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Die verzwickte Sache mit der Liebe


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Das goldene Blatt - epaper ⋅ Ausgabe 21/2022 vom 21.05.2022

Der große abgeschlossene LIEBES-ROMAN

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Dana ließ den Blick aufmerksam über ihr Spiegelbild wandern. Okay, die Fältchen waren nicht dramatisch. Nur auf der Stirn sah man schon, dass sie manches zu Grübeln hatte. Aber alles in allem war sie gut in Schuss. 35 Jahre – wo war eigentlich die Zeit geblieben?

Ein Blick auf die Uhr beendete ihre morgendliche Betrachtung. Höchste Zeit, in die Gänge zu kommen! Wenigstens den Weg zum Kindergarten sparte sie heute. Ihr kleiner Sohn Max verbrachte ein paar Tage bei der Oma. Und sie würde die Zeit nutzen, sich mal um sich selbst zu kümmern. Und heute Abend mit den Freundinnen ihren Geburtstag gebührend feiern.

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Im Büro heimste Dana die ersten Glückwünsche ein, bekam eine Minitorte und spendierte kurz vor Feierabend noch zwei Flaschen Sekt für die Abteilung.

„Und was steht heute noch an?“, wollte ihre Kollegin Sandra wissen, als Dana ihre Sachen packte. ...

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...

„Mädelsabend“, grinste Dana. „Mit ein paar Freundinnen …“

„Ganz ohne Männer“, fragte Sandra und Dana nickte lachend.

Sie war nicht die einzige Singlefrau im Kreis ihrer Freundinnen.

Manche waren liiert oder verheiratet. Trotzdem war heute Abend kein Mann dabei. Es quatschte sich lockerer, nur Frauen unter sich.

Sie wollten zum Italiener oder Sushi essen, genau wussten sie das noch nicht. Dana würde sich jetzt umziehen, und dann mal schauen.

Bitte umblättern!

Als sie ihre Wohnungstür aufschloss erwartete sie die erste Überraschung. „Herzlichen Glückwunsch!“, tönte es ihr entgegen.

Da stand die ganze Schar ihrer Freundinnen, alle breit grinsend, weil sie so ein erstauntes Gesicht machte. Jetzt trat Jenny vor, drückte Dana ein Glas Sekt in die Hand und hob ihr eigenes zum Prosten hoch. Die anderen taten es ihr gleich. „Hier! Auf dich. Alles Liebe und Gute zum Geburtstag.“

„Danke, ihr seid klasse!“ Dana strahlte in die Runde und nahm einen Schluck, immer noch baff.

„Wir konnten uns nicht einigen, ob Pizza oder Sushi“, erklärte Ines. „Betty wollte dann mexikanisch, und irgendjemand hat griechisch vorgeschlagen. Da erschien es uns doch einfacher, zu Hause zu bleiben und alles liefern zu lassen.

Ausreichend Sekt und Getränke haben wir mitgebracht.“

Sie zwinkerte ihr zu, und Dana lachte. „Genial. Ich zieh mich nur rasch um. Dann legen wir los.“

Es wurde dann ein ausgelassener Abend. Sie ließen sich Essen kommen, jede worauf sie Lust hatte, und hinterher gab es Pfirsichtorte und Sorbet. Dazu wurde viel gelacht und auch ein bisschen gelästert und ausgiebig über die Männerwelt hergezogen. Manchmal waren die Kerle eine Plage, so der einhellige Tenor. Aber ohne sie würde doch etwas fehlen.

Irgendwann löste die Runde sich auf, bis nur Ines und Jenny übrig blieben, Danas engste Freundinnen. „Das war toll. Ich danke euch“, sagte Dana aus tiefster Seele, als sie bei einem letzten Glas auf dem Sofa zusammensaßen.

Die beiden tauschten einen bedeutsamen Blick.„Das Beste kommt erst noch“, meinte Ines geheimnisvoll und gab Jenny ein Zeichen. Die verschwand kurz in der Diele und kam gleich darauf mit einem Umschlag zurück, den sie Dana reichte. „Das ist unser Geschenk. Los, mach auf.“

Unter den erwartungsvollen Blicken ihrer Freundinnen öffnete Dana das Kuvert und hielt ein buntes Kärtchen in der Hand. Sie überflog den kurzen Text darauf und sah dann wieder hoch. „Was um Himmels willen soll das sein?“, fragte sie entgeistert.

„Das ist eine Kontaktanzeige“, erklärte Ines. „Sie wird morgen erscheinen. Wir dachten, du hast schon alles. Bis auf einen Mann.“

Verrückt! Was hatten Ines und Jenny sich da bloß ausgedacht?

Dana sah fassungslos in zwei grinsende Gesichter. „Sagt mal, seid ihr noch ganz dicht?“, rief sie, aber Jenny legte ihr beschwichtigend die Hand auf den Arm.

„Das läuft nicht über so ein Internetportal, sondern es ist eine ganz altmodische Chiffre-Anzeige hier in der Tageszeitung. Keiner weiß, wer dahintersteckt. Du siehst dir einfach die Briefe der Herren an, und vielleicht ist ja einer nach deinem Geschmack dabei.“

„Und keine Angst, für Mäxchen ist gesorgt“, warf Ines ein. „Dreh mal um.“ Sie wies auf die Karte und Dana betrachtete die Rückseite. ‚Gutschein für x-mal Babysitten‘ stand da. Sie blickte wieder hoch und sah stumm von einer zur anderen. Es kam nicht oft vor, dass ihr die Worte fehlten. Aber jetzt wusste sie gar nichts zu sagen.

„Waren wir uns vorhin nicht einig, dass Männer auch ihre guten Seiten haben?“, meinte nun Jenny. „Du hast doch nichts zu verlieren, oder? Höchstens zu gewinnen.“

Dana schüttelte den Kopf. „Ihr spinnt ja“, platzte sie endlich heraus, musste dabei aber lachen.

Noch einmal las sie den Text, das Lachen jetzt schon übermütig. „Aber echt!“, setzte sie hinzu. „Wie kommt ihr überhaupt darauf, dass ich einen Mann suche?“

Die beiden tauschten einen amüsierten Blick. „Vielleicht weil wir deine Freundinnen sind?“

„Oder weil es dir auf der Stirn geschrieben steht?“

Dana prustete in gespielter Empörung, und Ines grinste entwaffnend und hob ihr Glas. „Komm, darauf trinken wir. Auf die Liebe!“

„Auf die Liebe!“, echote Dana und leerte den letzten Schluck.

Anstatt am nächsten Morgen auszuschlafen flitzte Dana gleich nach dem Aufstehen zum Kiosk und besorgte sich die dicke Samstagsausgabe der Tageszeitung. Damit saß sie dann am Frühstückstisch und blätterte sofort zum Anzeigenteil. Da! Das Inserat sprang direkt ins Auge, fett gedruckt und mit einem dicken Rand versehen. Sie schmunzelte. Der Text war wirklich originell formuliert. Das hätte sie selbst nicht besser hingekriegt. Die Sache hatte nur einen kleinen Fehler. Ihr Sohn Max war mit keinem Wort erwähnt.

Dana seufzte innerlich und schlug die Zeitung wieder zu. Die beiden hatten ja recht. Es wäre schön, jemanden zu haben, um all die großen und kleinen Dinge teilen zu können. Mäxchen war fünf und verstand, dass andere Jungs einen Papa hatten und er nicht.

Sein Erzeuger war kurz nach seiner Geburt von der Bildfläche verschwunden und hegte keinerlei Ambitionen, am Leben seines Sohnes teilzunehmen. Die Sache war ohnehin ein Irrtum gewesen und längst abgehakt. Dennoch wäre sie selbst nie auf die Idee gekommen, einen Mann per Inserat zu suchen.

Nach einem verbummelten Samstag holte Dana am Sonntag Max von ihrer Mutter ab, und es war mit der Ruhe vorbei. Am Montag kehrte der Alltag ein, hieß Kindergarten bis nachmittags für Max, und für sie der gewohnte Spagat zwischen Job, Haushalt und Kind.

Fast hätte Dana das Inserat vergessen. Bis am Mittwoch die ersten Zuschriften eintrudelten.

Dana war hin- und hergerissen.

Sollte sie sich wirklich auf diese Sache einlassen? Bis zum Wochenende hatte sie ein Dutzend Briefe erhalten – darunter auch ein paar recht ansprechende – und zwei ungeduldige Freundinnen im Nacken.

„Worauf wartest du noch?“, drängte Jenny. „Dass der Märchenprinz an deiner Tür klingelt?“

„Komm schon. Da wird doch was dabei sein. Einen Versuch ist es wert“, setzte Ines nach.

Sie saßen zusammen auf Danas Sofa, vor sich den Stoß Briefe. Die beiden hatten einfach vor der Tür gestanden und sahen so aus, als ließen sie sich nicht abwimmeln.

Dana seufzte. „Also gut“, räumte sie ein. „Ich mach’s.“

„Los, wir suchen dir jetzt einen Kandidaten aus“,entschied Jenny.

Bei kritischem Blick blieben dann nur zwei Bewerber übrig

Gemeinsam gingen sie alle Briefe durch und sortierten auf drei Stöße. Geht gar nicht, geht vielleicht und klingt gut. Vom Stoß ‚klingt gut‘ blieben bei kritischem Blick dann zwei Bewerber übrig.

„Hier. Der sieht nett aus“, meinte Jenny und betrachtete das Bild.

Ein Lockenkopf, ein schmales Gesicht, ein freundliches Grinsen. „Den rufst du an“, sagte Ines. „Okay. Aber allein. Sonst kann ich mich nicht konzentrieren.“

Er hieß Marcel und klang auch nett am Telefon. Sie unterhielten sich eine ganze Weile, und danach war Dana richtig aufgeputscht.

Vielleicht würde es auf diese Weise ja klappen mit der Liebe?

Sie verabredeten sich zwei Tage später abends beim Italiener. Max beobachtete erstaunt ihre Modenschau vor dem Kleiderschrank und erkundigte sich interessiert, warum sie so viel Farbe in ihr Gesicht machte. Und Dana war erleichtert, als es pünktlich um halb sieben klingelte. Das musste Ines sein.

Sie öffnete schwungvoll und verschluckte vor Schreck ihre Begrüßung, als statt der Freundin ein fremder Mann vor der Tür stand.

„Hallo“, meinte er fröhlich grinsend. „Da bin ich – pünktlich!“

„Äh – ja?“, machte Dana verwirrt und starrte ihn an. Dann sah sie an ihm vorbei in den Hausflur und hielt nach Ines Ausschau.

Er grinste. „Ines ist etwas dazwischengekommen. Hat sie das nicht gesagt? Ich werde sie vertreten. Niklas. Du erinnerst dich doch?“

Jetzt sah Dana genauer hin. Dunkel stieg die Erinnerung hoch. Ja, sie hatte ihn schon mal gesehen. In der Studenten-WG, wo Ines vor einer Weile ausgezogen war. Niklas also – ein schlaksiger, unauffälliger Typ. Und dem sollte sie einfach ihren Sohn anvertrauen?

Er grinste immer noch, als könnte er ihre Gedanken lesen. „Darf ich dann reinkommen?“

„Natürlich“, murmelte sie und schickte eine stumme Verwünschung an Ines’ Adresse. Sie hätte sie wenigstens vorwarnen können!

In diesem Moment tauchte Mäxchen auf und inspizierte den Gast neugierig. „Max, das ist Niklas“, machte Dana bekannt. „Er wird heute Abend auf dich aufpassen.“

„Prima“, rief der Knirps begeistert. „Kannst du Uno spielen?“

„Klar, das kann ich“, bestätigte Niklas. „Ich kann sogar Popcorn mit dem Mund auffangen.“

Max musterte ihn ehrfürchtig, und Dana schob ihre Bedenken beiseite. Sie musste los, wenn sie nicht zu spät kommen wollte. „Er geht um acht ins Bett“, wies sie Niklas ein. „Und er soll vorher unbedingt seine Zähne putzen.“

„Aye, aye, Käpt’n“, sagte Niklas und zwinkerte Max zu. „Wir kriegen das schon hin. Und dir viel Erfolg.“ Dabei lächelte er sie an.

Dana raffte rasch ihre Sachen zusammen und schob alle Katastrophen-Szenarien weit von sich.

Sie müsste sich jetzt auf ihr eigenes Projekt konzentrieren.

Kurz vor elf war sie wieder da. Sie streifte die Schuhe ab, schloss die Tür hinter sich und lehnte sich einen Moment dagegen. Da trat Niklas in die Diele und warf ihr einen seltsamen Blick zu. „Na?“, machte er fragend und sah kurz an ihr hoch und runter. „Wie war’s?“

Dana rang sich ein Lächeln ab. „Schrecklich. Wie war’s bei dir?“ „Ganz prima!“

Niklas grinste breit. Er folgte ihr ins Wohnzimmer, wo Dana sich auf das Sofa fallen ließ und erst mal tief durchschnaufte. Und weil er sie so teilnahmsvoll ansah, sprudelte die ganze Geschichte aus ihr heraus. „Es fing ganz gut an“, erzählte sie. „Wir haben geredet, so dies und das. Na ja, eigentlich hat meistens er geredet. Aber er schien wirklich nett zu sein. Bloß dann … habe ich ganz beiläufig Mäxchen erwähnt. Und peng, vorbei. Er hatte es plötzlich sehr eilig.“

„Hm, verstehe.“ Niklas nickte ein paar Mal vor sich hin. Dann blitzte dieses jungenhafte Grinsen wieder auf. „Dabei ist er so ein pfiffiger Kerl“, setzte er hinzu. „Man muss ihn einfach mögen.“

Dana schmunzelte. „Nett, dass du das sagst. Und wie ist es euch beiden denn ergangen?“

Niklas’ Bericht hob ihre Laune wieder. Er schien eine gute Hand für Kinder zu haben. Die zwei hatten jedenfalls einen schönen Abend verbracht, mit Uno spielen und Schiffe versenken. Max lächelte noch im Schlaf, wie Dana feststellte, als sie einen Blick in sein Zimmer warf. Wie süß er aussah! Ihr ging jedes Mal das Herz auf, wenn sie Mäxchen beim Schlafen zusah.

„Vielleicht solltest du ihn nächstes Mal mitnehmen“, sagte Niklas plötzlich direkt neben ihrem Ohr.

Das kurze Aufblitzen in Niklas’ Augen bemerkte Dana noch

Dana fuhr zusammen. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass er hinter sie getreten war. Leise schloss sie die Tür und drehte sich zu ihm um.

Er blieb einfach stehen, und flüchtig streifte Dana ein schwacher Duft von Rasierwasser und Orangensaft. Dann machte er einen Schritt nach hinten, und sie registrierte kurz ein paar raschere Herzschläge in ihrer Brust. „Es wird kein nächstes Mal geben“, erwiderte sie entschlossen und wandte sich ab. Das Aufblitzen in seinen Augen sah sie trotzdem noch.

Ines und Jenny wollten diesen Fehlschlag natürlich nicht gelten lassen und lagen ihr in den Ohren, es noch einmal zu versuchen. Und nachdem sie ein paar Mal drüber geschlafen hatte, war auch Dana für einen neuen Anlauf bereit.

Schön wäre es nämlich schon, die Abende nicht mehr allein vor dem Fernseher zu verbringen!

Es gab ja noch den anderen Kandidaten von dem ’klingt gut’ Stapel. Und Dana stellte auch gleich sicher, dass Ines diesmal Zeit hätte.

Diese Rechnung allerdings hatte sie ohne ihren Sohn gemacht. Mäxchen verlangte mit der geballten Durchsetzungskraft seiner fünf Jahre, dass ab jetzt nur noch Niklas auf ihn aufpassen sollte. Der nahm es mit Humor und erklärte sich zu einem nächsten Einsatz bereit.

Diesmal erzählte Dana gleich am Telefon von ihrem Sohn. Peter versicherte, ein Kind wäre überhaupt kein Hindernis, und so vereinbarten sie ein Treffen.

Pünktlich wie bestellt an diesem Abend stand Niklas vor der Tür. „Mama muss sich noch bemalen“, erklärte Max, als er ihm öffnete. „Sie trifft sich mit einem Kerl.“

„Ich weiß“, sagte Niklas und drückte dem Kleinen ein Plüschmonster in die Hand. „Für dich.“

„Klasse!“, schrie Max. Dann tauchte Dana in der Diele auf. Sie trug ein knappes schwar-zes Kleid, und Niklas starrte sie einen Augenblick nur stumm an. „Wow“, meinte er schließlich. „Das ist schweres Geschütz.“

„Ist das, ich meine … übertrieben?“ Dana zupfte an ihrem Rocksaum und sah ihn unsicher an.

Niklas maß sie mit einem langen Blick und setzte dann ein glattes Lächeln auf. „Nein. Wenn es …“

Er musste nach Worten suchen. „Wenn es so vielversprechend aussieht“, sagte er ausweichend.

Sie schien kurz zu schwanken.

Eigentlich war sie mehr der Typ für Jeans als für schicke Kleider! Dann musterte sie noch einmal ihr Spiegelbild, zuckte die Schultern und grinste ihm unschlüssig zu. „Das weiß man erst hinterher, nicht? Du kannst mir jedenfalls Glück wünschen. Danke, dass du hierbleibst.“

„Kein Ding“, erwiderte Niklas und half ihr höflich in die Jacke.

Glück wünschte er ihr aber nicht.

Diesmal gewann Max haushoch beim Uno spielen. Und auch beim Schiffe versenken hatte er die Nase vorn. Vielleicht, weil Niklas nicht ganz bei der Sache war. Wie sollte er auch, wo ihm Danas Bild in dem knappen Kleid ständig durch den Kopf spukte! Und die Vorstellung, wie dieser Kerl sie anstarren würde, oder vielleicht Schlimmeres …

Es war halb zwölf, als sich der Schlüssel im Schloss drehte. Seit er Max ins Bett gebracht hatte war Niklas damit beschäftigt gewesen, Störsignale zu Danas Verabredung zu funken. Jetzt sprang er auf und ging in die Diele, wo sie eben aus den Schuhen schlüpfte. Rasch suchte er nach verräterischen Zeichen junger Verliebtheit in ihrem Blick, konnte aber keine entdecken. „Wie war’s?“, fragte er.

Resigniert stellte Dana fest, dass es wohl keinen Mann gab, der zu ihr passte

Dana hob die Schultern und seufzte zugleich. „Ach, pure Zeitverschwendung. Er hat geredet ohne Punkt und Komma, und es war ungefähr so spannend wie das Telefonbuch.“ Sie seufze und sah ihm ins Gesicht. „Liegt das an mir, dass ich nur seltsame Typen anziehe? Was machen andere, wenn sie jemanden kennenlernen wollen?“

Es war ein gutes Gefühl für Dana, mit Niklas zu reden …

Sie wirkte so frustriert in diesem Moment, dass er sie am liebsten in den Arm genommen hätte. Stattdessen packte Niklas all sein Gefühl in ein sanftes Lächeln. „An dir liegt das definitiv nicht“, sagte er mit Nachdruck. „Aber wenn du möchtest setzen wir uns noch ein bisschen zusammen, und du erzählst mir alles. Was meinst du?“

Er wies mit dem Kopf in Richtung Wohnzimmer, und Dana nickte entschlossen. „Ja. Und etwas gegen den Frust brauch ich auch.

Ich glaube, ich hab noch eine Flasche Wein im Kühlschrank.“

Gleich darauf saßen sie zusammen auf dem Sofa, und nach zwei großzügigen Schlucken aus ihrem Glas lehnte Dana sich zurück und atmete tief durch. „Ich lass das jetzt sein“, sagte sie resigniert. „Ich meine, die ganze Sache mit der Suche nach einem Mann. Wahrscheinlich gibt es die Kombination gar nicht, die ich mir vorstelle.“

Niklas sah sie von der Seite an.

Wenn sie die Lippen so empört kräuselte sah sie noch süßer aus als sonst. Dazu die paar versprengten Sommersprossen auf der Nase … zum Küssen. Er unterdrückte ein Schmunzeln. „Wie müsste der Mann für dich denn aussehen?“

Dana drehte den Kopf und fing seinen Blick auf. Einen Moment musterte sie ihn so intensiv, dass Niklas ganz kribbelig wurde.

Schon fürchtete er, sie würde ihm ansehen, wie in seinem Bauch gerade ein ganzes Schmetterlingsgeschwader durchstartete. Dann nahm sie noch einen Schluck Wein und blinzelte nachdenklich.

„Es ist gar nicht so sehr die Frage, wie er aussieht“, meinte sie. „Na ja, tageslichttauglich sollte er schon sein. Aber viel wichtiger ist mir, wie er tickt. Dass wir über die gleichen Dinge lachen können, und ähnliche Vorstellungen vom Leben haben. Verstehst du?“

Sie sah ihn wieder an, und weil Niklas nur stumm dazu nickte sprach sie weiter. Anfangs fand sie es merkwürdig, hier mit einem Mann zu sitzen und ihm ihr Herz auszuschütten wie man es sonst nur bei der besten Freundin tat, aber Niklas konnte wunderbar zuhören.

So vergaß sie bald, dass sie ihn eigentlich kaum kannte, und ehe sie sich versah, hatte sie ihm ihre gesamte Lebensgeschichte erzählt, inklusive all ihrer Wünsche und ihrer geheimsten Sehnsüchte.

Als Dana irgendwann auf die Uhr sah, erschrak sie regelrecht. So spät schon! Niklas bemerkte ihren Blick und rutschte sofort auf die Sofakante. „Ich geh dann jetzt besser“, sagte er lächelnd.

Der kurze Moment, den sie zögerte, rieselte ihm warm durch die Brust. Dann nickte sie. „Ja. Sorry, dass ich dich so lange aufgehalten habe. Und danke fürs Zuhören.“

„Gerne immer wieder“, entgegnete er augenzwinkernd, und Dana wurde plötzlich bewusst, dass diese Stunde mit ihm den ganzen verkorksten Abend gerettet hatte.

Diesmal ließ Dana sich von den Freundinnen nicht zu einem weiteren Versuch überreden. Zwei Reinfälle wären genug, erklärte sie bestimmt. Das mussten Ines und Jenny wohl oder übel akzeptieren.

Der Brief kam drei Tage später.

Ein gewisser Paul schrieb, er hätte ihre Anzeige erst jetzt entdeckt und sich sofort angesprochen gefühlt.

Es war ein langes, sehr persönliches Schreiben. Zweimal las Dana es bis zum Ende durch. Sie konnte nicht wirklich in Worte fassen, was genau sie daran so eigentümlich berührte. Irgendwie drang aus diesen Zeilen so eine Schwingung, als lägen sie auf der gleichen Wellenlänge. Ein Foto allerdings hatte er nicht mitgeschickt. Weil er es schön fände, sich erst mal unbeeinflusst von Äußerlichkeiten kennen zu lernen, wie er sagte. Dafür eine E-Mail-Adresse. Und er würde sich freuen, von ihr zu hören.

Dana schrieb noch am selben Abend zurück, mit klopfendem Herzen und einer flatternden Erwartung im Bauch. Die Antwort kam postwendend. Mit scheinbar leichter Hand verfasst, und doch weder seicht noch phrasenhaft.

In den nächsten Tagen entspann sich daraus ein reger Gedankenaustausch. Paul sagte viele Dinge, die sie genauso empfand, teilte viele ihrer Interessen und hatte kluge und sehr vernünftige Ansichten.

Die Sache mit Paul schien zu perfekt! Wo war der Haken?

Dazwischen kamen aber auch immer mal wieder lockere Nachrichten. Er wünschte etwa eine gute Nacht, wenn sie eben im Begriff war ins Bett zu gehen, oder begrüßte sie morgens mit einem launigen Weckspruch, oder er schickte einfach mal ein Hallo.

Bald war Dana wie elektrisiert, wenn ihr Mailprogramm die nächste Nachricht meldete. Und sie ertappte sich immer öfter dabei, wie das Lächeln gar nicht mehr von ihrem Gesicht weichen wollte.

„Und du weißt gar nicht, wie er aussieht?“, fragte Jenny irritiert.

„Hast du ihn denn nicht nach einem Foto gefragt?“, wollte Ines wissen und griff noch einmal in die Pralinenschachtel. Dana hatte die Freundinnen zu sich nach Hause eingeladen, um über die neueste Entwicklung zu berichten. Und auch um ihre Meinung zu hören.

Denn irgendwie war diese Sache mit Paul fast zu perfekt. Als gäbe es da irgendeinen Haken.

„Hab ich mehrfach“, sagte Dana. „Aber da weicht er immer aus.“

Jenny kräuselte skeptisch die Stirn. „Merkwürdig“, meinte sie.

„Aber er schreibt so süß. Und wir können über alles reden“, hielt Dana fast trotzig dagegen.

Die beiden Freundinnen tauschten einen Blick. Dann sprach Ines aus, was Dana selbst bisher lieber verdrängt hatte. „Vielleicht ist er ja gar nicht echt. Also nicht das, was er vorgibt zu sein.“

Dana seufzte. Tatsächlich war ihr diese Idee auch schon gekommen. Aber nur kurz. Weil diese Vorstellung zu ernüchternd war.

Sie wünschte sich so sehr, dass es mit Paul klappen sollte. Dass er der eine wäre, der ihre Tage und Nächte teilte und ihr Herz schneller schlagen ließ. Irgendwie tat er das zwar schon, aber eben doch nicht so richtig. So zum Anfassen. Sie seufzte wieder. Konnte man sich in ein Phantom verlieben? Nun. Vielleicht konnte man das.

„Das solltest du herausfinden“, fiel Ines in ihre Überlegungen. Und als könnte sie auf den Grund ihrer Seele schauen, fügte sie wissend hinzu: „Besser jetzt als später.“

Dana nickte zögerlich. „Und wie mach ich das am besten?“

„Schlag ihm jetzt ein Treffen vor. Erstens siehst du dann, wie er reagiert. Und wenn er zusagt siehst du, mit wem du es zu tun hast.“

Jenny hatte leicht reden! Für sie stand nicht auf dem Spiel, dass der wunderschöne Traum platzte.

Dana wand sich unter den erwartungsvollen Blicken der beiden Freundinnen, bis sie schließlich die Schultern zuckte und ergeben nickte. „Okay. Das müsste dann wohl der nächste Schritt sein.“

Den sie im Kopf in allen Varianten durchspielte, später, als sie wieder allein war und Löcher in die Luft starrte. Irgendwann aber stand ihr Entschluss fest. Es führte ja doch kein Weg daran vorbei, wenn sie Gewissheit haben wollte.

Und als zur Schlafenszeit Pauls üblicher Gute-Nacht-Gruß eintraf, schickte sie eine Nachricht zurück:

Ich würde dich gerne kennenlernen. Können wir uns treffen?

Mit wild hämmerndem Herzen wartete Dana auf die Antwort, mit der er sich diesmal Zeit ließ. Als sie schon dachte er wäre vielleicht eingeschlafen, oder schlimmer, er nahm ihr den Vorstoß übel und hätte sie aus seinen Kontakten gelöscht, kam doch noch etwas: Er würde sie sehr gerne treffen, schrieb Paul. Und ehe Dana darüber nachgedacht hatte, waren sie für den nächsten Abend verabredet.

Hilfe! Schon morgen! Aufgewühlt sprang Dana wieder aus dem Bett und tigerte rastlos durch die Wohnung. Was musste sie bis dahin noch alles erledigen? Haare waschen. Augenbrauen zupfen.

Die Blume besorgen. Sie wollten beide eine Margerite tragen, als Erkennungszeichen. Und natürlich musste sie den Babysitter für Max bestellen. Hoffentlich war Niklas so kurzfristig verfügbar!

War er leider nicht, wie sich herausstellte, als Dana am nächsten Morgen ei ihm anrief. Er hatte den Abend schon anderweitig verplant.

Jeden anderen Tag gerne, wie er versicherte, doch das nützte ihr nichts. Also würde sie Ines bitten.

Max zog einen gewaltigen Flunsch, als er hörte, dass Niklas keine Zeit hatte. Und nur eine Bestechung in Form eines Mega-Kindermenüs von seiner geliebten Fastfood-Kette konnte ihn bewegen, mit Ines Vorlieb zu nehmen.

Energisch bestand Mäxchen auf Niklas als Babysitter!

„Aber nächstes Mal kommt wieder Niklas!“, verlangte Max, die Arme grimmig vor der Brust verschränkt. Er sah aus wie ein Piratenkapitän. Dana musste lächeln.

„Ganz bestimmt“, versicherte sie und streichelte ihm übers Haar.

Dann aber war es höchste Zeit, sich um sich selbst zu kümmern.

Als Ines klingelte, war Dana schon ein Nervenbündel. Drei Outfits hatte sie anprobiert und wieder

verworfen. Aber nach dem Reinfall mit dem sexy Kleid wollte sie diesmal alles richtig machen. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig … „Was zieh ich an?“, stöhnte sie.

Ines musterte sie und zuckte pragmatisch die Schultern. „Verbieg dich nicht“, riet sie. „Zieh einfach an, worin du dich wohlfühlst.“

So kam es, dass Dana kurz darauf in ihrer Lieblingsjeans und der frech gemusterten Bluse zu ihrem Date aufbrach. Sie wollte nicht irgendeine Rolle spielen, sondern sie selbst sein. In der Hoffnung, dass es Paul gefallen würde.

Überhaupt, Paul! Bei dem Gedanken an ihn flatterten ihre Nerven schon wieder. Denn was, wenn er ihr nicht gefallen würde? Natürlich wogen die inneren Werte schwer. Aber ein bisschen sollte das Äußere schon auch stimmen …

Für alle Fälle hatte Dana sich eine Hintertür offengehalten. Sie würde sich unauffällig vor dem Lokal herumdrücken und erst einmal ausspähen, wer da mit einer Margarite in der Hand auftauchte.

Und falls, also wenn er so gar nicht ihr Typ war, dann konnte sie immer noch verschwinden.

Vor dem Lokal lag ein Grünstreifen, an dem Autos zwischen einzelnen Bäumen parkten. Dana schlich einmal an der Fensterfront vorbei und warf einen Blick nach drinnen auf die Tische, wo jedoch nirgends ein einzelner Mann saß.

Dann drückte sie sich hinter einen Geländewagen, von wo aus sie den Eingang gut beobachten konnte. Sie war extra sehr frühzeitig gekommen, in der Hoffnung, noch vor Paul einzutreffen.

Eine Weile passierte nichts. Immer wenn Leute vorüberliefen tat Dana beschäftigt, kramte in ihrer Handtasche und behielt doch dabei ständig die Tür im Auge.

Minuten vergingen. War er etwa doch schon im Lokal drinnen?

Oder würde er gar nicht auftauchen? Irgendwann dauerte es Dana zu lange. Vielleicht sollte sie doch mal reingehen? Sie trat eben hinter dem Wagen hervor, als sich aus der anderen Richtung eine Gestalt zielstrebig näherte. Dana starrte auf die Margerite, die der Mann in seiner Hand zerquetschte.

Ihr Herz machte fast einen Salto rückwärts. Dann sah sie höher, in sein Gesicht, und jetzt verstand sie gar nichts mehr – es war Niklas.

Er zögerte, als er sie da stehen sah, versuchte noch halbherzig die Blume hinter seinem Rücken zu verstecken und kam dann heran.

Stumm. Auch Dana konnte gar nichts sagen. In ihrem Kopf wirbelte es wild durcheinander, und es dauerte eine Weile, bis das Offensichtliche langsam einsickerte.

Das Lokal. Die Uhrzeit. Die Blume. Aber – Niklas? Sie sah ihm ins Gesicht, sah diesen Ausdruck darauf, irgendwo zwischen zerknirscht und unsicher. Und plötzlich klickerte etwas in ihrem Kopf. Dana holte tief Luft. „Bist du Paul?“

Niklas setzte ein Grinsen auf.

Dann nickte er. „Ja. Ich bin Paul.“

Sie sah ihn lange an, während immer neue Puzzlestückchen an ihren Platz fielen. Die vielen Mails.

Diese Vertrautheit, die daraus klang. Kein Wunder, dass Paul diese Sachen schreiben konnte, die sie so berührten. All das hatte sie Niklas an diesem Abend erzählt.

Dana schnaubte. „Und was soll das jetzt?“, fuhr sie ihn an. „Machst du dich etwa lustig über mich?“

„Nein! Dana. Das darfst du nicht glauben.“ Er machte einen Schritt auf sie zu, sah ihr in die Augen. „Was soll ich dann glauben?“ „Das ist eine lange Geschichte.“ „Ich hab Zeit“, erklärte Dana.

„Also gut. Sie beginnt an dem Tag, als du das erste Mal in der WG warst. Ich war hin und weg, aber du hast mich gar nicht bemerkt.“

Niklas brach ab und holte tief Luft.

Paul wusste viel von Dana, weil sie es Niklas erzählt hatte

„Ich hab Ines nach dir gefragt, hatte aber nie den Mut, dich direkt anzusprechen. Da kam mir die Sache mit dem Babysitten gerade recht. Bloß als ich mitbekommen habe, dass du auf Partnersuche bist, da wusste ich, dass die Zeit drängt.“

„Und deshalb hast du dann Paul erfunden“, warf Dana ein.

Niklas grinste. „Nicht erfunden.

Das ist mein Name. Paul-Niklas.

So steht es in meinem Pass.“

„Ach, egal. Ich meine, du weißt schon. Für mich warst du Niklas.

Und dann hat Paul mich angeschrieben. Der so viel von mir wusste, weil ich es Niklas erzählt hatte. Das war ganz schön fies.“

Jetzt blitzte etwas in seinen Augen auf, und Dana musste plötzlich an Max denken, als er vorhin wie ein Piratenkapitän vor ihr gestanden hatte. Fast hätte sie gekichert.

„Nicht fies. Das war strategisch“, erklärte Niklas würdevoll.

„Aha“, machte Dana. Das Kichern kitzelte immer noch im Hals und dampfte ihre Empörung weg.

„Genau. Hättest du mit Niklas die gleichen intensiven Gespräche geführt wie mit Paul, abends den letzten Gedanken geteilt, den Morgen zusammen begonnen?“

Er nahm die Augen nicht von ihr, und Danas Gedanken drifteten ab.

Zu ihren verkorksten Verabredungen, zu Ines’ Rat sich nicht zu verbiegen, zu Mäxchens Ärger über den falschen Babysitter …

Aus dem Wirbel in ihrer Brust stiegen Bilder hoch: Niklas und Max einträchtig beim Spielen, Niklas neben ihr auf dem Sofa, ihr gutes Gefühl nach ihrem Gespräch neulich. Die Sache mit der Liebe war verzwickt. Aber manchmal auch ganz einfach. Dana musste grinsen. Weil mit einem Mal die Anspannung abfiel, die Ungewissheit und auch die Zweifel.

Sie fasste nach seinem Arm und wies auf die Tür. „Keine Ahnung.

Aber wie wär’s, wenn wir zwei jetzt was trinken gehen? Und dann fangen wir noch mal von vorne an.“

ENDE

Nächste Woche lesen Sie den großen abgeschlossenen

LADY-KRIMI