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Dieser Skoda bleibt keine Vision!


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 06.06.2019

So kann die Elektromobilität gern kommen: DerSkoda Vision iV sieht scharf aus und summt mild, soll bei Platz und Preis einem Kodiaq TDI nacheifern. Erste Ausfahrt


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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 23/2019

DON’T TOUCH!“, fährt mich Stanislav vom Rücksitz aus an – dabei wollte ich mich einfach nur anschnallen. Als würde der Drehort für einen düsteren Ostblockkrimi gesucht, sind wir vom Prager Flughafen aus in ein dunkles Parkhaus gefahren. Und jetzt überwacht der grimmig dreinblickende Rausschmeißertyp auf der Rückbank jeden meiner Handgriffe mit Argusaugen.

Zu Recht, wie man fairerweise zugeben muss. Der Skoda Vision iV, mit dem wir hier ...

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... vorsichtig ein paar Runden drehen, ist nicht nur ein sauteures, handgefertigtes Einzelstück. Er ist auch Vorbote einer ganz neuen Fahrzeuggeneration bei Skoda.

Auf Basis der neuen MEB-Plattform (Modularer Elektrobaukasten) zeigen die Tschechen, wo die Reise hingeht. Beim Design verknüpft Chefgestalter Oliver Stefani den bekannten Skoda- Pragmatismus aus maximaler Raumausbeute und wenig Chichi mit neuer Dynamik und Leidenschaft. Das Ergebnis ist ein 4,67 Meter langer Cross- over, der ähnlich viel Platz bieten soll wie ein Kodiaq, aber deutlich organischer und dynamischer wirkt.

Typisch Studie: frei schwebende Sitze, gegenläufig öffnende Türen und Glasdach


Als klassische Studie setzt auch der Vision iV auf reichlich Bling-Bling wie gegenläufig öffnende elektrische Türen, frei schwebende Sitze und beleuchtete Markenlogos in den Felgen. In der Serie müssen später konventionelle Türen und Sitze reichen, auch auf die oft bemühten Kameras, die anstelle von herkömmlichen Spiegeln über das Geschehen hinterm Auto informieren, werden die Kunden verzichten müssen.

Dafür steht das Grunddesign zum größten Teil fest. Es wird immer auch einen echten Kühlergrill und damit ein Gesicht geben. Den ausgeschriebenen Markennamen auf dem Heck kennen wir schon seit dem Scala. Die Cockpitoberflächen werden mit ihren kristallinen Strukturen bald in allen Serien-Skoda zu finden sein. Ob das auch für das fein gearbeitete Birkenholzfurnier gilt, das die zweite Lage der Instrumente bildet, bleibt dagegen abzuwarten. Dass die Spielereien nicht zulasten der Funktionalität gehen, zeigt ein Blick in den Kofferraum, der gewaltige 550 Liter fasst. Hier zahlt sich aus, dass die Akkus in den Fahrzeugboden wanderten und keinen weiteren Platz rauben.

FOTOS: HERSTELLER (6), S. HABERLAND

Der Markenname auf dem Lenkrad soll die neue Wertigkeit betonen. Malte Büttner gefällt’s


Ein großes Ablagefach in der Mittelkonsole versorgt bei Bedarf zwei Smartphones parallel mit Saft


Eine handfeste Lösung präsentiert Skoda auch bei den Rädern. Während die Studie auf massigen 22-Zöllern hölzern umherrollt, werden auf der Straße 20 bis 21 Zoll reichen müssen. Ein interessantes Detail sind die großen, flächigen Spar-Radkappen, die auf Langstrecken auf die Radnaben geclipst werden können und mit ihrer besseren Aerodynamik den Verbrauch weiter senken.

Auch der Antrieb steht weitgehend fest. 306 PS spendiert das E-Motorenduo, das sich auf beide Achsen aufteilt und damit automatisch für Allradantrieb sorgt. Die Beschleunigung von 5,9 Sekunden auf 100 und die abgeregelte Spitze von 180 km/h testen wir lieber ein anderes Mal, ohne Stanislav im Nacken. Derart rangenommen, würde es aber eh nichts mit den versprochenen 500 Kilometern Reichweite, die nach WLTP möglich sein sollen. Auch nicht schlimm, schließlich können je nach Ladesäulentyp innerhalb von 30 Minuten 80 Prozent nachgeladen werden.

Vorstellbar ist auch eine abgeschwächte Version mit Frontantrieb. Schon im Frühjahr nächsten Jahres wird der neue Öko-Skoda vorgestellt und kann dann auch direkt bestellt werden. Wann die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, steht allerdings noch nicht fest, die zweite Jahreshälfte dürfte aber realistisch sein. Die Preise sollen ungefähr auf dem Niveau eines Kodiaq Diesel liegen. Also gut 35 000 Euro. Damit dürfte ein Erfolg des neuen E-Skoda garantiert sein, zumal auch der praktische Nutzen stimmt.

Daran hapert es bei der empfindlichen Studie noch etwas. Nach einer letzten Runde parken wir den Vision iV unversehrt. Und tatsächlich, Sta- nislav lächelt erleichtert.