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Die Zukunft hat schon begonnen


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 10.09.2021

CARAVAN SALON

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Mit leisem Sirren fuhr der Teilintegrierte durch die Messehalle, um vor dem staunenden Publikum zu stoppen: kein Dieselmotor zu hören, kein Abgas zu riechen. Knaus nutzte den Caravan Salon in Düsseldorf, die Leitmesse der mobilen Welt, um sein erstes vollständig elektrisch angetriebenes Reisemobil zu präsentieren (siehe Seite 74).

Das Modell E.Power Drive verkörpert das Bestreben vieler Hersteller von Freizeitfahrzeugen und Zubehör, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen: Klimawandel und Erderwärmung rücken mit einer solchen Studie, wie sie die Marke aus Jandelsbrunn vorgestellt hat, in den Fokus.

Beim Wettlauf um zukunftsträchtige Reisemobile hat sich Knaus die renommierte Firma HWA Engineering aus Affalterbach als Partner gesucht. Die Marke mit den drei Buchstaben, hinter denen sich Hans-Werner Aufrecht ...

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... verbirgt, Gründer des Mercedes-Benz-Ablegers AMG, verfügt besonders aus der Formel E über viel Erfahrung bei Elektro- und Hybridantrieb.

Tatsächlich haben Knaus und HWA für den Stromer ein modulares Chassis entwickelt und unter einen von außen ganz normal aussehenden Van TI 650 MEG Vansation gesetzt. Lediglich der dezente Schriftzug „E.Power Drive“ verrät, dass sich unter der Haube etwas anderes versteckt als der Ducato-Diesel. Als Knaus seinen Stromer vorstellte, frohlockte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Speck über das „epochale Ereignis“. Außerdem bekräftigte er, dass die aktuell vom Dieselmotor dominierte Welt der Reisemobile elektrisch werden müsse: „Das ist keine Frage des Ob, sondern nur eine Frage des Wann“, untermauerte er den eigenen Anspruch als Innovationsführer.

Dass auch die Digitalisierung in Reisemobilen unaufhaltsam ist, zeigte Truma. Sein System iNet X legt schon länger den Grundstein für „zukunftsfähige, vernetzte und smarte Reisemobile“. Ermöglichen will der Zubehörhersteller aus Putzbrunn bei München eine einfache Steuerung von Geräten. Dazu basiert das System nun auf einer Cloud. Truma erklärte, dass außer den eigenen Komponenten auch Geräte anderer Hersteller integriert werden können

Der Schlüssel zu iNet X ist das zentrale Bediensystem. Es besteht aus einem Panel, das sich über das Smartphone und über das Panel im Fahrzeug steuern lässt. Das System soll kontinuierlich weiterentwickelt werden, damit Anwender immer auf dem neusten Stand sind. Aktuell ist iNet X nur im Basisumfang erhältlich.

„Wir möchten gemeinsam mit Kunden herausfinden, welche Produkte, Services und Dienste einen Mehrwert bringen“, betonte Truma-Inhaber und -Chef Alexander Wottrich. Das System werde bewusst kundenzentriert entwickelt, um Antworten auf die Bedürfnisse und Wünsche der Reisenden geben zu können.

Dass die sich ändern, erklärte Hermann Pfaff, Präsident des Herstellerverbands CIVD, als er die Jubiläumsmesse in Düsseldorf offiziell eröffnete. Demnach verjüngt sich die Zielgruppe, und die Gruppe der 50-Jährigenplus wachse kontinuierlich. „Die Käufer legen sehr viel Wert auf Emotionen. Außerdem spielt die Klimaverträglichkeit von Reisen eine große Rolle.“

AKTUELLER ASPEKT

Der Caravan Salon widmete sich in diesem Jahr erneut dem Thema Stellplätze. Hintergrund ist der angesichts rasant steigender Zulassungszahlen wachsende Bedarf an Übernachtungsplätzen außerhalb von Campinganlagen. Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) hat deshalb den ersten Deutschen Stellplatztag durchgeführt. Zusätzlich hat der CIVD auf dem Freigelände zusammen mit ADAC und dem Deutschen Tourismusverband (DTV) für die weltgrößte Caravaning-Messe einen Muster-Stellplatz eingerichtet (Bild oben). Präsentiert wurden dort verschieden große Parzellen sowie die nötige Infrastruktur wie Ver- und Entsorgungsstationen und Automaten. Stellplatzbetreiber und Experten haben während der regulären Öffnungszeiten Touristiker, potenzielle Betreiber und Investoren beraten.

Als besonders positiv nannte Pfaff den Umsatz von 14 Milliarden Euro, den die Tourismusform Caravaning pro Jahr erwirtschafte. Trotz gewaltiger Nachfrage nach Reisemobilen und Rekord-Zulassungszahlen müsse sich die Branche nicht zu unterschätzenden Herausforderungen stellen:

• So verhindern stockende Lieferketten, dass die Hersteller so viele Fahrzeuge bauen können, wie sie gern wollten.

• Es herrscht ein Mangel an Fachkräften bei Herstellern und Händlern. Der CIVD hat dazu ein neues Berufsbild entwickelt, zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Marktes. Pro Jahr sollen künftig 300 Fachkräfte mehr ausgebildet werden.

• Die Infrastruktur hält nicht mit dem wachsenden Fahrzeugbestand mit: Es gibt zu wenige Übernachtungsplätze. Hierzu hat sich der CIVD besonders auf dem Caravan Salon engagiert (siehe Kasten).

Dass die Urlaubsform des mobilen Reisens in der Gesellschaft und in der Politik angekommen ist, verdeutlichte Professor Dr. Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen: „Von der ersten großen Präsenzmesse in Deutschland, dem 60. Caravan Salon, geht ein starkes Signal aus.“

Die Verbundenheit seines Bundeslandes, das 2021 genau 75 Jahre besteht, zeige sich auch darin, „dass der Caravan Salon schon immer in NRW stattfindet“.

Der FDP-Politiker lobte, dass die Messe ein Stück Freiheit erlebbar mache: „Die Caravaning-Branche hat einen großen Anteil daran, den Menschen ein schönes Leben zu eröffnen.“