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Dieses Jahr wird Weihnachten besonders liebevoll


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 46/2021 vom 12.11.2021

Ratgeber

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CORONA Für viele war das Fest 2020 einsam: keine Besuche, keine Umarmungen. Nun wird es wieder richtig schön
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HOCHWASSER Die Kölner bekamen im Februar die Wucht des Wassers zu spüren. Sie freuen sich auf ruhige Feiertage
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FLUTKATASTROPHE Viele Menschen im Ahrtal haben im Juli alles verloren. Doch sie geben nicht auf. Das Fest bringt ihnen Zuversicht
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PREISEXPLOSION Heizkosten, Lebensmittel ? alles wird teurer. Der Geist von Weihnachten gibt vielen Kraft, nicht zu verzweifeln

Helga (71) und Werner (73) freuen sich riesig auf Weihnachten. Das Rentnerehepaar hat Tochter Eva, Schwiegersohn Peter und seine beiden Enkelkinder seit Juli nicht mehr gesehen, weil sie 500 Kilometer entfernt wohnen. Dieses Jahr werden sie an den Feiertagen endlich wieder eine ganz Woche zusammen verbringen. Das war eigentlich schon immer so – bis auf vergangenes Jahr. Da hat Corona all ihre Pläne durcheinander gebracht. Es gab auch keine Christmette, kein Kaffeeplausch mit Freunden, mit ihren Liebsten konnten sie nur skypen.

In schweren Zeiten rücken wir enger zusammen

„Das war alles neu für uns und hat uns sehr traurig gemacht. Sich nur über den Bildschirm sehen, nicht in den Arm nehmen können oder mit den Enkeln kuscheln – nein, so hatten wir uns das Fest nicht vorgestellt.“ Der Wunsch nach einem gemütlichen Fest ist in diesem Jahr besonders groß. Statt in den Flieger zu steigen und dem Trubel zu entf liehen, will man jetzt enger zusammen rücken.

Denn dieses vergangene Jahr war chaotisch, unberechenbar, für viele auch sehr schwer. Denken wir nur an die Betroffenen der Flutkatastrophe, die teilweise alles verloren haben. Und wir wissen nicht, was noch auf uns zukommt. Steigende Benzin- und Lebensmittelkosten machen sich jetzt schon bemerkbar. Da wollen wir an den Feiertagen einfach ein paar Tage Normalität erleben – im Kreise der Menschen, die wir am liebsten haben, denen wir vertrauen können. In anstrengenden, stressigen und anspruchsvollen Zeiten sehnen wir uns nach Ruhe und Geborgenheit, nach Frieden und Wärme.

Lieb gewonnene Rituale geben dem Leben Struktur

Ganz wichtig sind in diesen schweren Zeiten auch Rituale und Traditionen – vor allem für Kinder. Sie helfen ihnen dabei, sich in ihrem eigenen Umfeld sicher zu fühlen und geben ihnen ein Gefühl von Geborgenheit. Das ist bei Erwachsenen nicht anders, nur sind Kinder noch stärker auf dieses Sicherheitsgefühl angewiesen, weil die große und chaotische Welt geordnet werden muss. Die Feiertage verlieren an Bedeutung, wenn wir unsere Traditionen nicht pf legen können – ganz gleich, wie die in unserer Familie aussehen. Es gibt kaum ein Fest, das uns so viel bedeutet. Zum einen ist es ein Geschenk für die Sinne: die Lichter, die unsere Fenster und Straßen erleuchten, die Farben von Weihnachtsschmuck und buntem Geschenkpapier, der Duft von Glühwein und frisch gebackenen Plätzchen. Es ist diese besondere Mischung aus Sinneseindrücken und Empfindungen, die wir nur im Advent erleben. Die Tage stellen für viele eine wertvolle Auszeit dar, in der sie von ihren Alltagssorgen Abstand nehmen können. Weihnachten gibt uns auch die Möglichkeit, zurück in die eigene Kindheit zu reisen. Zeit mit denen zu verbringen, die wir das ganze Jahr über nicht sehen, weil sie zu weit weg wohnen. Es bedeutet auch, um diejenigen zu trauern, die nicht mehr unter uns sind, und uns bewusst zu machen, wie wertvoll die Zeit ist, die wir heute mit unserer Familie haben. Mit der extrem großen Unsicherheit umzugehen kostet viel Kraft. Denn der Mensch arbeitet immer mit einer Perspektive: Wir haben eine Vorstellung davon, wie der nächste Tag abläuft und kalkulieren dabei kleine Schwankungen ein. Aber die großen Unsicherheiten sind wir nicht gewohnt. Da ist es gut, dass wir wenigstens die Adventszeit als Konstante haben.

Früher schmücken macht glücklich

Wer schon im November damit beginnt, seine Wohnung weihnachtlich zu schmücken, wird gerne belächelt. Doch dafür gibt es keinen Grund:

Denn Psychologen sind sich sicher, dass diese Menschen glücklicher sind. Das liegt vor allem an positiven Erinnerungen an eine sorgenfreie Kindheit. In einer Welt voller Stress und Angst ist das sehr wertvoll.

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SCHÖNE RITUALE Zeit mit Oma und Opa verbringen, abends eine Kerze anzünden ? das gibt Kindern ein Gefühl von Sicherheit
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Statt Familienfest gab es in 2020 viel Einsamkeit

Doch wegen Corona gab es zuletzt diese Normalität eben nicht. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Omniquest in 2020 ergab, dass sich 43 Prozent der Befragten weniger auf das Weihnachtsfest freuten als im Jahr 2019. 73 Prozent wollten an den Feiertagen Besuche und die Kontakte zu ihrer Familie einschränken. Trauriges Ergebnis bei den über 75-Jährigen: Rund ein Viertel der Befragten gab an, während der Pandemie öfter deprimiert zu sein als vorher, 15 Prozent fühlten sich allein gelassen. Bei den Geschenken dagegen waren wir im vergangenen Jahr allerdings besonders großzügig. Durchschnittlich haben wir 500 Euro pro Kopf eingeplant (zum Vergleich: 2019 waren es nur 475 Euro). Eine Erklärung für diese Schenkfreude ist sicher, dass man seine Wertschätzung gegenüber den Beschenkten zeigen wollte, weil persönliche Kontakte in den Wochen und Monaten zuvor reduziert werden mussten. Vielleicht aber auch, weil das Aussuchen der Geschenke einem selbst Freude bereitet und ein Stück Normalität bedeutet. Freuen wir uns also in diesem Jahr auf ein ruhiges, friedvolles Fest mit all unseren Liebsten.

Harmonie an allen Feiertagen

DAS FEST DER LIEBE kann auch mal zu Streit führen. Meist, weil alles perfekt sein soll. Dann geraten wir in Stress, so manche Diskussion wird zum Konflikt. Deshalb: Nehmen Sie Abschied von der Vorstellung, dass alles rund laufen muss.

Verteilen Sie die Aufgaben, die anstehen. Da in der Regel jeder andere Wünsche an das Fest hat, sollten Sie schon im Vorfeld nach Kompromissen suchen. Und vermeiden Sie Themen, die für Zündstoff sorgen könnten. Zwischendurch einen Spaziergang machen, bevor Ihnen die Decke auf den Kopf fällt oder Sie das Gefühl haben, dass alles zu viel wird.

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