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Diesmal bitte keine Geschenke-Schlacht!!!


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SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 52/2018 vom 19.12.2018

ZweifachmamaSusi Groth * will dem Weihnachts-Konsumwahn in diesem Jahr die Stirn bieten


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Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 52/2018

Wenn ich an Weihnachten denke, verspüre ich in erster Linie große Vorfreude – aber auch ein ganz klein wenig Bauchweh. Ich habe einfach die leise Befürchtung, dass das Fest wieder in einer Geschenke-Schlacht endet.

Wie treue Leser meiner Kolumne wissen, zelebrieren wir am 24. Dezember ja nicht nur Weihnachten, sondern ...

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Wie treue Leser meiner Kolumne wissen, zelebrieren wir am 24. Dezember ja nicht nur Weihnachten, sondern auch den 2. Geburtstag von unserem Kurzen. Das heißt, wir feiern ein Geburtstags-Weihnachtsfest. Im vergangenen Jahr gab es morgens die ersten Geschenke – und am Nachmittag durfte der Kleine schon wieder Präsente auspacken. Sein Bruder dann natürlich auch. Am Ende wusste man in unserem Wohnzimmer gar nicht mehr, wohin man treten sollte, weil überall zerfetztes Packpapier und Dutzende Geschenke lagen. Unsere Jungs wickelten im Akkord Pakete aus und ich bin sicher, am Ende wussten sie gar nicht mehr, was sie am Anfang des Auspackmarathons in der Hand gehalten hatten. Aber wenn man von Papa, Mama, zwei Omas, zwei Opas und einem sehr spendablen Patenonkel beschenkt wird, kommt eben einiges zusammen.

Rückblickend würde ich sagen: Das war alles VIEL ZU VIEL! Aber es war eben auch unser erstes Geburtstags-Weihnachtsfest. Ich bezeichne Weihnachten 2017 deshalb gern als Generalprobe für die kommenden Feste. Wir haben daraus gelernt und wissen jetzt, was wir besser machen können.

Denn worum soll es beim Fest der Liebe vorrangig gehen? Natürlich nicht um die Zahl der Geschenke, sondern darum, dass die ganze Familie beisammen ist, wir uns unkontrolliert die Bäuche vollschlagen, schiefe Lieder trällern und uns beim Pantomimespiel übereinander scheckiglachen.

Deshalb haben der Liebste und ich in diesem Jahr eine Regel erhoben: Jeder von uns Erwachsenen darf dem Großen und dem Kurzen nur jeweils ein Geschenk machen. Nicht mehr!

Mein Großer hat mir in den letzten Wochen fleißig in den Block diktiert, was ich auf seinen Wunschzettel schreiben soll. Alles bekommt er natürlich nicht. Das weiß er auch. Aber mit seiner XL-Liste machte er es einem auch nicht leicht, sich für eine Sache zu entscheiden. Kürzlich stand ich im Spieleladen und hatte schließlich einen Kran UND ein Feuerwehrauto für ihn im Korb … Aber ich blieb standhaft und nahm am Ende nur eins davon mit heim. Wie dumm stünde ich auch da, wenn ich meine eigene Regel bräche …? In diesem Sinne:

Haben Sie schöne Weihnachten! Mit viel oder wenig Festkommerz. Denn das muss am Ende jeder für sich entscheiden.

* Journalistin Susanne Groth, 40, lebt mit ihrem Lebensgefährten und zwei Söhnen (3,5 Jahre und 2 Jahre) in Jena. Von 2005 bis 2012 war sie Redakteurin bei SUPERillu.