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Die Überflieger


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 10.08.2021

PRAXIS Tische im Test

Artikelbild für den Artikel "Die Überflieger" aus der Ausgabe 9/2021 von Camping, Cars & Caravans. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 9/2021

Jedes Kilo zählt. Wer seine Zuladungsreserven im Blick behalten muss, schielt argwöhnisch auf jedes Kilogramm Übergewicht im Caravan. Daher lohnt es, jedes Zubehör im und am Fahrzeug aufmerksam zu überprüfen. Das beginnt schon mit dem Campingtisch. Hier gibt es seit einigen Jahren eine Fraktion der Gewichtssparer. Sie sollen stabil, aber ultraleicht sein. Das gilt es zu überprüfen.

Wir suchen bei den Zubehör-Spezialisten Frankana, Fritz Berger, Movera und Reimo. Das Angebot ist in diesem Segment etwas ausgedünnt. Dennoch tummelt sich eine attraktive Auswahl leichtgewichtiger Tische von namhaften Herstellern wie Brunner, Crespo, Isabella, Westfield, Dometic, Outwell und den Eigenmarken der Zubehör- Spezialisten im Testfeld.

Dank extrem leichter Wabenplatten starten die leichtesten Tische im Testfeld bei 4,2 Kilogramm. Mit einer Fläche von etwa 100 mal 80 Zentimetern bieten ...

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... diese Tische Platz für vier Personen. Wer ein Kilogramm mehr toleriert, erhält bei Isabella, Dometic oder Frankana sogar einen respektablen Sechs-Personen-Tisch.

Um solch ein minimales Gewicht realisieren zu können, nutzen die Hersteller ein federleichtes Kernmaterial und beschichten die Platten mit einem Laminat. Die Holzoptik ist vergleichbar mit einer Fototapete, ähnlich einem Laminatboden. Dieser Aspekt raubt den absoluten Leichtgewichten etwas ihren Charme. Denn Sonneneinstrahlung und Regen setzen den Leichtbautischen mit PP-Wabe mächtig zu. Zwar überstehen sie problemlos einen Regenschauer und dürfen durchaus etwas länger in der Sonne stehen – sollten aber nicht permanent der Witterung ausgesetzt werden. Das Design verblast. Wer diesbezüglich besonders hohe Ansprüche an seinen Tisch hat, greift eher zum Brunner, Crespo oder dem Westfield.

Das ist mal ein Ding! Mit 80 Kilogramm soll der ein oder andere Tisch belastbar sein. Insbesondere die Hersteller der leichtesten Tische im Testfeld wagen dieses mehr als fragwürdige Versprechen. Denn selbst wenn die Bauteile, Verschraubungen und Klemmungen kurzfristig dieses Gewicht tolerieren würden – schon bei kleinsten dynamischen Belastungen würden die Tische auseinanderfallen. Das ist so offensichtlich, dass die Testredakteure von einem derartigen Test absehen. Nein, von einem gewichtsoptimierten Campingtisch sollte man nicht die gleiche Stabilität erwarten, wie vom Massivholztisch im heimischen Esszimmer. Alle Tische im Test absolvierten einen Belastungstest mit 30 Kilogramm völlig problemlos – mehr sollte man von seinem Campingtisch nicht erwarten.

Ein weiterer Aspekt: die Gestaltung der Kante. Dünne Umleimer, wie am Isabella Ultraleicht oder am Dometic, schützen die Kante nur mangelhaft. Wer den Tisch zum Ausklappen der Beine einmal unbedacht in den Schotter stellt, riskiert schon ausgebrochene Kanten. Exzellent gelöst: die Kanten am Westfield, Crespo oder Outwell.

BRUNNER TITANIUM QUADRA 6NG

Mit 1,02 qm ist der Quadra groß genug für sechs Personen – mit 6,8 Kilogramm ist er sogar 700 Gramm leichter als die versprochenen 7,5 Kilogramm. Auf- und Abbau: Das Gestell muss vergleichsweise aufwendig aufgeklappt, die vier Verstrebungen via Rändelmuttern, die Tischbeine via Schnellspanner fixiert werden. Die Lamellentischplatte (Elemente sind via Gummibänder verbunden und mitunter etwas unkooperativ) rollt man im Rahmen aus und fixiert sie durch Bolzen an jeder Ecke. Zeitaufwand: rund zwei Minuten. Der Brunner steht bombenstabil – solange der Untergrund eben ist – nur eine Stellschraube an einem Tischbein erlaubt einen minimalen Ausgleich. Top: Der Brunner heizt sich in der Sonne kaum auf. Minuspunkte: Nach fünfmaligem Aufbau bricht eine Verstrebung.

Material Platte/Gestell: Aluminium

Packmaß: 149,0 x 14,5 x 32,0 cm

Preis: 169 Euro

Tischplatte: 146,5 x 70,0 cm

Fläche pro kg: 0,15 qm

Höhe/Verstellbereich: 72,5 (+2,5 cm)

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der Brunner Titanium überzeugt durch absolute Wetterfestigkeit und erstklassigen Stand. Der frühe Defekt trübt das ansonsten gute Ergebnis.

CRESPO AL/246-09G

Mit 0,65 Quadratmeter Fläche stellt sich der Crespo als kleinster Tisch im Testfeld vor – bringt aber zwei Kilogramm mehr auf die Waage als die Leichtgewichte. Der Aufbau gelingt schnell, zudem punktet er mit robuster, wetterbeständiger Tischplatte und solidem Kantenschutz. Die Kunststoffschnellspanner an der Höhenverstellung sind gut zu greifen und ermöglichen eine komfortable Höhenverstellung. Die helle Aluminiumtischplatte erhitzt bei Sonneneinstrahlung erfreulich wenig und trotzt überzeugend heißen Töpfen.

Trotz solider Klemmung der Verstrebungen steht der Crespo nicht optimal. Manko: Bei Regen läuft Wasser von der Tischfläche ins Kantenprofil und tropft noch lange nach dem Regen an der Unterkante heraus. Hier sollte man dann besser nicht sitzen.

Material Platte/Gestell: Aluminium

Packmaß: 101,0 x 64,5 x 3,8 cm

Preis: 149 Euro

Tischplatte: 101,0 x 64,5 cm

Fläche pro kg: 0,11 qm

Höhe/Verstellbereich: 58,5 – 75,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der Crespo AL/246-09G ist ein robuster und kratzfester Tisch, der vor allem durch seine Wetterbeständigkeit punktet – sein Stand könnte etwas solider sein.

DOMETIC ZERO CONCRETE OVAL TABLE

Mit gewaltigen 1,11 Quadratmeter bietet der Dometic Zero die größte Tischfläche im ganzen Testfeld und holt sich durch sein geringes Gewicht noch eine zweite Krone: Pro Kilogramm Gewicht bietet er 0,19 Quadratmeter Fläche. Tischplatte und „Unterbau“ sind quasi baugleich mit den Leichtbautischen von Fritz Berger, Camp4 und Frankana. Sein Kantenschutz besteht aus einem dünnen Umleimer, der die Kanten beim Einladen und Verstauen nur mäßig schützt. Das aufgedruckte Design widersteht nur kleinen mechanischen Belastungen und ist nicht wetterbeständig, einen heißen Wassertopf toleriert es aber noch. Selbstredend: Der Tisch hat nur eine Betonoptik und besteht nicht aus Beton, wie es Dometic auf der Verpackung notiert.

Material Platte/Gestell: PP-Wabe, Alu

Packmaß: 140,0 x 92,0 x 5,5 cm

Preis: 248 Euro Tischplatte: 140,0 x 92,0 cm

Fläche pro kg: 0,19 qm

Höhe/Verstellbereich: 59,0 – 72,0 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der große Dometic Zero steht grundsolide und bietet viel Platz. Kanten- und Wetterschutz sind unterdurchschnittlich, der Preis ist weit überdurchschnittlich.

FRANKANA FUTURE

Der vergleichsweise große Future Light von Frankana präsentiert sich im sehr schicken Holzdesign. Als einziger Tisch im Test bietet er ein einspannbares Netz, das unter der Tischplatte allerlei Krimskrams aufnimmt. Höhenverstellung und Klemmungen sind baugleich mit allen Leichtbautischen im Testfeld – als einziger Tisch dieser Machart, kommt der Future mit schickem und bündigem Umleimer. Der punktet optisch im direkten Vergleich mit den Aluprofilen der anderen Tische und schafft keine krümmelsammelnde Kante – leider löst sich das Profil schon im Testverlauf an einer Ecke. Das schicke, dunkle Holzdesign des Futures hat einen Nachteil: Es heizt sich in der Mittagssonne auf 73,9 Grad Celsius auf. Ein Spitzenwert im Test – eine Tischdecke ist in der Sonne daher ein Muss.

Material Platte/Gestell: PP-Wabe, Alu

Packmaß: 120,0 x 70,5 x 5,5 cm

Preis: 175 Euro

Tischplatte: 120,0 x 70,5 cm

Fläche pro kg: 0,18 qm

Höhe/Verstellbereich: 58,5 – 71,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der mittelgroße Frankana Future bietet einen perfekten Kompromiss aus großer Nutzfläche und geringem Gewicht. Manko: der lose Umleimer und der Preis.

FRITZ BERGER LIGHT 2

Der Light Größe 2 ist, vom Design einmal abgesehen, mit dem Tyresta von Camp4 identisch. Sie teilen sich das gleiche Material und Tischgestell. Somit verwundert es nicht, dass Gewicht und Maße übereinstimmen – wobei der Light seinem Namen alle Ehre macht und sich mit sensationell leichten 4,2 Kilogramm ganz vorne in der Gewichtswertung platziert. Einzig beim Aufheiztest legt der Light noch ein paar Grad drauf, ein Effekt, der dem etwas dunkleren Design geschuldet ist. Auch beim Light gilt daher – bei Sonne unbedingt eine Tischdecke verwenden. Die Höhenverstellung gelingt kinderleicht – vor permanentem Wettereinfluss sollte der Fritz Berger Light geschützt werden. Nicht sonderlich kratzfest, dafür schützt das dünne, umlaufende Aluprofil die Kanten ganz ordentlich.

Material Platte/Gestell: PP-Wabe, Alu

Packmaß: 100,5 x 68,5 x 5,5 cm

Preis: 129 Euro

Tischplatte: 100,5 x 68,5 cm

Fläche pro kg: 0,16 qm

Höhe/Verstellbereich: 58,5 – 71,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Ultraleichter, mittelgroßer Tisch mit solidem Gestell, gutem Kantenschutz, aber begrenzter Wetterfestigkeit. Wer auf's Gewicht schielt greift zu. Kauftipp!

LEICHTBAUTISCHE IN DER KURZKRITIK

Gleich fünf Hersteller schicken sieben Tische in ähnlicher Bauart in den Test. Der Kern der Tischplatte: ein mit Polypropylen beschichteter Wabenkern. Alle Tische sind mit wenigen Handgriffen extrem schnell aufgebaut und ebenso schnell verstaut. Die Schrauben des Tischgestells sitzen erstaunlich fest in den Leichtbauplatten, auch dutzendfaches Lösen und wieder Anziehen im Test ruinierte nicht den Gewindesitz. Ein Ergebnis, das auf gute Dauerhaltbarkeit der Verschraubungen zumindest hoffen lässt.

Ihr größter Vorteil: Alle diese Tische sind ultraleicht und grundsätzlich stabil. Punktuelle Belastungen vertragen die Oberflächen aber nicht – beim Verstauen sollte der Tisch nur flächig belastet werden.

Auch zeigen sich die Tischplatten nicht sonderlich kratzfest – die Wetterbeständigkeit ist limitiert. Das Oberflächendesign schätzt den Wechsel von Feuchtigkeit und Hitze überhaupt nicht. Alle Tische dieser Gattung sollten nach dem Gebrauch möglichst im Schatten stehen und nicht ungenutzt dem Wetter ausgesetzt sein. Das sichert längerfristig Freude an der schicken Optik. Die etwas dünn dimensionierten Schnellspanner müssen mit der kleinen Rändelmutter exakt eingestellt werden. Einmal zu fest zugedreht, klemmen diese ansonsten gerne mal. Das Tischgestell kommt mit erheblicher Serienstreuung – trotz identischer Machart hat so mancher Tisch mehr Spiel in den Gelenken. Isabella setzt auf ein anderes Verstellsystem der Beinlänge, der Kantenschutz der Tische unterscheidet sich deutlich. (Camp4 Tyresta und Levi Family, Fritz Berger Light und Livenza, Frankana Future Light, Dometic Zero Concrete, Isabella Ultraleicht)

Ein Campingtisch steht dann wackelfrei, wenn er sich zum einen auf unebenen Untergründen gut nivellieren lässt und sich sein Tischgestell zudem robust und ohne Spiel in der Mechanik präsentiert. Parallel müssen sich die einmal ausgeklappten Tischbeine bombenfest fixieren lassen. Der Verstellbereich der meisten Tische im Test liegt bei weit über zehn Zentimeter. Schnellspanner öffnen, Beine ausziehen oder einschieben, Spanner schließen – fertig. Orientiert man sich an der DIN-Norm ISO 5970 zur optimalen Tischhöhe, sollte der Tisch etwa 76 Zentimeter hoch, der Stuhl im Idealfall etwa 30 Zentimeter kleiner sein. Im Testfeld fahren einzig die Tische von Isabella, Crespo und Westfield auf die maximale Höhe von 75,5 Zenti-meter aus. Dennoch: Wenn der Stuhl zum Tisch passt, lässt es sich auch an flacheren komfortabel sitzen. Daher gilt: Ein großer Verstellbereich garantiert die Möglichkeit, den Tisch optimal zum Stuhl einstellen zu können und ihn auf jeglichem Untergrund problemlos zu nivellieren. Einzig Brunner und Isabella setzen auf limitierte Einstellmöglichkeiten von wenigen Zentimetern. Beim Isabella muss man umständlich an jedem Tischbein unten eine Kontermutter lösen und den Gewindefuß ein- oder ausschrauben, der Brunner Quadra bietet diese Option nur an einem Fuß. Zu wenig Variabilität für viele Untergründe. Wer häufig auf sandigem Untergrund steht, freut sich zudem über große Teller an den Füßen. Da diese aber im groben Schotter eher stören, sind sie bei einigen Modellen, wie beispielsweise dem Westfield Aircolite, abnehmbar – auf der Kugel steht der Tisch im Groben sehr viel solider. Das Sorgenkind in dieser Disziplin: der Outwell Coledale. Trotz erstklassiger Schnellspanner zum Arretieren der Höhenverstellung steht der Tisch nicht sonderlich souverän.

FRITZ BERGER LIVENZA

Auch der Livenza reiht sich in die Riege der absoluten Leichtgewichte im Testfeld ein. Vom Design einmal abgesehen, unterscheidet er sich nur in einem Detail vom Camp4 Tyresta und dem Light von Fritz Berger – er hat abgerundete Ecken. Ein angenehmer Nebeneffekt seines helleren Designs: Er heizt sich ein paar Grad weniger auf – dennoch bleibt die Tischplatte bei Sonne unangenehm heiß. Wie alle PP-Tische: Die Oberfläche zeigt sich etwas empfindlich und sollte Wind und Wetter nicht dauerhaft ausgesetzt werden. Einen heißen Wassertopf übersteht das Design – ein Untersetzer ist ratsam. Die Höhenverstellung geht okay, dennoch verwundert, dass sein mit vielen Tischen baugleiches Tischgestell etwas wackliger ist (Serienstreuung). Fritz Berger bietet noch zwei weitere Größen an.

Material Platte/Gestell: PP-Wabe, Alu

Packmaß: 100,5 x 68,5 x 5,5 cm

Preis: 129 Euro

Tischplatte: 100,5 x 68,5 cm

Fläche pro kg: 0,16 qm

Höhe/Verstellbereich: 58,5 – 71,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der recht kleine Livenza von Fritz Berger punktet durch minimales Gewicht und schmuckes Design. Guter Kantenschutz und Verstellbereich.

ISABELLA ULTRALEICHT

Der Isabella ist flott aufgeklappt, steht solide und bringt, gemessen an seiner stattlichen Größe für eine ganze Familie, nur federleichte 5,3 Kilogramm auf die Waage. Die Optik stört der unschön verklebte Umleimer mit mächtigem Spaltmaß, der zudem bei Bodenkontakt (Auf- und Zuklappen) schnell verkratzt – die Wabenplatte hält einen Regenguss aus, der Tisch sollte aber der Witterung nicht unnötig lange ausgesetzt werden. Die Höhenverstellung des Isabella ist limitiert und umständlich: Via Gewindebolzen lassen sich die Beine maximal 30 Millimeter verstellen, um ihn auf unebenen Untergründen auszurichten. Das reicht für terrassierte Stellplätze aus – nicht für unebene Untergründe. Die Tischplatte heizt sich bei Sonnenschein stark auf und zeigt sich nicht sonderlich kratzfest.

Material Platte/Gestell: PP-Wabe, Alu

Packmaß: 120,0 x 80,0 x 7,0 cm

Preis: 179 Euro

Tischplatte: 120,0 x 80,0 cm

Fläche pro kg: 0,18 qm Höhe/Verstellbereich: 72,5 – 75,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der recht teure Isabella stellt sich als großer, stabil stehender Campingtisch mit eingeschränkter Höhenverstellbarkeit und begrenzter Robustheit vor.

OUTWELL COLEDALEM

Mit 5,9 Kilogramm bleibt das Gewicht des vergleichsweise kleinen Outwell im grünen Bereich. Er bietet die besten Schnellspanner an der Höhenverstellung – die Bedienung ist kinderleicht, die Klemmkraft super. Die großen Teller an den Tischbeinen sind fest vernietet und somit nicht abnehmbar, das umlaufende Profil schützt die Kanten des Tisches sehr gut. In puncto Wetterfestigkeit lässt der Outwell keine Wünsche offen, die mit einem Harz beschichtete Platte mit Holzkern ist deutlich robuster als PP-Waben-Platten. Sehr gut: Die Tischplatte heizt sich in der Sonne nicht so stark auf. Trotz guter Klemmung der Tischbeinverstrebungen und ansonsten guter Mechanik, steckt zu viel Spiel im Tischgestell – der Coledale steht von allen Kandidaten im Testfeld am wackeligsten.

Material Platte/Gestell: Laminat, Alu

Packmaß: 100,0 x 68,5 x 4,0 cm

Preis: 109 Euro

Tischplatte: 100,0 x 68,5 cm

Fläche pro kg: 0,12 qm

Höhe/Verstellbereich: 56,5 – 72,0 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der relativ günstige und robuste Outwell Coledale M punktet durch solide Wetterfestigkeit und tolle Details. Manko: Er steht vergleichsweise wackelig.

Die heiße Pfanne ohne Untersetzer auf dem Campingtisch absetzen? Keine gute Idee. Entgegen dem Topf mit Nudelwasser, dessen Boden weit unter 100 Grad hat, erreicht die Bratpfanne in wenigen Minuten auf dem Herd kernige 250 Grad. Zu viel für die meisten Tische. Und während der Kochtopf keinem Tisch wirklich Schaden zufügt, brennt die Pfanne in nahezu alle Materialien hässliche Kreise. Einzig Tische aus Aluminium überstehen solch eine Tortur. Aber mal ehrlich: Im Zweifelsfall gehört ein Untersetzer unter Topf und Pfanne.

Testkriterien im Überblick

Im Fokus dieses Tests: leichte Campingtische bis maximal 7,5 Kilogramm Gewicht. Wie flott gelingt der Aufbau, wie stabil steht ein Tisch, wie komfortabel lässt er sich auf unebenen Untergründen ausrichten? In diesem Punkt sind alle Tische im Vorteil, die einen großen Verstellbereich via Schnellspanner ermöglichen. Die Justierung gelingt kinderleicht und schnell.

Interessant zudem: Wie stark heizen sich Tischplatten bei direkter Sonneneinstrahlung um die Mittagszeit auf? Immerhin: einige über 70 Grad Celsius. Zudem notieren Hersteller in Sachen Belastbarkeit bis zu 80 Kilogramm. Das mag bei einem kurzen, statischen Versuch gelingen. Kommt etwas Dynamik ins Spiel, sieht es völlig anders aus. Im Test zeigten alle Tische schon bei 50 Kilogramm Verformungen. Kurzum: Jeder Camper tut gut daran, seinen Tisch grundsätzlich mit maximal 30 Kilogramm zu belasten – egal was der Hersteller verspricht.

Gewicht des Tisches

Welche Fläche hat die Tischplatte?

Wie stark erhitzt sich die Tischplatte bei direkter Sonneneinstrahlung?

CAMP4 LEVI FAMILY

Der Levi Family der Reimo Eigenmarke Camp4 teilt sich mit dem Tyresta dasselbe Gestell, Material und kantenschützende Aluprofil. Mit 0,79 Quadratmetern bietet er etwas mehr wertvolle Fläche, das Gewicht legt dabei nur minimal zu. Die kleinen Schnellspanner für die Höhennivellierung sind funktionell und klemmen erstaunlich gut – die Teller an den Tischbeinen sind fix vernietet und nicht abnehmbar. Auch der Levi wird in der Sonne mächtig heiß, schätzt ständigen Wettereinfluss nicht wirklich und sollte bei Nichtgebrauch besser regengeschützt und im Schatten stehen. Wie alle Leichtbautische dieser Bauart (siehe Kasten), steht der Levi ordentlich wackelfrei – sollte aber nicht mit den versprochenen 80 Kilogramm belastet werden. Nicht sonderlich kratzfest.

Material Platte/Gestell: PP-Wabe, Alu

Packmaß: 115,5 x 68,5 x 5,5 cm

Preis: 129 Euro

Tischplatte: 115,5 x 68,5 cm

Fläche pro kg: 0,18 qm

Höhe/Verstellbereich: 58,5 – 71,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der Levi Family von Camp4 kombiniert in attraktiver Weise Leichtbau und vernünftig große Nutzfläche. Ein verdienter Kauftipp trotz kleiner Einschränkungen.

WESTFIELD PERFORMANCE AIRCOLITE 100

Der Aircolite steht solide, seine melaminbeschichtete Tischplatte mit Holzkern trotzt Wind und Wetter und heizt sich bei Sonnenschein vergleichsweise wenig auf. Die Schnellspanner aus Metall sind robust, die Klemmkraft muss einmal vernünftig vorjustiert werden, damit der leichte Auszug der Tischbeine und parallel sicherer Stand garantiert sind. Steht der Westfield in grobem Schotter, lassen sich die Teller der Tischbeine abnehmen, was die Ausrichtung erleichtert. Sehr gut. Seine umlaufende Kunststoffkante schützt den Tisch verlässlich. Beim Verstauen baut der Aircolite etwas höher als die anderen Tische. Mit 7,4 Kilogramm der „schwerste“ Tisch im Testfeld der Leichtgewichte. Westfield bietet noch den kleineren 80er und den größeren 120 Aircolite an. Solide Gesamtvorstellung.

Material Platte/Gestell: Melamin/Alu

Packmaß: 100,0 x 68,0 x 8,0 cm

Preis: 129 Euro Tischplatte: 100,0 x 68,0 cm

Fläche pro kg: 0,09 qm

Höhe/Verstellbereich: 58,5 – 75,5 cm

Wetterfest:

Standfestigkeit:

FAZIT Der Westfield Aircolite 100 stellt sich als grundsolider Tisch ohne große Schwächen vor. Wer das minimale Übergewicht toleriert, greift zu. Kauftipp.

Dies sollte man übrigens auch beherzigen, wenn man einen Gaskocher oder Grill auf dem Tisch betreibt. Einige Modelle strahlen derart heiß nach unten ab, dass sie Tischplatten oder selbst die Arbeitsflächen von Campingküchen ruinieren. Besser etwas hitzeresistentes unterlegen.

Und noch ein Aspekt zum Thema Hitze: Insbesondere die Leichtbautische mit aufgedrucktem Design heizen sich in der Sonne extrem auf – teils auf über 70 Grad. Der Effekt ist schon in der Morgensonne spürbar und lässt die Frühstücksbutter in Lichtgeschwindigkeit schmelzen. Tipp: Greifen Sie zu einer Tischdecke.

UNSER FAZIT

Wer einen ultraleichten Tisch für vier Personen sucht, muss Abstriche in Sachen Wetterfestigkeit und Robustheit machen. Einen Testsieger im Feld der ultraleichten Tische gibt es daher nicht. Einen Kauftipp sichern sich der leichte Levi Family von Camp4, der zudem durch seine attraktive Größe punktet, und der Berger Light 2, den es alternativ eine Nummer größer gibt. Wer nicht argwöhnisch auf jedes Gramm schielt, sollte den Westfield Performance Aircolite 100 in Betracht ziehen. Er punktet sich solide durch alle Prüfungen und ist trotz seines minimalen Übergewichts einen Kauftipp wert.

Kontakt/Bezugsquellen:

www.frankana.de

www.fritz-berger.de

www.movera.com

www.outwell.com

www.reimo.com

www.dometic.com

www.westfieldoutdoors.eu