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Die Top 20 der Kryptowährungen


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Traders - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 23.06.2022

EINE RANGLISTE

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Als der Bitcoin ins Leben gerufen wurde, sollte er als eine Art digitales Bargeld fungieren. Im Laufe der Zeit hat sich der Schwerpunkt von einer dezentralen Zahlungseinheit zu einem Wertaufbewahrungsmittel (store of value) verlagert. Vielleicht sogar als Konkurrenz zu Gold. Obwohl Bitcoin aufgrund seiner Knappheit – es wird nie mehr als 21 Millionen geben – zumindest theoretisch als Wertspeicher taugt, gibt es Dinge, die bei anderen Blockchains effizienter abgewickelt werden können. Dieses Verbesserungspotenzial sorgt dafür, dass bei der Entwicklung der Blockchain-Technologie ständig neue Innovationen und Anwendungsfälle entstehen. So kommen zum Beispiel neue Kryptotoken hinzu, die eine bessere Skalierung ermöglichen, also mehr Transaktionen pro Sekunde ermöglichen. In der Folge stellen wir Ihnen die 20 größten Kryptowährungen (Mai 2022) sortiert nach ihrer Marktkapitalisierung vor. ...

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Nr. 1 – Bitcoin (BTC): der unangefochtene Platzhirsch

Der am 3. Januar 2009 von einem Anonymus („Satoshi Nakamoto“) ins Leben gerufene Bitcoin läuft auf einer einfachen Blockchain, einem sogenannten Ledger. Die Transaktionen werden von einem Netzwerk aus Tausenden von Computern aufgezeichnet. Man kann sich das als eine Art digitales Grundbuch vorstellen, das jedoch dezentral verwaltet wird. Die Tatsache, dass Neuinformationen zu den verteilten Hauptbüchern durch das Lösen eines kryptografischen Rätsels verifiziert werden müssen und dieser Prozess extrem energieaufwendig ist (Proof of Work), macht das Bitcoin-Netzwerk extrem robust und fälschungssicher. Mit der längsten Historie und der mit Abstand größten Marktkapitalisierung hat Bitcoin auf dem Kryptomarkt ganz klar die Nase vorn und ist dort das Maß aller Dinge.

Nr. 2 – Ether (ETH): die Währung für Smart Contracts

Ether ist die Kryptowährung der Ethereum-Blockchain. Die Plattform funktioniert bislang wie der Bitcoin nach dem Proof-of-Work-Mechanismus. In Kürze soll jedoch ein Wechsel auf den sogenannten Proof-of-Stake-Mechanismus erfolgen, um damit den zum Mining benötigten hohen Energiebedarf massiv zu senken und die Effizienz zu erhöhen. Ethereum wird von Programmentwicklern im Vergleich zum Bitcoin wegen der zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten bevorzugt. So gibt es zum Beispiel den Smart Contract, der automatische Abläufe ausführt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Eine weitere Anwendung bieten die zuletzt stark gehypten Non-fungible Token (NFT): fälschungssichere Eigentumsnachweise für digitale Güter wie zum Beispiel Kunstwerke.

Auch wenn Bitcoin und Ether andere Ziele und Anwendungen haben: Die Korrelation der beiden größten Kryptocoins ist sehr hoch (siehe Bild 1).

Stablecoins

An dritter und vierter Stelle im Größenranking stehen zwei sogenannte Stablecoins namens Tether (USDT) und US-Dollar Coin (USDC). Sie spielen seit jeher eine wichtige Rolle am Kryptomarkt, da große Teile des Kapitalflusses erst von normalen Währungen wie Euro und Dollar zu Stablecoins fließen, von dort aus in die jeweiligen Kryptowährungen und wieder zurück. Unterschiede gibt es in der Art der Deckung der Stablecoins; sie sind wichtig für Anleger, um Enttäuschungen zu vermeiden. Das wurde zuletzt deutlich, als der Terra-Stablecoin (UST) seine Bindung an den US-Dollar verlor (De-Peg) und komplett zusammenbrach. Es kam zu einer Flucht aus der vermeintlich stabilen Währung. Das Scheitern des Terra-Ökosystems verdeutlicht die Unzuverlässigkeit algorithmischer oder kryptobesicherter Instrumente. Ohne die Unterstützung durch eine solide 1:1-Reserve sind UST und ähnliche Instrumente extrem anfällig für Preisschwankungen oder systemische Instabilität. Schauen wir uns daher an, wie Tether und US-Dollar Coin funktionieren.

Nr. 3: Tether (USDT): größter, aber intransparenter Stablecoin

Tether ist ein Stablecoin, der nur eine Aufgabe hat: Er soll die Preisparität zum US-Dollar aufrechterhalten. Um das zu erreichen, sollen Tether vollständig durch Fiatwährungen wie US-Dollar gedeckt werden. Allerdings stellen immer wieder Negativschlagzeilen die vollständige Deckung von Tether infrage. Weil Tether neben traditionellen Währungen auch Forderungen gegenüber Darlehen an Drittparteien als Deckung verwendet, bleiben Restzweifel. Wo die mehr als 70 Milliarden US-Dollar an

Tether-Reserven genau liegen und ob sie insbesondere in chaotischen Marktphasen schnell liquidiert werden können, konnte bisher nicht seriös beantwortet werden.

Nr. 4 – US-Dollar Coin (USDC): der bessere Tether?

Mit mehr als 50 Milliarden US-Dollar ist USDC nicht ganz so groß wie Tether. Eines haben beide Stablecoins aber gemeinsam: die Kopplung an den US-Dollar. Der US-Dollar Coin wird von einem Unternehmen namens Circle Internet Financial herausgeben. Dahinter stehen unter anderem die Kryptobörse Coinbase, aber auch traditionelle Wall-Street-Giganten wie BlackRock und Fidelity.

Die USDC-Reserven werden vollständig auf Konten von in den USA regulierten Finanzinstituten gehalten. Die Werte beschränken sich dabei auf Bargeld und kurzfristige US-Staatsanleihen und werden regelmäßig durch Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Damit dürfte der USDC aufgrund seiner höheren Transparenz, der größeren Interoperabilität und des verbesserten Rechtsrahmens schon bald Tether hinter sich lassen.

Nr. 5 – Binance Coin (BNB)

Binance Coin ist eine Kryptowährung, mit der Marktteilnehmer auf Binance, der größten Kryptobörse der Welt, handeln und Gebühren bezahlen können. Binance hatte seinen Sitz zunächst in China, verlegte aber später seinen Hauptsitz, nachdem die chinesische Regierung die Kryptowährung zunehmend regulierte. Seit seiner Einführung im Jahr 2017 hat sich der Binance Coin über die bloße Vereinfachung des Handels auf der Binance-Börsenplattform hinaus zu einem Multitalent entwickelt. BNB kann für den Handel, die Zahlungsabwicklung oder die Buchung von Reisen verwendet werden. Auch der Tausch in andere Kryptowährungen wie Ethereum oder Bitcoin ist möglich.

Nr. 6 – Ripple (XRP)

Das Ripple-Netzwerk wurde von Ripple Labs, einem Unternehmen für digitale Technologie und Zahlungsabwicklung, entwickelt. Zu den prominenten Investoren gehören Andreessen Horowitz oder Google Ventures. Von den anfangs 100 Milliarden XRP wurden 80 Milliarden an die gewinnorientierte Gesellschaft Ripple Labs übertragen.

Sie beabsichtigt, 55 Milliarden davon an die Nutzer des Ripple-Netzwerks zu verteilen und die restlichen 25 Milliarden zu behalten. Weitere Geldschöpfung durch Mining ist nicht vorgesehen. Im Kern basiert Ripple auf einer gemeinsamen, öffentlich einsehbaren Datenbank, die ein Register mit Kontoständen enthält. Zusätzlich kann das Register auch Informationen über Kauf- und Verkaufsangebote von Devisen und Gütern enthalten, wodurch es zum ersten verteilten Handelsplatz wird. XRP kann zur Wertaufbewahrung oder als Handelsmedium verwendet werden. Vor allem Finanzinstitute nutzen das Netzwerk für schnelle und grenzüberschreitende Zahlungen.

Nr. 7 – Cardano (ADA)

Cardano hat sich erst relativ spät in der Kryptoszene etabliert und zeichnet sich durch seine Proof-of-Stake-Validierung aus. Diese Methode beschleunigt die Transaktionszeit und verringert Energieverbrauch und Umweltbelastung, indem sie den konkurrierenden problemlösenden Aspekt der Transaktionsüberprüfung eliminiert. Cardano funktioniert ähnlich wie Ethereum und ermöglicht Smart Contracts und dezentrale Anwendungen.

Nr. 8 – Solana (SOL)

Solana wurde entwickelt, um dezentralisierte Finanzanwendungen (DeFi), dezentralisierte Apps (DApps) und Smart Contracts zu unterstützen. Die Plattform basiert auf einem einzigartigen hybriden Proof-of-Stake- und Proof-of-History-Mechanismus. Damit ist die schnelle und sichere Verarbeitung von Transaktionen möglich.

So sind mehr als 50.000 Transaktionen pro Sekunde darstellbar, was Solana zu einer Hochgeschwindigkeits-Blockchain macht. SOL, der native Token von Solana, treibt die Plattform an und gehörte im Jahr 2021 zu den am stärksten performenden Kryptowährungen.

Nr. 9 – Binance USD (BUSD)

Binance USD ist ein weiterer Stablecoin, der von Paxos und Binance gegründet wurde, um eine durch US-Dollar gedeckte Kryptowährung zu schaffen. Um die Parität zur US-Währung aufrechtzuerhalten, hält Paxos exakt die Menge an US-Dollar, die dem Gesamtangebot von BUSD entspricht. Wie andere Stablecoins bietet BUSD Händlern und Kryptonutzern die Möglichkeit, Transaktionen mit anderen Kryptovermögenswerten durchzuführen und gleichzeitig das Risiko der Volatilität zu minimieren.

Mittel- bis langfristig gehen Experten davon aus, dass sich im Stablecoin-Bereich der USDC durchsetzen wird.

Nr. 10 – Dogecoin (DOGE): der erste Meme-Coin

Ursprünglich war Dogecoin ein Scherz zweier IBM- und Adobe-Softwareingenieure. Ihr Ziel war es, eine digitale Peer-to-Peer-Währung schaffen, die eine breitere Bevölkerungsschicht als Bitcoin erreichen sollte. Dogecoin wurde offiziell am 6. Dezember 2013 eingeführt und entwickelte sich dank seiner engagierten Community und kreativer Memes schnell zu einer bekannten Kryptowährung. Im Gegensatz zu vielen anderen Kryptowährungen gibt es keine theoretische Begrenzung für die Anzahl der Dogecoins, was eigentlich schon alles sagt. Einen wirklichen Hype erlebte DOGE, nachdem Elon Musk mit zahlreichen Tweets wie „Dogecoin is the people‘s crypto“ die Rallye befeuert hatte. Seine im Mai 2021 in einer Fernsehsendung ausgesprochene Warnung kam exakt am Top – seitdem hat sich der Kurs nicht mehr erholt.

Nr. 11 – Polkadot (DOT): die Multichain-Lösung

Durch Polkadot können verschiedene Blockchains auf sichere und vertrauenswürdige Weise Nachrichten austauschen. Bei seinem ICO 2017 sammelte Polkadot über 140 Millionen US-Dollar ein. Das Protokoll konzipierte der Ethereum-Gründer Gavin Wood. DOT versucht drei Kernprobleme zu lösen: 1. den nahtlosen Austausch von Daten und Assets mit anderen Chains (Interoperabilität), 2. die Bereitstellung von Sidechains, wobei jede mehrere Transaktionen gleichzeitig verarbeiten kann (Skalierbarkeit) und 3. die Erhöhung der Sicherheit. Hierfür werden die Halter des DOT-Token durch spieltheoretische Ansätze dazu motiviert, ehrlich zu handeln. „Gute“ Akteure werden durch diese Mechanismen belohnt, während „schlechte“ bestraft werden, indem sie ihre Investition ins Netzwerk verlieren. Ziel ist es, die Sicherheit des Systems zu erhöhen.

Nr. 12 – AVAX: ein Konsensprotokoll in DeFi von Avalanche

Avalanche ist eine dezentralisierte Plattform, die im Herbst 2020 an den Start ging. Sie ermöglicht es jedem, dezentralisierte Anwendungen und multifunktionale Blockchains zu erstellen. Ava Labs hat diese Plattform entwickelt, um bestimmte Einschränkungen einiger älterer Blockchains zu minimieren wie zum Beispiel welche bei der Zentralisierung, der mangelnden Skalierbarkeit oder den Transaktionsgeschwindigkeiten. Im Gegensatz zum PoW-Mechanismus von Bitcoin verfügt Avalanche über ein heterogenes Netzwerk, in dem mehrere Validator-Sets und Blockchains vorhanden sind, um denselben Sicherheitsstandard wie Ethereum oder Bitcoin zu bieten. Der native Token heißt AVAX und sichert das Avalanche-Netzwerk über Staking. Token-Inhaber können damit Gebühren bezahlen und Peer-to-Peer-Transaktionen durchführen. AVAX wird auch zur Bezahlung von Gebühren im Netzwerk verwendet.

Nr. 13 – Wrapped Bitcoin (WBTC)

Wrapped Bitcoin ist ein ERC-20-Token und baut sich als Bitcoin auf einer Ethereum-Blockchain auf. Über einen WBTC-Partner kann ein Bitcoin in einen Wrapped Bitcoin umgewandelt werden und umgekehrt. WBTC wurde geschaffen, um Bitcoin-Inhabern die Teilnahme an dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) zu ermöglichen, die auf Ethereum beliebt sind. Die Bitcoins, mit denen WBTC unterlegt ist, sind durch ein Proof-of-Reserve-System transparent verifizierbar, das die 1:1-Unterlegung zwischen geprägten WBTC-Token und von Verwahrern gelagerten Bitcoin verifiziert. WBTC wird von einer Gruppe namens WBTC DAO verwaltet, die aus über 30 Mitgliedern besteht.

Nr. 14 – TRON (TRX)

TRON ist eine im Jahr 2017 gegründete Blockchain-Plattform, die darauf abzielt, kostenlose dezentralisierte Benutzerinhalte zu teilen, ohne dass ein Dritter eingeschaltet werden muss. Mithilfe der Blockchain-Technologie können Nutzer die Anbieter von Inhalten direkt belohnen. Es ist vergleichbar mit dem Patreon-Prinzip für Künstler und Kreative und erstreckt sich auf verschiedene Arten von DApps (dezentralisierte Anwendungen), die auf der TRON-Blockchain aufgebaut sind. TRON nutzt die Peer-to-Peer-Technologie und den delegierten Proof of Stake (DPoS) als Konsensmechanismus. Anders als Bitcoin unterliegt TRX nicht dem Mining-Prinzip, stattdessen werden die Token als Belohnung an „Superrepräsentanten“ auf der Blockchain vergeben. Derzeit gibt es etwa 94 Milliarden Münzen, wobei der maximale Vorrat bei etwa 101 Milliarden liegt. Je mehr Token ausgegeben werden und je geringer der Vorrat ist, desto höher könnte also der Kurswert sein.

Nr. 15 – Shiba Inu (SHIB): die Dogecoin-Kopie

Shiba Inu ist eine dezentrale Kryptowährung, die im August 2020 von einer anonymen Person („Ryoshi“) geschaffen wurde. Vorbild war der bereits beschriebene Dogecoin. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich um Shiba Inu eine große Community und Anhängerschaft.

Der Shiba-Inu-Coin basiert im Gegensatz zum Dogecoin auf der Ethereum-Blockchain und ist ein sogenannter ERC-20-Token. ERC 20 entspricht dem technischen Standard für Smart Contracts, der zur Implementierung von Token in der Ethereum-Blockchain dient. Im Gegensatz zum Dogecoin unterliegt der Shiba Inu einem Verknappungskonzept. Der Bestand an handelbaren Coins sinkt langfristig. Ein Ziel der Entwickler von SHIB ist, dass die Währung als Zahlungsmittel genutzt werden kann.

Nr. 16 – DAI: der etwas andere Stablecoin

Es gibt viele Stablecoins auf dem Markt, aber DAI ist einzigartig: ein auf der Ethereum-Plattform basierender Stablecoin, dessen Ziel es ist, den Wert eines US-Dollars zu erhalten. Dies wird durch ein automatisches System von Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain erreicht. Der Preis des DAI ist also nur indirekt an den

US-Dollar gekoppelt und wird durch eine Mischung aus anderen Kryptowährungen besichert. Es fehlt die Deckung mit echten Währungen wie US-Dollar oder Euro.

Geschaffen wurde DAI von MakerDAO, einer dezentralen und autonomen Organisation, die mit einer dezentralen Methodik unter Verwendung von Smart Contracts arbeitet. Der DAI wird nicht geschürft wie Bitcoin, sondern erstellt. DAI entstehen als Darlehen, wenn Benutzer sie gegen passende Sicherheiten leihen. Eliminiert werden DAI wiederum, wenn die Darlehen zurückgezahlt werden.

Nr. 17 – Polygon (MATIC)

Matic Coin ist ein Ethereum-basierter Altcoin und stellt eine natürliche Wahl für Serviceprovider dar, die Layer- 2-Skalierungsdienste mit viel niedrigeren Gebühren anbieten wollen. Polygon wurde zunächst als Matic-Netzwerk im Jahr 2017 gestartet und nutzte Sidechaining, um die Skalierbarkeit zu verbessern. Im Februar 2021 wurde das Matic-Netzwerk in Polygon umbenannt und als Plattform zum Aufbau miteinander verbundener Blockchain-Netzwerke auf Basis von Ethereum neu gestartet. Die Polygon-Sidechain ist eine Plattform, die beim Aufbau miteinander verbundener Blockchain-Netzwerke hilft. Ein Matic-Token wird bei Bedarf zwischen der Main- und der Sidechain übertragen. Die Polygon-Mainchain verwendet einen Proof-of-Stake-(PoS)-Ansatz, um zu entscheiden, wer einen Block schürfen oder validieren darf. Dies steht in völligem Gegensatz zum Proof-of-Work-Mechanismus, wie er etwa beim Bitcoin zum Einsatz kommt. Die Kombination verschiedener Technologien verleiht Polygon eine verteilte Architektur, die alle drei Vorteile vereint: Sicherheit, Skalierbarkeit und Interoperabilität.

Nr. 18 Crypto.com Coin (CRO)

Der CRO-Token ist der native Token von Crypto.com. Als ERC-20-Token auf der Ethereum-Blockchain bietet CRO den Nutzern Zugang zu zahlreichen gestaffelten Vorteilen innerhalb des Kryptoökosystems, dessen Ziel es ist, die Massenakzeptanz von Kryptowährungen zu fördern. Das Gesamtangebot an CRO-Münzen ist auf 30 Milliarden begrenzt.

Die Crypto.com-Blockchain bietet Zahlungs-, Handels- und Anlageprodukte, die ein breites Spektrum von Menschen ansprechen. Sie bietet vielseitige Zahlungslösungen, die auf den Erwerb und die Annahme ausgelegt sind, während sie gleichzeitig lukrative Handels- und Investitionslösungen bietet, um Einnahmen zu generieren. Daraus ergibt sich ein nachhaltiges DeFi-Ökosystem mit dem Potenzial, die Akzeptanz von Kryptowährungen weltweit zu beschleunigen. Das Ziel von Crypto. com ist es, „Kryptowährung in jede Brieftasche zu bringen“. Seit seiner Gründung 2016 hat sich das in Hongkong ansässige Netzwerk zu einem der führenden Anbieter mobiler Kryptozahlungen entwickelt.

Nr. 19 – Litecoin (LTC): die Bitcoin-Alternative?

Litecoin erblickte am 7. Oktober 2011 das Licht und ist technisch beinahe identisch umgesetzt wie das Bitcoin-System. Ein Peer-to-Peer-Netzwerk verwaltet alle Transaktionen, Bilanzen und Ausgaben. Litecoins werden erstellt, indem basierend auf einer kryptologischen Hashfunktion Blöcke generiert werden.

Litecoin wurde als Bitcoin-Alternative entwickelt und weist deshalb mehrere Unterschiede auf: Blöcke werden alle 2,5 anstatt alle zehn Minuten erzeugt, was für die Clients zu schnelleren Transaktionsbestätigungen führt. Das Litecoin-Netzwerk produziert deshalb viermal so viele Einheiten wie das Bitcoin-Netzwerk, wodurch die Anzahl der Litecoins gegen 84 Millionen konvergiert. Im Gegensatz zum Bitcoin verwendet Litecoin einen eigenen Proof-ofwork-Algorithmus. Ziel: das Mining gleichmäßig auf viele Menschen zu verteilen und einer Zentralisierung wie bei der Währung Bitcoin vorzubeugen. Um das Mining von der Finanzkraft unabhängig zu machen, kann es auf normalen PCs betrieben werden – nicht mit ASICs, die beim Bitcoin zum Einsatz kommen.

Nr. 20 – LEO Token (LEO)

LEO ist ein sogenannter Utility-Token, der zur Nutzung auf der Bitfinex-Börse und anderen Handelsplattformen vorgesehen ist, die von der Muttergesellschaft iFinex verwaltet werden. Der Token soll die Bitfinex-Community stärken und den Betrieb der Plattform optimieren. Er ist damit vergleichbar mit der bereits vorgestellten Kryptowährung BNB. Der LEO-Token soll die Plattform, auf der er läuft, durch eine ganze Reihe geplanter Vorteile für seine Inhaber attraktiver machen, zum Beispiel durch die Reduzierung der Handels- und Lending-Gebühren. LEO-Token verwendet Token-Burns als Methode, um seinen Wert zu hochzuhalten.

Fazit

Die Auswahl unterschiedlicher Kryptowährungen beziehungsweise Token ist längst unüberschaubar und wird täglich größer. Wer kein Technikfreak ist und gerne komplizierte Kryptobeschreibungen verschlingt, sollte sich auf die größten Coins fokussieren. Außerdem eigenen sich die großen Kulturwährungen für die Technische Analyse. Die Korrelation zwischen einzelnen Coins ist ohnehin sehr hoch und schon die Volatilität der beiden Platzhirsche Bitcoin und Ether sollte genügend Chancen bieten.

Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, welche Kryptowährungen sich durchsetzen werden. Bleiben wird mit Sicherheit die Blockchain-Technologie. Aktive Trader, die diszipliniert an ihrer Handelsstrategie festhalten, können die hohe Volatilität indes zu ihren Gunsten nutzen.