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DOKU: EinELEFANT kämpft ums: ÜBERLEBEN


TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 26/2018 vom 14.12.2018

Die Doku „Naledi - Ein Elefantenleben“ erzählt von einem afrikanischen Elefantenbaby, das seine Mutter verliert


Artikelbild für den Artikel "DOKU: EinELEFANT kämpft ums: ÜBERLEBEN" aus der Ausgabe 26/2018 von TV Digital XXL-Ausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 26/2018

Wie alle Elefanten liebt auch Naledi ein kühlendes Bad


DI 25.12.

Naledi – Ein Elefantenleben ARTE 21.45 UHR
DOKU Bewegende Geschichte eines Elefantenwaisen

Wenn es in Botswana kühl wird, bekommt Naledi von den Pflegern eine warme Decke


Naledi ist wie eine Tochter für mich.
WELLINGTON JANA, ELEFANTENPFLEGER


Die Stimmung ist ausgelassen auf der Tierfarm von Abu Camp: Die Elefantendame Kiti hat in einer sternenklaren Nacht endlich ihr lang erwartetes Junges zur Welt gebracht. Die Pfleger taufen das ...

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Die Stimmung ist ausgelassen auf der Tierfarm von Abu Camp: Die Elefantendame Kiti hat in einer sternenklaren Nacht endlich ihr lang erwartetes Junges zur Welt gebracht. Die Pfleger taufen das kleine Weibchen auf den Namen Naledi – der Stern. Abu Camp im Okavangodelta von Botswana ist eine exklusive Safari-Lodge und zugleich Auffangstation für Elefanten, die Hilfe brauchen. Zum Beispiel weil sie als Waisen durch die Savanne irrten oder in Gefangenschaft gequält wurden. In Abu Camp sollen sie so frei wie möglich leben und im Idealfall irgendwann in die Wildnis zurückkehren. Die Tierpfleger kennen viele schreckliche Geschichten. Umso bewegter sind sie angesichts des schönen Ereignisses einer Geburt. „Ich arbeite seit 20 Jahren mit den Elefanten“, sagt der Pfleger Wellington Jana. „Wenn ich Naledi anschaue, sehe ich ein neues Familienmitglied. Sie ist wie eine Tochter für mich.“ Was Jana und die anderen zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen: Naledi stehen schicksalhafte Jahre bevor. Denn sechs Wochen nach ihrer Geburt stirbt ihre Mutter. Naledi wird immer schwächer, nimmt die Ersatzmilch nicht an. Pfleger und Ärzte müssen die Rolle der Mutter übernehmen. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Vom dramatischen Kampf um das Leben des kleinen Elefanten erzählt die Dokumentation „Naledi – Ein Elefantenleben“ (siehe Sendehinweis). Die Doku will aber noch mehr, nämlich den Blick für die Gefährdung der afrikanischen Elefanten schärfen. Naledis Schicksal steht symbolisch für den Überlebenskampf ihrer Artgenossen.
Die Lage ist durchaus dramatisch : „Die Jagd nach Elfenbein stellt eine große Bedrohung für die afrikanischen Elefanten dar“, sagt Daniela Freyer von der Tierschutzorganisation Pro Wildlife. „Etwa 20 000 Elefanten werden jedes Jahr von Wilderern getötet, damit sie ihnen die Stoßzähne rausreißen und das Elfenbein verkaufen können. Das ist eine enorm hohe Zahl. 1989 lebten noch rund 1,2 Millionen Elefanten in Afrika, heute sind es circa 415 000.“ Zwar ist seit 1989 der Handel mit „frischem“ Elfenbein verboten, aber die Gesetzeslage bietet viele Schlupflöcher: „Händler in der EU dürfen mit behördlicher Bescheinigung legal Elfenbein verkaufen, das von vor 1990 stammt. Wenn sie behaupten, ihr Elfenbein sei erstmals vor 1947 eingeführt worden, gilt es als Antiquität und darf sogar ohne Genehmigung verkauft werden. Den Händlern kommt dabei zugute, dass sich das Alter des Elfenbeins nur mit sehr kostspieligen Labormethoden nachweisen lässt und dies so gut wie nie gemacht wird.“
Größter Markt für Elfenbein ist Asien, wo es als Statussymbol gilt. Dort sitzen auch einige der größten Syndikate, die den Handel organisieren. „Die afrikanischen Wilderer sind nur das letzte Glied in der Kette“, sagt Daniela Freyer. „Deshalb bringt es auch nichts, sie einfach alle ins Gefängnis zu stecken. In ärmeren Regionen werden sich immer Menschen finden, die für Geld auf die Jagd nach Elfenbein gehen.“ Freyer hat einen anderen Vorschlag: „Nur ein konsequentes weltweites Verbot des Elfenbeinhandels kann die Elefanten schützen. Ohne Ausnahmen, ohne Schlupflöcher. Erst dann wird die Nachfrage zum Erliegen kommen.“ Zumindest in China ist der Elfenbeinhandel seit 2018 untersagt. „Das war die wichtigste Entscheidung der vergangenen 20 Jahre“, meint die Tierschützerin. In Afrika müssten ebenfalls Maßnahmen ergriffen werden: „Es ist eine komplexe Aufgabe, aber man muss den Menschen, die ihren Lebensunterhalt als Wilderer verdienen, eine Alternative bieten. Wichtig ist auch die Korruptionsbekämpfung. Oft lassen sich Behörden, Polizei und Militär dafür bezahlen, dass sie den illegalen Handel nicht verfolgen. Zusätzlich sollten deutlich mehr Wildhüter eingestellt und Schutzgebiete errichtet werden.“ Schutzgebiete wie Abu Camp, wo die Pf leger sich Tag und Nacht für die kleine Naledi eingesetzt haben. Übrigens mit Erfolg: Naledi ist heute ein quicklebendiges vierjähriges Elefantenmädchen.

Erst nach tagelangen Versuchen nimmt Naledi die Ersatzmilch aus der Flasche der Pfleger an


Naledi ist ein richtig neugieriger Elefant. Hier begutachtet sie die Kamera des Fotografen


Die kleine Naledi liebt es, mit den Pflegern herumzutollen


FOTOS: ALLEN/WILDERNESS SAFARIS, IZAT/BRADBURY/ZDF (4)