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Doc Fleck: Zu viel gefeiert? Rote Zwiebeln helfen beim Entgiften


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 28.02.2019

Brummschädel, Magengrimmen, Katerstimmung? Das geht gerade jetzt in der Karnevalszeit vielen so. Dieses heimische Superfood bringt den Körper wieder in Balance


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 10/2019

Doc Fleck

Doc Fleck auf facebook: www.facebook.com/DrAnneFleck

Liebe Leserinnen, so ein Netz Zwiebeln hat man doch eigentlich immer im Haus. Gut! Denn die würzigen Knollen sind wahre Wunderwaffen für unsere Gesundheit. Das gilt für alle Sorten. Ich greife aber am liebsten bei den roten Zwiebeln zu – da stecken nämlich die meisten guten Nährstoffe drin.

Schadstoffe werden schneller abgebaut

Ausgerechnet die Schwefelverbindungen, die uns beim Schnippeln ...

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... zum Weinen bringen, sind das Detox-Wunder in der roten Zwiebel. Sie wirken im Körper antibakteriell und fördern die Fettverbrennung. Und wer auf der Karnevalsfeier ein Gläschen zu viel hatte, kann seine Leber mit roten Zwiebeln sogar auf ganz natürliche Weise beim Entgiften unterstützen.

Antioxidantien schützen die Zellen

Zwiebeln sind prall gefüllt mit Antioxidantien, die freie Radikale abfangen und so unsere Zellen schützen. Sogenanntes Quercetin etwa wirkt im Körper antientzündlich, reguliert Blutdruck und Cholesterin. Das Tolle: Es ist hitzestabil. Selbst wenn Sie keine rohen Zwiebeln mögen (sie also lieber dünsten), profitieren Sie von der Fitwirkung. Studien beweisen auch, dass Anthocyane auf natürliche Weise vor Krebs schützen: Das sind Farbstoffe, die vor allem in roten und violetten Lebensmitteln stecken. In Kirschen, Trauben, Auberginen – und eben roten Zwiebeln.

Vitamin C wehrt Frühlingsinfekte ab

Auch wenn der Winter sich langsam verabschiedet: Eine richtig böse Erkältung kann uns gerade in der Übergangszeit noch erwischen. Auch davor schützen Zwiebeln. Die Immunkombi aus Vitamin C und Fruktanen – das sind die Kohlenhydrate, die in Zwiebeln stecken – bildet einen natürlichen Schutzschild gegen Infekte. Zusätzlich punkten die Knollen mit BVitaminen und Kalium, was sich positiv auf Haut, Haare und Nerven auswirkt.
Und was hilft nun gegen die tränenden Augen? Ein richtig scharfes Messer, sagen die einen. Die Zwiebeln vorher in den Kühlschrank zu legen oder ein Streichholz in den Mund zu nehmen, die anderen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – bei mir hat nichts davon so richtig gewirkt. Ich denke beim Schnippeln einfach daran, wie gut mir die kleine Rote tut. Das tröstet!

Eine Frage, Doc Fleck …

Kann ich Zwiebeln noch essen, wenn sie keimen?
Ja, das können Sie ohne Bedenken. Anders als bei Kartoffeln entstehen keine gesundheitsschädlichen Stoffe, wenn Zwiebeln austreiben. Nach zu langer Lagerung werden die Knollen allerdings weich und büßen an Nährstoffen ein. Deshalb trotzdem lieber frisch verwenden.

Zwiebelkonfitüre mit Rosmarin

Zutaten (für 3 Gläser, à ca. 250 ml)

• 500 g rote Zwiebeln • 2 Rosmarinzweige • 2 EL Öl • 1–2 EL Honig • 250 ml trockener Rotwein • ca. 70 ml heller Balsamico-Essig • Salz, Pfeffer • je 1 Messerspitze Nelkenpulver und Pimentpulver

1 Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Rosmarinnadeln von den Zweigen streifen und fein hacken.

2 Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln darin unter Rühren glasig und weich dünsten. Rosmarin, Honig, Rotwein und Balsamico-Essig zugeben, Gewürze unterrühren. Alles offen ca. 45 Minuten sanft einköcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren und bei Bedarf noch etwas Wasser angießen.

3 Zwiebelmarmelade mit Salz, Pfeffer und eventuell noch etwas Balsamico abschmecken, in saubere Bügelgläser füllen, verschließen und abkühlen lassen. Ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert ist die Marmelade ca. 2 Wochen haltbar. Nach dem Öffnen innerhalb von 4–5 Tagen verbrauchen.

Zubereitung: ca. 1 Std.
Pro 100 ml: ca. 75 kcal, 3 g F, 19 g KH, 1 g E.

Scharfes Zwiebel-Rindfleisch

Zutaten (für 4 Personen)

• 1 kg Rinder-Flanksteak (ersatzweise Hüftsteak)
• 3 EL Maisstärke
• 2 rote Zwiebeln
• 3 Knoblauchzehen
• ca. 3 cm Ingwer
• 1 rote Chilischote
• 2 EL Öl
• 250 ml Fleischbrühe
• 5 EL dunkle Sojasoße
• Pfeffer
• 2–3 EL Kokosblütenzucker
• 1 EL Limettensaft
• ½ TL Chiliflocken
• 3–4 Lauchzwiebeln

1 Steak trocken tupfen und in ca. 3 cm große Würfel schneiden. In 2 EL Maisstärke wenden, überschüssige Stärke abklopfen. Zwiebeln in Spalten schneiden. Knoblauch hacken. Ingwer und Chili fein würfeln.

2 Öl im Wok oder in einer Pfanne erhitzen. Rindfleischwürfel darin portionsweise anbraten, dann wieder herausnehmen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili im Bratfett unter Rühren anbraten. Mit Brühe und Sojasoße ablöschen. Pfeffer, Kokosblütenzucker, Limettensaft und Chiliflocken unterrühren, etwas einköcheln lassen. Fleisch wieder zugeben und zugedeckt ca. 10 Minuten köcheln, bis es gar ist.

3 Übrigen 1 EL Maisstärke mit wenig kaltem Wasser anrühren, zum Fleisch geben und alles noch kurz köcheln lassen, bis die Soße angedickt ist.

4 Lauchzwiebeln inzwischen schräg in Ringe schneiden. Fleisch vor dem Servieren damit bestreuen. Nach Belieben mit etwas Reis servieren.

Zubereitung: ca. 30 Min.
Pro Portion: ca. 470 kcal, 17 g F, 19 g KH, 59 g E.

Fisch-Gemüse-Burger im Salatblatt

Zutaten (für 4 Personen)

• 2 EL Haferflocken • 60 ml warme Milch • 1 Süßkartoffel • Salz • 1 kleine lila Möhre • 2 rote Zwiebeln • 1 kleine Zucchini • 400 g helles Fischfilet (z. B. Seelachs oder Kabeljau) • 3 EL fein gehackte Petersilie • Pfeffer • Cayennepfeffer • 1 große Fleischtomate • 8 große Blätter Eisbergsalat • 3 EL Öl • Petersilie zum Garnieren • 200 g griechischer Joghurt • 1 TL abgeriebene Bio-Limettenschale • 1–2 Spritzer Limettensaft

1 Haferflocken ca. 10 Minuten in der Milch einweichen. Süßkartoffel in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in Salzwasser 8–10 Minuten kochen, anschließend abtropfen und abkühlen lassen.

2 Möhre, 1 Zwiebel und Zucchini raspeln. Fischfilet hacken und in eine Schüssel geben. Zwiebel- und Gemüseraspel, 2 EL Petersilie, Salz, Pfeffer, 1 Prise Cayennepfeffer und Haferflocken zugeben. Alles zu einer formbaren Masse verarbeiten und ca. 30 Minuten kalt stellen.

3 Joghurt mit Limettenschale und -saft, Salz, Pfeffer und 1 EL Petersilie glatt rühren (für eine etwas dünnere Konsistenz evtl. wenig Mineralwasser untermixen).

4 Tomate und 1 Zwiebel in Scheiben schneiden. 1 EL Öl erhitzen. Süßkartoffeln darin ca. 10 Minuten braten. Aus der Fischmasse 4 Bratlinge formen und in 2 EL heißem Öl pro Seite 4–6 Minuten braten. 4 Salatblätter mit Fischfrikadellen belegen. Tomaten- und Zwiebelscheiben, Süßkartoffeln und Soße darauf verteilen. Mit Petersilie garnieren und mit je 1 Salatblatt abschließen.

Zubereitung: ca. 45 Min. o. Wartezeit.
Pro Portion: ca. 355 kcal, 15 g F, 31 g KH, 23 g E.


Fotos: Ulrike Schacht, Stockfood (3)