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DOCMA AKADEMIE: Das Buch-Modul in Lightroom


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 04.03.2020

Das Lightroom-Modul „Buch” ist mittlerweile sehr ausgereift und bietet ebenso elegante wie schlichte Standardvorlagen. Wem das nicht reicht, der kann auch eigene Benutzervorlagen gestalten. Wie das genau funktioniert, erklärt Matthias Matthai.


Artikelbild für den Artikel "DOCMA AKADEMIE: Das Buch-Modul in Lightroom" aus der Ausgabe 2/2020 von DOCMA. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 2/2020

Neben Urlaubsfotos und Kinderbildern sind Hochzeitsaufnahmen wahrscheinlich der häufigste Anlass, sich über die Gestaltung eines Fotobuchs Gedanken zu machen. Die mittlerweile fast unüberschaubare Anzahl an Fotobuchanwendungen lässt schnell vergessen, dass es auch direkt in Lightroom die Möglichkeit zur Buchgestaltung gibt. Adobe ist daran vielleicht nicht ganz ...

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... unschuldig. Zum einen gefällt nicht jedem die integrierte Verknüpfung zum Dienstleister „Blurb”, und zum anderen hat Adobe das Buch-Modul längere Zeit nicht weiterentwickelt. Beide Gründe sind nun Geschichte. Es gibt die Möglichkeit, Benutzervorlagen anzulegen, der Funktionsumfang der Hilfslinien ist erweitert worden und Zellen lassen sich jetzt skalieren und verschieben. Der Export eines Fotobuchs als PDF oder als JPEG ermöglicht die freie Wahl des Dienstleisters. Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung: Die in Lightroom verfügbaren Buchgrößen bleiben auf die Formate von „Blurb” zugeschnitten. In den meisten Fällen findet man aber das richtige Seitenverhältnis und muss dann nur die Dateiauflösung für das spätere Wunschformat entsprechend anpassen. Spezielle Fotobuch-Software kämpft oft mit dem Spagat zwischen Bedienbarkeit und Funktionsumfang. Lightroom hat es hier leichter, seine Stärken auszuspielen, da die Buchproduktion nur ein funktionales Anhängsel ist. Soll während der Gestaltung das eine oder andere Bild noch korrigiert werden, funktioniert ein Wechsel in das Entwickeln-Modul und danach wieder zurück zum Buch-Modul schnell und einfach.

RAW-DATEN IN FOTOBÜCHERN

Ein Alleinstellungsmerkmal von Lightroom ist die Möglichkeit, Raw-Daten bei der Fotobuchgestaltung zu verwenden.
Trotzdem gilt, unabhängig vom Bildformat, in dem ein Fotobuch gestaltet wird, dass die Dienstleister für ihre Belichterund Druckmaschinen am Ende immer ein JPEG mit einer Auflösung von zur Zeit 300 bis 400ppi erzeugen. Der Grund hierfür sind geringere Zeiten für die Datenübertragung, eine schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeit in der Produktion – und natürlich muss auch weniger Speicherplatz vorgehalten werden.
Für die Datenübertragung werden die Bilddaten von der Fotobuchsoftware auf die am Ende im Buch benötigte Bildgröße skaliert. Meist erfolgt auch die Umwandlung des Farbraums in sRGB. Einfluss auf die Komprimierungsstärke hat man dort nicht. Anders in Lightroom, wo sie für den Export eingestellt werden können.
Die zwangsweise Umwandlung der fertigen Fotobücher in das JPEG-Format vor dem Druck führt zu der Frage, warum überhaupt die Möglichkeit der RAW-Daten in Lightroom genutzt werden soll? Es scheint sinnlos, die verfügbaren Raw-Daten aus Lightroom als JPEG zu exportieren, nur um diese für ein Fotobuch wieder zu importieren.
Bei größeren Buchprojekten oder hochauflösenden Raw-Dateien kann es bei der Verarbeitung und beim Hochladen zu Fehlern kommen, die dazu führen, dass Buchseiten leer bleiben. Überprüfen Sie deshalb besonders beim Einsatz von Raw-Dateien in jedem Fall die Ergebnisse sehr genau.

Grundeinstellungen und Autolayout

01 Sammlung anlegen

Im Panel »Sammlungen« legen Sie eine neue Sammlung an (a), der Sie die Bilder, mit denen Sie layouten wollen, per Drag & Drop hinzufügen. Alternative: Bilder mit der Tastenkombination »Shift+B« der Schnellsammlung zuordnen (b) und die Schnellsammlung über das Kontextmenü (rechte Maustaste) als Sammlung speichern (c). Ihre Sammlung klicken Sie an, bevor Sie in das Modul »Buch« von Lightroom wechseln.

02 Grundeinstellungen »Buch«

Im Bedienfeld »Bucheinstellungen« (a) nehmen Sie die Formateinstellungen vor, in diesem Fall für ein PDF. Bestätigen Sie die Meldung zur Layoutänderung (b). Beim Anlegen eines PDFs ist es besser, »Kein Einband« (c) auszuwählen und diesen separat zu gestalten. Die JPEG-Qualität sollten Sie auf »100« einstellen. Mit dem Farbraum sRGB und einer Auflösung von 300ppi gehen Sie in jedem Fall auf Nummer sicher.

03 Automatisches Layout

Die einfachste Art sein Buch anzulegen, ist das Auto-Layout. Die Vorgabe »Ein Foto pro Seite« ist eine der drei standardmäßig verfügbaren Optionen (a). Ist die Vorgabe ausgewählt, wenden Sie diese mit einem Klick auf den »Auto-Layout Button« (b) an. Um verschiedene Vorgaben durchzuprobieren, empfiehlt es sich, eine Sammlung mit geringer Bilderanzahl zu nutzen, was Wartezeiten bei der Neuberechnung reduziert.

Fotos: Matthias Matthai

04 Auto-Layout-Vorgaben bearbeiten

Mit der Option »Auto-Layout-Vorgabe bearbeiten…« öffnet sich der dazugehörige Editor. Für die linke und rechte Fotobuchseite können separate Layouts eingestellt werden (a). Das Satzformat der Bilder legt »Fotos zoomen auf:« fest. Wird »Einpassen « ausgewählt, platziert die Automatik die Fotos ohne Beschnitt (b). Soll das Format der Bilder an das Layout angepasst werden, übernimmt das die Option »Auffüllen« (c).

Manuelle Layouts

05 Manuelles Layout auswählen

Der Pfeilbutton (a) öffnet das Dialogfeld »Seite hinzufügen «, in dem die Layoutvorlagen themenbezogen gruppiert sind. Mit einem Klick wählen Sie das gewünschte Layout aus (b). Das kleine runde Feld oben rechts in der Layout-Miniatur ist eine Schaltfläche, die das Layout zu den Favoriten hinzufügt (c). Das Kontextmenü hat an dieser Stelle dieselbe Funktion (d).

06 Zwei Fotos mit Text

Bei den Lightroom-Vorlagen – bis einschließlich »4 Fotos« – gibt es jeweils Varianten, bei denen bereits Textzellen auf der Seite platziert sind. Für eine bessere Erkennbarkeit enthalten diese nach dem Einfügen Blindtext. Die Textfelder können Sie nicht nur editieren, sondern auch nach Belieben skalieren oder nach Ihren Vorstellungen formatieren.

07 Stories

Wenn es um das rein visuelle Erzählen von Geschichten geht, kommen die textfreien Vorlagen zum Einsatz. Die gewünschten Bilder werden aus dem Filmstreifen unten per Drag & Drop platziert (a). Im Filmstreifen ist auch ablesbar, wie oft ein Bild bereits verwendet wurde (b). Für die individuelle Gestaltung können Bilder frei positioniert, gezoomt (c) und mit einer »Füllung« oder »Fotorandfarbe« (d) versehen werden.

08 Hochzeitslayouts

Bei den Layoutvorgaben gibt es spezielle Themen wie zum Beispiel die Rubrik »Hochzeitslayouts«. An sich eine nette Idee, allerdings sind diese Layouts für Hochzeiten nicht mehr geeignet als die anderen Vorgaben auch. Hier sollte man die Anregungen der Programmier getrost ignorieren. Wer die klassischen Hochzeitsschnörkel mag, der findet bei der Verwendung von Hintergrundgrafiken (Schritt 9) mehr Möglichkeiten.

Kreative Elemente

09 Layout mit Hintergrundgrafik

Zur Gestaltung von Fotobuchseiten, lässt sich im Abschnitt »Hintergrund« ein fotografischer, ein farbiger oder ein grafischer Hintergrund hinzufügen (a). Für Hochzeiten und Reisen sind bereits Grafiken enthalten. Per Drag & Drop kann man auch ein Bild direkt aus dem Filmstreifen als Hintergrund einsetzen (b). Das kleine Pfeilsymbol rechts neben der Voransicht (c) öffnet eine Palette mit den mitgelieferten Hintergrundgrafiken.

10 Hintergrund-Optionen

Einen eingefügten Hintergrund stellen Sie auf Wunsch in seiner Deckkraft (a) ein und versehen ihn zusätzlich mit einer Hintergrundfarbe. Zum Einfügen einer »Hintergrundfarbe« aktivieren Sie die dazugehörige Checkbox (b). Ein Klick auf das Farbfeld (c) öffnet einen Farbwähler (d) zur Farbauswahl. Wird nur ein farbiger Hintergrund gewünscht, deaktiviert die Checkbox »Grafik« (e) die Verwendung von Fotos oder Grafiken im Hintergrund.

11 Kreative Layouts

Vorhandene Layouts lassen sich beliebig anpassen. Einzelne Zellen können Sie löschen (a), mit Hilfe der Anfasser in der Größe skalieren (b) oder verschieben (c). Beim Verschieben und Skalieren blendet Lightroom auf Wunsch magnetische Hilfslinien für eine bessere Positionierung ein (d). Die Optionen für »Füllung« und »Fotorandfarbe« (e) sind genauso verfügbar wie die Möglichkeit zur Texteingabe mit »Fototext hinzufügen« (f).

12 Füllungen und Fotorandfarbe

Mit der Funktion »Füllung« positionieren Sie Bilder in Zellen individuell. Um Füllungen nicht an allen Seiten eines Bildes gleichmäßig anzuwenden, klicken Sie auf das Dreieck (a) direkt unter dem Abschnitt »Zelle«. Nach dem Deaktivieren der Checkbox »Alle verknüpfen« (b) kann jede einzelne Seite der Zelle mit einer individuellen Füllung (c) versehen werden. Die gewünschte Fotorandfarbe wird wieder mit dem Farbwähler (d) eingestellt.

Textelemente hinzufügen

13 Fotos beschriften mit »Fototext«

»Fototext« kann mit den Buttons »Oben« (a), »Drüber« (b) und »Unten« (c) mit einem einstellbaren Versatz (d) positioniert werden. Die Checkbox »An Foto ausrichten« sorgt dafür, den Textanfang beim Skalieren oder dem Anwenden einer Füllung immer linksbündig am Bildrand auszurichten. Zusätzlich sind Beschriftungsvorgaben auf Basis der Metadaten unter »Text« verfügbar (eigene können Sie mit »Bearbeiten« hinzufügen).

14 Fototext mit Metadaten

Unter dem Abschnitt »Text« (a) sowie bei dem Dreieck im Textfeld (b) verbergen sich die Standardvorgaben, um Metadaten des Bildes als Beschriftung zu verwenden. Die Option »Bearbeiten« (c) öffnet den Textvorlagen-Editor (d), der auch das Einfügen der IPTC-Daten als »Fototext« ermöglicht. Die Benutzung ist identisch mit dem »Dateinamenvorlagen-Editor« im »Bibliothek«-Modul für das Umbenennen von Fotos.

15 Seitentext

Das Standardtextfeld für eine Fotobuchseite ist der »Seitentext« (a). Die Ausrichtung erfolgt immer an den Seitenrändern (b) und kann nicht geändert werden. Es lässt sich nur festlegen, ob der einstellbare »Versatz« von »Oben« oder »Unten« erfolgen soll (c). Eine Formatierung des Textes ist natürlich möglich. Bei Bedarf kann man sie auch für einzelne Zeilen unterschiedlich vornehmen (d).

16 Text formatieren

Textfelder können beliebig groß sein. Die nötigen Textformatierungen nehmen Sie im Panel »Schrift« (a) vor. Neben den Standardeinstellungen wie Schriftgröße und Schriftart, der Laufweite und dem Zeilenabstand ist es möglich, mehrere Spalten anzulegen (b). Für die Schrifteinstellungen gibt es sogar die Funktion der Zielkorrektur, bei der man nur auf den Text klickt, um die Schriftattribute zu ändern (c).

Individuelle Fotobuchseiten

17 Zellen hinzufügen und entfernen

Zum Anpassen vorhandener Fotobuchseiten lassen sich Zellen entfernen oder hinzufügen. In beiden Fällen geht das mit dem Kontextmenü der rechten Maustaste (a). Das Hinzufügen einer Zelle ist an einer beliebigen Stelle der Seite möglich. Um Zellen zu löschen, müssen Sie diese zuvor ausgewählt haben (b). Mithilfe des rechteckigen Anfassers in der Mitte einer Zelle (c) positionieren Sie diese nach eigenen Wünschen.

18 Eigene Seiten mit Benutzervorlagen

Eigene Seiten können Sie aus einer beliebigen Vorgabe selbst gestalten. In unserem Fall dient als Beispiel eine Vorgabe für vier Fotos (a). Die linke untere Zelle wird entfernt (b) und die Zelle rechts daneben (c) mit den seitlichen Anfassern (d) auf die gewünschte Größe skaliert. Speichert man sein eigenes Layout als »Benutzerseite«, ist diese für zukünftige Fotobücher unter den Vorgaben verfügbar (e).

19 Raster und Hilfslinien

Die Hilfslinien und das Raster werden im fertigen Buch natürlich nicht mitgedruckt. Hilfslinien richten sich gemäß der Einstellung »Rasterausrichtung« (a) automatisch am Raster (b) oder an den Zellen (c) aus. Da die mitgelieferten Vorgaben nur in Größe und Ausrichtung an das Seitenraster angepasst sind, müssen Sie immer im Einzelfall entscheiden, welche »Rasterausrichtung « im jeweiligen Fall sinnvoll ist.

20 Export / Upload

Erfolgt der Export direkt an Blurb, müssen Sie spätestens jetzt einen Einband gestalten. Bei einem Export als PDF oder JPEG (a) haben wir uns zu Beginn für die separate Einbandgestaltung entschieden (individuelle Anbietervorgaben). Für den Versand an Blurb benötigen Sie ein Kundenkonto (b), beim Export als PDF- oder JPEG-Datei müssen Sie beim Export lediglich den gewünschten Speicherort angeben. (ck)