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Diese 9 Werkzeuge SOLLTEN SIE HABEN


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selbermachen - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 01.10.2022

WERKSTATTAUSSTATTUNG

Artikelbild für den Artikel "Diese 9 Werkzeuge SOLLTEN SIE HABEN" aus der Ausgabe 11/2022 von selbermachen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: selbermachen, Ausgabe 11/2022

Mobile Elektrogeräte Seite 84

- Stationäre Geräte Seite 86

Grundsätzlich hat jedes Werkzeug seine Berechtigung: etwa die Schleifgiraffe beim Abschleifen von Wand und Decke – die Treppenspinne beim Ausmessen von Treppenstufen. Doch handelt es sich bei diesen beiden um echte Exoten, die nicht zur Grundausstattung gehören. Zu den Basics zählen Werkzeuge, die fast unabhängig davon, was man macht, in Verwendung sind: Eine gute Handsäge, Zollstock und Wasserwaage sowie Schraubendreher zählen ebenso dazu wie die persönliche Schutzausrüstung für Augen, Atem und Ohren.

Je nachdem, wie viel Platz zur Verfügung steht, kann man das Sortiment durch Elektrowerkzeuge ergänzen: Heimwerker ohne Werkstatt beschränken sich dabei auf mobile Geräte. Wer einen festen Werkplatz hat, kann sich auch stationäre Maschinen (ab Seite 86) besorgen. Doch bevor Sie sich jetzt auf den Weg zum Werkzeughändler ...

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... machen: Kaufen Sie das Werkzeug erst, wenn Sie es auch für ein konkretes Projekt benötigen. Wichtiger als neue Geräte sind ausreichend Platz zum Arbeiten und Ordnung. Nichts ist nerviger, als erst die Werkstatt umräumen zu müssen, um ein langes Brett sägen zu können. Planen Sie ausreichend Schubladen für Kleinteile ein. Richten Sie zudem die Werkstatt strategisch ein: Zwingen etwa sollten mit einem Handgriff zu erreichen sein.

HANDWERKZEUG

Zur Basisausstattung gehört ein Satz Schraubendreher, Messwerkzeug, eine gute Säge und die persönliche Schutzausrüstung für Augen, Atem und Ohren.

Unabhängig vom konkreten Vorhaben gehören in eine Werkstatt Gerätschaften, mit denen sich kleine Pannen im Haushalt beheben lassen.

Bei der Anschaffung gilt hier nicht grundsätzlich Qualität vor Quantität. Viel entscheidender ist die Verwendungshäufigkeit : Es reicht zum Beispiel zunächst ein Schnäppchen-Schraubendreher-Set. So hat man alle gängigen Schraubendreher zur Verfügung. In der Praxis stellt man dann häufig fest, dass ein, zwei Schrauber ständig im Einsatz sind. Wenn diese Exemplare irgendwann den Geist aufgeben, lohnt sich der Gang zum Fachhändler, wo man sich die Schrauber einzeln in Qualitätsware nachkaufen kann.

TIPP

Wer auf Ringratschenschlüssel statt konventioneller Maulschlüssel setzt, spart sich im Fall des Falles Arbeit und Nerven. Denn statt den Maulschlüssel nach jedem Dreh neu anzusetzen, vereint der Maulratschenschlüssel die Vorteile einer Ratsche ohne deren Größennachteil.

Praktisch

Der Zollstock in der Küche, Schraubendreher im Keller und die Säge im Garten: Damit das Heimwerken nicht in große Suche ausartet, lagert man das Werkzeug in einem zentralen Werkzeugschrank. Tipp: Für Kleinteile eignet sich ein Werkzeugkoffer, etwa der TB150 von Scheppach (119 Euro) aus Metall. So bleibt man mobil.

1 Schraubendreher

Ein Satz Schraubendreher (Schlitz, Kreuz, Phillips und Torx) in verschiedenen Größen sollte in jedem Haushalt bereitliegen. Tipp: Ein Bits-Handhalter mit Bits-Set ist besonders kompakt. Am besten in Kombination mit einer Ratsche und Nussaufsätzen.

2 Für feine und saubere

Schnitte in Holz sorgt die sogenannte „Japansäge“. Ihr Geheimnis: Die Säge schneidet nur beim Zurückziehen. Das ermöglicht einfaches und kraftsparendes Arbeiten.

Handsäge

3 Messwerkzeuge

Wasserwaage, Zollstock und Schreinerwinkel sind unverzichtbar. Tipp: Praktische Sechsring-Libellen zeigen nicht nur die Waage an, sondern auch die oft nötigen Gefälle von ein oder zwei Prozent.

Gut geschützt

Spätestens wenn mit ersten elektrischen Geräten hantiert wird, sind eine Schutzbrille und Gehörschutz angebracht. Tipp nicht nur für Brillenträger: Statt einer Sichtschutzbrille ein Visier verwenden. Wer mit Lacken hantiert, muss eine Atemschutzmaske mit entsprechendem Filtersystem nutzen.

Text Mirjam Löw

ELEKTROGERÄTE

Die Anzahl unterschiedlicher Elektrowerkzeuge ist groß – und dies nicht nur, was ihre Funktion angeht. Auch die Fragen „Billig oder Marke?“ sowie „Akku oder Kabel?“ müssen vor dem Kauf entschieden werden.

Neben Standardgeräten wie Akku- (Bohr-)Schrauber und Stichsäge gibt es eine Vielzahl mobiler Elektrowerkzeuge: Schon alleine bei Schleifgeräten ist die Liste von Bandschleifer über Exzenter- zu Deltaschleifer lange. Da kommt die Frage auf: Muss es immer die Qualitätsmarke sein oder reicht auch ein Schnäppchen aus dem Discounter oder Baumarkt? Für Geräte, die viel im Einsatz sind, wie Akkuschrauber und Stichsäge lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Wobei diese Geräte auch von Markenherstellern nicht allzu teuer sein müssen. Für spezielle Geräte, die entsprechend selten eingesetzt werden, reicht dagegen auch das Schnäppchen. Tipp: Sehen Sie sich möglichst vor dem Kauf die Verarbeitungsqualität und das mitgelieferte Zubehör an. Gerade bei Angeboten ist der Qualitätsunterschied mitunter enorm. Ein genauer Blick zahlt sich aus.

Low-Budget-Angebote lohnen sich für den sporadischen Gebrauch.

4 Akku-Schrauber

Einen Akkubohrschrauber ist bereits im normalen (Haushalts-) Alltag relativ häufig im Einsatz. Tipp: 12-V Geräte sind klein, leicht und haben dennoch viel Power.

AKKU ODER KABEL?

INFO

Die Frage nach der Antriebsart lässt sich nicht pauschal beantworten. Akku-Geräte haben den Vorteil, mobil verwendet werden zu können. Ein Nachteil: Intensives Arbeiten, etwa langwieriges Schleifen, Bohren mit dickem Bohrer oder Sägen durch hartes, dickes Holz bringt den Akku an seine Grenzen und leert ihn schnell. Der Vorteil der kabelgebundenen Geräte: Sie sind leichter als Geräte mit Akku und stundenlanges Arbeiten ist kein Problem. Tipp: Möglichst viele Akku-Geräte mit demselben Akku verwenden.

5 Schleifgeräte

Holzschleifen ist eine der häufigsten Arbeiten in der Werkstatt – vorbereitend, zwischendurch oder als letzter Schritt. Zwar kann man alle Schleifarbeiten mit der Hand erledigen, also mit Schleifpapier und Schleifklotz, doch besonders für den groben Schliff und größere Projekte greift man besser zur elektrischen Schleifmaschine. Tipp: Der Deltaschleifer ist ein echter Allrounder, der in keiner Werkstatt fehlen sollte. Man kann ihn überall schnell einsetzen – bei kleinen Flächen, aber auch für Ecken und Kanten.

6 Stichsäge

Die Stichsäge ist ein wahres Multitalent: Sie schneidet Holz, Metall und Kunststoff, eignet sich für gerade Schnitte, aber auch geschwungene Konturen. Beim Kauf der Stichsäge lohnt es sich, auf Qualität zu achten – selbst dann sind diese Geräte noch recht günstig zu haben.

TIPP

Mit dem Bandspanner lassen sich Möbel mit komplexen Formen, etwa einem Sechseck, anfertigen. Dabei wird das Band komplett um den Korpus gelegt – über die Vario-Ecken wird gleichmäßiger Druck auf alle Gehrungen ausgeübt. Den Bandspanner für bis zu 7 mSpannumfang gibt es etwa von Bessey, für etwa 30 Euro.

Praktisch

Für passgenaue Verbindungen sind Zwingen hilfreich. Möglichst Zwingen in verschiedenen Größen und Funktionen bereithalten: Die Einhandzwinge DuoKlamp (rechts) von Bessey etwa lässt sich ohne Umbau vom Spannen aufs Spreizen umschalten. Die Mini-Federzwinge microfix (unten) von Wolfcraft ist für filigrane Gegenstände ideal.

Werkbank für die Garage

Wenn der Platz für eine eigene Werkstatt nicht ausreicht, kann man sich mit einer Klapp-Werkbank an der Garagenwand aushelfen. Die Konstruktion besteht aus einer großen Arbeitsfläche, die mit Klappscharnieren an einem an der Garagenwand angebrachten Rahmenholz befestigt wird. Nach getaner Arbeit lassen sich die ebenfalls klappbaren Tischbeine einfach nach oben klappen und die Tischfläche schwingt nach unten. So ragt sie nur noch 10 cm in den Raum hinein. Bleibt genug Platz für Ihr Auto!

Die Arbeitsplatte dieser Werkbank lässt sich einfach und platzsparend an die Garagenwand klappen.

ZWEI EXTRAS

Oberfräse (links) und Multitool (rechts) gehören nicht zur Basisausstattung, sind trotzdem praktische Geräte. Mit der Oberfräse lassen sich einfach Kanten abrunden, Nuten fräsen oder Beschläge einsetzen. Je nach gewünschter Fräsung wird hierbei der passende Form-Fräser eingesetzt. Teuer muss die Oberfräse dabei nicht mehr sein: Gerät plus Fräsersatz gibt es bereits um 100 Euro. Lohnt sich, wenn der Bedarf da ist.

Das Multitool lässt sich mit vielen verschiedenen Werkzeugen ausstatten: Sägeaufsatz, Schleifkopf oder Schaber bewegen sich dabei oszillierend, also in kleinem Radius, schnell hin und her. Das Gerät ist ideal für enge Zwischenräume und kleine Kanten. Größere Säge- oder Schleifarbeiten lassen sich damit nicht durchführen

STATIONÄRE GERÄTE

Glücklich ist, wer eine große Werkstatt besitzt. Alle anderen müssen genau aussuchen, welche Geräte hineindürfen.

Exakte Schnitte und wiederholgenaue Bohrungen gehen mit stationären Geräten wie Tischkreissäge und Standbohrmaschine leicht von der Hand. Voraussetzung für solche Geräte ist der notwendige Platz – nicht nur für das Gerät an sich. Auch für das zu bearbeitende Werkstück muss je nach Anwendung hinter und neben der Maschine ausreichend Raum bleiben. Bei vielen Geräten lohnt sich ein mobiler Untertisch: So kann das Gerät bei Bedarf in die Raummitte geschoben werden und nach Verwendung wieder in der „Ecke“ verschwinden. Vor der Anschaffung der ersten Geräte sollten Sie sich über eine Absauganlage Gedanken machen. Ob mobil oder stationär ist Ihnen überlassen. Beim Sägen, Schleifen und Bohren entsteht viel Staub und Spanabfall – dieser sollte, bevor er in die Atemluft kommt, möglichst abgesaugt werden. Tipp: Ein Zyklonabscheider verbessert Effizienz und Lebensdauer des Werkstattsaugers.

7 Standbohrmaschine

Wer keinen Platz für eine große Standbohrmaschine hat, kann sich mit einem Bohrständer (hier: Wolfcraft, knapp 80 Euro) aushelfen. Er sorgt für rechtwinklige Bohrungen und die exakte Bohrtiefe.

8 Tischkreissäge

Feine Zuschnitte, exakte Neigungen: Wer ganz besonders genau sägen möchte, tut das mit einer Tischkreissäge.

Ein Akku-Gerät (wie hier abgebildet) braucht es dazu nicht. Tipp: Hilfsvorrichtungen wie ein Schiebeschlitten erleichtern das Arbeiten zusätzlich

Kapp- und Gehrungssägen sind absolute Spezialisten, da sie sich nur für Quer- und nicht für Längsschnitte eignen. Wer häufig schwere Hölzer ablängen oder auf Gehrung schneidet, profitiert hier vom Prinzip „fixes Werkstück, bewegliches Maschine“.

9 Absauganlage

Eine Absauganlage (hier: DC 100 Scheppach, etwa 90 Euro) schließt man über den flexiblen Schlauch am jeweiligen Gerät an. Achten Sie beim Kauf auf ein möglichst großes Adapter-Set, damit sich die Anlage auch an allen Geräten anschließen lässt.

„Standbohrmaschinen erleichtern das senkrechte Bohren.“

Ralf Glaser, Tester und Autor bei selber machen

EXTRA-KLASSE

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Band- und Tellerschleifer, Bandsäge oder Hobelmaschine. Es gibt unzählige Werkzeuge, die in ihrem speziellen Fall extrem praktisch sind, aber leider viel Platz wegnehmen. Sollte der Platz ausreichen, sind Kapp- und Gehrungssäge sowie ein stationärer Bandschleifer wertvolle Ergänzungen.

Ein Bandund Tellerschleifer (hier: BTS800, Scheppach, für knapp 150 Euro) ermöglicht einfaches Schleifen in gerader, konkaver oder konvexer Form.

Mobiler alsAbsauganlagen sind Werkstattsauger (Nass-Trockensauger). Tipp: Der Sauger sollte über eine integrierte Steckdose mit Einschaltautomatik verfügen. Wird das daran angesteckte Werkzeug angeschaltet, springt auch automatisch der Sauger an.

Werktisch

In der Werkstatt gilt es, Platz zu sparen. Idealerweise kombiniert man Arbeitsplatz mit Stauraum – eventuell sogar mit einem Multifunktionstisch und das Ganze noch mit Rädern zum Schieben. Eventuell passt auch die Absauganlage hinein. Einen solchen Werktisch können Sie ganz genau an Ihr Platzangebot anpassen. Stimmen Sie die Höhe der Arbeitsplatte nicht mit den Unterbauschränkchen, sondern mit Ihrer Körpergröße ab. Praktisches Extra: Mit in den Korpus integrierten Steckdosen können Sie Akkus laden und kabelgebundene Geräte betreiben.