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Die wichtigsten Füllmaterialien


ÖKO-TEST Ratgeber Gesundheit & Fitness - epaper ⋅ Ausgabe 5/2009 vom 04.08.2010

Amalgam

Die Quecksilbermischung hält über zehn Jahre und eignet sich auch für große Löcher in den Seitenzähnen. Nach Gold ist Amalgam das am längsten bekannte Füllmaterial. Wegen der möglichen Gefahr durch das nervengiftige Quecksilber ist die Verwendung stark zurückgegangen. Für die gesetzlichen Kassen ist eine Amalgamfüllung aber immer noch die Regelversorgung für Backenzähne. Zusätzliche Kosten für alternative Werkstoffe übernehmen sie nur bei nachgewiesener Amalgamunverträglichkeit. Nach Expertenschätzungen sind noch etwa 40 Prozent der Füllungen quecksilberhaltig.

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Komposite

Diese Füllungen bestehen aus Kunststoffen und fein gemahlener Keramik. Das Material wird mit dem Zahn verklebt, mit Licht gehärtet und hält fünf bis zehn Jahre. Es ist zahnfarben, wird vor allem bei Vorderzähnen und an Zahnhälsen eingesetzt und dort von den Kassen auch bezahlt. Bei anderen Zähnen muss man je nach Größe der Füllung 20 bis 180 Euro zuzahlen. Neue Komposite sind so stabil, dass sie sich auch für Kauflächen eignen, große Löcher lassen sich damit aber nur schwer stopfen. Einzelne Kunststoffbestandteile können Allergien auslösen. Komposite machen etwa die Hälfte aller Füllungen aus.

Inlays

Inlays werden nach einem Modell des aufgebohrten Zahns im Labor angefertigt und eingepasst. Goldinlays halten bis zu 30 Jahre lang, Keramikinlays zehn bis fünfzehn Jahre. Beide Materialien sind sehr gut verträglich, Keramikeinsätze zudem kaum sichtbar. Nicht geeignet ist Keramik für Menschen, die im Schlaf mit den Zähnen knirschen. Goldinlays kosten 300 bis 600 Euro, Einsätze aus Keramik bis zu 1.000 Euro. Die gesetzlichen Kassen zahlen keine Inlays. Ihr Anteil an allen Füllungen liegt unter zehn Prozent.

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Foto: proDente e.V.

Zemente

Zemente bestehen aus Carbonsäuren und anorganischen Füllkörpern. Sie härten von selbst aus, halten aber nur drei bis fünf Jahre. Sie sind eine gute Lösung bei Milchzähnen, weil sie Fluorid abgeben und so vor Karies schützen. Bei Erwachsenen verwendet man Zemente für Zahnhälse oder als provisorische Füllung. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten. Vereinzelt können bei Kunststoffzusätzen im Zement Allergien auftreten.

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Foto: Ivoclar Vivadent AG

Gut durchleuchtete Zähne

In Deutschland wird zu viel geröntgt, das steht fast jedes Jahr im Strahlenschutzbericht der Bundesregierung. Ein Viertel bis ein Drittel der Aufnahmen gehen auf das Konto der Zahnärzte. Immerhin sind für die Zahnbilder weit niedrigere Strahlendosen erforderlich als für Aufnahmen im Computertomografen. Durch die in vielen Praxen inzwischen üblichen digitalen Röntgengeräte hat sich die Strahlenbelastung weiter verringert – und die Qualität der Bilder verbessert. Die benötigen die Zahnärzte, um versteckte Karies oder Entzündungsherde besser zu erkennen oder Wurzelbehandlungen zu kontrollieren. Auch im Rahmen der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung sind Röntgenaufnahmen erlaubt und werden von den Kassen gezahlt. Das mag manchen Zahnarzt dazu verleiten, zwecks Auslastung des Geräts die Aufnahmen seiner Patienten immer wieder zu aktualisieren. Um unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden, können sich Patienten vom Arzt zudem einen Röntgenpass ausstellen lassen, in den alle Untersuchungen eingetragen werden.

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