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DOMINIKANISCHE REPUBLIK DIE REPORTAGE:Karibiktraume: ABSEITS DER HOTELBURGEN


REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 09.10.2018

Seit Jahren gilt die Dominikanische Republik alsdas Pauschalreiseziel in der Karibik. Wer wirkliche Einblicke in das Land bekommen will, sollte sich mit dem Bus oder einem Mietwagen auf den Weg machen. Die Belohnung: wundervolle Natur und einzigartige Erfahrungen mit unglaublich freundlichen Menschen. VON MARTINA KATZ


Artikelbild für den Artikel "DOMINIKANISCHE REPUBLIK DIE REPORTAGE:Karibiktraume: ABSEITS DER HOTELBURGEN" aus der Ausgabe 4/2018 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 4/2018

Traumstrand auf der Insel Saona vor der Küste zwischen La Romana und Punta Cana


Musizierendes Trio und Restaurantgäste am Plaza Colón in Santo Domingo


Am Plaza Colón herrscht karibisches Treiben. Unter den Sonnenschirmen der Straßenrestaurants in Santo Domingos kolonialer Altstadt genießen ...

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Am Plaza Colón herrscht karibisches Treiben. Unter den Sonnenschirmen der Straßenrestaurants in Santo Domingos kolonialer Altstadt genießen Einheimische und Touristen das NationalgetränkMamajuana , einen süßlichen Schnaps, der aus Rum, Honig und Holzschnitzeln gewonnen wird, und lauschen der Merengue- Musik von José und seinen Freunden. Das Trio betagter Herren spielt hier fast täglich. José im Hawaiihemd spielt dieGuida , eine Reibe, der bärtige Florentino das Akkordeon, der kleine Simon die Tambor, eine Trommel. Die Zuhörer auf dem Platz freut’s: Liebespaare tanzen dazu unter Bäumen, Eltern auf den Stufen des Kolumbus-Denkmals summen mit, während ihre Kinder Tauben umherscheuchen

Koloniales Erbe in Santo Domingo

Gegenüber im kleinen Einkaufszentrum sitzen Felix und Julio, dieTorcedores . Die Zigarrendreher sitzen an ihrem Arbeitstisch in einem lang gestreckten Raum. Fast so wie in der Schule reihen sich hier Holzbänke mit je zwei Sitzplätzen hintereinander. Ein Standventilator sorgt für Kühlung in dem heißen Raum. Die Männer tragen knallrote Polohemden mit dem EmblemCoaba Cigars . »Innen rolle ich den dicken Tabak aus der Dominikanischen Republik ein, außen die weichen Blätter aus den USA. Das gibt einen einzigartigen Geschmack«, sagt der 38-jährige Felix und gleitet mit gespreizten Fingern gekonnt über das vor ihm liegendeCapote , das Zigarrenumblatt. Dann tunkt er seinen Zeigefinger in ein Töpfchen mit klebriger Masse, fixiert damit die Enden und schneidet sie zurecht. Julio legt den frisch gerollten Wickel zu den neun anderen in eine Presse. »DieBonches bleiben da 30 Minuten drin, damit sie ihre Form behalten«, ergänzt er. Seit über 20 Jahren drehen die beiden Männer Zigarren in der Hauptstadt. Mit mehr als 50 Stück pro Stunde zählen sie zu den Spezialisten im Inselstaat, dem größten Zigarrenexporteur der Welt.

Obstverkäufer mit reifen Mangos am Playa Boca Chica an der Südküste


Draußen erhebt sich die goldfarbene Fassade der Kathedrale Santa María la Menor, einer Schönheit aus Korallenkalkstein, so wie viele der kolonialen Häuser und Fußwege in der Altstadt, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Einer der Wege führt am Casa de las Dulces vorbei, wo die Hauptstädter für Maniokbrot und den süßen BrotaufstrichDulce de Leche anstehen, bis zum Spanischen Platz und dem Alcázar de Colón. Den Palast am Fluss Ozama ließ Christoph Kolumbus’ Sohn zu Beginn des 16. Jh. erbauen, ein paar Jahre nach dem Tod des berühmten Amerika-Entdeckers.

Charmante Badeorte an der Südküste

Eine Vorstellung von der grünen Oase, die die spanischen Eroberer von den indianischen Tainos übernahmen, bevor sie sie versklavten, bekommt man noch heute außerhalb der Hauptstadt. Schnurgerade führt die einspurigeAutopista Las Américas durch den Dschungel. Vorbei an roten Flammenbäumen geht es gen Osten bis nach Boca Chica. Das gemütliche Touristenörtchen gilt als beliebtes Wochenendausflugsziel der Hauptstädter. Dort sonnen sie sich unter Palmen am feinen kilometerlangen Sandstrand, blicken von den Strandcafés auf die türkisfarbene Lagune und das schützende Riff oder schnorcheln durch die bunte Unterwasserwelt, begleitet von Baracudas, Langusten und Krabben. In den 1920er Jahren war der kleine Fischerhafen Boca Chica noch ein Geheimtipp. Als Diktator Trujillo 30 Jahre später ein großes Hotel bauen ließ und sich viele reiche Dominikaner Sommerresidenzen schufen, wurde es belebter. Heute dringt Merengue-Musik aus den Läden an der Calle Duarte und gut gelaunte Obstverkäufer schieben voll beladene Fahrradkarren zwischen den Urlaubern über den Strand.

Las Terrenas: Die Hotelmitarbeiterinnen Amarilis, Marisol und Mariel beim Feierabendbier (links). Badende am Strand auf


Bootstour in den N.P. Los Haitises

Boot mit Besuchern an einer Felsen - insel im Nationalpark Los Haitises


Mehr als 50 giftgrüne Inselchen sprenkeln den Nationalpark Los Haitises am Rande der Bucht von Samaná im Nordosten des Landes. Manche der wilden, haushohen Karstfelsen zeigen eine schroffe Gesteinswand, umrankt von Bromelien und Orchideen. Andere sind mit Mangroven gesegnet, mit Palmen oder einem Sandstrand. Pelikane, Silberreiher und Fregattvögel flattern durch die Luft. Manchmal folgen sie einem Fischerboot, das auf dem Wasser dümpelt. Schon die Tainos wussten um dieses traumhafte Gebiet. Davon zeugen über eintausend Höhlenzeichnungen von Walen, Haien und Schamanen, die die Ureinwohner mit Mangrovenrinde, Seekuhfett oder Fledermauskot an die Wände malten.

Der Park ist nur im Rahmen einer geführten Tour zugänglich. Am schönsten entdeckt man ihn auf einer privaten Bootsfahrt, z. B. mitEscape Tours Samaná (Puerto Bahia, 001-849- 2069262, www.escapetoursamana.com, ab US$ 580/Tag bei max. 4 Pers., inkl. Eintritt und Getränken).

In La Romana, ein paar Kilometer weiter östlich, steht Franck mit seinem Fahrrad am Straßenrand. Der Haitianer verkauft Zuckerrohr, einen populären Snack. Gewaltige Felder des Süßgrases breiten sich neben der Fahrbahn bis ins Landesinnere aus. Ab und zu passiert ein mit dem Rohr voll beladener Laster die Autovia del Este. »Alle zwei Tage kaufe ich 30 Stangen von der Fabrik für 1.300 Pesos. Die schneide ich in Stückchen und verkaufe sie portionsweise für 2.000 Pesos weiter«, sagt der 30-Jährige. Damit verdient er deutlich weniger als seine Landsleute auf den Zuckerrohrplantagen oder in der Fabrik. »Ich halte es wie ein Dominikaner. Der will auch nicht auf einem Zuckerrohrfeld arbeiten, weil die Arbeit körperlich viel zu anstrengend ist für das Geld, das man dabei verdient«, erzählt Franck. Die großen Rum-Produzenten des Landes locken deshalb haitianische Männer mit einem Saisonvertrag und kostenloser Logis über die Grenze. So kam auch Franck vor zwölf Jahren aus dem armen Nachbarland hierher. Fast zwei Millionen Haitianer sollen inzwischen im Land leben, legal oder illegal. Die Touristen bekommen davon nichts mit, denn wie diese bleibt man meist unter sich.

Refugien für Superreiche und Kreuzfahrer

Genauso wie die Superreichen ein paar Kilometer weiter im Casa de Campo. Nirgendwo ist die Dominikanische Republik so elitär wie hier. Ex- US-Präsident Bill Clinton, Sänger Marc Anthony und Musikerin Beyoncé haben ein Domizil oder erholen sich im Urlaub auf dem 28 qkm großen Areal, das einer Zuckerbaron-Familie gehört. Die Villen, deren Innenleben der berühmte dominikanische Star-Designer Oscar de la Renta gestaltete, stehen hier in grüner Dschungellandschaft oberhalb des Flusses Chavón. Hispaniola-Spechte flattern zwischen Palmen umher, an Bananenblüten hängen daumengroße Palmschwätzer, ein Milan kreist am Himmel über den prämierten Golf- und Polofeldern. Dem normalen Urlauber steht im Casa de Campo das Künstlerdorf Altos de Chavón offen, mit exklusiven Shops und Restaurants. Wie eine mediterrane Siedlung aus dem 16. Jh. mutet es an. Fast zehn Jahre betrug die Bauzeit. Kein Wunder, wurde doch jeder Stein per Hand geschnitten, jede Tür, jedes Fenster handgeschnitzt. Heute schlendern die Besucher durch die hübschen Kopfsteinpflastergassen zum katholischen Kirchlein St. Stanislaus, das Papst Johannes Paul II einweihte, und zum gigantischen Amphitheater, in dem schon Frank Sinatra, Sting und Placido Domingo auftraten – ein Highlight nicht nur für Kreuzfahrtgäste, die in La Romana anlanden.

Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres hielten 91 Kreuzfahrtschiffe in La Romana. Im ganzen Land waren es mehr als 200 mit über einer halben Million Reisender. Zahlen, die dem Präsidenten Danilo Medina gefallen dürften, schließlich kündigte er bei seiner ersten Wahl vor sechs Jahren an, den Tourismus zur Wirtschaftslokomotive zu machen. Eine Autobahn, die Santo Domingo an der Südküste mit der Halbinsel Samaná im Norden in nur wenigen Stunden verbindet, ist bereits fertig gestellt, ein Drittel der Landfläche zum Naturschutzgebiet erklärt und gerade erst hat der Bau eines weiteren Hotels in der All-inclusive-Region Punta Cana begonnen – mit über 8.000 Zimmern!

Santa Bárbara de Samaná, die »Hauptstadt« der gleichnamigen Halbinsel


Cayo Levantado vor der Küste Samanás (Mitte). Fröhlicher Gitarrist am Playa Rincón (rechts)


Doch nicht alle profitieren von dieser Entwicklung. Korruption und die unsichere Situation zehntausender Nachfahren von Haiti-Flüchtlingen, die seit dem neuen Ausländergesetz als staatenlos gelten, stehen dagegen. Die Analphabetenrate junger Frauen liegt bei 35 Prozent, zwei Drittel der Minderjährigen ab 13 Jahren trinken regelmäßig Alkohol und außerhalb der großen Hotels und Touristenzentren sprechen die Einheimischen noch immer wenig Englisch. Die Verständigung klappt trotzdem. Diejenigen, die die Sprache fließend beherrschen, träumen von einem Leben in den USA. Längst schon sind die sogenanntenRemesas , die Überweisungen von Auslandsdominikanern an die Familien daheim, die zweitgrößte Einnahmequelle des Landes – nach dem Tourismus und vor der Landwirtschaft.

Karibisches Idyll auf der Halbinsel Samaná

Auf der Halbinsel Samaná wird private Landwirtschaft noch großgeschrieben. In den Familiengärten wachsen Bananen, Yuka, Süßkartoffeln und Yams. »Hier arbeiten die Frauen. Die Männer und Söhne bleiben zu Hause, machen den Gemüsegarten und passen auf, dass keiner was klaut. So ist es auch bei uns«, sagt Andrea de la Rosa und lacht. Die 43-Jährige grillt für Touristen eine frische Rotbandbrasse in einem Bretterverschlag am abgeschiedenen Playa Rincón. Palmen rauschen hier im Wind, Karibikwellen klatschen an den Sandstrand. An der Süßwasserlagune zum Fluss Cano Frio dümpelt ein Fischerboot, dahinter wächst dichter Dschungel einen Hügel hinauf. Eine Großfamilie wartet auf Holzbänken unter einem Sonnendach auf ihr Mittagessen. Die Erwachsenen schlürfen Piña Colada aus frischer Kokosnuss, die Kinder stecken ihre Füße in den Sand. Andrea wendet den Fisch an ihrem offenen Kochplatz. Wie die anderen 13 Frauen, die hier arbeiten, kommt sie jeden zweiten Tag mit dem Moped 15 km aus Playa France. Die Dominikanerinnen haben sich hier perfekt organisiert: Jede zahlt 400 Pesos pro Monat in einen Topf, damit ein Wachmann und Strandreiniger bezahlt werden können. Wer einmal zu wenig umsetzt, bekommt vom Erlös der anderen etwas ab. »Die von oben müssen nach unten gucken, damit alle versorgt sind«, sagt Andrea und trägt den Fisch zu ihren Gästen.

Samaná zeigt sich als karibisches Idyll. Kürbispflanzen schlingen sich am Straßenrand entlang, daneben gelb und himmelblau ge - tünchte Häuser mit Wellblechdach, mal eineBanca , das traditionelle Lotterie-Häuschen, ein schöner Palmenstrand oder einColmado . In diesen Tante-Emma-Läden trifft man sich an einem riesigen Tresen, zum Schwatz und auf einen Drink. Draußen grasen Kühe auf den Wiesen, es duftet nach frisch gemähtem Gras. Im Urwald stürzt der Wasserfall El Limón 58 Meter in die Tiefe. Nur in Las Terrenas findet man eher italienische und französische Zivilisation. Aufgeräumt und ordentlich ist das Touristenörtchen an der Nordwestküste mit dem Pueblo Los Pescadores, dem wohl einzigen Strand, an dem die Restaurants nebeneinander stehen und allesamt mit einem Durchgang verbunden sind.

INFO Dominikanische Republik

Fläche: 48.670 qkm.Einwohner: 10,7 Mio.Hauptstadt: Santo

EINREISE

Deutsche, Österreicher und Schweizer können für 30 Tage visumfrei einreisen. Benötigt werden ein noch 6 Monate gültiger Reisepass, ein Rückflugticket sowie eine Touristenkarte, die i. d. R. bereits ins Flugticket integriert ist.

GELD

Währung ist der Dominikanische Peso (DOP). € 1 = DOP 57 (Stand 9/2018). Bargeld gibt es mit Kreditkarte an ATMs. Wechselstuben tauschen Euro-Noten, teurere Hotels akzeptieren Kreditkarten.

GESUNDHEIT

Empfehlenswert ist Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Hepatitis. Zika, Chikungunya, Dengue und Malaria machen einen Mückenschutz sinnvoll. In den Touristenresorts an der Küste ist das Malariarisiko gering. Die großen Städte gelten als malariafrei.

BESTE REISEZEIT

Beste Reisezeit ist in der Trockenzeit von Dezember bis April mit Tagestemperaturen von 28–30 °C. Nachts sinkt das Thermometer auf 19–21 °C, das Wasser misst 26–27 °C.

SPRACHE

Amtssprache ist Spanisch. In den Hotels und touristischen Zentren kommt man meist mit Englisch zurecht.

HANDY & INTERNET

Die Vorwahl für die Dominikanische Republik ist 001. Gratis- WLAN gibt es in den meisten Hotels. Mit einer dominikanischen SIM-Karte vonClaro oderAltice (ab € 1,75) kosten Telefonate nach Deutschland ab € 0,30/Min.

GEOGRAFIE

Im Westen der Dominikanischen Republik herrscht alpine Berg - region vor, in der Cordillera Central liegen die höchsten Berge. Viele Flüsse durchziehen das restliche Land, das aus tropischem Regenwald und wüstenartigen Trockenzonen besteht.

Die besten Hotels in allen Preisklassen

In der Dominikanischen Republik gibt es Unterkünfte in allen Preisklassen. Frühstück ist fast immer im Preis inbegriffen. Viele Hotels weisen ihre Preise in US$ aus. Die Preise der folgenden Tipps gelten für die Hauptsaison von November bis April, ggf. inklusive 10 % Service Charge und 18 % Tax.

Santo Domingo: FLAIR Das kleine »Casa Sanchez Boutique Hotel« hat schöne Zimmer in einem traditionellen Gebäude in der kolonialen Altstadt, dazu einen Planschpool und ein Restaurant (001-809- 6827321, www.casasanchez hotel.com; EZ/DZ ab US$ 90/108)

•••Koloniale Zimmer in einer hübschen Anlage nahe dem zentralen Plaza España mit Blick auf den Fluss Ozama bietet das »Hodelpa Nicolás de Ovando Hotel« (001- 809-6833636, www.hodelpa.com; EZ/DZ ab US$ 243). Pool, Restaurant, Spa. Online DZ ab US$ 243 ÜF,booking.com .

Boca Chica: • Ordentliche AC-Korbmöbelzimmer mit Balkon und Blick auf den Pool gibt es im »Calypso Beach Hotel« (001-809-5234666, www.calypsobeachhotel.com; EZ/DZ ab US$ 56/75 ÜF). Nach Rabatt fragen!

••Die freundlich hell gestylten AC-Balkon-Zimmer des »Refugio Neptuno’s« bieten Meerblick (001-809-5239934, www.refugio neptunos.com; EZ/DZ ab US$ 55 ÜF). Pool.

La Romana : •••Im »Dreams La Romana Resort & Spa« sind die Balkon-Zimmer hell und geräumig (Bayahibe, 001-866-2373267, www.dreamsresorts.com; EZ/DZ ab US$ 145/279 all inclusive). Restaurant, Pool, Garten.

•••Eine familienfreundliche Anlage mit geräumigen Zimmern ist das »Hotel Iberostar Hacienda Dominicus« (Bayahibe, 001-305- 7749225, www.iberostar.com; EZ/DZ ab US$ 144/202 all inclusive). Restaurant, Pool, Spa. Online DZ ab US$ 198 AI,booking.com .LUXUS Wer Golf spielt und mit den Stars übernachten will, findet schick gestylte Balkon-Zimmer im »Casa de Campo Resort & Villas« in einer weitläufigen grünen Anlage am Meer (001-866-8605472, www.casadecampo.com.do; EZ/DZ ab US$ 415). Restaurants, Golfplatz, Marina, Privatstrand, Spa. Online DZ ab US$ 215,booking.com . Pauschal 2 Wo ab € 1.939,TUI.

Santa Bárbara de Samaná: •• Geschmackvolle moderne AC-Zimmer gibt es im kleinen »Nilka Hotel & Boutique« (001-809-5383174, www.nilkahotelboutique.com; EZ/DZ ab US$ 85 ÜF). Online DZ ab US$ 77 ÜF,booking.com .

•••Ruhesuchende und Bootsliebhaber sind in den modernen Balkon-Apartments des »The Bannister Hotel & Yacht Club« gut aufgehoben (Puerto Bahia, 001-809- 5036363, www.thebannisterhotel. com; Studio ab US$ 136 ÜF). Restaurant, Pool, Spa, Marina, schöner Garten.

•••Nur für Erwachsene bietet das »Luxury Bahia Principe Hotel« märchenhafte AC-Zimmer mit traumhaftem Blick auf die Karibik (001-809-5383434, www.bahiaprincipe. com; EZ/DZ ab € 128/170 all inclusive, ab 3 Nächten buchbar). Privatstrand, Restaurants, Pool, Spa.

Las Terrenas: ••• Helle, gemütliche und klimatisierte Zimmer in einer netten Garten - anlage am Meer hat das kleine »Hotel Atlantis« (Playa Bonita, 001-809-2406111, www.hotelatlantishotelatlantis- lasterrenas.com; EZ/DZ ab US$ 100 ÜF).

•••Das familienfreundliche »Hotel Playa Colibri« bietet karibisch bunte Studios am Meer, Restaurant und Pool (Calle Caamaño Deño 31, 001-809-2406434, www.hotelplayacolibri.com; Studio ab US$ 109 ÜF).

In der Dom. Republik unterwegs

Airporttransfer: Ein Airporttaxi ins Zentrum Santo Domingos kostet ab € 32 (30 Min).

Taxis: In Santo Domingo zahlt man für eine Strecke von 5 km ab € 3, Santo Domingo–Boca Chica ab US$ 35, Boca Chica–La Romana ab US$ 90.

Sammeltaxi:Vannete haben Platz für bis zu 6 Personen. Preise nach offizieller Preisliste: Las Terrenas– Santo Domingo ab US$ 200, Las Terrenas–El Limón ab US$ 25, Las Terrenas–Samaná ab US$ 70. Handeln möglich! In Santo Domingo sind dieCarros publicos günstiger, öffentliche PKWs für bis zu 6 Personen, die feste Routen fahren.

DER BESONDERE TIPP

Einsamkeit in Las Galeras

FLAIR Einfache offene Holzbungalows in einem wundervoll ruhigen Garten auf einem abgelegenen Kliff hat das »El Cabito« (001-809- 8202263, www.elcabito. net; Bung. ÜF ab US$ 60 mit Privatbad, US$ 40 mit Gemeinschaftsbad). Restaurant, Terrasse mit tollem Ausblick auf den Playa Rincón und das Meer. Mototaxi zum Zentrum von Las Galeras ab € 2,60 (15 Min).

•einfach ••einfache Mittelklasse •••gehobene Mittelklasse •••7anspruchsvoll

Einfach am Straßenrand anhalten (ab € 0,45/Strecke).

Mototaxi: kostet in La Romana ab € 1,75/km, in Samaná ab € 0,90/km, Las Galeras–Playa Rincón ab € 9.

Minibus:Guaguas fahren festgelegte Routen, z. B. in Santo Domingo ab € 0,45, von Santo Domingo nach Boca Chica ab € 1,20 (45 Min), nach La Romana ab € 3 (1 Std). Die Strecke Samaná–El Limón kostet ab € 1,30 (50 Min), El Limón–Las Terrenas ab € 0,45 (20 Min).

Bus: Preiswerte lokale Überlandbusse verkehren zwischen den Städten, z. B. von Santo Domingo nach San Fransisco de Macoris ab € 4,80 (2 Std), von SF de Macoris nach Samaná ab € 3,50 (2,5 Std), von Santo Domingo nach Punta Cana ab € 7 (3 Std).

Metro: fährt in Santo Domingo ab € 0,60/Strecke.

Kutsche: Eine Fahrt in Santo Domingos Altstadt kostet ab US$ 20/45 Min.

Inlandflug: lohnt nicht, da alle Ziele schnell und gut über das Straßennetz zu erreichen sind.

Mietwagen: Einen Kleinwagen ohne Selbstbeteiligung bekommen Sie vorausgebucht ab € 145/Woche (Argus Car Hire , Metapreisvergleich www.REISE-PREISE.de/mietwagen).

Restaurant-Tipps und Preisniveau

In der Dominikanischen Republik isst man vor allem Fisch und Meeresfrüchte, z. B.Casuela de Mariscos , Meeresfrüchteauflauf mit Gemüse und Tomaten (ab € 10,50), oderAlbondigas de Pescado , Fischbälle (ab € 7). Beliebt sind auch Fleischgerichte wiePechuga a la plancha , gebratene Hähnchenbrust (ab € 5,30), undBistec a la parrilla , gegrilltes Steak (ab € 8).

TIPP ExzellentenColorado , roten Schnapper vom Grill (ab € 13,50), undTayoka , gebratenes Wurzelgemüse (ab € 3,30), serviert das kleine »Tierra y Mar Restaurant« in Santa Barbara de Samaná (Av. Maria Trinidad Sánchez). Eine leckere Meeresfrüchte-Paella (ab € 17) gibt es im »El Cabito Restaurante « in Las Galeras. Vorzügliche Fusion-Küche in Santo Domingos Altstadt hat die »Pat’e Palo Brasserie « (Plaza España), u. a. Lammkotelett ab € 36 und Tintenfisch ab € 22.

Beliebte Biere sindPresidente undThe One (ab € 3,20/333 ml). Wasser kostet ab € 0,15/500 ml, Softdrinks ab € 0,50/355 ml. Unbedingt probieren:Chupito de Coco , ein Kokosnuss- Schnaps (ab € 11,75/100 ml), und das NationalgetränkMamajuana , ein Zimtschnaps (ab € 0,90). Beide gibt es manchmal kostenlos nach dem Essen.

Gut informiert von A bis Z

TOUREN & AKTIVITÄTEN

Whale Watching:Whale Samaná veranstaltet von Januar bis März täglich zwei Buckelwal-Sichtungen (ab US$ 59/Pers. zzgl. US$ 5 Eintritt Marinepark, 1-809-5382494, www.whalesamana.com).

Radtouren:Zonabici in Santo Domingos Altstadt (Calle Arzobispo Meriño 217, 001-809-7939939, www.zonabicird.com) verleiht Fahrräder (ab US$ 7/Std.) und bietet Radtouren an, z. B. durch die Altstadt (ab US$ 18/1,5 Std.).

Ausflüge: BeiRunners Adventures (001-18295997444, www.runners adventures.com) gibt es u. a. einen Ausflug zum Salto El Limón (US$ 49,10/4 Std.), eine Zipline-Tour in den Dschungel (US$ 75/3 Std., beide ab Santa Bárbara de Samaná) und eine »VIP Hispaniola Explorer Tour«, u. a. nach Altos de Chavon (ab US$ 115/9 Std., ab La Romana).

Tauchen: Der Deutsche Guido Bachhuber bietet mitCaribbean Divers (Boca Chica, 001-809-8543483,

www.caribbeandivers.de) Tauchund Schnorchelausflüge an (1 Tauchgang ab US$ 45, Schnupperkurs ab US$ 70) und verleiht Schnorchel-Equipment (ab US$ 15/3 Std).

EineKayaktour durch die Mangroven am Playa Rincón gibt es ab € 5,30/30 Min.

Der Eintritt zumSalto El Limón kostet ab € 0,90, ein Guide dorthin nimmt ab US$ 10.

SICHERHEIT

Die Dominikanische Republik liegt im Erdbebengebiet, gilt ansonsten aber als eher sicheres Reiseland. Dennoch sollten einige Regeln beachtet werden: nachts nicht allein herumlaufen und sich tagsüber nicht allein an abgelegen Stränden aufhalten, Wertgegenstände am Körper tragen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Vorsicht walten lassen.

REISEN MIT KINDERN

Es gibt viele schöne Strände, gute Hotels und viele All-inclusive- Hotels, ideal für den Familienurlaub. Die Wege sind kurz und auch für Unterhaltung ist gesorgt. Ein guter Mückenschutz ist besonders abseits der Küstenregionen und während der Regenzeit ratsam.

REISEVERANSTALTER

Eine Auswahl finden Sie auf S. 87.

AUSKÜNFTE

Tourist Board der Dominikanischen Republik, 069-91397878, www.godominicanrepublic.com.

REISEFÜHRER

»Dominikanische Republik«, DuMont Reisetaschenbuch 2018, € 17,99.

DAS KOSTET DER FLUG

KLM/Air France starten ab € 453 nach Santo Domingo.Iberia ab € 546.Condor (ab € 653) undEurowings (ab € 704) fliegen nonstop und sind mindestens fünf bis sieben Stunden früher am Ziel. Wer mit der neuenLauda - motion fliegen will, zahlt ab € 1.134.

Flug ab € 453

Preise ermittelt über World-of-Flights.de

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Handverlesene Pauschalreisen

Explorer Fernreisen (0211-994909, www.explorer.de) bietet den 5-tägigen Reisebaustein »Samana Aktiv« für € 870 ab/bis Santo Domingo. Es geht u. a. zum Wasserfall El Limón und auf Bootstour im Nationalpark Los Haitises. Inklusive sind Unterkunft, Frühstück, Transfers und Eintritte.

Gebeco (0431-54460, www.gebeco.de) bietet eine 13-tägige Privatreise. Stationen sind u. a. Santo Domingo, Las Terrenas, El Limón und Los Haitises. Ab € 2.885 inkl. Unterkunft/Frühstück. Ohne Fernflug.

Wikinger Reisen (02331-904741, www.wikinger-reisen. de) hat eine 18-tägige geführte Wanderreise inklusive Fernflug ab € 3.898 im Programm. Besucht werden u. a. Santo Domingo, Samaná und Los Haitises.


Fotos: Shutterstock/Petro Perola, Martina Katz

Fotos: Martina Katz

Foto: El Cabito/Olympia Dubisch