Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 9 Min.

DRAMA: HILFE! ICH BIN HIER UNTEN


Reader´s Digest Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 27.04.2020

Beim Schneeschuhwandern in den Pyrenäen stürzt Yannik Niez in eine tiefe Felsspalte. Niemand weiß, wo er sich befindet


Artikelbild für den Artikel "DRAMA: HILFE! ICH BIN HIER UNTEN" aus der Ausgabe 5/2020 von Reader´s Digest Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reader´s Digest Deutschland, Ausgabe 5/2020

Freitag, 20. Mai 2019. Yannick Niez wirft seine Schneeschuhe und seinen Rucksack ins Auto. Es ist ein sonniger Tag, kurz vor zehn Uhr in Poey-d’Oloron, einem Dorf nahe der spanischen Grenze. In der Ferne wirkt der Gipfel des Pic d’Anie in den französischen Pyrenäen wie ein Gemälde in zarten Schattierungen. Doch Niez weiß, dass die Bedingungen am 2504 Meter hohen Berg tückisch sind. Wenn der Wind dreht, kann das Wetter rasch umschlagen.

Dieser Morgen ist wolkenlos, und da Yannik Niez einen ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 1,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Reader´s Digest Deutschland. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 5/2020 von ZUALLERERST: Lesen hilft auch in der Krise. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ZUALLERERST: Lesen hilft auch in der Krise
Titelbild der Ausgabe 5/2020 von HELDEN: Hilfe in höchster Not. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HELDEN: Hilfe in höchster Not
Titelbild der Ausgabe 5/2020 von GESUNDHEIT: Was verursacht trockene Augen?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GESUNDHEIT: Was verursacht trockene Augen?
Titelbild der Ausgabe 5/2020 von Selten und tödlich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Selten und tödlich
Titelbild der Ausgabe 5/2020 von NEUES AUS DER WELT DER MEDIZIN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEUES AUS DER WELT DER MEDIZIN
Titelbild der Ausgabe 5/2020 von GUTE NACHRICHTEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GUTE NACHRICHTEN
Vorheriger Artikel
IM FOKUS: „Diesmal müssen wir gewinnen!“
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Essen Sie sich gesund
aus dieser Ausgabe

... Tag frei hat - er arbeitet in einer Fabrik für Flugzeuglandesysteme -, möchte er den Schnee ausnutzen, bevor ihn die Frühlingssonne wegtaut.

Vom kleinen Bauernhaus seiner Eltern aus sind es 50 Kilometer mit dem Auto. Niez ist ganz darauf konzentriert, schnell in die Berge zu kommen und dort seine Ruhe zu haben. Er denkt gar nicht daran, seinen Eltern eine Nachricht zu hinterlassen, damit sie wissen, was er vorhat.

Yannik Niez ist hochgewachsen, hat dunkles Haar und einen ernsthaften Gesichtsausdruck. Der 42-jährige geschiedene Vater lebt seit zwei Jahren bei seinen Eltern. Er vermisst seinen Sohn, den siebenjährigen Yaël, doch grundsätzlich macht es ihm nichts aus, allein zu sein. Manchmal ist es ihm sogar lieber. Auf einem Rockkonzert, im Kino oder bei einem Ausflug wie heute kann er sich einfach treiben lassen. Das gefällt ihm.

Wie oft er schon hier war! Erst als Kind, in Begleitung seines Vaters, dann als Heranwachsender, der sich lieber draußen herumtrieb, als in der Schule zu sitzen, und nun freut er sich darauf, dass er eines Tages seinen Sohn hierher mitnehmen wird.

Niez fährt langsamer, um sicher durch die Serpentinen zu kommen, die sich zum Col La Pierre Saint-Martin hinaufwinden. Der Wald wird immer lichter und gibt schließlich den Blick frei auf weite, mit Schnee, Geröll und Gestrüpp bedeckte Flächen. Auf rund 1650 Metern Höhe parkt Niez sein Auto. Es ist das Einzige weit und breit.

Er schnallt sich die Schneeschuhe an, zieht den Reißverschluss seiner leichten Regenjacke zu und nimmt den Rucksack auf den Rücken. Es ist zwar fünf Grad warm, doch es liegen noch rund 30 Zentimeter nasser Frühlingsschnee. Darunter befindet sich Kalkstein mit Rissen und tiefen Einschnitten oder Spalten, die durch ablaufendes Wasser und Kalkablagerungen entstanden sind.

„Vorsicht“, mahnt Niez sich beim Losgehen, als er in alte Skispuren tritt, die jemand hinterlassen hat. Der erfahrene Schneeschuhgeher weiß, wo er hintreten muss, und erkennt die Spalten unter dem Schnee. Mit weit ausschwingenden Armen setzt sich der 42-Jährige in Bewegung.

Yannick Niez ist gern allein in den Bergen seiner Heimat unterwegs - zu Fuß, auf Skiern oder mit Schneeschuhen


Yannick Niez genießt die Stille. Bald schon rinnt ihm der Schweiß übers Gesicht. Wie gut sich das anfühlt. Er will ein paar Stunden hier oben verbringen, dann heimfahren und abends vielleicht noch ausgehen.

Nach einer anstrengenden Stunde pausiert Niez gegen Mittag auf einer Anhöhe und holt seine Wasserflasche und ein Schinkenbrot aus dem Rucksack. „Ich habe alles, was ich brauche“, denkt er und lässt den Blick schweifen. „Die Berge, das Meer, meine Eltern, meine Freunde und meinen Sohn Yaël.“

Erfrischt macht er sich wieder auf den Weg. Es ist kurz nach halb eins. Eins-zwei, eins-zwei - Niez versinkt ganz in dem Rhythmus. Er läuft ohne festen Plan oder bestimmte Route. Er freut sich einfach, im Freien zu sein und seinen Körper zu fordern. Es geht abwärts, dann wieder hinauf. Sein Blick scannt ständig den Boden vor ihm ab. Dann plötzlich gibt der Schnee unter ihm nach, und er fällt und fällt …

Niez landet mit dem Rücken auf einem Schneehaufen. Seine Schneeschuhe zeigen im rechten Winkel nach oben. Über sich sieht Niez Felswände aufragen - so hoch wie ein dreistöckiges Gebäude. Sie sind von glitzerndem Eis überzogen. Selbst spät am Nachmittag schmilzt es noch und tropft auf seinen Kopf.

Yannick Niez ist auf einer Schneebrücke gelandet, einem 1,5 Meter breiten Vorsprung in zwölf Metern Tiefe. Er kann nicht sehen, wie tief die Spalte ist. Prüfend krümmt Niez seine Finger und Zehen, lässt die Hand gelenke kreisen, bewegt Rumpf, Schultern und Hals. Er zittert zwar, doch ihm fehlt sonst nichts.

„Also gut“, sagt er sich. „Ruhe bewahren. Du kommst hier schon raus.“

Vorsichtig greift Niez mit der Hand in seine Tasche und zieht sein Handy heraus. Er befindet sich aber so tief unten, dass er keinen Empfang hat - auch nicht, wenn er sich aufrichtet und das Handy über den Kopf hält.

Niez erinnert sich an seinen Wehrdienst vor mehr als 20 Jahren und versucht, ruhig zu bleiben. Mit den Händen streicht er über die Felswand auf der Suche nach Halt, um hinaufzuklettern. Doch das erscheint aussichtslos: Die eisige, angetaute Wand ist rutschig und voller rasiermesserscharfer Grate.

„Hilfe!“, ruft Yannick Niez verzweifelt. „Ich bin hier unten!“

Nichts. Der 42-Jährige weiß: Sein Auto war das einzige auf dem Parkplatz. Es ist unwahrscheinlich, dass sonst noch jemand unterwegs ist.


BEIM EINSCHLAFEN FRAGT SICH YANNICK NIEZ: „WANN WERDE ICH WOHL VERMISST?“


Er streift das trockene T-Shirt über, das er im Rucksack hatte, zieht die Jacke wieder an und schlingt die Arme um seinen Körper. Es wird langsam dunkel. Niez zieht sich die Kapuze seiner Jacke über den Kopf, rollt sich zusammen, stemmt sich mit den Stiefeln gegen die eine Wand der Gletscherspalte und stützt Kopf und Schultern gegen die andere.

Beim Einschlafen fragt er sich: „Wann werde ich wohl vermisst?“

¾ Samstag, 21. Mai Yannicks Eltern, Georges Niez und seine Frau Georgette, sitzen im Esszimmer. Sie bemerken beim Blick aus dem Fenster, dass das Auto ihres Sohnes nicht vor dem Haus steht.

„Ist er denn überhaupt heimgekommen?“, fragt der 68-jährige ehemalige Maschinenschlosser. Er macht sich keine Sorgen, Yannick bleibt schließlich immer mal wieder ein, zwei Tage weg, ohne Bescheid zu sagen.

Georgette, 64, klopft an die Zimmertür ihres Sohns. Als niemand antwortet, schaut sie hinein. „Er hat nicht hier geschlafen“, stellt sie fest und versucht, nicht besorgt zu klingen. Die 64-Jährige packt zwei kleine Reisetaschen, weil sie am nächsten Morgen mit dem Zug nach Toulouse fahren wollen, wo ihrer jüngerer Sohn David lebt. Georgette hat dort am Montagmorgen einen Arzt termin, und die beiden wollen den Sonntagabend mit ihrem Sohn verbringen.

Doch die Stunden vergehen, und als sich Yannick nicht meldet, fragt Georgette Niez ihren Mann: „Warum ruft er denn nicht an?“

Nachmittags fällt ihr ein, dass ihr Sohn ein paar Tage zuvor auf den schneebedeckten Pic d’Anie in der Ferne gezeigt hatte. „Vielleicht ist er ja dort?“, überlegt sie. Am frühen Abend rufen sie Yannicks Ex-Frau an, doch sie hat auch nichts von ihm gehört.

Um 20.20 Uhr sind die beiden so beunruhigt, dass sie ihren Sohn bei der Polizei im nahen Oloron-Saint-Marie als seit etwa zehn Uhr am Vortag vermisst melden.

„Also, er ist auch früher schon mal zwei Tage weggeblieben“, gibt Georges zu bedenken. „Vielleicht ist er zum La Pierre Saint-Martin gefahren.“

„Warten Sie ab“, sagt man ihnen. „Fahren Sie morgen wie geplant nach Toulouse. Wir leiten zwar gleich die Fahndung nach Yannicks Wagen ein, doch das kann dauern.“

An dem Morgen, als Georgette und Georges Niez feststellen, dass ihr Sohn nicht nach Hause gekommen ist, erwacht dieser fröstelnd in der Felsspalte. Der Wind pfeift unaufhörlich, es schneit heftig und die Schneeflocken wirbeln bis zu ihm hinunter.

„Ich muss mich warm halten“, denkt Yannick Niez. „Bis ich gefunden werde, ist die Kälte mein schlimmster Feind.“ Mit steifen Fingern schnürt er seine Stiefel auf und merkt, dass seine Füße angeschwollen sind, weil er sich nicht bewegt hatte. Also steht er auf und läuft hin und her, so gut das auf dem engen Raum möglich ist.

Er sammelt eine Handvoll Schnee, wartet, bis dieser geschmolzen ist, und trinkt. Er schält eine der beiden Bananen, die er noch im Rucksack hat. Das ist sein ganzer Vorrat. Er teilt ihn sich gut ein. „Bei diesem Wetter werden sie heute nicht nach mir suchen. Aber vielleicht ist ja ein Langläufer oder Schneeschuhwanderer unterwegs“, hofft er.

Niez ruft um Hilfe, doch der Wind schluckt seine Stimme. Er versucht wieder zu klettern. Mit blutigen Fingern und Knöcheln gibt er schließlich frustriert auf und setzt sich hin. Er denkt an seine Eltern, seinen Bruder, vor allem aber an seinen Sohn Yaël.

Doch dann verbannt er jeden Gedanken an sie. „Man wird mich finden“, sagt er laut. „Für mich ist es noch zu früh zum Sterben.“

¾ Sonntag, 22. Mai Nach Ermittlung des letzten Mobilfunkmasts, mit dem Niez’ Handy verbunden war, dauert es sechs Stunden, bis alle Parkplätze in der Reichweite der Funkzelle überprüft sind und die Polizei schließlich sein Auto entdeckt. Es steht am Ausgangspunkt mehrerer Routen. Inzwischen ist es zwei Uhr.

Später am selben Morgen teilt die Polizei Georges und Georgette Niez mit, dass die Suche offiziell erst Montagmorgen eingeleitet würde. Sie wollen abwarten, ob Niez sich zum Dienst in der Fabrik meldet. Georgette ist außer sich. „Mein Sohn ist da irgendwo auf dem Berg, und ich kann nur abwarten?“

In seiner Spalte wartet Yannick Niez ebenfalls - den ganzen Sonntag. „Was, wenn sie gar nicht nach mir suchen?“, fragt er sich. Er muss weiter versuchen, sich selbst zu befreien.

Er macht, was ihm in den letzten 47 Stunden zum Lebensinhalt geworden ist: Er trinkt geschmolzenen Schnee, kaut kleine Bananenstückchen, formt die Hände zum Trichter und ruft um Hilfe, hebt sich auf seine schmerzenden, geschwollenen Füße und versucht, hinauszuklettern, scheitert und döst vor sich hin. Das tut er im Wechsel den ganzen Tag, bis es so dunkel ist, dass er nur noch schlafen kann.

Fünf Tage lang warteten David, Georges und Georgette Niez (von links) auf eine Nachricht ihres Angehörigen


¾ Montag, 23. Mai Eine 30-köpfige Suchmannschaft aus Polizisten und Feuerwehrleuten ist den ganzen Tag zu Fuß und auf Skiern unterwegs und sucht ein Raster in einem Umkreis von zehn Kilometern ab. Ihre Rufe verhallen unbeantwortet.

Als Georges und Georgette Niez erfahren, dass Yannick nun offiziell als vermisst gilt, fahren sie mit David von Toulouse so schnell wie möglich zum Berg. Sie kommen am Nachmittag an.

Der dichte Nebel hat sich endlich gelichtet und der Schneefall lässt nach.

Georges Niez fragt einen Koordinator der Suchaktion: „Was geschieht nun?“

„Jetzt ist das Wetter besser, da können wir einen Hubschrauber hochschicken“, erklärt Major Didier Péricou, ein Polizeibeamter mit Spezialausbildung zum Bergretter.

Der Pilot überfliegt das Gebiet eine Stunde lang, findet jedoch keine Anhaltspunkte - weder eine Bewegung noch Schneeschuh abdrücke. Die Suche wird für diesen Tag eingestellt, und gegen 20 Uhr kehren Georges, Georgette und David Niez in das Haus in Poey-d’Oloron zurück, sitzen im Esszimmer und starren auf das Telefon.

Für den Vermissten ist der vierte Tag in der Felsspalte wie die anderen zuvor: Yannick Niez ruft um Hilfe und trinkt geschmolzenen Schnee, der ihm die Illusion verschafft, dass sein Bauch voll ist. Ihm wird immer kälter, und er ist des Wartens so müde.

¾ Dienstag, 24. Mai Yannick Niez erwacht aus unruhigem Schlaf. Es waren vier lange Tage, und er kennt gar kein anderes Gefühl mehr, als kalt und verkrampft zu sein. Entschlossen weigert der 42-Jährige sich jedoch, aufzugeben oder zu akzeptieren, dass er sterben könnte.

Er hört noch immer den Wind, doch zum ersten Mal, seit er in die Spalte gestürzt ist, sieht er blauen Himmel. Am späten Vormittag hört er Stimmen. Niez richtet sich mühevoll auf und ruft, so laut er kann: „Ich bin hier unten!“ Keine Reaktion.

Yannick Niez setzt sich wieder hin, döst ein, wird aber von einem Geräusch geweckt. Schrapp, schrapp, schrapp … ein Hubschrauber! Er schreit und winkt mit den Armen. „Ich bin hier - hier, hier!“ Doch der Hubschrauber dreht ab und fliegt davon. Zum ersten Mal seit er ein kleiner Junge war, fällt Niez auf die Knie und betet: „Bitte, lieber Gott, ich will leben. Bitte lass mich leben.“

¾ Mittwoch, 25. Mai Ein sonniger Tag bricht an, und der Schnee ist geschmolzen, als sich die Suchmannschaft um acht Uhr sammelt. Alle wissen, dass die Chancen, Niez lebend zu finden, nach fast fünf Tagen gering sind. In Zweierteams ziehen sie los und schauen in Felsspalten, die der Schnee zuvor verdeckt hatte.

Für Yannick Niez ist Zeit bedeutungslos geworden. Aus dem Felsspalt hat er den Himmel immer wieder hell, dunkel, hell und wieder dunkel werden sehen. Wird er so enden - eingeschlossen in einem kalten Kalksteingrab? „NICHT an den Tod denken.“

Da hört der 42-Jährige plötzlich Stimmen direkt über sich. „Ich bin hier unten!“, ruft er.

Die Stimmen verstummen. Dann hört er: „Yannick? Yannick Niez?“

„Ja, ich bin hier unten!“

Am Nachmittag treffen Georgette und Georges mit dem kleinen Yaël im Krankenhaus ein, wo der Gerettete wegen Unterkühlung behandelt wird. Als er seinen Sohn in die Arme nimmt, sieht Yannick Niez erschöpft aus. „Sag uns in Zukunft bitte immer, wo du hingehst“, ermahnt ihn seine Mutter.

Komm, leb mit mir und liebe mich, ich will die Wonne lehren dich, die Wiesen, Berge, Wald gewähren, die Schönheit der Natur dich lehren.

CHRISTOPHER MARLOWE, ENGL. DICHTER (1564-1593)


Fotos: © cyril garrabos