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Diese Liga ist verrückt


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 29/2019 vom 17.07.2019

Viele Klubs wollen, manche müssen hoch. Die neue Saison in der 3. Liga wird spannend und bietet schon jetzt kuriose Geschichten


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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 29/2019

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MAXIMILIAN WESSING REDAKTEUR

Die Verantwortlichen beie bei der „Sportschau“ werden es in der kommenden Saison nicht leicht haben. Zumindest dann, wenn sie für die Samstagabend- Sendung den Drittliga-Block planen. Weiterhin werden die Highlights von drei Partien gezeigt. Und es wird sich Woche für Woche die Frage stellen: Welches sind eigentlich die drei besten Spiele?

Mit den Absteigern Duisburg, Magdeburg und Ingolstadt sowie Uerdingen, Halle, Rostock, Braunschweig ...

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... und Kaiserslautern gibt es jede Menge Aufstiegskandidaten. Und mit 1860 München, Preußen Münster und Waldhof Mannheim, allesamt Ex-Bundesliga-Teams, weitere große Namen. Der neue Uerdingen-Trainer Heiko Vogel (43) sagt: „Die 3. Liga ist so stark wie noch nie.“

Was es für die Vereine aber auch gefährlich macht: Ein Aufstieg kann nur schwer einkalkuliert werden. Und jedes weitere Jahr in der 3. Liga schmerzt mehr als ein Schlag in die Magengrube, zumindest aus finanzieller Sicht. Aus dem TV- und Sponsorentopf erhält jeder Verein nur rund 1,2 Mio. Euro. Zum ein nur rund 1,2 Mio. Euro. Zum ein Vergleich: Aufsteiger Wehen Wiesbaden, wieder in der 2. Liga, bekommt in der kommenden Saison circa 7,3 Mio. Euro.

Was die 12. Drittliga-Saison noch dramatischer macht: Spannung pur – und viele packende Geschichten!

Da wäre Braunschweigs Trainer Christian Flüthmann (37), der als Co-Trainer von André Schubert in der vergangenen Saison so gerade den Klassenerhalt mit der Eintracht schaffte und nun der Boss ist. Nebenbei macht er seinen Fußballlehrer, in England beim Verband FA, da er zuvor Co-Trainer bei Norwich City war. Neben ihm auf der Schulbank: Chelsea-Coach Frank Lampard (41). Oder auch Michael Carrick (37). Anders als Michael Carrick (37). Anders als in Deutschland muss er nicht jede Woche zum Unterricht, sondern nur rund alle drei Monate. Mitte 2020 will er dort seinen Abschluss machen.

Den interessantesten Transfer tätigte der FC Ingolstadt. Die Bayern holten Maximilian Beister (28) von Konkurrent KFC Uerdingen für rund 250000 Euro. Dass Ingolstadt schnellstmöglich wieder in die 2. Liga möchte, beweist diese Klausel: Nach SPORT BILD-Info verlängert sich Beisters Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr bis 2022, sollte Ingolstadt in den kommenden zwei Jahren den Aufstieg schaffen. Beister (u.a. HSV und Mainz) hat hohe Ziele: „Ich will es noch einmal wissen. Ich bin 28, es ist für mich noch Ich bin 28, es ist für mich noch alles möglich, ich kann noch mal ganz nach oben kommen. Ich will irgendwann noch einmal zurück in die Bundesligamal Bundesliga, dafür bin ich noch jung genug.“

Für ihn ist es auch eine Flucht aus Uerdingen. Mit Jan Kirchhoff (28) kam dort ein weiterer Ex-Bundesliga-Spieler dazu, die Bedingungen sind aber weiterhin bescheiden. Trainer Vogel: „Wenn ich mir zwei Dinge Vogel: „Wenn ich mir zwei Dinge wünschen dürfte: dass die Trainingsbedingungen besser wären und dass wir Heimspiele haben, die auch wirklich Heimspiele sind.“ Was Vogel meint: Uerdingen hat nur einen Trainingsplatz, der vor allem im Winter in einem miserablen Zustand ist. In der vergangenen Saison musste die Mannschaft sogar in eine Soccer-Halle ausweichen. Nebenan gab es Kindergeburtstagspartys. Und: Da das Stadion nicht drittligatauglich ist, muss Uerdingen wieder ausweichen. Vergangene Saison spielte der Klub in Duisburg, kommende bei Fortuna Düsseldorf.


Braunschweigs Trainer Flüthmann lernt mit Chelsea-Coach Lampard.


Große Namen auch in Münster: Dort leiten die Brüder Christoph (38/Aufsichtsrat) und Malte Metzelder (37/Sportdirektor) die Geschicke der Preußen. „Wir haben einen guten Draht zueinander und tauschen uns regelmäßig über viele sportliche Themen aus“, sagt Malte Metzelder. Sein Bruder, früher Profifi bei Borussia Dortmund, Real Madrid und Schalke 04, hilft ihm vor allem bei Transfers. Aufgrund seines großen Netzwerkes informiert sich Christoph ab und zu für seinen Bruder im Umfeld eines möglichen Zugangs.

Unter Zugzwang sind die beiden Traditionsvereine Duisburg und Kaiserslautern. Der MSV musste seinen Etat von 8,5 Mio. auf 4,5 Millionen Euro herunterfahren, Sponsoren sicherten die Lizenz.

Als gutes Vorbild geht dort der Ex-Hannoveraner Moritz Stoppelkamp (32) voran: Er verlängerte seinen Vertrag und verzichtete auf die Hälfte seines Gehalts. Der 1. FC Kaiserslautern darf nur deshalb an der neuen Saison der 3. Liga teilnehmen, weil der luxemburgische Millionär Flavio Becca (57) einstieg und 2,6 Millionen Euro als Darlehen gab.

1860 München eröffnet am Freitag (19 Uhr) die Saison. Die Tore dort soll weiterhin Sascha Mölders (34) erzielen. Da er in der vergangenen Spielzeit häufifiger als 20-mal in der Startelf stand, verlängerte sich sein Vertrag. Gegner zum Auftakt: Preußen Münster. Der Saisonstart einer ganz besonderen Liga.


FOTOS: Imago Images (6), Picture Alliance