stellen im Gesicht gut. Damit der Teint nicht noch öliger wird, möglichst Cremes auf Öl-in-Wasser-Basis mit geringem Fettanteil benutzen. Wenn die Wangenpartie spannt, darf dort auch mit einer etwas reichhaltigeren Gesichtscreme nachbehandelt werden. Die T-Zone, das heißt Stirn, Nase und Kinn, dabei aussparen. Nachts kommt die Haut ohne Creme oder mit der normalen Tagescreme aus, die trockenen Hautstellen bei Bedarf mit einer reichhaltigeren Nachtcreme versorgen.

Trockene Haut

Trockene Haut kann angeboren sein oder sich aus normaler Haut entwickeln. Sie wirkt durch kleine abgelöste Hautschuppen rau und matt, und kann spannen, jucken und fleckig aussehen. Sie neigt zu frühzeitiger Faltenbildung, weil sie Feuchtigkeit schlecht speichert und wenig Fett bildet. Unreinheiten treten meist nur bei Stress oder hormonellen Schwankungen auf.

Ob trocken oder normal, das hängt vor allem mit dem Wasserhaushalt zusammen. Bei normaler Haut kann die oberste Schicht, die Hornschicht, etwa 10 bis 20 Prozent Wasser speichern. Liegt der Anteil darunter, wird die Haut als trocken wahrgenommen.

In Herbst und Winter neigt die Haut besonders zu Trockenheit. Niedrige Luftfeuchtigkeit und Wind entziehen ihr viel Feuchtigkeit. Auch Sonnenstrahlen können die Haut austrocknen; das Alter spielt ebenfalls eine Rolle. Je älter wir werden, desto trockener wird die Haut, weil die Talgdrüsen weniger Fett produzieren. Dazu kommen Körperpflegerituale, die zwar gut für die Stimmung und das Wohlbefinden sind, der Haut aber eher schaden. Lange heiße Bäder, mit reichlich Badezusatz zum Beispiel, oder häufiges Duschen und Waschen mit Seife oder Syndets trocknen die Haut zusätzlich aus. Denn leider entziehen heißes Wasser und Seife oder Duschgel der obersten Hautschicht Fette und dann kann sie Feuchtigkeit schlechter speichern.

Die optimale Pflege: Fürs Gesicht eignen sich beispielsweise tensidfreie Reinigungsöle oder Reinigungsmilch. Auf Gesichtswasser sollte man eher verzichten und auf jeden Fall Produkte mit Alkohol meiden. Morgens reicht es, das Gesicht mit klarem Wasser zu waschen. Nach der Reinigung wird es am besten mit einer fetthaltigen Creme (Wasser-in-Öl-Emulsion) versorgt. Auch Gesichtsöle spenden der Haut eine Extraportion Fett. Mandel-, Nachtkerzen-, Rosen- oder Avocadoöle, die pur oder gemischt angeboten werden, eignen sich gut zur Nachtpflege – ebenso wie spezielle Nachtcremes, die mehr Fett als Tagescremes enthalten. Künstliche Silikonöle und Paraffine integrieren sich nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut und sind nicht zu empfehlen. Für einen Feuchtigkeitsschub sorgen Glycerin, Urea, Milchsäure und Hyaluronsäure. Gegen schädliche Einflüsse von außen hilft in der kalten Jahreszeit eine fettreiche Creme, die vor Wind und Kälte schützt. Bei Sonnenschein UV-Schutz nicht vergessen.

Generell gilt: nicht zu häufig und zu lange baden und duschen und die Wassertemperatur nicht zu heiß einstellen. Das alles greift den Schutzmantel der Haut an. Beim Baden auf Schaumbäder verzichten, Ölbäder sorgen für Rückfettung. Duschlotionen mit Zuckertensiden reinigen gut und lassen die Haut in Ruhe. Regelmäßiges Cremen mit reichhaltigen Wasser-in-Öl-Emulsionen tut der Haut gut.

Fettige, unreine Haut

Bei der fettigen Haut ist die Tätigkeit der Talg- und Schweißdrüsen gesteigert. Die Haut neigt zu Pickeln und Mitessern, der Teint wirkt unregelmäßig und glänzt, besonders in der sogenannten T-Zone an Stirn, Nase und Kinn. Mitesser gedeihen in diesem Hautmilieu besonders gut.

Bei fettiger Haut kann während der Pubertät Akne zum Problem werden, gerade bei Jungs. Denn die vermehrte Ausschüttung männlicher Sexualhormone regt die Talgproduktion zusätzlich an. Ballen sich abgestorbene Hautschüppchen zusammen, bildet sich ein Hornpfropf, der verhindert, dass das Sekret abfließen kann. Darunter können sich leicht Bakterien vermehren, die wiederum Talg aufnehmen und entzündliche Stoffwechselprodukte absondern.

Die optimale Pflege: Zum Reinigen fettiger Haut eignen sich Syndets besser als Seifen. Syndets sind künstlich hergestellte waschaktive Substanzen. Sie sind nicht alkalisch und greifen den körpereigenen Hautschutz weniger als Seifen an. Auch Waschgele entfernen Rückstände auf der Haut gründlich. Zum Entfernen von Make- up-Resten ist ein Reinigungsschaum optimal. Ein Gesichtswasser mit Alkohol wirkt leicht desinfizierend, empfindliche Haut kann der Alkohol allerdings reizen. Gesichtswasser mit Zinkoxid wirkt glanzmildernd, da es überschüssiges Fett absorbiert. Bei unreiner Haut wirken mechanische Peelings sehr gut, jedoch empfiehlt es sich, das Gesicht nur einmal wöchentlich einer solchen Schmirgelkur zu unterziehen.

Zur Pflege der Gesichtshaut eignen sich leichte Feuchtigkeitscremes mit einem geringen Fettanteil, sogenannte Ölin-Wasser-Emulsionen. Sie bestehen zu rund 80 Prozent aus Wasser und ziehen schnell ein. Die Creme dient als morgendliche Tagespflege – nachts kommt fettige Haut meist ohne Creme aus. Ist die Haut sehr fettig, empfiehlt sich ein Pflegegel: Diese Produkte sind in der Regel ganz fettfrei und bestehen nur aus Wasser und einem Verdicker. Sie ziehen schnell ein, kühlen und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Sie sind als Tagespflege oder als Unterlage für eine Tagescreme gedacht.

Wirkstoffe, die das Hautbild verfeinern sind zum Beispiel Hamamelis, Salbei und Minze.

Männerhaut ist anders

Foto: lightwavemedia/Shutterstock

Gepflegte Haut gehört für viele Männer heute dazu wie ein guter Haarschnitt oder modische Kleidung. Jeder achte Mann würde sich sogar dezent schminken und zu Puder und Concealer greifen, wenn die Haut müde aussieht. So experimentierfreudig sind aber eher die jungen Männer. Für die allermeisten gilt: Tagespflege und Aftershave reichen.

Nun käme kaum ein Mann auf die Idee, sich am blumigen Parfüm der Liebsten zu bedienen. Bei der Gesichtscreme sieht das schon anders aus. Allerdings dürfte vielen Männern die Hautpflege ihrer Freundin zu fettig sein. Männer hassen Cremes, die sich ölig und fettig anfühlen. Das ist keine männliche Macke, sondern hat mit der unterschiedlichen Hautbeschaffenheit von Männern und Frauen zu tun. Männerhaut ist etwa 20 Prozent dicker als weibliche Haut, daher neigt sie auch weniger zu Falten. Und sie produziert bis zu doppelt so viel Talg wie die Haut von Frauen, deshalb ist die Männerhaut besser vor äußeren Einflüssen geschützt. Aber sie neigt auch stärker zu Hautunreinheiten. Der höhere Fettgehalt der Haut und eingewachsene Barthaare können entzündete Pickel verursachen.

Ein wöchentliches Peeling kann das Hautbild verbessern. Was diese Haut nicht braucht, ist zusätzliches Fett, wohl aber Feuchtigkeit. Deshalb sind spezielle Cremes für Männer leichte, feuchtigkeitsspendende Lotionen oder Gele, die schnell einziehen und keinen Film auf der Haut hinterlassen.