Lesezeit ca. 3 Min.

Doppeltes Spiel


Logo von TV Digital XXL-Ausgabe
TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 24.12.2021

TV AKTUELL

Artikelbild für den Artikel "Doppeltes Spiel" aus der Ausgabe 1/2022 von TV Digital XXL-Ausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 1/2022

DOPPELROLLE Die Zwillinge Christine und Marlene werden von Svenja Jung verkörpert

Vorhang auf für zwei selbstbewusste Zwillingsschwestern in der DDR und der BRD, die heimlich ihre Rollen tauschen. Showtime für ihre schicksalhaft miteinander verbundenen Familien. Spot an für bunte Revuen auf der Bühne des berühmten Friedrichstadt- Palasts, aber auch für die Intrigen hinter den Kulissen. Und für jede Menge Top ­ stars – doch weder Heino Ferch noch Anja Kling werden wohl nach der Ausstrahlung des ZDF-Dramas „Der Palast“ (siehe TV- Tipp) den meisten Applaus bekommen. Denn der Dreiteiler wird, so die Prognose von TV DIGITAL, der große Durchbruch für Svenja Jung („Unter uns“, „Deutschland 89“) Bislang hat sie noch nie allein eine Produktion getragen, doch in Uli Edels Werk meistert Jung souverän eine Haupt- und zugleich Doppelrolle!

TV TIPP

Der Palast

DRAMA Zwei Schwestern zwischen Ost und West (Teil 2 und 3 am 4. und 5.1.) ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 1,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von TV Digital XXL-Ausgabe. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2022 von Superstars schlagen Alarm. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Superstars schlagen Alarm
Titelbild der Ausgabe 1/2022 von Gefangen in der THAM-LUANG-HÖHLE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Gefangen in der THAM-LUANG-HÖHLE
Titelbild der Ausgabe 1/2022 von So programmiert man den Körper auf Abnehmen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
So programmiert man den Körper auf Abnehmen
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
So programmiert man den Körper auf Abnehmen
Vorheriger Artikel
So programmiert man den Körper auf Abnehmen
Jagd auf einen Frauenmörder
Nächster Artikel
Jagd auf einen Frauenmörder
Mehr Lesetipps

...

MO 3.1. 20.15 ZDF

On Demand

Die Story: Berlin 1988/89, im Unterhaltungstempel Friedrichstadt-Palast dreht sich alles um die große Jubiläumshow anlässlich des 40. Jahrestages der DDR. Das begehrte Solo in der berühmten „Girls Line“ der Tänzerinnen ergattert die ehrgeizige Christine (Svenja Jung), eine alleinerziehende Mutter. Die junge Frau ahnt nicht, dass ihre ihr bisher unbekannte westdeutsche Zwillingsschwester Marlene (ebenfalls Svenja Jung) bei der Premiere im Publikum sitzt und sich über die frappierende Ähnlichkeit wundert. Die Unternehmertochter aus Bamberg und die ostdeutsche Tänzerin stellen fest, dass sie bei der Geburt getrennt wurden. Sie tauschen die Pässe, um in der Familie der jeweils anderen nach der Wahrheit zu suchen. Doch weder Christines Mutter Rosa (Anja Kling) noch Marlenes Vater Roland (Heino Ferch) wollen über die Vergangenheit sprechen – und zu allem Überfluss kommt Christine auch noch zu spät zurück in die DDR. Mit fatalen Folgen: Bei einer unangekündigten Tanzprobe blamiert sich Marlene an ihrer Stelle derart, dass Christine das Solo entzogen wird – sehr zur Freude ihrer Rivalin Bettina Wilke (Luise Befort).

FRIEDRICHSTADT-PALAST BERLIN

Theater, Theater! 1873 wurde Berlins erste Markthalle zum „Markthallen-Circus“ ausgebaut – der Beginn einer wechselvollen Geschichte. In den Folgejahren hieß das Varieté „Großes Schauspielhaus“ (ab 1919), „Theater des Volkes“ (ab 1934) – und später „Palast Varieté“ (1945). Den Namen „Friedrichstadt-Palast“ trägt das „Las Vegas des Ostens“ seit 1947. Zu DDR-Zeiten waren hier Showkarrieren mit relativer Freiheit möglich. Der aktuelle Neubau mit 1895 Sitzplätzen und der größten Theaterbühne der Welt wurde 1984 fertiggestellt. Die TV-Doku „Der Palast“ (3.1., 19.25 Uhr, ZDF) beleuchtet die Geschichte des Gebäudes von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart.

„Eine Doppelrolle ist das schönste Geschenk, das man als Schauspielerin bekommen kann“, resümiert Svenja Jung im Gespräch mit TV DIGITAL, „weil man sich viele Details erarbeitet, die die Figuren unterscheiden.“ Alle Szenen, in denen die Schwestern zusammen auftreten, wurden mittels Motion-Control-Fotografie gedreht, bei der ein Computer für die exakte Wiederholung der Kamerabewegungen sorgt.

Sie habe, so Svenja Jung, zuerst als Schwester Nummer eins agiert und sich Schwester Nummer zwei nur vorgestellt: „Anschließend wurde ich umgestylt und musste die Szene noch mal aus der anderen Perspektive spielen, wobei sich im Bild kein Detail ändern durfte. Für mich waren diese Doppelgängerszenen die größte Herausforderung.“

„Eine Doppelrolle ist das größte Geschenk für eine Schauspielerin!“

SVENJA JUNG, HAUPTDARSTELLERIN

Die 28-Jährige, die den Weg zum Star ohne Schauspielschule schaffte, kam bei den Tanzszenen ohne Double aus: „Ich habe schon immer viel getanzt und bis zum Alter von 19 Jahren sogar Wettkämpfe auf Turnierebene betrieben. Anschließend war ich in einem Jugendtheater, habe mir eine Agentur gesucht, meine ersten, gut bezahlten Rollen in Krimiformaten bekommen – und meine Gage in Coaches reinvestiert. Seitdem drehe ich regelmäßig.“ Haben ihr die Oben-ohne-Szenen in „Der Palast“ im Vorfeld Angst gemacht? „Kein bisschen“, verrät Svenja Jung. „Der Dreh im coronabedingt menschenleeren Friedrichstadt- Palast, wo wir oft abends von 19 Uhr bis morgens um 8 Uhr gearbeitet haben, hat ja ohne Publikum stattgefunden – das wurde erst später gefilmt. Außerdem hat mir die Figur der Christine, die diese selbstverständliche Weiblichkeit hat, wie sie typisch für viele Ostfrauen ist, eine riesige Freiheit gegeben. Ich fühlte mich sehr sicher am Set.“ Was aber nicht heißt, so Svenja Jung, dass sie sich deshalb auch für den „Playboy“ ausziehen würde.

Drei Fernsehabende lohnt „Der Palast“ allemal. Uli Edel inszeniert die Geschichte eines familiären Heilungsprozesses fesselnd und verknüpft sie grandios mit der Perspektive sozialistischer Künstler auf die zerfallende DDR. Einen heimlichen Star hat der Dreiteiler auch: den legendären Friedrichstadt-Palast.

MIKE POWELZ