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Drei sind keiner zu viel


Stereoplay - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 08.07.2021

Multiroom

Artikelbild für den Artikel "Drei sind keiner zu viel" aus der Ausgabe 8/2021 von Stereoplay. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Stereoplay, Ausgabe 8/2021

Seit 2015 wagt Yamaha einen zweiten, überaus ambitionierten Anlauf in Sachen Multiroom-Streaming. Anders als bei der Erstvorstellung 2003 setzt der japanische Konzern für seine MusicCast-Geräteserie aber nicht mehr nur auf Innovation, sondern vor allem auch auf die Themen Design und einfache Bedienung – und höchste Integrationsfähigkeit. Heißt: Yamahas MusicCast- Produkte können nicht nur die gestreamten Signale von AV- Receivern und Soundbars verarbeiten, sondern auch die Vinyl-Klänge des hauseigenen Plattenspielers TT-N503 (Heft 3/19) in der Wohnung verteilen! Wer das braucht, soll jeder für sich entscheiden; es beeindruckt jedoch, was die Japaner in das Thema MusicCast technisch alles ...

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... reinpacken. Der hier vorgestellte Streaming-Lautsprecher MusicCast 50 soll neben seinen zahlreichen Einsatzmöglichkeiten trotzdem mit hoher Alltagstauglichkeit punkten. Um die zu überprüfen, bestellten die Tester zwei Geräte für den Stereo-Betrieb, dazu den drahtlosen Aktiv-Subwoofer MusicCast SUB 100 (UVP: 500 Euro).

Vorbild Sonos

Yamaha folgt dem Erfolgsrezept der Amerikaner und bietet mit dem in Hochglanz-Weiß und -Schwarz erhältlichen MusicCast 50 einen nur 4,5 Kilogramm leichten WLAN-Speaker, der Musiksignale in HiRes-Auflösung (24/192) direkt von Smartphones, Tablet-PCs oder Computern verarbeiten kann. Er spielt solo, als Stereo-Paar oder im Netzwerk und unterstützt die Musikdienste Qobuz, Tidal, Deezer, Spotify und Juke sowie ferner AirPlay und Internetradio. Zusätzlich zur US-Konkurrenz bietet der ovale Lautsprecher Bluetooth-4.2-Technik. aptX in Fast-CD-Auflösung fehlt somit zwar, dafür ist Unterstützung für SBC-und AAC-Files ebenso an Bord wie Sprachsteuerung via Amazon Alexa. Die Bluetooth-Anbindung ist, nebenbei bemerkt, immer dann von Vorteil, wenn Gäste Musik abspielen möchten, ohne dafür gleich eine App downloaden zu müssen.

Auf der spiegelnden Kunststoff-Gehäuseoberfläche des tadellos verarbeiteten Zwei- Wege-Systems finden sich diverse Touch-Bedienelemente und Status-LEDs für schnelle Bedienvorgänge am Gerät.

Die MusicCast App

Für das Setup und die Multiroom-Steuerung bietet Yamaha zusätzlich eine Controller App an, die kostenlos ist, und außerdem einen „Bass Boost“ und einen kleinen Dreiband-Equalizer enthält. Sie ermöglicht die Integration im Dual-Band-WI-FI-Netzwerk. Darüber hinaus sorgt sie für die drahtlose Verbindung mehrerer Geräte für ein Stereo- oder Heimkino-Setup. Der MusicCast 50 lässt sich daher ohne Kabel als „Virtual“-Surround-Speaker für Yamahas AV-Receiver und Soundbars der neuesten Generation nutzen.

Sollte das WLAN-Aufkommen hoch sein, können Nutzer ihn via Ethernet-Kabel mit dem Heimnetzwerk verbinden.

Die MusicCast App gibt Benutzern die Installation Schritt für Schritt vor und zeigt Räume auch bildlich an. Grundsätzlich ist die App einfach zu navigieren (und nach Updates) stabil.

Der Höreindruck

Fallen wir mit der Tür ins Haus: Der MusicCast 50 wusste mit seiner sanften, recht ausgeglichenen Gangart durchaus zu gefallen, klang aber kleiner als er ist. Insbesondere in puncto Dynamik und Tiefbass verhielt er sich arg zurückhaltend.

Im Duo-Betrieb ging dann aber mehr als nur eine Tür auf: Das Stereo-Panorama weitete sich merklich (was zu erwarten war). Darüber hinaus bekam das Klangbild eine Kontur, Größe und Durchsetzungsfähigkeit, die man nach dem etwas matten ersten Durchgang so nicht erwartet hätte.

Bei „Venus as a Boy“ von Björks „Debut“-Album besaß die einzigartige Stimme der Isländerin nunmehr viel mehr Charisma und Präsenz. Und die satte Synthie-Basslinie, auf der das Stück fußt, groovte nicht mehr nur so vor sich hin, sondern besaß jetzt auch Schub.

Noch mehr Substanz, Körperhaftigkeit und auch Lockerheit brachte der Aktiv-Sub ins Spiel. Zusammen mit ihm kann das Yamaha-Trio durchaus eine Stereoanlage ersetzen. Die Mittenwiedergabe erwies sich allerdings auch in dieser Konstallation als zu wenig präsent.

Das Beispiel des toll ausgestatteten und schön einfach zu bedienenden Musiccast 50 zeigte, dass es besser ist, einen Raum von mehreren Punkten aus anzuregen. Das zeigte auch der Extra-Hörcheck im Wohnzimmer des Autors. Drei Geräte waren nicht nur dort keines zu viel.

Marius Dittert