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Dosenmedaille: Eine unbekannte Dosenmedaille aus Pappe ohne Jahr (1841) – Ein Entwurf?


Münzen & Sammeln - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 25.09.2019

Schraubtaler und Steckmedaillen kann man heute relativ oft in Auktionen finden. Es wurden in den letzten Jahrzehnten doch etliche grosere Sammlungen aufgelost. Unbekannte Stucke sind sehr selten darunter, sind doch die meisten Schraubtaler und Steckmedaillen durch die neuere Literatur und das Internet veroffentlicht worden. Umso uberraschender ist es, das nun doch noch ein unbekannres wurttembergisches Exemplar aufgetaucht ist, obwohl die wurttembergischen ...

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Bildquelle: Münzen & Sammeln, Ausgabe 10/2019

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Schraubtaler und Steckmedaillen kann man heute relativ oft in Auktionen finden. Es wurden in den letzten Jahrzehnten doch etliche grosere Sammlungen aufgelost. Unbekannte Stucke sind sehr selten darunter, sind doch die meisten Schraubtaler und Steckmedaillen durch die neuere Literatur und das Internet veroffentlicht worden. Umso uberraschender ist es, das nun doch noch ein unbekannres wurttembergisches Exemplar aufgetaucht ist, obwohl die wurttembergischen Munzen und Medaillen von U. Klein und A. Raff in den suddeutschen Munzkatalogen hervorragend und umfassend beschrieben wurden. Ein internationaler Handler hatte es im Angebot. Da das Stuck einige Besonderheiten aufweist, ist anzunehmen, das es sich um einen Entwurf handelt, der nicht fur den Verkehr bestimmt war. Es gibt einige Punkte, die fur einen Entwurf sprechen: Der Deckel ist ohne Rand, das heist, er hat auf der Dose keinen Halt. Der Rand der Dose hat ein gepragtes, goldenes Band das nicht um die ganze Dose herumreicht, es fehlt ca. ein Drittel des Bandes. Auf der Dosen-Unterseite, ausen, ist in der Mitte eine kleine vergoldete Medaille mit dem erhabenen Portrat des Konigs Wilhelm von Wurttemberg. Diese Medaille gehort wohl oben auf den Deckel, man denke nur an den schnellen Abrieb. Das die Einlagen keine Kupferstiche mehr sind, sondern Lithografien entspricht der neueren Zeit, man denke nur an die verschiedenen Stadte-Andenken-Medaillen aus Pappe, die meistens aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen und alle nur noch mit Lithografien bestuckt sind.
Die Dose ist trotz einiger Fehler – oder gerade wegen dieser Fehler – ein interessantes Zeitzeugnis.

Abbildungen verkleinert. Deckel ausen: Goldener Stern, umrandet von einem schwarzen Stern auf rotem Grund. Deckelinnenseite: Lithografie, Kronprinz Karl von Wurttemberg im Kreis seiner Offiziere. Dosenboden, ausen: Kleine Portratmedaille mit dem erhabenen Kopf und Umschrift: WILHELM Konig von WURTTEMBERG darunter die teilweise ungenaue Signatur P (ungenau) und B. umgeben von schwarzem Stern auf rotem Grund. Dosenboden innen: Im goldenen Kreis, Zur / FEYER/ des / Jubelfestes / der 25 jahrigen Regierung / Sr. Majestat des Konigs / WILHELM von Wurttemberg. Inhalt: Neun zusammenhangende Lithografien auf die Teilnahme der wurttembergischen Truppen am Befreiungskrieg 1814. Die Bilder sind beschrieben: Epinal, Brienne, Sens, Monteraux, Arais, Fere Champenois, vor Paris, in Paris, Einzug in Stuttgart. Die Ortsbezeichnungen entsprechen in der Hauptsache den Kupferstichen der Steckmedaille von Th. Stettner (siehe E. Presler, Schraub- und Steckmedaillen, Nr. 431). Die Medaille auf der Unterseite ist beschrieben bei Klein/Raff, „Die Wurttembergischen Medaillen von 1797–1864“, unter der Nr. 96a. Die Signatur P B weist auf Peter Bruckmann, Heilbronn, als Stempelschneider hin. Die Dose hat einen Durchmesser von 4,6 mm und eine Hohe von 5 mm, die Portratmedaille hat einen Durchmesser von 18 mm. Die Einlagen haben einen Durchmesser von 39 mm. Das Gesamtgewicht betragt 5,6 g.