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DONNERSTAG, 30. AUGUST 2018


MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 01.07.2018

Namenstag: Rebekka (biblische Gestalt) · Felix und Adauktus (Märtyrer, † um 303) · Ingoberg von Tours (Wohltäterin, † um 594) · Heribert von Köln (Bischof, † 1021) · Amadeus von Lausanne (Zisterzienser, Bischof, † 1159) · sel. Ildefons Schuster (Benediktiner, Abt in St. Paul vor den Mauern, Erzbischof von Mailand, † 1954)

Ökumenischer Gedenktag: Matthias Grünewald (Maler, 16. Jahrhundert)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater …Halleluja.

Hymnus

Die Stunde steigt und ruft zum Werk;
Entscheidung, Spannung, harter Dienst:
Komm, Heil’ger Geist, tritt für uns ...

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aus dieser Ausgabe

Die Stunde steigt und ruft zum Werk;
Entscheidung, Spannung, harter Dienst:
Komm, Heil’ger Geist, tritt für uns ein,
denn nichts gelingt uns ohne dich.

Du atme in uns, treibe uns,
erleuchte uns und sprich uns zu,
du mache unser Herz geneigt,
dass wir zur Liebe fähig sind.

Die Liebe, die zum Bruder geht,
bezeuge dich, o Heil’ger Geist;
und wenn nun unsre Stimme schweigt,
sei unser Werk ein Lobgesang.

Gewähr uns dies, o güt’ger Gott,
du, Vater, und du, einz’ger Sohn,

die ihr mit ihm, dem Tröster-Geist,
die Herrschaft führt durch alle Zeit.

Neues Stundenbuch Melodie: GL 339 · GL 1975 229 · KG 473 – andere Melodie: EG 440

CanticumJer 31, 10–13.14b

Antiphon:
So spricht der Herr: Mein Volk wird satt an meinen Gaben.

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn, *
verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt:

Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln *
und hüten wie ein Hirt seine Herde.

Denn der Herr wird Jakob erlösen *
und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren.

Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe, /
sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn, *
über Korn, Wein und Öl, über Lämmer und Rinder.

Sie werden wie ein bewässerter Garten sein *
und nie mehr verschmachten.

Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, *
Jung und Alt sind fröhlich.

Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, /
tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer; *
mein Volk wird satt an meinen Gaben.

Ehre sei dem Vater …

LesungJes 66, 1–2

So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was wäre das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, was wäre das für ein Ort, an dem ich ausruhen könnte? Denn all das hat meine Hand gemacht, es gehört mir ja schon – Spruch des Herrn. Ich blicke auf den Armen und Zerknirschten und auf den, der zittert vor meinem Wort.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:
Dienet dem Herrn in Heiligkeit, denn er befreit uns aus der Hand unserer Feinde.

Bitten

Jesus Christus, du Wächter über deine Kirche, bald wirst du kommen. Wir rufen zu dir:

A: Jesus, wecke uns auf.

Jeden Tag pochst du an unsere Tür;

– lass uns niemand übergehen, der auf unsere Hilfe angewiesen ist.

Viele Menschen auf unserer Erde bangen um ihr tägliches Brot;

– lass uns nicht müde werden, in unserem Leben nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir ihnen helfen können.

Unsere Lebenswelt ist geprägt von Hektik und Betriebsamkeit;

– hilf uns, Ruhe und Gottvertrauen neu zu lernen, auch von Menschen anderer Kulturen.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, am Abend, am Morgen und am Mittag preisen wir deine göttliche Herrlichkeit und bitten: Vertreibe aus unserem Herzen die Finsternis der Sünde, damit wir zum wahren Licht gelangen, zu Christus, deinem Sohn, unserem Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.

Texte zur Eucharistiefeier

Tagesgebet

Allmächtiger und barmherziger Gott, deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg. Lass nicht zu, dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern, deinem Sohn entgegenzugehen. Führe uns durch dein Wort und deine Gnade zur Gemeinschaft mit ihm, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Einführung in die Bahnlesung aus dem ersten Korintherbrief

Paulus verfasste den ersten Korintherbrief in Ephesus, vermutlich um Ostern 55 oder im Frühjahr 54. Der Apostel hatte die Gemeinde in Korinth um das Jahr 50/51 gegründet und war mit ihr seither in brieflichem Kontakt geblieben. Neben Ephesus war Korinth das Zentrum paulinischer Missionstätigkeit. Die bemerkenswerte kulturelle, religiöse und soziale Vielfalt der Stadt bildet sich auch in der Beschaffenheit der Gemeinde ab. Eine Mehrzahl ehemaliger Heiden, aber auch ein starker Anteil judenchristlicher Mitglieder sowie Gottesfürchtige und Proselyten hatten sich hier zusammengefunden. Viele Menschen aus der Gemeinde waren von einfacher Herkunft, aber es gab auch begüterte, gebildete und gesellschaftlich angesehene Mitglieder. Die korinthischen Christen organisierten sich in mehreren Hausgemeinden. Spaltungstendenzen und zerreißenden theologischen, ethischen und sozialen Fragen begegnet Paulus mit der Erinnerung an die in Christus begründete und in der Taufe unwiderruflich geschenkte und empfangene Einheit der Gemeinde. Mit der umstrittenen Teilnahme an heidnischen kultischen Opfermahlzeiten – die Frage nach dem Verzehr von Götzenopferfleisch – und mit Missständen beim christlichen Herrenmahl setzt sich Paulus im Anschluss an korinthische Kontroversen auseinander, mit der Frage nach der Wertigkeit der Geistesgaben und mit der fundamentalen Frage der zukünftigen Auferstehung der Toten. Grundlegend ist für Paulus der Gedanke der Einheit der Gemeinde, die der Leib Christi ist. Darum sind alle hochgeschätzten Geistesgaben der einen und einenden Gabe der Liebe untergeordnet. Christus aber ist Geber und Maßstab dieser Liebe, er ist so Fundament, Baumeister, gegenwärtiger Herr und Ziel der christlichen Gemeinde.

Lesung aus dem ersten Korintherbrief1 Kor 1, 1–9

Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, – an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige mit allen, die den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, überall anrufen, bei ihnen und bei uns. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Ich danke Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn, wartet.

Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag Jesu, unseres Herrn. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

AntwortpsalmPs 145, 2–7

Kehrvers:
Herr, deinen Namen will ich loben immer und ewig.

Ich will dich preisen Tag für Tag *
und deinen Namen loben immer und ewig.

Groß ist der Herr und hoch zu loben, *
seine Größe ist unerforschlich.– Kehrvers

Ein Geschlecht verkünde dem andern
den Ruhm deiner Werke *
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.

Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden; *
ich will deine Wunder besingen.– Kehrvers

Sie sollen sprechen von der Gewalt
deiner erschreckenden Taten; *
ich will von deinen großen Taten berichten.

Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken *
und über deine Gerechtigkeit jubeln.– Kehrvers

Kehrvers vgl. Vers 2b, ferner GL 401 · GL 1975 496 · KG 85, 7 (VI. Ton) oder GL 1975 626, 1 (VII. Ton)

Ruf vor dem Evangeliumvgl. Mt 24, 42a.44

Halleluja. Halleluja.

Seid wachsam, und haltet euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach MatthäusMt 24, 42–51

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zu essen brauchen? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Amen, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.

Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht!, und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Impuls zum Evangelium

Wachsam sein, was heißt das? Jesus antwortet mit einem Gleichnis. Wachsam ist ein Knecht, der in der Abwesenheit des Hausherrn die ihm anvertrauten Mit-Knechte und -Mägde mit allem Nötigen versorgt, statt allein an sich zu denken. Die französische Philosophin Simone Weil (1909–1943) beschreibt das Wachsein, von dem Jesus spricht, so: „Wissen, dass dieser Mensch, der Hunger hat und friert, wirklich und genauso wie ich existiert und wirklich Hunger hat und wirklich friert – das reicht, der Rest folgt von allein.“

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater …Halleluja.

Innehalten am Abend

Wer Freunde sucht, ist sie zu finden wert. / Wer keine hat, hat keinen noch entbehrt.

Gotthold Ephraim Lessing (deutscher Dichter und Philosoph, 1729–1781)

• Was bedeutet mir Freundschaft?

• Suche – und gebe – ich Nähe, Geduld, Geleit?

Confiteor(Seite 17) – oder –Erbarme dich(Seite 28)

Hymnus

Wenn es Abend wird:
Du bist bei mir.
Wenn die Freunde gehen:
Du bist bei mir.

Wenn der Vorhang fällt:
Du bist bei mir.
Wenn mich mein Herz verurteilt:
Du bist bei mir.
Wenn ich bei meinem Namen gerufen werde:
Du bist bei mir.

Bernhard Meuser © beim Autor

Psalm 32

Wohl dem, dessen Frevel vergeben *
und dessen Sünde bedeckt ist.

Wohl dem Menschen, /
dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt *
und dessen Herz keine Falschheit kennt.

Solang ich es verschwieg, waren meine Glieder matt, *
den ganzen Tag musste ich stöhnen.

Denn deine Hand lag schwer auf mir
bei Tag und bei Nacht; *
meine Lebenskraft war verdorrt
wie durch die Glut des Sommers.

Da bekannte ich dir meine Sünde *
und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.

Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. *
Und du hast mir die Schuld vergeben.

Darum soll jeder Fromme in der Not zu dir beten; *
fluten hohe Wasser heran, ihn werden sie nicht erreichen.

Du bist mein Schutz, bewahrst mich vor Not; *
du rettest mich und hüllst mich in Jubel.

„Ich unterweise dich und zeige dir den Weg,
den du gehen sollst. *
Ich will dir raten; über dir wacht mein Auge.“

Werdet nicht wie Ross und Maultier, *
die ohne Verstand sind.

Mit Zaum und Zügel muss man ihr Ungestüm bändigen, *
sonst folgen sie dir nicht.

Der Frevler leidet viele Schmerzen, /
doch wer dem Herrn vertraut, *
den wird er mit seiner Huld umgeben.

Freut euch am Herrn und jauchzt, ihr Gerechten, *
jubelt alle, ihr Menschen mit redlichem Herzen!

Ehre sei dem Vater …

Gott, unser Vater, voller Geduld bringst du uns nahe, was uns zum Leben führt. Wache über uns und nimm uns bei der Hand, damit wir zu dir finden.

LesungJes 30, 15.18

So spricht der Herr, der Heilige Israels: Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft. Der Herr wartet darauf, euch seine Gnade zu zeigen, er erhebt sich, um euch sein Erbarmen zu schenken. Denn der Herr ist ein Gott des Rechtes; wohl denen, die auf ihn warten.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat:
Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

Fürbitten

Jesus von Nazaret, du Freund der Armen und Bedrückten, wir rufen zu dir:

V: Kyrie, eleison. A: Christe, eleison.

– Lass deine Gemeinden sensibel werden für Menschen, die unter Einsamkeit leiden.

– Lass die Menschen, die obdachlos sind, einen Platz im Leben und eine würdige Bleibe finden.

– Lass die Fremden in unserem Land Freunde und eine Heimat finden.

– Lass die Sterbenden die tröstende Nähe anderer Menschen erfahren.

Vaterunser

Oration

Gott, du bist unser Licht in der Nacht und schenkst uns nach der Finsternis einen neuen Tag. Beschütze uns vor der Macht des bösen Feindes, damit wir heil durch das Dunkel der kommenden Nacht gelangen und am Morgen vor deinem Angesicht dir Dank sagen können. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr.

Salve Regina(Seite 378)