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DIENSTAG, 2. NOVEMBER 2021


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 01.10.2021

Schon seit dem zweiten Jahrhundert ist das christliche Gedenken der Toten bezeugt. Den heutigen Allerseelentag als Gedenktag für alle Verstorbenen führte Abt Odilo von Cluny im Jahre 998 ein. Er galt zunächst für die ihm unterstellten Klöster, breitete sich aber seit dem 11. Jahrhundert im Zuge der von Cluny ausgehenden Reformbewegung bald in der ganzen Kirche des Abendlandes aus. In Rom wurde er im 14. Jahrhundert erstmals gefeiert.

Mit dem Allerseelentag ist der Gedanke an den Reinigungsort (Purgatorium oder Fegefeuer) verbunden. Die Bibel selbst kennt den Ausdruck Fegefeuer nicht, sehr wohl aber die Bildwelt reinigenden, läuternden Feuers (Jesaja, Maleachi). Dahinter steht zum einen die Vorstellung, dass wir mit unseren Verstorbenen über den Tod hinaus verbunden bleiben; zum anderen die, dass die Verstorbenen, die noch nicht zu den Heiligen des Himmels zählen, erst noch eine Läuterung erfahren, ...

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... dann aber in den Himmel kommen. Unser Gebet will ihnen diese Zeit erleichtern. Mit dem Gebet und der Eucharistiefeier für die Verstorbenen verbindet sich häufig ein Gang zum Friedhof, mancherorts auch schon am Allerheiligentag. Blumen und Kerzen auf den Gräbern sprechen vom Leben, das Christen für ihre Toten erhoffen. Sie legen Zeugnis ab von ihrem Glauben, dass die Verstorbenen Anteil haben dürfen an der in Christus verheißenen Fülle des Lebens.

Alternative Schrifttexte:

Lesung: Ijob 19, 1.23–27; Weish 3, 1–9; Jes 25, 6a.7–9; Dan 10, 2.11a; 12, 1–3; Röm 8, 14–23; Röm 14, 7–9.10c–12; 2 Kor 5, 1.6–10; 1 Thess 4, 13–18

Evangelium: Joh 5, 24–29; Joh 6, 37–40; Joh 6, 51–58; Joh 14, 1–6

Namenstag: hl. Viktorin von Pettau (ältester Erklärer der Hl. Schrift im Abendland, Bischof, Märtyrer, † um 304) · hl. Malachias von Armagh (Bischof, † 1148) · Angela von Stolberg (Ordensfrau, † 1905)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren.

Den Gott des Lebens und der Lebendigen wollen wir loben.

Nach Weish 3, 1

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir! Drückt mich auch Kummer hier, drohet man mir, soll doch trotz Kreuz und Pein dies meine Losung sein: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Bricht mir, wie Jakob dort, Nacht auch herein, find ich zum Ruheort nur einen Stein, ist selbst im Traume hier mein Sehnen für und für: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Geht auch die schmale Bahn aufwärts gar steil, führt sie doch himmelan zu unsrem Heil. Engel, so licht und schön, winken aus selgen Höhn: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Ist dann die Nacht vorbei, leuchtet die Sonn, weih ich mich dir aufs Neu vor deinem Thron, baue mein Bet-El dir und jauchz mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Ist mir auch ganz verhüllt dein Weg allhier, wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir!

Schließt dann mein Pilgerlauf, schwing ich mich freudig auf: Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!

Erhardt Friedrich Wunderlich 1875, nach Sarah F. Adams „Nearer, my God, to thee“

GL 502

Psalm 150

Lobet Gott in seinem Heiligtum, * lobt ihn in seiner mächtigen Feste!

Lobt ihn für seine großen Taten, * lobt ihn in seiner gewaltigen Größe!

Lobt ihn mit dem Schall der Hörner, * lobt ihn mit Harfe und Zither!

Lobt ihn mit Pauken und Tanz, * lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!

Lobt ihn mit hellen Zimbeln, * lobt ihn mit klingenden Zimbeln!

Alles, was atmet, * lobe den Herrn!

Ehre sei dem Vater ...

In deinem großen Erbarmen, treuer Gott, gedenke aller Menschen, denen du je Leben eingehaucht hast. Erwecke sie zum neuen, ewigen Lobpreis deiner Güte.

Lesung

Weish 1, 13–15

Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles erschaffen, und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.

Bitten

Christus Jesus, du selbst bist unseren Tod gestorben. Wir bitten dich:

A: Herr, erbarme dich unser.

Wenn wir einen lieben Menschen verloren haben, – sende uns Menschen, die uns trösten.

Wenn in unserer Umgebung jemand dem Sterben entgegengeht, – lass uns ihn oder sie begleiten und in dieser Weggemeinschaft deine Gegenwart erfahren.

Wenn uns der eigene Tod ängstigt, – lass uns dies als Chance begreifen, bewusster zu leben, und stärke unser Vertrauen.

Vaterunser

Oration

Herr, unser Gott, du bist das Licht der Glaubenden und das Leben der Heiligen. Du hast uns durch den Tod und die Auferstehung deines Sohnes erlöst. Sei deinen Dienern und Dienerinnen gnädig, die das Geheimnis unserer Auferstehung gläubig bekannt haben, und lass sie auf ewig deine Herrlichkeit schauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der erhabene Gott,

der hinabschaut in die Tiefe

und den Schwachen aus dem Staub emporhebt,

er segne uns und alle, die uns nahe sind.

Er schenke uns Frieden und Freude.

Nach Ps 113, 6 f.

Eucharistiefeier

Liedvorschläge: GL 423, 434, 435, 503, 507, 656 · KG 542, 706, 728

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Vgl. 5 Esra 2,34–35 (apokr.)

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem zweiten Makkabäerbuch

2 Makk 12, 43–45

In jenen Tagen veranstaltete Judas, der Makkabäer, eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe. Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung.

Denn hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten.

Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit entschlafen. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.

Impuls zur Lesung

Der Glaube an die Auferstehung der Toten entwickelte sich in Israel erst allmählich. Die biblischen Menschen hofften zunächst darauf, alt und lebenssatt sterben und in den Nachkommen leben zu dürfen. Ein solcher Tod gehörte zum von Gott geschenkten guten Leben. Für den jähen, unzeitigen Abbruch des Lebens, durch Krankheit, Unglück oder Gewalttat, wird der Herr klagend, auch anklagend, zur Verantwortung gezogen, denn er allein ist gut und er allein Herr über Leben und Tod. Die vermutlich zwischen 160–130 vor Christus entstandenen Makkabäerbücher bieten nun bemerkenswerte Zeugnisse einer sich ausbildenden Auferstehungserwartung. Die Hoffnung auf eine Läuterung auch der schuldbeladenen Verstorbenen und das fürbittende Eintreten der Lebenden für sie werden in der heutigen Lesung klar bezeugt. Wir finden also in einer Schrift des frühen Judentums eine wesentliche Grundlage für die kirchliche Lehre vom „purgatorium“, dem für nach dem Tode erhofften, häufig – und zumindest heute missverständlich – „Fegefeuer“ genannten, von Gott geschenkten Reifungs- und Reinigungsprozess.

Antwortpsalm

Ps 130

Kehrvers:

Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir.

Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir: * Mein Herr, höre doch meine Stimme!

Lass deine Ohren achten * auf mein Flehen um Gnade.

Kehrvers:

Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir.

Würdest du, HERR, die Sünden beachten, * mein Herr, wer könnte bestehen?

Doch bei dir ist Vergebung, * damit man in Ehrfurcht dir dient. – Kehrvers

Ich hoffe auf den HERRN, es hofft meine Seele, * ich warte auf sein Wort.

Meine Seele wartet auf meinen Herrn / mehr als Wächter auf den Morgen, * ja, mehr als Wächter auf den Morgen. – Kehrvers

Israel, warte auf den HERRN, / denn beim HERRN ist die Huld, * bei ihm ist Erlösung in Fülle.

Ja, er wird Israel erlösen * aus all seinen Sünden. – Kehrvers

Kehrvers siehe Vers 1, ferner GL 511 (I. Ton) oder GL 518 · GL 1975 191,1 · KG 400 (VII. Ton)

Lesung aus dem ersten Thessalonicherbrief

1 Thess 4, 13–18

Schwestern und Brüder, wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben.

Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott die Entschlafenen durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen. Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind bei der Ankunft des Herrn, werden den Entschlafenen nichts voraushaben.

Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt zur Begegnung mit dem Herrn. Dann werden wir immer beim Herrn sein.

Tröstet also einander mit diesen Worten!

Ruf vor dem Evangelium

vgl. Joh 11, 25a.26b

Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit!

So spricht der Herr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.

Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit!

Aus dem hl. Evangelium nach Johannes

Joh 11, 17–27

Als Jesus in Betanien ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.

Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.

Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.

Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.

Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag.

Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Gabengebet

Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast deine Diener und Dienerinnen durch das Wasser der Taufe geheiligt. Reinige sie im Blute Christi von ihren Sünden und führe sie voll Erbarmen zur letzten Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Durch die Sünde kam der Tod in die Welt, und niemand kann ihm entrinnen. Doch deine Liebe hat die Macht des Todes gebrochen und uns gerettet durch den Sieg unseres Herrn Jesus Christus, der uns aus der Vergänglichkeit hinüberführt in das ewige Leben. Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen wie aus einem Munde das Lob deiner Herrlichkeit.

Kommunionvers

vgl. 5 Esra 2, 35.34 (apokr.)

Das ewige Licht leuchte ihnen, o Herr, bei deinen Heiligen in Ewigkeit; denn du bist unser Vater. Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen; denn du bist unser Vater.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir haben das Mahl deines Sohnes gefeiert, der sich für uns geopfert hat und in Herrlichkeit auferstanden ist. Erhöre unser Gebet für deine Diener und Dienerinnen. Läutere sie durch das österliche Geheimnis Christi und lass sie auferstehen zur ewigen Freude. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes, der uns aus Liebe erschaffen und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat.

Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden, die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden.

Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus, der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn † und der Heilige Geist.

Zu Allerseelen

Wir kommen weit her liebes Kind und müssen weit gehen keine Angst alle sind bei Dir die vor Dir waren Deine Mutter, Dein Vater und alle, die vor ihnen waren weit weit zurück alle sind bei Dir keine Angst wir kommen weit her und müssen weit gehen liebes Kind

Heinrich Böll (1917–1985), „Für Samay“ (1985) aus: ders., Werke. Bd. 23. 1984–1985.

Hrsg. von Hans Joachim Bernhard und Klaus-Peter Bernhard, © 2007 by Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Innehalten am Abend

Wer nicht gewacht hat, kann nicht schlafen. Wer nicht gelebt hat, kann nicht sterben.

Friedrich Rückert (deutscher Dichter, 1788–1866)

• Was prägt mein Leben, was macht es eigentlich aus?

• Was will ich angehen, vielleicht anders machen?

Confiteor (Seite 22) – oder:

V: Erbarme dich, Herr, unser Gott, erbarme dich.

A: Denn wir haben vor dir gesündigt.

V: Erweise, Herr, uns deine Huld.

A: Und schenke uns dein Heil.

Hymnus

Nun sich das Herz von allem löste, was es an Glück und Gut umschließt, komm, Tröster, Heiliger Geist, und tröste, der du aus Gottes Herzen fließt.

Nun sich das Herz in alles findet, was ihm an Schwerem auferlegt, komm, Heiland, der uns mild verbindet, die Wunden heilt, uns trägt und pflegt.

Nun sich das Herz zu dir erhoben und nur von dir gehalten weiß, bleib bei uns, Vater. Und zum Loben wird unser Klagen. Dir sei Preis!

Jochen Klepper (1903–1942), Trostlied am Totensonntag GL 509 · alternative Melodie:

Was uns die Erde Gutes spendet (GL 186 · KG 103)

Psalm 130

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: * Herr, höre meine Stimme!

Wende dein Ohr mir zu, * achte auf mein lautes Flehen!

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, * Herr, wer könnte bestehen?

Doch bei dir ist Vergebung, * damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, * ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.

Meine Seele wartet auf den Herrn * mehr als die Wächter auf den Morgen.

Mehr als die Wächter auf den Morgen * soll Israel harren auf den Herrn.

Denn beim Herrn ist die Huld, * bei ihm ist Erlösung in Fülle.

Ja, er wird Israel erlösen * von all seinen Sünden.

Ehre sei dem Vater ...

Höre unsere Stimme, du unsere Hoffnung. Befreie unsere Verstorbenen aus den Tiefen des Todes und lass sie deinen Morgen schauen.

Lesung

1 Kor 15, 55–57

Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat: Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den weise ich nicht zurück.

Fürbitten

Lasst uns beten zum Gott des Lebens und der Freude, der uns unvergängliches Leben zugedacht hat:

A: Kyrie, eleison.

Für alle, die um einen geliebten Menschen trauern; – trockne ihre Tränen und schenke ihnen Zeichen der Hoffnung.

Für alle, deren Liebe zerbrochen ist; – lass ihnen die glückliche Zeit nicht verloren gehen und heile ihre Wunden.

Für alle, die keine Zukunft mehr sehen; – erweise ihnen deine Liebe und leuchte ihnen auf neue Wege.

Für alle, die durch Gewalt ihr Leben verloren haben; – lass sie die Lebenden mahnen und nimm sie auf in deinen

Frieden.

Vaterunser

Oration

Herr, unser Gott, du bist das Licht der Glaubenden und das Leben der Heiligen. Du hast uns durch den Tod und die Auferstehung deines Sohnes erlöst. Sei deinen Dienern und Diene-rinnen gnädig, die das Geheimnis unserer Auferstehung gläubig bekannt haben, und lass sie auf ewig deine Herrlichkeit schauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der treue Gott, dem das Sterben seiner Frommen kostbar ist, er löse unsere Fesseln und schenke uns seinen Frieden. Vgl. Ps 116, 15 f.

Salve Regina (Seite 362)