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DIE VERPASSTEN CHANCEN VON DIANA


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Frau im Spiegel Royal - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 01.12.2021

ROYAL TITEL

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Bildquelle: Frau im Spiegel Royal, Ausgabe 2/2022

DIE GLÜCKLICHE Ob in Gummistiefeln oder großer Robe: Kate überzeugt in ihrer royalen Rolle, hier bei einem Besuch des Königspaars der Niederlande (2018)

EMOTIONALE INTELLIGENZ – ABER SCHLECHTE NOTEN

Teure Privatschulen, Sport-Trophäen, jedoch kein Abschluss – Dianas schulische Tragödie

ENGLAND

DIANAS AUSBILDUNG

1 Riddlesworth in Norfolk: Die Internatsschule besuchte Diana ab ihrem neunten Lebensjahr, ihre schulischen Leistungen galten als dürftig 2 Rückkehr Diana (2. v. r.) besuchte 1987 ihre ehemalige Schule „West Heath“ in Sevenoaks, Grafschaft Kent, die sie – auch nach zweimaliger Prüfung – ohne genügende Noten verließ. 3 Pistenspaß in der Schweiz: die 16-jährige Diana (r.) als Schülerin des „Institut Alpin Videmanette“, dem sie aber nach drei Monaten wieder den Rücken kehrte

Die Ängste und Bedenken für Kate, 39, waren groß doch, wie sich nach mittlerweile zehn Jahren Ehe immer deutlicher zeigt, erfreulicherweise weitgehend unberechtigt – trotz der verheerenden Erfahrungen bei Hof: Prinzessin Diana (1961-97), Tochter aus britischem ...

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... Hochadel, war an ihrer Ehe mit Thronfolger Charles, heute 73, und ihrer Rolle als Gattin des Prince of Wales, zerbrochen. Hohe Popularität in aller Welt, bei den meisten Medien und großer Respekt für ihr soziales Engagement konnten der unglücklichen Prinzessin nicht helfen: Essstörungen, Depressionen, die Scheidung und schließlich ihr tragischer Tod zeichneten auch für Bürgerliche den einstigen Mädchentraum, einen Prinzen zu heiraten, in vorwiegend düsteren Farben.

NICHT NUR DIE LIEBE ZÄHLT

Würde die Unternehmertochter Kate Middleton dem Druck standhalten können? Eine Frage, die sie sich selbst wohl lange stellte – im Gegensatz zu der Blitz-Verlobung von Charles und Diana mit zügiger Direttissima zum Traualtar kannten sich William, 39, und Kate schon zehn Jahre, bevor sie als Vermählte grüßten. Klar war auch: Im Hause Windsor hatte man aus den Fehlern der Vergangenheit einiges gelernt. Und – anders als Camilla, 74, im Leben von Charles – gibt es für William offensichtlich nur Kate. Ausgezahlt mögen sich auch die klaren Vorstellungen haben, mit denen William und Kate ihre royale Zukunft verhandelten und sich – vor allem während Kates Schwangerschaften und nach der unmittelbaren Geburt ihrer drei Kinder – viel privaten Freiraum und ein nur von einem übersichtlicher Terminkalender behindertes Familienleben auf dem Lande sicherten.

DIANA LAS NUR KITSCH-ROMANE

Oft wird vergessen, dass eine vernünftige Ausbildung auch für das Leben in einem Königshaus wichtig ist, auch wenn man „Royal“ natürlich nirgendwo studieren kann. Und da hatte Diana bereits von Kindheit an einen klaren Nachteil. Die frühe Betreuung durch eine Gouvernante und der Wechsel mit neun Jahren in das Internat „Riddlesworth Hall“ mögen dem Status der Familie der Earls of Spencer zumindest in den 1970er Jahren noch entsprochen haben. Auch das nächste Internat „West Heath“ in Sevenoaks, Kent, war damals standesgemäß, die akademischen Ansprüche aber höchst überschaubar. Diana überzeugte durch sportliche Leistungen (Pokale im Schwimmen und Stepptanz), emotionale Intelligenz und ein großes Herz, das sie auch bei den – zu den schulischen Aktivitäten zählenden – Charity-Projekten mit Menschen mit Behinderung oder im hohen Alter auszeichneten. Intellektuell zeigte Diana schulisch keine Ambitionen, kokettierte auch gerne damit, und verließ schließlich die Schule quasi mit leeren Händen, da sie selbst im zweiten Anlauf der Abschlussprüfungen nirgendwo eine genügende Note („O-Level“) erzielt hatte. Später spottete ihre Stiefgroßmutter, Dame Barbara Cartland (1901-2000), bekannt als Bestseller-Autorin schwülstiger Liebesromane: „Diana hat nie andere Bücher als die von mir gelesen – das Schlimmste, was ihr

ENGLAND

KATES AUSBILDUNG

1 Pangbourne war Kates (vorne, ganz rechts) erste schulische Station, die St. Andrew‘s School besuchte sie von 1986 bis 1995 2 Marlborough College in Wiltshire. Die Privatschule verließ sie 2000 mit Bestnoten; der Abschluss entspricht einer deutschen Abiturprüfung 3 Universität von St. Andrews Hier graduierte Kate 2005 zum Bachelor of Arts in Kunstgeschichte. 2001, im ersten Studienjahr, hatte sie dort Prinz William kennengelernt – etwa ein Jahr später waren die beiden ein Paar passieren konnte“. Kurz und erfolglos blieb ebenfalls der Besuch im Schweizer Mädchenpensionat „Institut Alpin Videmanette“ in Rougemont. Die 17-jährige Diana verließ es nach drei Monaten. Es folgten Jobs als Babysitterin, Tanzlehrerin und später Kindergärtnerin.

Leider war das in ihrer Generationen und in ihrer gesellschaftlichen Klasse selbst in den 1970er Jahren kein Einzelfall. Oft schloss sich noch eine Ausbildung zur Nanny oder Sekretärin an, vielleicht ein Kochkurs in Frankreich oder ein Au Pair-Jahr bei Standesgenossen im Ausland. Alles praktisch, um danach zu heiraten und Kinder zu bekommen. Wahrscheinlich hätte Diana mit ihrer dürftigen Bildung und Ausbildung leben können – wenn sie einen Landadligen oder den Tory-Unterhausabgeordneten von Perith and the Borders geheiratet hätte. Für die Herausforderungen bei Hof war das deutlich zu wenig. Darüber dachte im Hochzeitsjahr 1981 niemand nach, weder ihr Ehegatte noch die anderen Royals, die Berater im Palast und wohl nicht einmal Diana selbst.

EIN ABITUR MIT BR AVOUR

Kates Eltern Carole, 66, und Michael, 72, beide Nachfahren von Bergleuten, hatten sich von der Flugbegleiterin und dem Flugdienstberater zu erfolgreichen Unternehmern mit einem Partyartikel-Versandhandel hochgearbeitet. Das funktioniert nur bei Menschen, die in der Gegenwart leben und auch begriffen haben, dass – egal ob Tochter oder Sohn – eine gute Ausbildung heute unverzichtbar ist. Die 18-jährige Kate machte 2000 ihren Abschluss (der dem deutschen Abitur entspricht) mit vier A-Levels (Bestnote) in Chemie, Biologie und Kunst. Danach folgten ein mehrmonatiger Italienisch-Sprachkurs in Florenz, die Mitarbeit bei einem Entwicklungshilfeprojekt in Chile und schließlich ein Studium der Kunstgeschichte an der renommierten Universität von St. Andrews in Schottland, das sie mit einem Bachelor of Arts (B.A.) mit guter Note abschloss. Während des Studiums hatte sie auch William getroffen – was zu einer königlichen Karriere führte und wohl eine akzeptable berufliche Karriere verhinderte. Hier steht lediglich ein knapp einjähriges Engagement als Junior- Einkäuferin für Accessoires bei der Modekette Jigsaw in Kates Lebenslauf. Auf jeden Fall hätte sie auch ohne Ehemann ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Die erworbenen Qualifikationen und das dadurch sichtbar erworbene Selbstvertrauen hat ihr – neben dem ständigen Willen, sich in der royalen Rolle zu entwickeln – eine steile Karriere bei Hof ermöglicht. Niemand bezweifelt heute, dass sie auch der Rolle einer Königin an der Seite von William gewachsen ist. Die Herzen flogen Kate von Anfang vielleicht nicht so selbstverständlich zu wie Diana. Ihre Popularität, der gekonnte Spagat zwischen ländlicher Bodenständigkeit und königlichen Glamour, den sie immer häufiger beweist, bringen Kate jedoch längst Bestnoten.

Die Schulen von Diana mögen teurer und renommierter gewesen sein. Die immer noch von antiquierten Frauen-Werten geprägte Ausbildung am Ende des 20. Jahrhunderts mag heute amüsante Drehbücher liefern – für Diana war sie ein weiterer Baustein zur Tragödie ihres Lebens. Ein Aspekt, der oft vergessen wird – und einmal mehr zeigt, dass Diana zu wenig gefördert und zu viel gefordert wurde. Andreas C. Englert

FÜR KATE GAB’S NUR GUTE NOTEN

Erfolgsbilanz: Abitur, Studienabschluss – und dann die Hochzeit mit William