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Dr. Hund macht uns gesund


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 26.01.2022

GESUNDHEIT

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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 5/2022

Nina Ruge, 65

Hilft Tieren in Not

„Geht ins Tierheim! Dort findet ihr das perfekte Haustier“

TV-Moderatorin Nina Ruge liebt Tiere. Es bricht ihr fast das Herz, dass seit Corona allein in München so viele Vierbeiner im Heim gelandet sind, weil sich ihre Besitzer die Tiere voreilig angeschafft haben. „Manchmal sogar, um der Ausgangsbeschränkung zu entgehen!“, ärgert sich Ruge.

Sie hofft, dass die Corona-Tiere bald ein neues Zuhause finden.

Sie sind nicht nur total niedlich und liebenswert, sie beeinflussen auch unser Wohlbefinden positiv. Mit Haustieren zusammen zu leben stärkt nachweislich die Gesundheit und kann sogar wie Medizin wirken. Und das aus vielen Gründen:

Ganz kuschelig runterkommen

Immer wieder belegen wissenschaftliche Untersuchungen: Das Zusammensein mit einem Tier senkt den Blutdruck und sorgt für einen entspannteren Umgang mit Stress. So wurden Mitarbeiter der New Yorker Börse im ...

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... Rahmen einer Studie extrem stressigen Faktoren ausgesetzt. Die eine Gruppe bekam einen Hund, den sie zwischendurch knuddeln durfte. Die andere hatte keinen tierischen Begleiter. Das Ergebnis: Bei der Hund-Gruppe ließen Stresssymptome wie Blutdruckanstieg, erhöhte Herzfrequenz und Schweißausbrüche rascher nach. Gleichzeitig wurden mehr Glückshormone wie Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Auch eine schnurrende Katze zu streicheln hilft übrigens prima, Stress abzubauen. Das Streicheln reguliert den Blutdruck und beruhigt den Atem. Halter einer Samtpfote sollen deshalb ein geringeres Herzinfarktrisiko haben als Menschen ohne Katze. Russische Sportmediziner therapieren sogar Spastiken mit Schwingungen in der Frequenz des Schnurrens.

Die Psyche profitiert

Auch aufs Seelenleben wirken Vierbeiner heilsam: Tierhalter kommen zum Beispiel leichter mit anderen Menschen in Kontakt. Alleinstehende mit Hund oder Katze leiden deshalb seltener unter Einsamkeit. Die Nähe zu den Tieren tut auch Senioren gut, denn Tiere zu versorgen ist eine sinnvolle Aufgabe. Das ist wohl einer der Gründe, warum Menschen mit Haustier ein längeres Leben prophezeit wird als Mitbürgern ohne tierischen Gefährten. Übrigens: Auch die Partnersuche gestaltet sich dank tierischem Anhang offensichtlich etwas einfacher: Rund drei Viertel der Hundehalter geben bei Befragungen an, dass ihnen ihr Vierbeiner das Flirten erleichtert.

Aktiver mit Tieren

In Sachen Herz-Kreislauf-Gesundheit erfüllt der sprichwörtlich beste Freund des Menschen seine Aufgabe perfekt: Wer mit Wuffi unter einem Dach wohnt, kommt zwangsläufig weitaus häufiger auf die von Ärzten empfohlene Bewegungszeit von täglich etwa 30 Minuten als Nicht-Hundebesitzerinnen. Der Vierbeiner drängt schließlich auch raus, wenn die Witterung eher Sofazeit ansagt. Das bringt weitere Vorteile mit sich: Die frische Luft bei Wind und Wetter stärkt die Immunabwehr und regelmäßige Spaziergänge sorgen dafür, dass Infekte seltener auftreten.

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Zahl der Woche Millionen Haustiere leben in Deutschland. Damit ist in fast jedem 2. Haushalt ein Tier mit von der Partie.

Alleinstehende mit Hund leben länger

Eine große Studie schwedischer Wissenschaftler bestätigt ebenfalls das Herz-Kreislauf-Plus durch Hunde. Die Untersuchung erhob die gesundheitliche Verfassung von mehr als drei Millionen Männern und Frauen über zwölf Jahren. Die Ergebnisse verblüffen: Eigentlich gehören Singles zu einer Risikogruppe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Leben Alleinstehende jedoch mit einem Hund zusammen, sinkt ihr Risiko, an Herz oder Gefäßen zu erkranken, um ein Drittel. Die Gefahr, daran zu sterben, verringerte sich gar um mehr als zehn Prozent! Und es gibt noch ein weiteres Gesundheitsplus durchs Gassigehen: Statistisch gesehen sind Hundebesitzer seltener übergewichtig.

Chris Evans, 40

Liebe auf den ersten Blick

„Ich wusste sofort, dass Dodger mit mir nach Hause kommen würde“

Als der „Captain America“ eine Szene seines Films „Gifted“ im Tierheim drehte, war es sofort um ihn geschehen. Dort begegnete er dem kleinen braun-weißen Dodger. „Der Kleine versuchte so angestrengt, sitzen zu bleiben, obwohl er unbedingt aus seinem Käfig wollte!“, twitterte der US-Schauspieler und postete ein Video von seinem neuen Freund.

Ein Traum für Kinder

Und nicht nur für Große sind tierische Gefährten Balsam für Körper und Seele, auch für Kleine sind Hunde ebenso wie andere Haustiere eine echte Bereicherung. Kinder fühlen sich besonders l

l verbunden mit Tieren. Denn man versteht einander auch ohne Sprache – durch Gestik, Mimik und Berührung. Experten sind sich sicher, dass Tiere die kindliche Psyche stärken. Sie helfen, Freundschaften zu knüpfen, sind Kameraden und Tröster. Sie helfen auch, ein Gefühl von Heimat und von Verbundenheit zu entwickeln, was wichtig ist, damit sich die Kleinen gesund entwickeln und ihren Platz in der Welt finden können. Forscher der Universität Cambridge konnten sogar nachweisen, dass das emotionale Band zwischen Tier und Kind oft eine größere Befriedigung verschafft als die Beziehung zu Bruder oder Schwester. Denn in unserer hektischen Welt wird es auch für Kinder immer schwieriger, sich zurechtzufinden und stabile, vertrauensvolle Beziehungen zu knüpfen, die für sie besonders wichtig sind. Und Tiere sind häufig besonders gut in der Lage, die Signale eines Kindes sehr feinfühlig wahrzunehmen und prompt und angemessen darauf zu reagieren.

Fit für die Zukunft

Noch ein Plus: Tiere sind nicht nachtragend. Und nicht nur das Immunsystem von Erwachsenen profitiert von Haustieren wie Hunden, die sie an die frische Luft bringen, auch das Abwehrsystem von Kindern wird trainiert: Kinder, die früh in ihrem Leben Kontakt zu Tieren hatten, leiden signifikant seltener an Allergien oder Asthma, bestätigten mehrere Studien. So fehlen Schüler mit Hund pro Jahr weniger im Unterricht und haben mehr Antikörper im Blut, fanden britische Forscher heraus.

WAS BELLO GAR NICHT MAG

Was Hunde an Frauchen und Herrchen stört? Das feste Geknuddel etwa. Für uns schön, für Vierbeiner eher Stress. Doch sie sind gutmütig, deshalb ertragen sie es meist geduldig. Auch langer Blickkontakt nervt Hunde. Sie selbst schauen uns Menschen nur kurz an, wenden den Blick ab und signalisieren damit: Alles ist gut, ich bin friedlich drauf. Und: Nichts ist schlimmer, als wenn Frauchen die Futterzeiten ändert oder Herrchen spazieren geht, wann es ihm passt. Hunde lieben Routine, Beständigkeit und Sicherheit. Dann sind sie für uns Menschen die besten Kumpel.

Barack Obama, 60

Vermisst First Dog Bo

„Unsere Familie hat einen treuen Freund und loyalen Gefährten verloren“

Der ehemalige Präsident der USA liebte es, mit seinem Portugiesischen Wasserhund Bo zu spielen, der mehr als zehn Jahre lang bei den Obamas zu Hause war und mit im Weißen Haus lebte. Dann bekam er Krebs und der Tag, an dem sich die Obamas von ihm verabschieden mussten, war ein sehr trauriger.

Hunde helfen lesen lernen

Die Stimmung heben Hunde genauso, wenn sie Kindern helfen. Beim Lesehund-Projekt etwa, das Kimberly-Ann Grobholz 2008 in Deutschland gründete, lesen Kinder mit Leseschwäche Hunden vor. Die Tiere hören einfach nur zu und kritisieren nicht. Das hilft den Kindern sehr, ihre Fertigkeiten zu trainieren. Das geht übrigens genauso mit Schildkröten oder Kaninchen, auch sie sind ruhige Gefährten und verbreiten eine entspannte Atmosphäre.

Auf die Gesundheit der Vierbeiner achten

Bei den vielen Vorteilen fürs eigene Wohlergehen ist natürlich auch das des Tieres wichtig. Es passiert zwar selten, aber Erkältungen und Magen-Darm-Infekte wie das Norovirus können Menschen aufs Tier übertragen. Deshalb im Erkrankungsfall Abstand halten. Auch mit Corona aufpassen: Eine US-Studie zeigte, dass Besitzer das Virus offenbar an ihre Hunde weitergeben können. Also im Fall einer Infektion gilt auch der Fellnase zuliebe: Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen. So bleiben Hund und die Lieben gesund – danke, Dr. Hund!

Reese Witherspoon, 45

Ein Herz und eine Seele mit Bruiser

„Ich werde niemals die Tage vergessen, die wir zusammen verbracht haben“

Auch Reese Witherspoon musste schon um einen tierischen Gefährten trauern. Chihuahua-Hündchen Bruiser war ihr Filmgefährte in „Natürlich blond“, wo sie ihn nie aus den Augen ließ. Aber nicht nur in der Rolle als Elle Woods liebt die Schauspielerin Hunde. Auch im echten Leben kann der Hollywood-Star nicht ohne Fellnasen, der kleine Benji, ein Hund von einer Rettungsorganisation, ist das ganze Glück der Familie.