Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

Doc Fleck: Naschen wir doch lieber gesund!: Raus aus der Zuckerfalle


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 04.01.2019

So langsam sind die letzten Plätzchen verputzt, liebe Leserinnen und Leser. Der perfekte Zeitpunkt für einen Neustart! Mit weniger Zucker werden Sie fitter, gesünder, sogar glücklicher – das verspreche ich Ihnen. Und das Beste: Naschen dürfen Sie trotzdem


Artikelbild für den Artikel "Doc Fleck: Naschen wir doch lieber gesund!: Raus aus der Zuckerfalle" aus der Ausgabe 2/2019 von Bild der Frau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 2/2019

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie bei Schokolade einfach nicht Nein sagen können, mangelt es nicht unbedingt an Willen. Vielleicht ist Ihr Körper einfach süchtig nach Zucker! Gewöhnen wir ihn nämlich zu sehr an die Süße, entsteht ein Teufelskreis – und wir brauchen immer mehr Zucker. Das Gemeine: Selbst wenn wir einen großen Bogen um Naschereien ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 1,09€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Bild der Frau. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 2/2019 von KOMMENTAR: Sandra Immoor, Chefredakteurin: Danke für diese Blumen!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KOMMENTAR: Sandra Immoor, Chefredakteurin: Danke für diese Blumen!
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von Themen der Woche: Bilder der Woche: Zeit zum Kuscheln & Zusammenrücken. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Themen der Woche: Bilder der Woche: Zeit zum Kuscheln & Zusammenrücken
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von Dieser Radweg führt ins Nichts. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Dieser Radweg führt ins Nichts
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von Verbraucher: 7 Festtags-Pannen – und wer jetzt dafür zahlt: „Plötzlich stand der Baum in Flammen“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Verbraucher: 7 Festtags-Pannen – und wer jetzt dafür zahlt: „Plötzlich stand der Baum in Flammen“
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von Oversize, tailliert, metallic …: Mit Blazer immer top angezogen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Oversize, tailliert, metallic …: Mit Blazer immer top angezogen
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von Großes BILD der FRAU-Umstyling: „Ich liebe meinen neuen Look“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Großes BILD der FRAU-Umstyling: „Ich liebe meinen neuen Look“
Vorheriger Artikel
AKTUELL: Immer mehr Paare schlafen schon getrennt: Schatz, du sch…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Clever: Ein ganzes Heft für Genießer
aus dieser Ausgabe

... machen, essen wir oft jede Menge Zucker, ohne es zu merken. Diese Woche zeige ich Ihnen, wie Sie damit Schluss machen.

Lust auf Süßes ist normal

Übrigens, keiner muss ein schlechtes Gewissen haben: Dass unser Körper auf Süßes steht, ist „natürlich“. Evolutionsbedingt ist er auf „Überleben“ programmiert. Da kommt Naschkram gerade recht, der liefert nämlich schnelle Energie: Zucker jubelt den Blutzucker im Nu hoch, der Körper schüttet große Mengen Insulin aus, um die Power fix in die Zellen zu schleusen – und schon rauscht der Blutzucker wieder in den Keller. SOS! Das Hirn meldet Notstand, wir kriegen Heißhunger, wollen neuen Zucker. Aber da heißt es aufpassen, denn Zucker „füttert“ die schlechten Darmbakterien. Und weil unser Verdauungsapparat Einfluss auf unser ganzes inneres System hat, kann Zuckersucht auf Dauer körperlich und psychisch krank machen.

Versteckten Zucker aufspüren

Es hilft nur eins: Zucker reduzieren. Schokoriegel und Bonbons gehören da zu den offensichtlichen Übeltätern. Es gibt aber auch ein paar Verdächtige, die sich gut tarnen. Ketchup zum Beispiel – nur 1 EL enthält schon 1 ½ Würfelzucker. Und auch Fertiggerichte, Soßen, Fruchtjoghurts und Müsli lieber gut unter die Lupe nehmen. Kleiner Tipp: Zucker versteckt sich oft hinter der Endung „-ose“ in der Zutatenliste.

Süße Alternativen müssen her

Es gibt zum Glück durchaus gute Arten zu süßen: Ich verwende gern kristalline Reissüße und Kokosblütenzucker (gibt’s im Reformhaus oder Bioladen), die haben eine geringere Blutzuckerwirkung und liefern mehr Vitamine und Mineralstoffe als Haushaltszucker. Trotzdem auch hier bitte sparsam sein. Die Geschmacksnerven müssen nämlich auf Entzug, also von der extremen Süße entwöhnt werden. Aus diesem Grund bin ich auch kein Fan von Süßstoffen: Die sind um ein Hundertfaches süßer als Zucker und stellen – auch fast ohne Kalorien – die Geschmacksnerven auf permanenten Süßhunger ein.

Hilfe kommt auch aus der herzhaften Küche

Auch ein Mangel an Magnesium und Chrom kann den Zuckerhunger steigern. Darum regelmäßig Spinat, Käse, Fleisch, Bohnen oder Nüsse essen – das sind gute Quellen für diese Nährstoffe. Wenn Sie dazu viele Lebensmittel kombinieren, für die der Körper nur wenig und langsam Insulin bereitstellen muss – etwa Pilze, frische Kräuter, Äpfel, Oliven, Sauerkraut – halten Sie den Heißhunger gut in Schach. Zum Schluss aber noch das Wichtigste: Lassen Sie sich nicht stressen, liebe Leserinnen und Leser! Dann neigen wir nämlich erst recht dazu, süß zu essen. Ich will Ihnen hier also nichts „verordnen“ – sondern nur einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Und damit der Anfang leichter fällt, habe ich ein paar leckere Ideen zum Ausprobieren mitgebracht.

FLECKcheck

Die Bundesregierung lässt gerade einen neuen Zucker-Ersatz entwickeln – in 3 Jahren soll er marktreif sein. Dazu unsere Top-Expertin:

1. Was ist Allulose?
Handelsüblicher Zucker wird mehrfach aufgespalten und so ein neuer, kalorienarmer Zucker gewonnen – Allulose.

2. Weniger Kalorien – also auch gesünder?
Allulose hat schon Vorteile: Sie verursacht einen geringeren Blutzuckerreiz. Dabei ähnelt sie in Geschmack, Konsistenz und Mundgefühl herkömmlichem Zucker.

3. Klingt perfekt – gibt es einen Haken?
Ja. Bisher ist nicht erforscht, wie sich Allulose auf die guten Darmbakterien auswirkt – da besteht noch Nachholbedarf. Und grundsätzlich trainiert auch diese Zuckerart den Geschmacksnerv auf süß und sollte deshalb sparsam eingesetzt werden.

Milchreis mit Fruchtsalat

Zutaten (für 4 Personen)

750 ml ungesüßter Mandeldrink (oder Milch) • 1 Prise Salz • 1 EL Kokosblütenzucker • 150 g Milchreis • 1 kleine Mango • 1/4 Papaya • 1 Birne • abgeriebene Schale und Saft von 1 Bio-Limette • 2 EL Granatapfelkerne • gehackte Nüsse und Minze zum Bestreuen

1Mandeldrink mit Salz in einem Topf aufkochen. 1 EL Kokosblütenzucker und Milchreis zugeben. Unter Rühren aufkochen und bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten quellen lassen. Vom Herd ziehen und unter gelegentlichem Rühren auskühlen lassen.

2Früchte in der Zwischenzeit schälen, Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden oder würfeln. Mit Limettenschale und -saft, Granatapfelkernen und 1 EL Zucker mischen.

3Fruchtsalat auf dem Milchreis anrichten. Mit gehackten Nüssen und Minze bestreuen.

Zubereitung: ca. 45 Min.
Pro Portion: ca. 370 kcal, 10 g F, 58 g KH, 10 g E.

Pudding mit Blutorangen-Kompott

Zutaten (für 4 Personen)

• 5 Blatt Gelatine • 150 g Schlagsahne • 500 ml Milch • Mark von 1 Vanilleschote • 5 EL kristalline Reissüße • 3 Blutorangen (ersatzweise normale Orangen) • 1 Stiel Thymian

1Für den Pudding Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Schlagsahne in der Zwischenzeit steif schlagen.

2Milch mit Vanillemark und 3 EL Reissüße in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, vom Herd nehmen. Gelatine ausdrücken und in die heiße, aber nicht mehr kochende Milch rühren. Eine Schüssel mit Eiswürfeln füllen. Topf hineinsetzen und die Milchmischung mit einem Holzlöffel 15–20 Minuten rühren, bis die Masse zu gelieren beginnt. Sahne unterheben. Creme in Dessertgläser füllen und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen.

3Blutorangen dick schälen, sodass die weiße Haut entfernt wird. Orangen in Würfel schneiden, dabei den austretenden Saft auffangen. Orangenwürfel, -saft und 2 EL Reissüße mit Thymian ca. 15 Minuten köcheln. Abkühlen lassen. Pudding mit Kompott anrichten.

Zubereitung: ca. 1 Std. o. Wartezeit.
Pro Portion: ca. 290 kcal, 16 g F, 26 g KH, 10 g E.

Apfel-Beeren-Crumble

Zutaten (für 4 Personen)

• 4 kleine Äpfel • 200 g gemischte TK-Beeren (aufgetaut und abgetropft) • Saft von 1 Zitrone • 4 EL Kokosblütenzucker • 140 g Weizenvollkornmehl • 20 g zarte Haferflocken • 100 g Butter • 2 Prisen Meersalz

1Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Mit Beeren, Zitronensaft und 2 EL Kokosblütenzucker mischen. Mischung in eine große oder vier kleine Auflaufformen geben.

2Für die Streusel Vollkornmehl, Haferflocken, Butter in Stückchen, 2 EL Kokosblütenzucker und Meersalz krümelig verkneten. Streusel auf den Äpfeln verteilen.

3Crumble im vorgeheizten Backofen(E-Herd: 180 °C, Umluft: 160 °C, Gas: Stufe 2) ca. 25 Minuten backen. Vor dem Servieren ca. 5 Minuten abkühlen lassen.

Zubereitung: ca. 45 Min.
Pro Portion: ca. 430 kcal, 23 g F, 50 g KH, 6 g E.

Doc Fleck auf facebook:www.facebook.com/DrAnneFleck