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DIE ZEIT DES LETZTEN EDELMETALLS IST JETZT!


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Sachwert Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 02.06.2022
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Bildquelle: Sachwert Magazin, Ausgabe 3/2022

Osmium gilt als das seltenste Edelmetall der Welt. Warum aber rückt das letzte der acht Edelmetalle im Periodensystem gerade jetzt immer mehr in den Fokus? Die Antwort liegt in seinen besonderen Eigenschaften. Osmium birgt tatsächlich große Chancen für alle, die die Gunst der Stunde nutzen – auch und selbst wenn Krisen und Kriege den Globus erschüttern. Denn Osmium verbindet Mythos und Zukunft, weiß Geschäftsführer der Osmium-Institut GmbH Ingo Wolf.

Als wären die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Rekordinflation nicht bereits genug, kam im Februar mit der Ukraine-Krise ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Märkte hinzu. Als sicherer Hafen in Krisenzeiten bekannt sind Edelmetalle – entsprechend fielen auch die Reaktionen der Anleger auf den Kriegsausbruch am 24. Februar aus. Edelmetallhändler berichteten nach Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine von einem ...

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... Nachfrageboom, mit der hohen Nachfrage stieg der Goldpreis kurzzeitig sprunghaft an. Doch sind die Klassiker Gold und Silber nicht die einzigen Optionen für Anleger auf der Suche nach Sicherheit. Für jeden, der mit Osmium bisher noch nicht in Kontakt gekommen ist, wäre es an dieser Stelle eine Überlegung wert, einen Vergleich zu ziehen.

DIE GESCHICHTE VON OSMIUM KURZ UND KNAPP

Seit 2014 kann das in seiner Rohform giftige Edelmetall kristallisiert werden. Durch die Veränderung der Struktur verliert es seine Giftigkeit und ist somit handelbar. Zudem treten seine außergewöhnlichen Eigenschaften erst in kristalliner Form zutage. Osmium ist das dichteste aller nicht radioaktiven Elemente und damit das schwerste aller Metalle. Es weist die höchste Abriebfestigkeit aller Elemente auf und wird in Sachen Kompressionsmodul von keinem anderen Element in seiner unbearbeiteten Form übertroffen. Das macht deutlich, warum Osmium auch als das »Edelmetall der Superlative« bekannt ist.

JEDES EDELMETALL IST FÄLSCHBAR – AUSSER KRISTALLINES OSMIUM

Die Struktur von kristallinem Osmium ist derartig filigran ausgebildet, dass sie für absolute Unfälschbarkeit sorgt und die Zuordnung eines Stückes dadurch absolut macht. Die Einzigartigkeit jedes Stückes machte es möglich, eine Datenbank aufzubauen, in der jedes Stück mit einem eigens generierten alphanumerischen Code eingetragen werden kann. Über diesen Code, den Osmium-Identification-Code (OIC), kann der jeweilige Eigentümer jederzeit von überall die eingetragenen Daten seines Osmiums abrufen sowie nachweisen, dass es sich um sein Eigentum handelt. Hochauflösende 3D-Scans ermöglichen den direkten Vergleich mit dem vorliegenden Stück. »Kein anderes Edelmetall ist so fälschungssicher, dass eine solche Datenbank überhaupt infrage käme«, erklärt Ingo Wolf. Es sei gerade deshalb das ideale Metall für Staatsreserven.

DER VERGLEICH MIT GOLD UND SILBER

Gold kann gefälscht werden, indem Wolfram oder Kupfer mit Gold beschichtet werden. Detektoren durchdringen das Gold nicht. Also müsste der Barren aufgebrochen oder angebohrt werden, um die Originalität des einzelnen Barrens sicher zu belegen. In der Regel sind Zertifikate beigelegt, allerdings seien diese nur durch die Verpackung physisch mit dem Gold verbunden, könnten also leicht ausgetauscht werden, gibt der Experte zu bedenken. Dieses Vorgehen ist bei Osmium nicht möglich, da die Kristallstruktur selbst das »Zertifikat« ist. Silber hingegen wird vermehrt mit Cadmium aus dem Batterierecycling gemischt. Die Eigenschaften sind fast gleich zu Silber in reiner Form. Leitfähigkeit, Biegesteifigkeit und Haptik bleiben fast erhalten. Allerdings ist Cadmium stark krebserregend, was diese Art der Fälschung so perfide macht. Bei »Osmium ist tatsächlich um das 1.500-Fache seltener als Gold«, erläutert Wolf, »und der Abbau von Osmium in großen Tiefen gemeinsam mit Platin geht tendenziell zurück, wenn die Elektromobilität den Verbrennungsmotor verdrängen wird.

»KEIN ANDERES EDELMETALL IST SO FÄLSCHUNGS-SICHER, DASS EINE SOLCHE DATEN-BANK ÜBERHAUPT INFRAGE KÄME.«

Osmium ist eine Mischung mit anderen Metallen nicht möglich, denn das würde den Kristallisationsprozess stören.

»OSMIUM IST TAT-SÄCHLICH UM DAS 1.500-FACHE SELTE-NER ALS GOLD.«

Wenn immer mehr Menschen in Osmium investieren wollen und es zudem aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit immer mehr in der Schmuckverarbeitung und zur Veredelung von Technik eingesetzt wird, dann kann man erahnen, was mit dem Preis passieren wird. Auch jetzt schon steigt er stetig. In dem Moment, in dem es kein Rohosmium mehr geben wird (ein Konstrukt, das von den Amerikanern als ›Osmium Big Bang‹ bezeichnet wird), kann alles passieren. Und dann profitieren vor allem die, die schon früh die Chancen von Osmium erkannt haben.«

DER VERGLEICH MIT DIAMANTEN

Häufig wird Osmium mit Diamanten verglichen. Beide zeichnen sich durch ihr Funkeln, ihre kristalline Struktur und ihre hohe Stabilität aus, konkurrieren auf diesem Gebiet geradezu miteinander. Doch unterscheidet eines den Edelkristall und das Edelmetall eindeutig: Diamanten können seit einigen Jahren besonders günstig und in höchster Qualität im Labor hergestellt werden. Dies macht sie zwar erschwinglich, aber als Anlagegut leider auch weniger geeignet. Zum einen ist der Diamant kein natürlicher, begrenzter Rohstoff mehr und zum anderen erfüllen die meisten Arten von Diamanten keinerlei Anspruch auf Einzigartigkeit. Lediglich bei Naturdiamanten – einzig und allein durch ihre individuellen Unreinheiten ausgezeichnet – handelt es sich um Unikate.

Nicht nur der Aspekt der Einzigartigkeit macht Osmium zu einer ernst zu nehmenden Diamantenalternative. Tatsächlich Bilder: Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH verhält es sich so, dass Osmium nun von Goldschmieden und Schmuckproduzenten vermehrt als Ersatz für den Diamantenteppich eingesetzt wird. So zahlt der Käufer nicht mehr für die Arbeitszeit, die der Einsatz Hunderter mikroskopischer Diamanten kostet, sondern für den Wert einer ganzen Fläche aus kristallinem Osmium – dessen Reflexionsvermögen sogar höher als das der Diamanten ist. »Man möchte sein Geld in das Material und nicht in die Arbeitszeit investieren«, erklärt der Osmium-Experte.

DER KAUF UND WIEDERVERKAUF VON OSMIUM

Die Zertifizierung jedes einzelnen Stückes sowie die Inverkehrbringung liegen in der Hand des deutschen Osmium-Instituts. Partnerinstitute auf der gesamten Welt entstehen und geben den Menschen die Möglichkeit, sich in ihrer Muttersprache zu informieren und lokal Osmium zu erwerben. Wenn es um die Echtheit eines Stückes geht, ist das Landes-Osmium-Institut direkt verantwortlich. »Jedes Stück wird vollständig mit einem eigens generierten alphanumerischen Code, dem Osmium-Identification-Code (OIC), in der Osmium-Weltdatenbank dokumentiert, Übertragungen werden gespeichert und alle Scans zum Stück liegen im Original vor«, so der Geschäftsführer der Osmium-Institut GmbH.

Ein zweiter Code, der Owner-Change-Code (OCC), kommt beim Wiederverkauf des Osmiums zum Tragen. Wird bei Verkauf das Eigentum auf den neuen Eigentümer übertragen, wird automatisch ein neuer OCC generiert und der vorige Besitzer gibt seine Rechte am jeweiligen Stück ab. Osmium kann zum Beispiel an Privatpersonen oder verarbeitende Betriebe wie Juweliere verkauft werden. »Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Osmium nicht für den schnellen Wiederverkauf gedacht ist«, gibt Wolf zu bedenken. Es sei eine Langzeitsachwertanlage, was ihm in den USA bereits den Spitznamen »next generation metal« eingebracht habe. Es lohne sich, kristallines Osmium für einige Jahre sicher zu verwahren und erst dann zu verkaufen.

SO LAUFEN SACHINVESTMENTS IN OSMIUM AB

Für die meisten Sachanleger machen dem Experten zufolge Barren Sinn. Es gibt rechteckige Barren und die sogenannten Disks, welche in der Osmium-Welt die größtmöglichen Barren darstellen. Es handelt sich dabei um kreisförmige, flache Scheiben, aus denen alle möglichen Formen hergestellt werden können. Diese Barren und Disks gibt es in unterschiedlichen Größen und können kostenfrei im Osmium-Institut miteinander getauscht werden, was den Wiederverkauf erleichtert.

»JEDES STÜCK WIRD VOLLSTÄNDIG MIT EINEM EIGENS GENERIERTEN ALPHANU-MERISCHEN CODE, DEM OSMIUM-IDEN-TIFICATION-CODE (OIC), IN DER OSMIUM-WELTDATENBANK DOKUMENTIERT [...].«

Sachanleger kaufen Osmium in kristallinen Barren zwischen 1.000 und 50.000 Euro, berichtet das Osmium-Institut. Barrenboxen, Diskboxen und Investmentboxen würden jedoch eher in Beträgen von 100.000 Euro bis zu einer Million in Einzelkäufen erworben. Dabei sei das Vertrauen in die kontrollierenden Osmium-Institute so hoch, dass auch online gekauft wird. 1.000 international ansässige Händler bilden das Osmiumgeschäft regional ab.

Die Osmium-Preise sind in wenigen Jahren um mehrere Hundert Prozent gestiegen – und das, obwohl Osmium noch auf einem kleinen Markt verkauft wird. Der recht verlässliche Preisanstieg liege Angaben des Osmium-Instituts zufolge vor allem an den hohen Kosten für Hochreinigung und Kristallisation sowie an der sogenannten »Ernterate«. Denn nicht alles kristallisierte Osmium könne direkt verwendet werden. Viel Material müsse mehrfach durch den Prozess laufen, um die extrem hohen Anforderungen an die gewünschte Qualität zu erfüllen. Für Uhren oder Schmuck müsse der Kristall frei von Löchern, durchgehend eben und ohne Spikes ausgebildet sein.

Osmium wird noch nicht an einer Börse gehandelt. Die Preise werden berechnet und dann auf den Preisseiten im Netz ausgewiesen. Ingo Wolf ist jedoch zuversichtlich, dass in der Zukunft auch eine Art von Notierung möglich sein werde, die auf Basis von Angebot und Nachfrage Preise erzeugen würde.