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DLR-STUDIE: Wachstum kommt zum Stillstand


Aero International - epaper ⋅ Ausgabe 10/2020 vom 06.12.2019

NEWS/DEUTSCHLAND

Artikelbild für den Artikel "DLR-STUDIE: Wachstum kommt zum Stillstand" aus der Ausgabe 10/2020 von Aero International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Aero International, Ausgabe 10/2020

Lediglich Wizz Air hat ihr Deutschland-Angebot zum Sommer 2019 ausgebaut


Hat das Low-Cost-Geschäft in Deutschland seinen Zenit erreicht? Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im druckfrisch vorgelegten „Low Cost Monitor 2/2019“ mitteilt, ist in der Sommersaison 2019 das Wachstum der Günstigflug-Angebote in Deutschland zum Stillstand gekommen. Zwar gebe es noch eine geringfügige Erweiterung des Streckennetzes, vor allem in Richtung Italien, dafür aber liege die Anzahl der Flüge etwa ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Einmal mehr ist die Zahl der innerdeutschen ...

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... Offerten geschmolzen. Doch dem noch nicht genug: Laut DLR ist insbesondere das Flugangebot nach Spanien und Großbritannien zurückgegangen. Bei den großen von und nach Deutschland agierenden Low-Cost-Carriern habe lediglich Wizz Air nennenswerte Erweiterungen durchgeführt, während es bei anderen großen Low-Cost-Airlines zu Reduzierungen gekommen sei. „Eurowings hat als Marktführer in Deutschland die Anzahl angebotener Flüge im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 Prozent auf rund 3100 Starts pro Woche reduziert“, nennt Studienleiter Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr ein Beispiel.

Insgesamt habe man die Rekordzahl von 6750 Starts pro Woche aus dem Vorjahr nicht erreichen können. Vielmehr läge man dieses Jahr ein Prozent darunter. Auf Ryanair entfielen 1256 Starts, zusammen mit Laudamotion waren es etwas mehr als 1500 Flüge oder knapp zwei Prozent weniger als 2018. Es folgten EasyJet mit 1147 und Wizz Air mit 314 Starts pro Woche.

Insgesamt umfasste der Low-Cost-Flugverkehr ab Deutschland 940 Strecken – noch einmal 14 Strecken mehr als im Vorjahr. Der Anteil des Low-Cost-Segments am Flugverkehr von deutschen Flughäfen lag mittlerweile bei rund 33 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent im Sommer 2018. Hier spielte der generelle Rückgang der Flugbewegungen in Deutschland eine Rolle. So hatten die übrigen Airlines in Deutschland mit rund 3,5 Prozent Minus einen noch höheren Rückgang zu verzeichnen als die Low-Cost-Carrier.

Das positive Wachstum der günstigen Flugangebote am Flughafen Düsseldorf fällt dagegen auf. Das beruht auf einer Erhöhung des Angebots, besonders durch Eurowings, auf mehr als 1100 Starts pro Woche. Düsseldorf „liegt damit auf Platz eins der deutschen Flughäfen mit den meisten Low-Cost-Angeboten“, erklärt Berster. Berlin-Tegel folgt auf Platz zwei, Köln/Bonn auf Platz drei. Stuttgart steigert ebenfalls sein Low-Cost-Angebot und findet sich auf Platz vier wieder. Eine weitere Erkenntnis des Low-Cost-Monitors: Die Preise für Günstigflugtickets sind im Schnitt angestiegen. „Höhere Kosten führen zu Preissteigerungen bei den Günstigfliegern gegenüber dem Vorjahr“, erklärt Berster. „Die ermittelte Preisspanne liegt in diesem Herbst bei rund 44 bis 111 Euro, nach 38 bis 100 Euro im Herbst 2018 und nach 34 bis 97 Euro im Herbst 2017.“ Die Durchschnittspreise wurden auf Grundlage verschiedener Vorausbuchungszeiträume ermittelt.


„Die Zukunft nachhaltigen Fliegens mit ausgeglichener CO2-Bilanz liegt in der Nutzung synthetischer Treibstoffe. Die in Deutschland noch einmal deutlich erhöhte Luftverkehrsteuer sollte unbedingt dazu genutzt werden, Erforschung und Entwicklung von Produktionsverfahren für diese Treibstoffe voranzutreiben. Wirksamer Klimaschutz im Luftverkehr ist nur über einen Finanzierungskreislauf möglich.“


Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG

TUIFLY: Eigene Langstrecken

Noch vor nicht einmal einem Jahr hat Oliver Lackmann, Geschäftsführer der TUIfly GmbH, in einem Interview gegenüber AERO INTERNATIONAL eigenen Langstreckenflügen eine Absage erteilt: mit Condor und Eurowings stünden bereits zwei Anbieter fest im deutschen Ferienmarkt. Jetzt kam es offenbar zu einem Umdenken: Mit Beginn des Winterflugplans 2020/21 wird TUIfly in Deutschland den touristischen Langstreckenverkehr aufnehmen. Das gab die Airline jetzt bekannt. Mit zunächst zwei Flugzeugen vom Typ Boeing 787 werden Urlaubsziele in der Karibik und Mexiko angeflogen. Eine Einigung mit den Tarifpartnern habe die Entscheidung für die Langstrecke möglich gemacht, so Lackmann. Strategisch bringe die Langstrecke gleich mehrere Vorteile für den TUI-Konzern: „Die Zubringerflüge für Kreuzfahrten der Mein-Schiff-Flotte von TUI Cruises werden unter eigener Flagge bedient. Die TUI Group ist stark bei Fernzielen und besitzt ein umfangreiches eigenes Hotelportfolio in der Karibik.“ Auch der Anflug von Zielen auf der verlängerten Mittelstrecke wie den Kapverden werde in Erwägung gezogen. Dort ist die TUI Group mit ihren eigenen Hotelmarken wie RIU, Robinson und TUI Blue stark präsent. Und: „Sollten sich durch weitere Marktveränderungen die Kapazitäten in den nächsten Monaten reduzieren, können wir unseren geplanten Flottenaufbau auch zügiger umsetzen.“ Europaweit betreibt der TUI-Konzern bereits mehr als 25 Großraumflugzeuge.

KARLSRUHE/BADEN-BADEN: TUIfly bleibt treu

Im kommenden Sommer wird TUIfly ab dem Baden Airpark insgesamt 100 000 Sitzplätze zur Buchung bereitstellen. 14-mal pro Woche geht es vom Schwarzwald aus zu Ferienzielen in Spanien, Griechenland und Ägypten. Spitzenreiter im Programm ist Palma de Mallorca mit fünf wöchentlichen Abflügen, gefolgt von Kos und Kreta. Flüge nach Fuerteventura, Hurghada, Gran Canaria, Rhodos und Teneriffa runden das Angebot ab.

GESEHEN

FOTOS: WIZZ AIR, OLIVER ROESLER/LUFTHANSA, YORCK DERTINGER/FMG | GRAFIK: DLR

Aus zwei mach eins

WDL Aviation und LGW, beide Teil der Zeitfracht-Gruppe, treten künftig unter einem einheitlichen Markennamen auf: German Airways. Am 2. November wurde am Flughafen Köln/Bonn erstmals eine entsprechend lackierte Embraer 190 der Öffentlichkeit präsentiert. Das Flugzeug trägt die Kennung D-AJHW. WDL Aviation wird übrigens künftig ausschließlich mit Embraer 190 fliegen.

Foto: Markus Mainka

HAMBURG: Deutliche Entlastung

Der Hamburger Flughafen hat am 1. Dezember in Zusammenarbeit mit jenen Fluggesellschaften, die den Airport regelmäßig anfliegen, ein neues und vor allem freiwilliges Lärmschutzprogramm aus der Taufe gehoben. „Das Fördergebiet umfasst einen Umkreis von 1300 Metern um das Startbahnkreuz. 1600 Haushalte außerhalb der bestehenden gesetzlichen Schutzzonen werden mit dem neuen Programm zusätzlich gefördert“, heißt es in einer Mitteilung des Flughafens. Während der Flughafenchef Michael Eggenschwiler unterstreicht, wie ernst Flughafen und Fluggesellschaften das Thema Lärmschutz nehmen, betont Ralf Teckentrup, seines Zeichens unter anderem Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: „Auch unser Ziel ist es, die in der Nähe des Flughafens Hamburg unvermeidlichen Belastungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die Anwohner so weit wie möglich zu entlasten.“

PERSONALIEN

CARSTEN WILMSEN, erst seit November 2018 Betriebsleiter der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, verlässt Ende Mai auf eigenen Wunsch das Unternehmen.

JOST LAMMERS wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen München GmbH (FMG), dem bayerischen Finanzund Heimatminister Albert Füracker, als designierter Flughafenchef der Öffentlichkeit vorgestellt. Lammers wird zum 1. Januar die Nachfolge von Dr. Michael Kerkloh antreten, der seinen Nachfolger als „ausgewiesenen Flughafenexperten“ lobt, der den „erfolgreichen Kurs des Flughafens fortsetzen wird“.

ENGELBERT LÜTKE DALDRUP hat Recht bekommen. Sebastian Czaja darf den Berliner Flughafenchef nicht mehr der Lüge bezichtigen. Der Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg zwischen dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und dem Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ist am 25. Oktober beendet worden.

KURZ NOTIERT

EUROWINGS fliegt vom 21. Dezember bis zum 5. Januar von Stuttgart nach Sylt – freitags, samstags und sonntags. Die Fluggesellschaft ergänzt damit ihr bereits ab Düsseldorf bestehendes Flugangebot auf die Insel.

DER FLUGHAFEN FRANKFURT zählte im Oktober 6,4 Millionen Fluggäste, was einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,0 Prozent entspricht. Kumuliert über die ersten zehn Monate des Jahres stieg die Zahl der Passagiere um 2,2 Prozent auf 60,6 Millionen.

LUFTHANSA bietet Passagieren, die nur mit Handgepäck reisen möchten und keine Ticketflexibilität wünschen, den Economy-Light-Tarif jetzt auch auf Strecken nach Afrika, Asien, Nahost und Südamerika an.

RYANAIR eröffnete am 29. Oktober die Strecke Dresden – London-Stansted. Jeweils dienstags, donnerstags und samstags startet die irische Low-Cost-Airline in der sächsischen Landeshauptstadt in Richtung Themse. Zum Einsatz kommt eine Boeing 737-800.

LUFTHANSA reduziert bis 2021 den Einsatz von Einwegplastik an Bord ihrer Flotte um 50 Prozent.

SUNDAIR stationiert im kommenden Sommer für TUIfly eine A320 mit 180 Sitzplätzen am Flughafen Paderborn-Lippstadt.

AVANTI AIR will ihre beiden Fokker 100 durch zwei Embraer 190 aus zweiter Hand ersetzen.

TUIFLY wird im kommenden Sommer ein zweites Flugzeug am Flughafen Nürnberg stationieren. Neu ins Angebot aufgenommen werden dann auch die Ziele Korfu und Palma de Mallorca.

Der Flughafen Stuttgart rüstet sich für die Zukunft mit einem Ausbau der Kapazitäten


STUTTGART: Erweiterung angeschoben

Grünes Licht vom Aufsichtsrat: Der Flughafen Stuttgart darf mit der Terminalentwicklung loslegen. „Neue Anforderungen an Sicherheit, Prozessqualität, Passagierkomfort sowie an Nachhaltigkeit machen Umbauten sowie modulare Erweiterungen notwendig“, erklärt der Aufsichtsratschef Winfried Hermann. Klar sei, dass „hierfür keine weiteren unbebauten Flächen außerhalb des Flughafengeländes genutzt werden“. Im Aufsichtsrat herrsche außerdem darüber Einigkeit, dass eine zweite Start- und Landebahn nicht notwendig sei. Deshalb sei sie auch nicht geplant. Die wichtigsten Vorhaben im Einzelnen: „Wir brauchen beispielsweise mehr Platz für die inzwischen größeren Kontrollgeräte der Bundespolizei.“ Ziel sei es, den Passagieren einen angenehmen Aufenthalt am Flughafen Stuttgart zu ermöglichen und lange Wartezeiten beim Check-in oder bei den Sicherheitskontrollen zu vermeiden. „Außerdem müssen die Terminals auch aufgrund ihres Alters in den nächsten Jahren modernisiert werden“, so Hermann. Schon jetzt werde ein Ersatzgebäude geplant, in dem während der Bauarbeiten Passagiere abgefertigt werden können.

BDL

Bahnfahren oft teurer?

Das in der aktuell geführten Klimaschutzdebatte häufig genutzte Argument, Bahnfahren sei teurer als Fliegen, lässt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) anhand vieler Analysen so nicht stehen und beruft sich dabei insbesondere auf den internationalen Airlineverband IATA: Dieser hatte berechnet, dass der durchschnittliche Ticketpreis im innerdeutschen Luftverkehr 2018 bei rund 160 Euro lag. „Damit ist das Fliegen nach wie vor deutlich teurer als die Nutzung der Bahn“, so der BDL. Eine aktuelle Analyse bestätige dies für die wichtigsten Städteverbindungen, auf denen sowohl das Flugzeug als auch die Bahn verkehren: In 83 Prozent der untersuchten Reisefälle war die Bahnreise billiger als der Flug. Aus Perspektive von Reisenden, die eine Bahncard besitzen, war die Bahn sogar in 91 Prozent der Fälle billiger. Analysiert wurden die Preise auf insgesamt 15 Strecken, darunter die zehn verkehrsreichsten Flugstrecken im innerdeutschen Lokalverkehr sowie die internationalen Verbindungen Frankfurt – Brüssel und Frankfurt – Paris.

EUROWINGS: Gute Perspektiven

Der im Sommer angekündigte Übergang der wirtschaftlichen Verantwortung für das Langstreckengeschäft von Eurowings zu den Netzwerk-Airlines des Lufthansa-Konzerns wird laut Kranich zum Jahreswechsel vollständig umgesetzt. Im aktuellen Winterflugplan ist Eurowings ab Frankfurt mit drei neuen Langstreckenverbindungen nach Las Vegas, Windhuk und Barbados gestartet. Die Strecke München – Bangkok war bereits im Juni aufgenommen worden. Für die touristischen Langstreckenflüge aus Deutschland sieht Lufthansa positive Wachstumsperspektiven. Die neue Produktlinie wird nach dem Vorbild der Schweizer Edelweiss Air künftig bei einem Flugbetrieb gebündelt.

LUFTHANSA: Auf gutem Kurs

Die Lufthansa-Gruppe meldet für das dritte Quartal 2019 ein Adjusted-EBIT-Ergebnis in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Im Vergleichsquartal des Vorjahres schlugen 1,4 Milliarden Euro zu Buche. Zu den Gründen: Allein die Treibstoffkosten lagen im Berichtsquartal um 171 Millionen Euro über dem Wert von 2018. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, ist dennoch zufrieden: „Unsere Airlines haben im dritten Quartal Premiumqualität und Marktstärke in solide Ergebnisse umsetzen können. Bei Eurowings zeigten die Turnaround-Maßnahmen Wirkung, bei Austrian und Brussels Airlines sowie bei Lufthansa Cargo werden wir entschieden gegensteuern, um die Ergebnisse zu verbessern.“ Spohr sieht sein Unternehmen auf einem guten Kurs: In den ersten drei Quartalen zusammen stiegen die Umsatzerlöse um drei Prozent auf 27,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 26,9 Milliarden Euro). Konzernweit betrug der Anstieg der Treibstoffkosten im besagten Zeitraum 620 Millionen Euro. Das Adjusted EBIT ging um 30 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 2,5 Milliarden Euro), die Adjusted-EBIT-Marge auf 6,2 Prozent (Vorjahr: 9,1 Prozent). Das Konzernergebnis betrug in den ersten drei Quartalen eine Milliarde Euro (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro).

85

Prozent der deutschen Fluggäste kennen ihre Passagierrechte nicht. Das hat AirHelp mittels einer repräsentativen Umfrage herausgefunden.

GERMAN AIRWAYS: Wetlease-Vertrag

German Airways wird fünf Regionaljets vom Typ Embraer 190LR ab März inklusive Crews langfristig an die schwedische Braathens Regional Airlines vermieten. Die Flugzeuge werden auf verschiedenen schwedischen Flughäfen stationiert und von dort aus innerschwedische sowie internationale Strecken bedienen. Die abgeschlossene Wetlease-Vereinbarung ist die bisher größte Kooperation der German Airways mit einem einzigen Partner.

LUFTHANSA: Vier neue Verbindungen

Lufthansa hat vier neue europäische Verbindungen bekannt gegeben, die im kommenden Sommer im Flugplan stehen werden: Ab München wird vom 4. April an samstags Kurs auf Jerez de la Frontera in Spanien (mit A320) sowie Minsk in Weißrussland (mit CRJ900) genommen. Ab Frankfurt stehen ab Ende März das englische Bristol (mit Embraer 190, bis zu zweimal täglich) und Rennes in Frankreich (mit CRJ900, dreimal die Woche) im Programm.

GESEHEN

FOTOS: FLUGHAFEN STUTTGART, LUCA EBERHARDT/FLUGHAFEN NÜRNBERG, MITTELDEUTSCHE FLUGHAFEN AG, GÜNTER WICKER/BERLINER FLUGHÄFEN

Havarie eines Schleppers

LEIPZIG/HALLE Am 6. November fand am Flughafen Leipzig/Halle eine turnusmäßige Notfallübung statt. Diese ist von der internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO für internationale Verkehrsflughäfen in festgelegten Zeitabständen vorgeschrieben. Simuliert wurde die Havarie eines Flugzeugschleppers, der während eines Schleppvorganges in Brand geriet. Im Zuge der Übung kam es zu keinen Einschränkungen für den Flugbetrieb.

KURZ NOTIERT

LOT POLISH AIRLINES hat zum Beginn des Winterflugplans das Flugangebot von Berlin-Tegel nach Warschau auf vier tägliche Verbindungen erhöht. Nicht einmal zwei Jahre nach dem Erstflug im Dezember 2017 hat die Fluggesellschaft das Angebot damit verdoppelt.

BERLINER FLUGHÄFEN weiter im Aufwind: Zwischen Januar und Oktober ist die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 30 493 483 Fluggäste gestiegen. In Tegel wurden 20 688 639 Fluggäste abgefertigt, in Schönefeld waren es 9 804 844 Passagiere.

CONDOR wird im kommenden Sommer Paphos auf Zypern als neues Ziel in ihren Sommerflugplan aufnehmen. Geflogen wird ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Leipzig/Halle immer montags und freitags. Außerdem geht’s ab Frankfurt zusätzlich auch nach Toulon in Frankreich und nach Tivat in Montenegro.

EASYJET ist mit sechs neuen Flugzielen ab Berlin in den Winterflugplan 2019/2020 gestartet. Neu im Programm sind Brüssel, Nantes, Åre Östersund, Funchal, Marsa Alam und Marrakesch.

EMIRATES fliegt seit nunmehr 20 Jahren München an. Erstmals überhaupt landete die Airline am 2. November 1999 mit einer A310 in der bayerischen Landeshauptstadt. Seitdem hat der Nahost-Carrier mehr als 7,7 Millionen Fluggäste zwischen München und Dubai befördert. Aktuell kommen zweimal täglich A380 und einmal täglich Boeing 777-300ER zum Einsatz.

EUROWINGS soll spätestens 2021 wieder die Gewinnzone erreichen und langfristig eine Marge von sieben Prozent erzielen, teilte jüngst der Lufthansa-Konzern mit.