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DIESEN SPASS KÖNNEN WIR UNS LEISTEN


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 15/2019 vom 11.04.2019

Nissan pimpt den Micra, will bei denKleinwagen der 100-PS-Klasse künftig ein Wort mitreden. Mal sehen, was Ford Fiesta, Hyundai i20 und Mini dazu sagen


Artikelbild für den Artikel "DIESEN SPASS KÖNNEN WIR UNS LEISTEN" aus der Ausgabe 15/2019 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 15/2019

Nissan, Ford, Mini und Hyundai bringen Schwung in die Kleinwagenklasse


!100 PS stark, vier Meter kurz, bezahlbar – vier Kleine für die große Freude


SPASS OHNE REUE – davon träumt die Menschheit. Viel zu oft führen Pralinen zur Plauze, Cocktails zu Kopfschmerzen und Vollgas zum Verkehrsrichter. Doch es geht auch anders. Das beweisen vier Kleinwagenhersteller mit ihren 100-PS-Minis, die zum Teil deutlich unter 20000 Euro in die Startaufstellung ...

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SPASS OHNE REUE – davon träumt die Menschheit. Viel zu oft führen Pralinen zur Plauze, Cocktails zu Kopfschmerzen und Vollgas zum Verkehrsrichter. Doch es geht auch anders. Das beweisen vier Kleinwagenhersteller mit ihren 100-PS-Minis, die zum Teil deutlich unter 20000 Euro in die Startaufstellung rollen.

Als Jüngster im Bunde fährt der Nissan Micra 1.0 IG-T vor. Der neue Dreizylinder-Turbo leistet exakt 100 PS (Variante mit 117 PS siehe Fahrbericht Seite 36) und soll dem flott gestylten Japaner jetzt auch beim Fahren frischen Schwung verleihen.

Ob das klappt, klären wir im Vergleichstest nach Punkten gegen drei international bewährte Knirpse. Da wäre zuerst der vor knapp zwei Jahren neu aufgelegte Ford Fiesta, der als 1.0 Eco-Boost ebenfalls auf Dreizylinder- Turbo und 100 PS setzt. Ein fahraktiver Springinsfeld, der den Alltag trotzdem nicht außer Acht lässt.

Der im vergangenen Jahr überarbeitete Hyundai i20 1.0 T-GDI beschreitet antriebsseitig den genau gleichen Weg wie Micra und Fiesta, buhlt aber mit tollem Platzangebot und üppigen fünf Jahren Garantie um die Gunst der Käufer.

Zu guter Letzt stürzt sich der Mini One in den Testtrubel. Sein Dreizylinder- Turbo von der Mutter BMW schöpft aus 1,5 Liter Hubraum 102 PS. Wir werden sehen, ob das dem bekannt fahraktiven Mini reicht.

Auf jeden Fall versprechen alle vier kleinen Strolche eine gute Portion Fahrspaß, die uns nicht gleich in den Ruin treibt. Wer diesen Spaß ohne Reue am überzeugendsten serviert? Bitte blättern Sie um!

– die der flott designte Micra beim Kennenlernen gleich wieder verspielt. Das Cockpit punktet noch mit moderner und übersichtlicher Einrichtung, die Sitze geizen aber mit Unterstützung im Schulterbereich. Außerdem fällt die Rundumsicht ziemlich mau aus – wie auch bei Ford und Mini. Das Platzangebot lässt die Piloten entspannt durchatmen, dahinter fehlt Erwachsenen aber Luft um Kopf und Knie. Der Kofferraum liegt mit 300 bis 1004 Litern auf dem Niveau der Mitstreiter; weil der doppelte Ladeboden fehlt, bleibt beim Umlegen der Fondlehne am Boden aber eine lästige Stufe. Der neue Einliter-Dreizylinder gibt sich im Ton zurückhaltend, ist aber nicht so wach wie die Motoren der Konkurrenten. Stadt und Landstraße funktionieren noch okay, hingegen geht dem Nissan auf der Autobahn schnell die Puste aus, beim Überholen heißt es, fleißig schalten. Stark: Selbst im Testtrimm bleibt der Micra mit günstigen 17190 Euro mehrere Tausender unter dem Preis seiner Kollegen. Ärgerlich: Wartung jährlich oder alle 20000 Kilometer.


Mehr Schein als Sein: Der Micra sieht flott aus, fährt sich aber selten so


WENIG GLANZ

Cockpit ansehnlich, Vordersitze aber flau, Fond nicht gerade üppig.

SCHON GEFAHREN: NEUER NISSAN MICRA N-SPORT DIG-T 117

Das Sondermodell N-Sport ist der 117 PS starken Top-Motorisierung des Micra vorbehalten


Motor Dreizylinder, Turbo, vorn quer •Hubraum 999 cm3 •Leistung 86 kW (117 PS) bei 5250/min •max. Dreh moment 180 Nm bei 1750/min •Antrieb Vorderradantrieb/Sechsganggetriebe •L/B/H 3999/1743/1439 mm •Leergewicht 1098 kg •Kofferraum 300–1004 l •0–100 km/h 9,9 s •Spitze 195 km/h •Testverbrauch 5,9 l Super •Abgas CO2 140 g/km •Preis 19990 Euro

DIESES KERLCHEN IST HELLWACH

Geht doch! Als DIGT 117 wacht der NissanDreizylinder endlich auf. Dank 17 zusätzlicher PS und spürbar mehr Drehmoment: Die 180 Nm mit Overboost 200 liegen ganze 1000 Touren früher an als die 160 im DIGT 100. Nicht optimal, aber besser sind die Anschlüsse der Sechsgangschaltung. Tribut der Mehrleistung: Der Testverbrauch steigt um 0,5 Liter. Dafür wirkt der Feinschliff an Fahrwerk und Lenkung angenehm gelungen und keinesfalls übertrieben hart oder spitz. Die passende Optik liefert das Sondermodell N-Sport (ab 19990 Euro): 17Zöller und Außenspiegel schimmern sportlich dank Carbon-Imitat. Im Innenraum gibt es Alcantara für Sitze und Cockpit sowie einen schwarzen Himmel. Preisvorteil des Pakets: 1150 Euro.

irgendwie passen Fahrwerk und Motor beim Mini One nicht so richtig zusammen. Das Fahren an sich ist durchaus Minilike. Das straffe Fahrwerk liefert einen deutlich zu präzisen Zustandsbericht der Straße, hält den Briten aber straff auf Kurs und macht kurvige Landstraßen zum Spielplatz. Die Lenkung arbeitet präzise, zeigt sich mitteilsam und dank vergleichsweise hoher Rückstellmomente verbindlich, die Sitze bieten hier die beste Passform. Ja, auch die typischen Mini- Macken fehlen nicht. An der Ampel ist das Rotlicht kaum zu sehen, kurze Türen erschweren den Einstieg – Mini halt. Die größten Defizite offenbart der Bursche aber beim Temperament. Das liegt in erster Linie an dem Wohlstandsspeck. Seine 102 PS lassen den Dicksten im Test (1226 Kilo) außer beim Topspeed deutlich hinterherfahren. Außerdem kostet der One schon in der Basis als Einziger über 20000 Euro.


Der Mini One ist zu dick, um wirklich flott zu sein


TYPISCH MINI

Cockpit eine runde Sache, Sitze vorn top, Platz hinten vergleichsweise mäßig.

weil er sich nur wenige Schwächen leistet. Sein Platzangebot zählt hier zwar nicht zu den besten, reicht aber. Sitzposition und Polsterung des Gestühls passen ebenso wie das gelungene Layout des Cockpits. Und bei umgelegter Fondlehne schluckt der Ford mit 1093 Litern sogar noch ein Beutelchen mehr als der Hyundai. Außerdem bietet der Fiesta eine Assistenzarmada, die sogar den Mini toppt. Maßstab scheint der Mini auch beim Handling gewesen zu sein. Der Fiesta lässt sich mit der leichtgängigen, aber um Rückmeldung bemühten Lenkung zielgenau durch Kurven zirkeln. Das straffe, dennoch ausgewogene und alltagstaugliche Fahrwerk lässt dabei nichts anbrennen, sorgt für gute Laune an Bord. Dazu trägt auch der lebendige Motor mit sauber rastender Sechsgang-Box bei. Das alles gibt es im Testoutfit für faire 20725 Euro – unfair wird es erst bei bescheidenen zwei Jahren Garantie.


Toller Mix: Im Fiesta trifft Agilität auf Alltagsnutzen


INNERE WERTE

Sauber eingerichtetes Cockpit, Platz vorn und hinten nicht top, aber ausreichend.

Der modern gestylte i20 bietet in diesem Feld den geräumigsten Innenraum


HYUNDAI i20 BLUE 1.0 T-GDI

502 Punkte

Bestes Platzangebot im Vergleich, aufgeweckter Motor, fünf Jahre Garantie, solider Innenraum.

Leicht stößige Federung, jährliche Wartung, vergleichsweise wenig Assistenten lieferbar.

, dieser Koreaknirps. Vor allem im Fond sitzen wir im i20 am luftigsten, genießen vorn manierliche Sitze und ein funktional freundliches Cockpit. Dazu kommen noch der muntere Motor, der nie das Gefühl von Verzicht aufkommen lässt, die mit Abstand üppigste Komfortausstattung bei immer noch fairen Preisen und natürlich die vertrauenerweckenden fünf Jahre Garantie. Das klingt nach Rundum- sorglos-Paket und bringt am Ende tatsächlich Platz eins. Allerdings fährt der Hyundai nur mit hauchdünnem Abstand auf den Ford über die Ziellinie und bleibt nicht völlig frei von Kritik. Da wäre zum einen die etwas hölzerne Federung, die kleine Fahrbahnmängel übereifrig weiterleitet. Dazu kommt die recht kurze Liste an verfügbaren Sicherheitsassistenten. Das Sicherheitspaket (unter anderem Fernlichtassistent, City- Notbremsfunktion, aktiver Spurhalter) für 850 Euro gibt es zudem erst ab der Ausstattungslinie Trend. Und dann muss der i20 jährlich (oder alle 20000 Kilometer) zur Wartung. So siegt der i20 am Ende mit zwei Punkten Unterschied zum Fiesta.


Groß, günstig, gut – der i20 überzeugt als Alltagsheld


WOHLFÜHL-OASE

Cockpit solide und funktional, Platzangebot vorn wie hinten großzügig. Die Kopplung eines Smartphones über Bluetooth bereitet keine Probleme, gelingt schnell.


FOTO: T. BADER

FOTOS: T. BADER (5)