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Diese Frau stellt den Internet-Riesen bloß


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 45/2021 vom 04.11.2021

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Die Ex-Mitarbeiterin bei der Anhörung im US-Senat. Sie hat offiziell Schutz als Whistleblowerin beantragt

SIE LÄSST SICH NICHT MUNDTOT MACHEN: Whistleblowerin Frances Haugen aus Iowa hat noch Zehntausende Seiten brisantes Material in petto – und kündigte Ende Oktober an: „In den kommenden Wochen werden weltweit viele neue Geschichten über das Leak erscheinen!“ Ein Super-GAU für Facebook! Zufall oder Ablenkungsstrategie, dass Mark Zuckerberg (37) ausgerechnet vorige Woche den neuen Firmennamen Meta ins Spiel brachte sowie Zukunftspläne mit virtueller Realität vorstellte? Im Grunde ...

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... ist es egal, denn die meisten Nutzer von Zuckerbergs Plattformen interessiert momentan sowie nur eine Sache: Wieviel Dreck hat der Weltkonzern wirklich am Stecken? Gestohlene Kundendaten, Hetze, der Skandal um Cambridge Analytica, Wahlmanipulation… alles Bagatellen im Vergleich zu dem, was Haugen jetzt noch auspacken könnte. Die 37-Jährige kennt die Machenschaften des Social-Media-Riesen genau. Sie arbeitete zwei Jahre bis zum Frühjahr selbst als Produktmanagerin bei Facebook. Zu ihrem Job habe der Kampf gegen Manipulationsversuche bei Wahlen gehört. Im Frühjahr wurde ihr Team aufgelöst und Frances eine neue Position in Aussicht gestellt. Doch ein Weitermachen war für sie undenkbar. Lieber wandert sie in den Knast – denn sehr wahrscheinlich wird Facebook sie wegen Geheimnisverrats verklagen. Die sogenannten Facebook-Files sind hochbrisant, der Konzern verlor nach deren Veröffentlichung an der Börse vorübergehend 40 Milliarden Euro seines Wertes. Kaum vorstellbar, dass Firmenchef Zuckerberg das ungestraft lässt. Die zierliche Blondine lässt sich trotzdem nicht einschüchtern und will gegen einen Gegner aussagen, der übermächtig scheint: Facebook hat einen Marktwert von 935 Milliarden Dollar, fast 60 000 Mitarbeiter und 2,7 Milliarden Nutzer weltweit. Was kann eine einzige Frau gegen so einen Giganten schon ausrichten? Eine Frage, die sich Frances offenbar nie gestellt hat. Sie ist bereit, den Koloss zu stürzen, indem sie anklagt: „Facebook schürt den Hass in der Welt!“ Bei einer Anhörung im US-Senat erklärte sie: „Die Konzernspitze weiß, wie man die Hetze eindämmen kann, aber sie tut nichts, weil ihr enorme Profite lieber sind als Menschen.“ Haugen beschuldigt den Konzern, seinen Algorithmus auf eine Emotion zuzuspitzen: Wut.

Denn bei Inhalten, die dieses Gefühl auslösen, blieben die User länger dran – was mehr Einnahmen bedeute. In einem Interview mit CBS verglich sie ihren Ex-Arbeitgeber mit der Tabak industrie: Instagram sei „die erste Zigarette der Kindheit“, sagt sie. „Es macht Teenager abhängig und krank.“ Facebook habe wissenschaftlich erforscht, dass die Plattform für viele Teenage rinnen toxisch sei, dass sie depressiv mache und Essstörungen fördere. „Der Konzern hat diese Erkenntnisse aber bewusst zurückgehalten“, so Haugen. Zuckerbergs Reaktion? Er gab ein Statement heraus, in dem er trocken feststellt, Haugen habe weniger als zwei Jahre in seiner Firma gearbeitet und an keinem wirklich wichtigen Meeting teilgenommen. Seine Ehefrau Priscilla (36) stellte unterdessen klar, dass sie ihren Töchtern Maxima (5) und August (4) Instagram verbietet – zumindest, bis die beiden 13 Jahre alt sind. ■