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DREI KURZE FÜR EINE LANGE LIEBE?


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 26/2021 vom 01.07.2021

Artikelbild für den Artikel "DREI KURZE FÜR EINE LANGE LIEBE?" aus der Ausgabe 26/2021 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 26/2021

Ab durch die Mitte: Zwischen Puma (l.) und T-Cross (r.) sucht der neue Bayon seinen Platz bei den Klein-SUV

Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48V 120 PS ab 23 290 €

VW T-Cross 1.0 TSI 110 PS ab 23 535 €

KLINGT KOMISCH, ist es aber gar nicht. Nachdem Hyundai seinen 4,17 Meter kurzen Kona gerade erst geliftet hat, zaubern die Koreaner mit dem Bayon noch so einen Klein-SUV auf die Straße. Gerade mal einen Zentimeter macht sich der Neue länger. Da reiben sich die Kunden verwundert die Augen – und wir klären auf. Der Kona basiert auf einer eigenen Plattform, ist mit Allrad-, Hybrid-sowie E-Antrieb zu haben, startet ab 120 PS und pflügt demnächst als Kona N mit 280 PS umher. Der Bayon basiert auf dem Kleinwagen i20, lässt einzig Verbrenner an den Vorderrädern zerren – und 120 PS sind bei ihm die Topmotorisierung.

Genau die haben wir für einen ersten Vergleich ausgewählt. Der Hyundai Bayon 1.0 T-GDI trifft auf den gerade mal 4,11 Meter langen und 110 PS starken VW T-Cross 1.0 TSI sowie den 4,21 Meter messenden Ford Puma ...

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... 1.0 EcoBoost mit 125 PS. Alle drei holen ihre Kraft aus jeweils drei Zylindern, der Wolfsburger verwaltet sie als Einziger über DSG. Als Handschalter war er für diesen Vergleich nicht verfügbar.

Ford Puma 1.0 EcoBoost 125 PS ab 22 350 €

DAS BIETEN SIE: T-CROSS MIT BESTEM RAUMKONZEPT

Nicht nur bei der Außenlänge, auch beim Platzangebot sortiert sich der Bayon zwischen T-Cross und Puma ein. Zum Glück tendiert er eindeutig eher zum VW. Auf den komfortablen und nicht zu kleinen Vordersitzen finden also auch große Piloten eine gute Sitzposition, das flach auslaufende Dach (Höhe nur 1,50 m) erschwert allerdings den Einstieg hinten. Dafür sitzen wir auf 39 Zentimetern über dem Fahrzeugboden gar nicht mal schlecht. Besser macht das nur der T-Cross, der einfach oft noch ein paar Millimeter drauflegt. Und wegen der hohen Fenster bietet er auch die beste Rundumsicht. Der Coupé-artige Ford lässt beim Schulterblick deutlich weniger erkennen, erweist sich auf der Rückbank als der Kleinste. Scheitel und Schultern stoßen frühzeitig an Grenzen, die kurze und tief montierte Bank ist am unbequemsten. Immerhin kann der Puma beim Kofferraum mithalten. Den T-Cross erreicht er nicht, gegenüber dem Bayon verbucht er leichte Vorteile. Auch wegen des schlauen Unterflurfachs mit Bodenablauf. Beim VW mit verschiebbarer Rückbank killt ein optionaler Subwoofer dagegen den doppelten Boden.

! Um die 120 PS, wenig mehr als vier Meter Länge, faire Preise – Bayon & Co passen ins Leben

FORD PUMA

Der Puma kommt mit seiner schwungvollen Dachlinie betont sportlich daher. Sieht gut aus, kostet aber Platz im Innenraum. Als ST-Line bringt der Puma zudem ein Sportfahrwerk mit, das dem Komfort nicht zuträglich ist. Die Sitzhöhe vorn liegt mit 62 Zentimetern dennoch angenehm hoch, um leicht rein und raus zu kommen.

HYUNDAI BAYON

Der Koreaner duckt sich mit 1,50 Meter Höhe am dichtesten über den Asphalt. Macht einen schlanken Fuß, die Sitzhöhe vorn fällt so mit 585 Millimetern aber am geringsten aus. Die Optik mit den schmalen Tagfahrlichtstreifen erinnert irgendwie an einen gelifteten Kona, Voll-LED-Schein- werfer beim Prime ohne Aufpreis.

VW T-CROSS

Der mit 4,11 Metern Kürzeste im Feld trägt das Dach mit 1,58 Meter am höchsten. Macht die Optik vielleicht etwas brav, bringt aber viel Platz im Innenraum und erleichtert die Rundumsicht – die Fensterfläche ist einfach größer. Die Ausstattung Style kostet 2300 Euro extra, für die flotte 18- Zoll-Bereifung werden weitere 485 Euro fällig.

Digitale Instrumente bringen im Testtrimm alle drei mit. Genau wie große Touchmonitore plus echter Regler für die wichtigsten Funktionen. Im VW vermissen wir einzig den Lautstärkeknopf, die Klimaeinheit ist bei allen Kandidaten recht tief platziert und die Materialqualität eher einfach. Nervig: Wer im modernen Bayon Wünsche äußert, die nicht programmiert sind, wird immer wieder zur deutlicheren Aussprache ermahnt. Ford bittet einfach, die vorhandenen Bedienelemente zu benutzen.

SO FAHREN SIE: DER PUMA GIBT DEN FREIZEIT-SPORTLER

Klar, mit vollen Hosen ist gut stinken. So nutzt der Ford die mit 125 PS höchste Leistung, um sich im Sprint an die Spitze zu setzen. Der Sportgeist des frech knurrenden Dreizylinders findet im hoppelig-straffen Fahrwerk, der knarzigen Schaltung und der seltsam gummiartig ansprechenden Lenkung aber wenig Unterstützung.

Der Bayon gibt da lieber ganz konsequent den Gemütlichen. Sein weiches Fahrwerk lässt ihn auf welliger Piste deutlich schaukeln, die meisten Fahrbahnfehler erspart es den Insassen aber. Dazu passen die flutschige Schaltung und die leichtgängige, aber wenig mitteilsame Lenkung ebenso wie der muntere Motor. Anfangs provoziert die elektronische Kupplung gern einen Bonanzaeffekt, daran und vor allem an das Segeln gewöhnt man sich aber schnell – und nur im Eco-Modus wirkt der Hyundai leicht verschnarcht.

Mit der schwächsten Leistung fährt der T-Cross im Spurt leicht hinterher, der Doppelkuppler (1670 Euro) entschädigt aber mit ebenso schneller wie sanfter Schaltarbeit. Nur beim Rangieren wirkt er unentschlossen.

Das Fahrwerk weiß dagegen genau, was es will: den besten Kompromiss aus verschmust und verbindlich liefern. Klappt, der T-Cross rollt recht entspannt selbst über üble Pisten.

DAS KOSTEN SIE: BAYON BEI PREIS-LEISTUNG VORN

Mit allem, was im Test zum Tragen kommt, kostet der Bayon 26 570 Euro – rund 1000 Euro weniger als der Ford, gut 3500 Euro weniger als der VW. Außerdem verbraucht der Koreaner zusammen mit dem Puma am wenigstens (6,1 l), bietet die beste Garantie (fünf Jahre, bei VW und Ford müssen zwei reichen). Wartung trotzdem jedes Jahr oder alle 15 000 Kilometer.

PLATZIERUNG

Punkte maximal 800

FAZIT

GERALD CZAJKA, DENNIS HEINEMANN

Jeder dieser drei kleinen SUV hat das Zeug, große Freude zu bereiten. Wem der ausgewogene VW nicht aufregend genug ist, der fährt mit dem flott designten und preiswerteren Hyundai nicht schlechter. So teilen sich die beiden Platz eins. Wer es eher sportlich mag, der landet vermutlich beim Ford.