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Dollarregen für die Sieger


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Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 08.03.2022

KING OF THE HAMMERS

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Bildquelle: Off Road, Ausgabe 4/2022

Was 2007 mit einer Biertischwette unter einem Dutzend Freunden begann, ist heute mit zig-Tausenden von Besuchern und mehr als 500 teilnehmenden Teams eine der größten Offroad-Veranstaltungen der Welt. Und wohl die einzige, für deren Dauer alljährlich sogar eine provisorische Stadt, das berühmte Hammertown, errichtet wird, komplett mit Straßennamen, über 150 Verkaufsständen, Rennboxen, Jumbotrons für Live-Übertragungen von der Strecke und Live-Musik am Abend. Der King of the Hammers (KOH) ist zu einem wahren Mekka für Autound Offroad-Begeisterte aus aller Welt geworden. Sie pilgern jedes Jahr zum Means Dry Lake in der südkalifornischen Wüste, um acht Tage lang intensive Rennen und Festivitäten auf den und rund um die als „The Hammers“ bekannten Trails zu erleben. Deren Namen – zum Beispiel Sledgehammer, Wrecking Ball, Full of Hate und Hell To Pay – lassen allein schon erahnen ...

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... lassen, was die Teams durchzumachen haben bei dem Versuch, mit ihren Wüsten-Trucks, UTVs, Stock Vehicles und unlimitierten Ultra4-Fahrzeugen (4400) diese berüchtigten Passagen zu bewältigen und die Ziellinie einigermaßen heil zu erreichen. Inspiriert von so viel Heldentum, bringen nicht wenige Event-Besucher ihre eigenen UTVs und Rockcrawling-Buggys mit nach Johnson Valley, um zwischen den verschiedenen Rennen, die im Rahmen des achttägigen KOH stattfinden, auch selbst fahrerisch aktiv zu werden.

Den Auftakt der spektakulären acht Tage bildet die Toyo Desert Challenge, bei der Wüsten-Renntrucks an den Start gehen. Dann folgen die Can-Am UTV Hammers Championship, das Holley Efi Shootout sowie die Every Man Challenge. Das große Finale der King-of-the-Hammers-Woche ist schließlich das Nitto Race of Kings, bei dem die besten vorqualifizierten Fahrer in unlimitierten Fahrzeugen auf der gleichen Kombination aus Wüstengelände und Rockcrawling-Trails gegeneinander um den Sieg fechten wie bei den anderen KOH-Rennen. Viele bewährte Offroad-Haudegen und junge Möchtegerns versuchen es, aber nur wenige schaffen es. In der Vergangenheit lag die Zielankunftsquote sogar häufig unter 50 %. Ein Großteil der eingesetzten Fahrzeuge wird von den Fahrern selbst gebaut, die als Konstrukteure, Ingenieure und Schweißer meist ebenso talentiert sind wie als Pilot oder als Beifahrer. Unter den Renngeräten sieht man Einund Zweisitzer mit Front-oder Heckmotoren, Vollachsen und Einzelradaufhängungen.

TOYO TIRES DESERT CHALLENGE FÜR LIMITIERTE BUGGYS

Diese erste Runde der KOH 2022 stellte Fahrer und Rennwagen gleich mal auf eine knallharte Probe. Frostige Temperaturen, dichter Nebel und eine dicke Staubwolke hingen über dem Johnson Valley, als die Sonne aufging und Hammertown langsam erwachte an Tag der zweitägigen Toyo Tires Desert Challenge. Wer die Mojave-Wüste in Südkalifornien nicht kennt, kann sie sich vermutlich nicht als kalten Ort vorstellen. Ganz anders als der Fahrer eines Polaris UTV, der uns später von Problemen aufgrund nächtlicher Minus-Grade erzählte: „Im Fahrzeug meiner Frau verwenden wir eine spezielle Flüssigkeit im Motor, die in der Nacht vor dem Rennen eingefroren ist. Wir haben versucht, sie aufzutauen, was uns aber vor dem Start nicht mehr gelang. Die Folge war, dass auf der Strecke der Motor überhitzte und die Kopfdichtung platzte."

Das Format der 2022 Desert Challenge war nicht das eines gewöhnlichen Wüsten-Offroad-Rennens. Die Startreihenfolge wurde hier erst am Morgen des Rennens festgelegt, nicht schon einen oder mehrere Tage davor. Der Präsident von Ultra4 Racing und Mastermind des King of the Hammers, Dave Cole, hatte die Idee, das Rennen noch etwas interessanter und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Die Teams mussten zunächst in einem sogenannten „Prolog“ antreten, einem 33-Meilen-Schleifenabschnitt auf der 201-Meilen-Gesamtstrecke, und hatten nur wenige Minuten Zeit, sich für das Hauptrennen vorzubereiten. Die Ergebnisse des Prologs bestimmten dann die allgemeine Startreihenfolge. Außerdem wurde die Prologzeit eines Teilnehmers zu dessen Gesamtzeit im Rennen addiert. Die Strecke war hart. Wayne Matlock, einer der Fahrer, sagte hinterher: „Dave (Cole) hat uns ein bisschen von allem Möglichen zugemutet.“ Und ein anderer bezeichnete sie als „knorrig, anders kann man es nicht nennen". Der tagelange Vorlauf von Buggys, Trucks und UTVs hatte die Etappe in Mitleidenschaft gezogen. Aber die raue, unwegsame Rennstrecke war nicht die einzige Gefahr, mit der man zu kämpfen hatte. Da jeweils zwei Teams nebeneinander starteten, kam es zu einigen gefährlichen Beinahe-Zwischenfällen, als sie den kurzen Startabschnitt verließen und auf die eigentliche Rennstrecke fuhren. Dort begannen sich die Gefahren zu häufen. Überschlagene, kaputte und steckengebliebene Autos waren keine Seltenheit. Mitch Guthrie Jr., der den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegte, berichtete: „Gleich am Start hatten wir einen Buggy, der am Berg feststeckte, und mussten ihn umfahren. Die Strecke war brutal und wurde von Runde zu Runde immer schlechter."

Der Champion der Toyo Tires Desert Challenge for Limited Buggys 2022, Chase Warren, schwebte auf Wolke sieben, als er nach dem Rennen auf dem Podium stand. Er berichtete: „Wir hatten ein Problem, als wir aus Hammertown herauskamen. Ein paar Autos steckten am Heartbreak Hill fest. Zwei Autos überschlugen sich und steckten auf dem Gipfel des Heartbreak fest. Wir mussten die Umgehungsstraße nehmen." Chase behielt aber einen kühlen Kopf und schaffte es raus. „Von da an verlief alles glatt.“

TOYO TIRES DESERT CHALLENGE FÜR UNLIMITIERD TRUCKS UND BUGGYS

Am zweiten Tag der Toyo Tires Desert Challenge 2022 ging fast die Hälfte der T1-, T2-und B1-Rennwagen auf die extrem tückische Rennstrecke, die sich dann als noch viel härter entpuppte, als die Teams ohnehin schon vermutet hatten. Niemand hatte allerdings damit gerechnet, dass so viele Fahrzeuge ausfallen würden, bevor sie das Rennen beenden konnten. Der legendäre Bryce Menzies hat dieses Rennen in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt gewonnen. Sein Fazit nach seinem Qualifikationslauf im Prolog am ersten Morgen der diesjährigen Toyo Tires Desert Challenge: „Ich bin noch nie eine halbe Stunde lang so hart gefahren. Es war intensiv." Er wusste, dass er, wenn er nicht als Erster rauskäme, den größten Teil des Tages in der Staubfahne eines anderen landen würde. Bryce holte sich die Pole Position für die Desert Challenge 2022.

Im Vorfeld des Rennens wurde viel über die Neuauflage des Duells zwischen ihm und Luke McMillin in der T1-Klasse gesprochen. Letzterer hat im Eröffnungsjahr des Toyo Tires Events 2019 Platz eins errungen und wurde 2020 Zweiter in der Gesamtwertung. Es trachtete diesmal nach einem erneuten Sieg, während Bryce einen Dreifacherfolg anvisierte.

Schon auf den ersten Kilometern des Prologs 2022 empfand Luke die Rennstrecke wie einen Schlag in die Magengrube. Er prallte gegen einen Felsen, der vom Staub eines langsameren Konkurrenten verdeckt war, als sich die beiden im Sattel des schon besagten fiesen Hügels namens Heartbreak verhedderten. Es dauerte lange, bis es ihm gelang, seinen Truck zu befreien, und er trug einige Schä-den davon. Aber die Rennleitung entschied, ihm einen Neustart im Prolog zu erlauben. Luke ließ die Peitsche knallen und qualifizierte sich als Vierter in der Startaufstellung.

Das allgemeine Gemetzel begann schon früh und der Heartbreak wurde seinem Namen in diesem Rennen immer wieder gerecht. Terry Householder überschlug sich mit seinem T1, konnte ihn aber später wieder in Gang bringen, während Victor Munoz seinen T2-Special-Truck am „Herzbrecher“ kaputtfuhr. Bryce Menzies und Kyle Jergensen lagen dicht beieinander und führten das Rennen an, gefolgt von einer kleinen Gruppe anderer „heißer Schuhe“. Bryce und sein Beifahrer befanden sich gerade unter dem Truck, als Jergensen ihn überholte. Eine Antriebswelle und eine Verbindungsstange lagen im Sand neben dem Lkw. Das havarierte Team tat, was es konnte, und brachte den Wagen sogar wieder in Gang. Aber es dauerte nicht lange, bis Menzies das Rennen abbrechen musste.

Die raue, felsige Rennstrecke setzte ihr Vernichtungswerk fort. Justin Lofton fiel schon früh mit einem kaputten Getriebe aus. Pecoy war nach etwa der Hälfte des Rennens mit Lenkungsproblemen aus dem Rennen. Cameron Steele wurde bei Kilometer 2 gestoppt, und es sah so aus, als wäre er aus dem Rennen ausgeschieden.

Am Ende der zweiten Runde war Jergensen der erste T1-Fahrer auf der Straße und der erste in der Gesamtzeit. Christopher Polvoorde führte in der T2 und war Zweiter in der Gesamtwertung, Dustin Grabowski Zweiter in der T2-Klasse. In der Klasse B1 führte das Auto mit der Startnummer 103 vor RJ Anderson und Adam Lunn, der auch den Klassensieg holte. Luke McMillin hatte einige Probleme mit einem Drive-by-Wire-System für das Gaspedal. Das Problem wurde zwar behoben und McMillin lag auf dem zweiten T1-Platz. Zu Beginn der dritten und letzten Runde des Rennens lag er jedoch neun Minuten hinter Jergensen.

Luke McMillin wurde Dritter in der Gesamtwertung, Zweiter in T1 und war glücklich, das Rennen beendet zu haben. „Das ist mein 13. Rennen in Folge, bei dem ich auf dem Podium stehe. Ich hatte schon Angst, dass dieses Rennen die Serie unterbrechen würde, aber hier sind wir!“ Zweiter der Gesamtwertung und erster T2-Fahrer im Ziel war der 21-jährige Christopher Polvoorde. „Ich bin überglücklich, Zweiter der Gesamtwertung zu sein. Das war ein Wahnsinnsrennen. Wir erwischten eine Kurve auf der Rückseite der Strecke, gingen hoch und nach links und sahen Himmel, Schmutz, Himmel, Schmutz. Irgendwie sind wir aber dann doch auf allen vier Reifen gelandet. Die letzten 20 Meilen waren nervenaufreibend. Ich zitterte und es fühlte sich an, als hätte es vier Stunden gedauert.“ Die letzte Runde brachte nicht mehr viel, und als die Zielflagge geschwenkt wurde, war es Jergensen, der sie als Erster sah. „Das war ein hartes Rennen für fast alle Teams, aber ich war nie besorgt, nachdem wir die Führung übernommen hatten. Wir hatten einen 10-minütigen Vorsprung und haben dann das Tempo angezogen. Wir haben keine Sekunde verpasst und die Crew war perfekt.“ Kyle Jergensen und sein Beifahrer Shawn Shanks sind die Erstplatzierten der T1 und die Gesamtsieger der Toyo Tires Desert Challenge 2022.

HOLLEY EFI SHOOTOUT

Das Holley EFi Shootout ist wohl genauso actionreich wie der KOH selbst und die Leute kommen schon früh in der Woche nach Hammertown, um dem Spektakel hautnah beizuwohnen. Am Montagabend wetteiferten die unterschiedlichsten Fahrzeuge, von selbstgebauten Buggys bis hin zu PS-starken Rock Bouncern der Southern Rock Racing Series (SRRS), um die schnellste Zeit auf einem riesigen vertikalen Felsvorsprung. Ursprünglich war das Shootout ein improvisiertes Treffen am Backdoor-Hindernis, doch in diesem Jahr wurde es auf der Qualifikationsstrecke ausgetragen, um sicherzustellen, dass es keinen schlechten Platz gibt. Es gab Stadionbeleuchtung und Ansager für die Tausenden von Zuschauern, die den Fahrern zujubelten und sie anfeuerten.

CAN-AM UTV HAMMERS CHAMPIONSHIP

Man könnte erwarten, dass die Can-Am UTV Hammers Championship von Rockcrawlern aus dem Südwesten dominiert wird, und jahrelang war das auch tatsächlich der Fall. In diesem Jahr jedoch war das Podium mit Fahrern aus Ohio, Texas und Illinois besetzt. Das zweite Jahr in Folge stand Kyle Chaney ganz oben auf dem Podium, und das obwohl er keine Erfahrung im Rockcrawling hatte. „Ich bin in den Wäldern aufgewachsen, und da muss man sehr präzise sein“, verriet er. „Je technischer, desto besser.“ Chaney startete als Siebter und arbeitete sich bis zum Ende der ersten Runde, die über 86 Meilen durch die Wüste der Johnson Valley OHV Area führte, an die Spitze des Feldes. „Wir wollten die Ersten sein, die die Felsen erreichen“, erklärte er und bezog sich damit auf die hammermäßige zweite Runde, die 70 Meilen durch 18 felsdurchsetzte Canyons umfasste. „Wir mussten einmal in Sledgehammer die Winde einschalten, aber ansonsten war es ein ziemlich reibungsloser Tag.“

EVERY MAN CHALLENGE

Die 4WP Every Man Challenge (EMC) besteht aus vier verschie-denen Klassen, es gibt aber nur einem Gesamtsieger. Und um diesen Titel seit Jahren kämpfen die Fahrer der Yukon Gear and Axle Modified Class (4500) und der Branik Motorsports Legends Class (4800).

Der anstrengende 151-Meilen-Kurs bestand in der ersten Runde aus ausgefahrenen Straßen und Hochgeschwindigkeits-Seebetten und in der zweiten Runde aus 18 mit Felsbrocken übersäten Canyons. Nur 34 der 135 gestarteten Fahrzeuge erreichten das Ziel innerhalb des Zeitlimits von zehn Stunden auf der bisher anspruchsvollsten EMC-Strecke.

Dan Fresh führt traditionell die Modified-Klasse an, gewann 2018 die Gesamtwertung, wurde dann aber von Fahrern aus der Legends-Klasse geschlagen. In diesem Jahr pilotierte er einen Bomber Fabrication Buggy in der Legends Class und holte sich seinen Titel als Gesamtsieger der EMC zurück.

In der Yukon Axle and Gear 4500 Klasse holte der langjährige Rennfahrer John Matthews seinen ersten Sieg beim King of the Hammers.

Einziger Teilnehmer in der Dana-Spicer Holley EFI EV-Klasse war Kyle Seggelin. Obwohl er die Ziellinie nicht innerhalb des Zeitlimits erreichen konnte, ist er ein Pionier, was die Teilnahme elektrisch betriebener Ultra4-Fahrzeuge anbelangt. Ausgehend von Bailey Coles bewährtem 4Runner der Klasse 4600 als Plattform, fügte er den Motor und die Batterien eines Nissan Leaf hinzu, um den 4Runner für die Every Man Challenge anzutreiben. Der Elektromotor des Leaf leistet 107 PS und ein Drehmoment von 187 ft-lbs, vergleichbar mit dem ursprünglichen 22RE-Motor. Der Leaf-Motor verfügt auch über eine Abtriebswelle, sodass er mit dem Toyota-Werksgetriebe gekoppelt werden kann. Auf die Frage, was er anderen Rennfahrern raten würde, die in der EV-Klasse antreten wollen, meinte Seggelin: „Mach es! Es ist nicht so schwer, wie du denkst. Es sind Schrauben und Muttern, die es möglich machen.“ Er wird in der neuen Ultra4 Racing EV Spec-Klasse antreten, das erste Rennen findet im Juli 2022 statt.

NITTO RACE OF KINGS

Beim Nitto Race of Kings, dem Ruf nach das brutalste eintägige Offroad-Rennen der Welt, erreichten nur 44 der 101 Teilnehmer das Ziel innerhalb des 14-Stunden-Zeitlimits.

„Dieses Rennen war zwar hart, aber ich finde nicht, dass die Hammers einfach sein sollten", sagte Jason Scherer, nachdem er die Ziellinie überquert hatte. „ Ich will, dass man es sich verdient.“ Es gab im Verlauf des Wettkampfs auf 227 Meilen zahlreiche Führungswechsel, ein mechanisches Gemetzel und viel Dramatik. Am Ende nahm Raul Gomez, der mit einem brandneuen, noch kaum getesteten Buggy schnurstracks auf Platz eins fuhr, das Preisgeld in Höhe von 67 000 Dollar mit nach Hause.

Der dreimalige Sieger Jason Scherer und sein Beifahrer Jason Berger wollten natürlich auch den Sieg, waren aber letztlich doch zufrieden mit ihrem zweiten Platz. „Das war der größte Spaß, den ich je bei einem Rennen hatte“, so Scherer. „Es ist immer schwer, Zweiter zu werden, aber:

Draußen war echtes Racing“. ■