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DOUG HOLLIDAY


The Unleashed - epaper ⋅ Ausgabe 22/2019 vom 15.08.2019

Interview von Frank Bergmann

★★★TEIL 1 ★★★

Bilder: Doug Holliday

Wie bist du zum Rock & Roll gekommen und dazu, Gitarre zu spielen?
Haha... Ok, das ist eine etwas längere Story. Also, alles begann im Sommer 1976, als ich 11 Jahre wurde und mir meine Mama einen Plattenspieler zum Geburtstag schenkte. Damit ich mit dem Teil aber auch Musik abspielen konnte, bekam ich auch gleich mal meine erste Langspielplatte dazu und das war eine Scheibe von Elvis-25 Golden Hits. Schon beim ersten Abspielen hat mich diese seinerzeit fast gänzlich unbekannte Musik sofort geflasht und mir war klar, davon muss ich noch ...

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Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 22/2019

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Etwas später, ums genauer zu sagen, zu Weihnachten im gleichen Jahr bekam ich eine weitere LP (diesmal von meinem Vater) geschenkt, Chuck Berry Live in London 1972, und ab dem Moment stand für mich fest, dass ich das, was ich da hörte, auch unbedingt selbst machen will und so kam ich zum Gitarrespielen. Im darauffolgenden Frühjahr habe ich mich im Jugendzentrum in Sprockhövel, wo ich damals wohnte, zu einem Gitarrenkurs angemeldet. Nach ca. 1½ Jahren war ich der einzige meiner Gruppe, der es geschafft hatte, in den Fortgeschrittenenkurs aufzusteigen. Leider konnte mein Gitarrenlehrer (Marcel Beckers von der Jazz-Rock-Band „Fritz Brause“) den Kurs aber nicht mehr weiterführen und so hat er mir vorhergesagt, dass wenn ich immer fleißig weiter übe, immer am Ball bleibe, mich niemals beirren oder gar entmutigen lasse, aus mir bestimmt irgendwann, eines Tages mal ein richtig guter Gitarrist werden würde. Diese Prophezeiung hab ich mir so sehr zu Herzen genommen, dass so ziemlich alles andere, was man so in der Pubertät anstellt, unbeachtet ließ …außer die Mädels natürlich;)
Rockmusik, und speziell alle Rock’n’Rollverwandten Stile, spielten von da an die prioritäre Rolle in meinem Leben. Und das hat sich bis heute in keiner Weise geändert.

Wir haben dann noch ca. 4 mal geprobt und sind dann im Frühjahr 2018 für die ersten Aufnahmesessions nach Hannover ins Studio gegangen. Dann kam ein längere Sommerpause und danach haben wir weiter im Winter18/19 Studiomäßig weitergearbeitet.
Im Herbst 2019 soll nun die Scheibe erscheinen und da freuen wir uns ganz besonders drauf. Wo und wann die Release-Party stattfinden soll, wird natürlich noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Es gab in den 90ern ein Country-Projekt unter dem Namen Steve Weatgrass, bei dem auch „Mojo“ Roller dabei war, mit dem du schon bei den Cruisers die Bühne geteilt hast. Was ist aus der Band geworden?
STEVE WEATGRASS & BAND war für mich persönliche so eine Art Studienreise in den Hauptbestandteil der Rockabillymusik. Ich wollte einfach nur etwas mehr dazulernen und im Kern verstehen, wie sich Rockabillymusik wirklich zusammensetzt. Country, bzw Hillbilly stellen den „weißen“ Anteil dar, während Rhythm & Blues den schwarzen Anteil dazugeben. Mit zweiterem kannte ich mich bereits etwas aus, Country, Hillbilly, Bluegrass sowie Westernswing, waren mir seinerzeit nur Begriffe, die lediglich ein klischeehaftes Bild von Cowboys und Westernromantik auf meinen inneren Screen zeichneten. Mein größtes Idol dieses Genres war und ist auch immer noch Hank Williams sen. Ab den 90ern kamen dann noch Dwight Yoakam, Alan Jackson sowie einige Country Stars der 60er und 70er dazu. Aber selbst mal Countrymusic zu spielen, hatte ich nicht so wirklich in Erwägung gezogen-obwohl ich diese Musik auch damals (während der 80er) schon sehr mochte. Keine Ahnung, warum… Anyway…als 2007 einer meiner besten Musikerfreunde (Rocking Mojo Roller), mit dem ich viele Jahre und Hunderte von Konzerten gespielt habe, aus dem Leben schied, musste ich erstmal eine Pause machen, um den Schock und die Trauer besser verdauen zu können. 2008 habe ich dann versucht, seinen Platz in der Band würdig zu füllen, indem ich diesen durch den Wahnsinns-Fiddler“ Franz Pink (KC Williams Band) auffüllte. Da sich SW&B ausschließlich aus erstklassigen Vollprofimusikern zusammensetzte und ich seinerzeit bereits in Genf lebte, wurde es immer schwieriger, alle Mann unter einen Hut zu bekommen und so haben wir uns schweren Herzens dazu entschließen müssen, Freunde im Geiste zu bleiben, aber fortan nicht mehr zusammen zu musizieren… schade, das war eine echt sehr coole Band…

★★★Teil 2 folgt im nächsten Heft! ★★★