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Dreamforce 2021: Salesforce und Slack werkeln am Digital Headquarter


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Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 41/2021 vom 04.10.2021

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Wie manch anderer Hersteller setzt auch der CRM-Spezialist Salesforce darauf, dass die Coronapandemie eine bleibende Wirkung auf die Geschäftswelt ausübt und die Digitalisierung weiter vorantreibt. „Unsere Denkweise über Arbeit hat sich gewandelt, von einem Ort, an den man geht, zu etwas, das man tut“, erklärt Bret Taylor, President und Chief Operating Officer von Salesforce, das Kernthema der diesjährigen, mit 1.000 Live-Gästen hybrid stattfindenden Hausmesse Dreamforce. „Jedes Unternehmen braucht ein digitales Hauptquartier, um seine Mitarbeiter, Kunden und Partner zu verbinden und in einer Welt, in der man von überall aus arbeiten kann, erfolgreich zu sein.“

Als Unternehmen im Jahr 2020 pandemiebedingt den plötzlichen Wechsel zu Remote Work vollzogen, hätten die meisten einfach die ortsgebundenen Arbeitsabläufe in die virtuelle Welt übertragen, führt der Salesforce- Manager weiter aus. Heute sei klar, dass der Arbeitsplatz nicht mehr so sein wird, wie er einmal war. Neun von zehn Unternehmen planten ein hybrides Modell für die Zukunft, weshalb die Unternehmen die Prozesse und Instrumente, auf die sie sich bisher verlassen haben, für die digitale Welt neu erfinden müssten – etwa persönliche Besprechungen, E-Mail-Kommunikation und Website-Auftritt.

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Co-Architekt beim Aufbau eines solchen digitalen Hauptquartiers, das flexiblere, integrativere und produktive Arbeitsweisen ermöglichen soll, ist der Ende 2020 übernommene Collaboration-Spezialist Slack. Nachdem Salesforce im August bereits neue Slack-Integrationen in den Bereichen Vertrieb, Service, Marketing und Analytik (Tableau) eingeführt hatte, stehen nun Integrationen für die meisten Produkte auf dem Programm, darunter Commerce, Experience, Platform, Trailhead, Mulesoft und Quip, sowie für diverse Branchen-Clouds und -Produkte.

„Ihr digitales Hauptquartier aufzubauen bedeutet, dass Sie sorgfältig über die digitale Infrastruktur nachdenken, die jeden in Ihrem Unternehmen verbindet und ihnen hilft, neue Wege zu finden, um innovativ zu sein, zusammenzuarbeiten und in Verbindung zu bleiben“, erläutert Stewart Butterfield, CEO und Mitbegründer von Slack. Es gehe nicht darum, die bestehenden Arbeitsmuster in einen virtuellen Raum zu übertragen, sondern die Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird, grundlegend neu zu gestalten.

Video-Clips statt Live-Meetings

Ein Problem, das Salesforce und Slack dabei unter anderem angehen, sind die hohe Anzahl an – häufig zeitlich schlecht getakteten – Videokonferenzen, Stichwort Zoom-Fatigue. „Wenn uns die gemeinsame Erfahrung mit Remote Work etwas gelehrt hat, dann, dass wir die Vorteile von flexibler, verteilter Arbeit genießen und neue Wege finden können, um produktiv zu sein“, erklärt Butterfield. Aber die Art, wie und wann wir mit Teammitglie- dern zusammenarbeiten – etwa bei dem Versuch, eine synchrone Besprechung über mehrere Zeitzonen zu planen – spiegle immer noch alte Arbeitsweisen wider.

Sichere Kanäle zu Kunden und Partnern

Abhilfe soll die ab Herbst für alle kostenpflichtigen Teamlizenzen verfügbare Lösung „Clips“ schaffen: Anstatt in verschiedenen Kalendern nach einem für alle Beteiligten passenden Termin für ein Meeting zu suchen, zeichnen die Nutzer einfach einen Audio- oder Video-Clip auf und geben ihn in einem beliebigen Kanal oder per DM in Slack weiter.

Die Teammitglieder können ihn dann ansehen und darauf reagieren, wann immer es für sie am günstigsten ist. Dabei ist es außerdem möglich, die Wiedergabe des Videos zu beschleunigen oder zu verlangsamen, sich Live- Untertitel anzeigen zu lassen oder das Transkript zu öffnen, um zu wichtigen kritischen Teilen des Gesprächs zu springen. Auch bei den Reaktionsmöglichkeiten ist Clips flexibel: Text, Audio oder Video.

Das Thema Sicherheit im digitalen Hauptquartier adressiert Slack bereits seit Sommer 2020, indem es mit Slack Connect die Kommunikation aus den isolierten E-Mail-Postfächern in Kanäle verlagert. Die Idee: Teams können vertrauensvoll, schnell und kollaborativ mit externen Organisationen zusammenarbeiten und so Partnerschaften, Verkaufsabschlüsse und Kundenanforderungen schneller umsetzen – vorausgesetzt, diese sind ebenfalls Slack-Nutzer.

Trotz (oder wegen?) dieser Voraussetzung habe die Nutzungsrate von Slack Connect laut Sa lesforce innerhalb eines Jahres um über 200 Prozent zulegen können. Dieser enorme Wachstumsschub scheint Salesforce aber nicht zu genügen, weshalb Enterprise-Grid- Kunden ab Herbst die Möglichkeit bekommen sollen, mit jedem in Slack zu arbeiten, unabhängig davon, ob diese bereits Slack-Kunden sind. Sie werden in der Lage sein, jedes Unternehmen in ihrem digitalen Hauptquartier zu hosten, ohne dass sie selbst ein kostenpflichtiges Slack-Abonnement haben müssen.

Spannende Neuigkeiten gibt es auf der diesjährigen Dreamforce auch zu Hyperforce, der Ende 2020 vorgestellten Public-Cloud-Plattform von Salesforce für seine Customer- 360-Dienste: Derzeit in den USA, Indien, Australien, Kanada und Japan verfügbar, soll das Angebot bis zum Jahresende auf Deutschland, Frankreich, Singapur und Brasilien ausgeweitet werden.

Hyperforce goes DSGVO

Großbritannien, Südkorea, Italien, Schweden, Indonesien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz sollen nächstes Jahr folgen, kündigte Salesforce-COO Taylor an. Für die Euro-Zone (zunächst Deutschland und Frankreich) verpflichtet sich Salesforce dabei, alle Operationen, einschließlich Support und technischen Betrieb, in der EU zu hosten, um Unternehmen dabei zu helfen, die Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu erfüllen.

„Für multinationale Unternehmen wird es immer komplexer, die lokalen Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen. Mit Customer 360 können Sie eine einzige Kundenerfahrung bieten und all diese Anforderungen lokal erfüllen“, verspricht Salesforce-COO Taylor.

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Slack will mit Clips eine Alternative zu synchronen Videokonferenzen bieten.

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