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DOCMA-RAW-SYSTEM: Vier Jahreszeiten


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 04.12.2019

Die neue Version unseres DOCMA-Raw- Systems stellt Ihnen vier weitere Profil- Vorgaben zur Verfügung, die an die Farbwelten der Jahreszeiten angelehnt sind.Olaf Giermann zeigt Ihnen einige Anwendungsbeispiele.


Artikelbild für den Artikel "DOCMA-RAW-SYSTEM: Vier Jahreszeiten" aus der Ausgabe 1/2020 von DOCMA. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 1/2020

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Das DOCMA-Raw-System 3 und die Denkweise dahinter haben wir Ihnen in Heft 86 ausführlich vorgestellt. Nutzen Sie zur Installation den Dateibrowser Ihres Betriebssystems. Öffnen Sie die rechts angegebenen Pfade (a) und löschen Sie gegebenenfalls vorhandene ältere DOCMA-Ordner. Entpacken Sie die heruntergeladene ZIP-Datei in den Ordner „Settings”. Sie installieren dadurch sowohl ...

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Das DOCMA-Raw-System 3 und die Denkweise dahinter haben wir Ihnen in Heft 86 ausführlich vorgestellt. Nutzen Sie zur Installation den Dateibrowser Ihres Betriebssystems. Öffnen Sie die rechts angegebenen Pfade (a) und löschen Sie gegebenenfalls vorhandene ältere DOCMA-Ordner. Entpacken Sie die heruntergeladene ZIP-Datei in den Ordner „Settings”. Sie installieren dadurch sowohl das alte DOCMA-Raw- System 2 als auch die neueste Version inklusive der zugehörigen Profile (b). In Lightroom (Cloud-Version) laden Sie zur Installation die ZIP-Datei über»Datei > Profile und Vorgaben importieren « .

Nach einem Neustart von Lightroom oder Camera Raw stehen Ihnen die neuen Profile und Presets im Profilbrowser und bei den Vorgaben (c) zur Verfügung.

LADEN SIE SICH DAS NEUESTE RAW-SYSTEM UNTER DIESEM LINK HERUNTER: www.docma.info/21742


a


b


c


Jahreszeiten-Vorgaben? Über Vorgaben und ihre Bezeichnungen

Die Bezeichnung einer Vorgabe sollten Sie nicht wörtlich nehmen, denn oft trägt Sie nur einen wohlklingenden Namen, der den Verkauf der Vorgabe fördern soll. „Moody” (zu deutsch: „düster/stimmungsvoll”) ist dabei ein sehr häufig verwendetes, aber wenig aussagekräftiges Schlagwort – da es inzwischen fast schon jeden denkbaren Bildstil beschreibt.

Meine hier als „Frühling”, „ Sommer”, „Herbst” und „Winter” bezeichneten „Jahreszeiten”-Presets sollten Sie genauso wenig wörtlich nehmen. Falls Sie das erwartet haben sollten: Das Anwenden der Vorgabe allein versetzt kein Foto glaubhaft in die entsprechende Saison.

Aber ihre Bezeichnung ist eine praktische Merkhilfe für die Wirkung der Presets: Die auflebende Vegetation wirkt im Frühling frisch und knackig. Im Sommer zeigt sie durch das akkumulierte Chlorophyll ein dunkleres, sattes Grün – und Sonne und Hitze sorgen für wärmere Farbeindrücke.

Der Herbst liefert ein variantenreiches Farbgewitter und reduziert außerhalb von immergrünen Nadelwäldern die Grüntöne. Im Winter gibt es kaum gesättigte Farben, und Blautöne dominieren – vor allem durch die Reflexion des Himmels in die dann weitgehend farblose Natur. Blau assoziieren wir zudem vor allem mit Kälte.

So viele Gedanken müssen Sie sich aber bei unseren Vorgaben auch gar nicht machen. Probieren Sie einfach aus, wie sie auf ein Bild wirken.

Look-Up-Tabellen installieren

In Photoshop sollten Sie häufig genutzte LUT-Vorgaben installieren, damit Sie nicht jedes Mal durch die Ordnerhierarchien hangeln müssen, um eine LUT zu laden. Nach der Installation und einem Photoshop-Neustart finden Sie die LUT-Dateien im Menü neben»3DLUT-Datei« in den»Eigenschaften « der»Color Lookup« -Einstellungsebene (a). Sie brauchen zum Anwenden einer LUT dann also nur noch zwei Klicks: einen zum Anlegen der Einstellungsebene und einen weiteren zum Auswählen der Vorgabe. Zum Installieren kopieren Sie die CUBE- Dateien in den Ordner „3DLUTs” (b), den Sie im Programme-Ordner unter „Adobe Photoshop > Presets” finden und starten Photoshop neu. Die Korrektur»Color Lookup« steht Ihnen in Versionen ab Photoshop CS6 und höher zur Verfügung.

In Affinity Photo können Sie LUT-Vorgaben nicht auf diese Weise installieren und verfügbar machen. Am besten sammeln Sie Ihre Vorgaben in einem zentralen Ordner, den Sie schnell aufrufen können.

Das Profil „Frühling”

Diese Vorgabe lässt alle Farben frischer und leuchtender erscheinen. Sie erhöht die Sättigung und die Helligkeit vor allem bei den Gelb- und Grüntönen. Blau wird ein wenig in Richtung Cyan verschoben.

Beispiel 1

In Landschaftsaufnahmen mit viel Grün und Himmelblau funktioniert dieses Profil hervorragend. Beachten Sie, dass bei kräftiger Anwendung die Rot- und Cyantöne sehr intensiv werden. Wenn Sie den»Camera Raw-Filter« auf eine Ebene anwenden, können Sie die Effekte per Maske selektiv reduzieren.

Beispiel 2

Bei Fotos mit bereits sehr gesättigten Farben und bei Menschen im Bild ist Vorsicht geboten. Wenden Sie das Profil in diesen Fällen nur mit geringer»Stärke« an. Gesättigte Farben überstrahlen sonst, und Hauttöne wirken „verbrannt”. Eine Lösung wäre wie im ersten Beispiel das selektive Anwenden des Effekts.

Das Profil „Sommer”

Mit diesem Profil intensivieren Sie die Grüntöne – Gelbtöne werden in Richtung Grün verschoben, um den Effekt zu verstärken. Das Bild wird durch eine leichte Orange-Tonung auch etwas wärmer.

Beispiel 1

Das Sommer-Profil ist das subtilste im „Vier-Jahreszeiten-Set”. Bei Anwendung mit hoher»Stärke« müssen Sie vor allem auf blaue Bereiche im Bild achten, wie etwa im Himmel, der durch die Verschiebung der Cyantöne zum Blau hin lila wirken kann.

Beispiel 2

Bei Hauttönen ist dieses Profil recht unproblematisch. Die Anwendung mit maximaler»Stärke« ist jedoch nicht empfehlenswert, da durch die deutliche Sättigungserhöhung die Zeichnung stark verringert wird.

Das Profil „Herbst”

Grün- und Gelbtöne werden hier in Richtung Rot verschoben. In der Regel wenden Sie dieses Profil nur mit geringer Stärke an. Bei 200 % Stärke erzielen Sie unwirkliche, aber interessante Effekte.

Beispiel 1

Die Rotverschiebung von Gelb- und Grüntönen lässt jegliche Vegetation herbstlicher erscheinen. Bei maximaler»Stärke« werden Gelb- und Grüntöne rot eingefärbt. Als spezieller Effekt ist das für das eine oder andere Motiv sicherlich interessant.

Beispiel 2

Da durch das „Herbst”-Profil ausschließlich die Gelb- und Grüntöne verändert werden, ist es bei Personen im Bild bis auf die Sättigungserhöhung in den Hauttönen problemlos einsetzbar. Aber auch hier wirkt das Profil am besten und unaufdringlich bei geringer»Stärke« .

Das Profil „Winter”

Diese Vorgabe verwandelt jedes noch so farbenfrohe Foto in eine triste, kühle Szene. Die Sättigung aller Farben wird reduziert, Grün und Gelb abgedunkelt. Das Bild erhält außerdem eine Blautonung.

Beispiel 1

Bei maximaler»Stärke« sehen Sie, wie dieses Profil vorgeht: Es entsättigt die Farben und tönt sie blau. Gelb wird in Richtung Lila verschoben, Magenta in Richtung Cyan. Mit geringeren Werten erzeugen Sie so eine kalte Stimmung im Bild.

Beispiel 2

Außer der Blau-Tonung sehen Sie in diesem Beispiel bei maximaler»Stärke« auch die Farbverschiebungen deutlich: Die roten Lippen erscheinen hier in einem auffällig gesättigten Cyan, das Sie selektiv reduzieren sollten. Bei subtiler Anwendung des Profils ist das aber kein Problem. Probieren Sie es aus!

LOOK-UP-TABELLEN

Neue Profilvorgaben stellen wir Ihnen zukünftig zusätzlich als LUTs zur Verfügung, damit Sie die Looks zum Beispiel auch in Photoshop CS6 und Affinity Photo einsetzen können. Auf den Komfort des Raw-Workflows in Photoshop CC, Lightroom Classic und Lightroom (Cloud-Version) müssen Sie damit jedoch verzichten.

Photoshop CS 6 (und höher):

■ Erzeugen Sie eine Einstellungsebene vom Typ»Color Lookup « und laden Sie eine der CUBEVorgaben, indem Sie auf das Dropdown-Menü des Punktes»3DLUT-Datei« klicken und»3D LUT laden« wählen.

Affinity Photo

■ Legen Sie eine Anpassungsebene vom Typ»LUT« an. Klicken Sie auf»LUT laden« , um die gewünschte Vorgabe auszuwählen.


Foto: Olaf Giermann

Foto: Olaf Giermann

Foto: Halfpoint – Adobe Stock #76895615