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Driving the Dream


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Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 23.03.2022

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Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 4/2022

Eine Bremsanlage von CPP mit gelochten und geschlitzten Scheiben rundum bringt den Impala bei Bedarf zügig zum Stehen.

Seit 25 Jahren lebt der kalifornische Autoenthusiast Walt Lewis mit seiner Frau Donna und seinen zwei inzwischen erwachsenen Söhnen Keith und James in Riverside County. Während seiner Zeit als Feuerwehrmann war Los Angeles County sein Revier; heute ist Walt im Ruhestand und hat endlich die Gelegenheit, seiner Autoleidenschaft ohne Ablenkung nachzugehen. Diese hat ihren Ursprung in Walts Kindheit, die er in Bogalusa, Louisiana, im amerikanischen Süden verbrachte. Seit er zwölf Jahre alt war, klapperte er mit dem Fahrrad jeden Herbst, wenn die neuen Modelle vorgestellt wurden, die Autohändler seiner Stadt ab. Dieses jährliche Ritual geht auf das Jahr 1953 zurück, als er das Debüt der 1954er Corvette bei einem örtlichen Autohändler erlebte. Das war wohl der Auslöser für seine lebenslange Autosucht. 1957 zog er mit seiner Familie nach Bellflower, Kalifornien, einem Vorort südöstlich von Los Angeles. ...

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... Von diesem Zeitpunkt an besaß Walt eine Reihe interessanter Autos. Sein erster eigener Wagen war ein zweitüriger 1957er Chevrolet Bel Air Hardtop, den er sich mit gerade einmal 18 Jahren zulegte. Darauf folgten ein gechoppter Mercury von 1950 sowie ein umgebauter 1955er Ford F-100 Pickup mit einem aufgemotzten Oldsmobile-V8. Im Laufe der Jahre kamen und gingen mehrere Chevrolets, darunter allein vier 1955er Modelle, von denen zwei Nomads waren. Zu der '55er-Sammlung gehörte zudem eine zweitürige 210-Limousine mit einem 540 PS starken 502-ci-Big Block. Einen weiteren 1955er Chevrolet ließ er später mit einem LS-3-Motoer sowie einem kompletten Art-Morrison-Chassis ausstatten.

Fifites-Straßenkreuzer mit Langstrecken-Qualitäten: 1958er Chevy Impala Restomod

Durch den leichten “Rake”, also die keilförmige Tieferlegung, wirkt der Straßenkreuzer dynamischer als jemals zuvor.

Und nicht zuletzt war Walt auch der Käufer von drei brandneuen Corvettes, einem 1977er Modell und zweier aus dem Jahr 2008, darunter eine LS-7-bestückte Z06. Eines von Walts bemerkenswertesten Autos war ein ‘33er Ford 3-Window-Coupe mit Stahlkarosserie, das 2001 das Cover des “Street Rodder”-Magazins zierte. Und im Laufe der Jahre gab es noch ein paar weitere bemerkenswerte Autos – aber es ist an der Zeit, zum Thema dieses Features zu kommen, Walts atemberaubendem Chevrolet Impala Hardtop Coupe von 1958.

Als Walt den Wagen kaufte, nachdem er ihn zum ersten Mal bei einer Goodguys-Show im nordkalifornischen Pleasanton gesehen hatte, war das Coupe im Wesentlichen fertig. Es hatte bereits eine zweieinhalbjährige Frame-off-Restaurierung hinter sich und stand praktisch so da wie auf diesen Seiten zu sehen. Aber nach dem Erwerb des Autos im Jahr 2017 nahm Walt ein entscheidendes Upgrade in Form eines Air-Ride-Fahrwerks vor, welches praktisch eine Notwendigkeit darstellte, denn unter der Motorhaube lauert ein LS-1-V8 mit Einspritzung aus einer Corvette.

Was Walt zu diesem speziellen Auto hinzog, war die Verbindung aus der Lackierung in “Viper Red” und dem Karosseriestyling des 1958er Chevy-Jahrgangs. Das 1958er Design ist insofern einzigartig, als es einen Übergang von der der Tri-Five-Ära zu den ausgefallen gestylten 1959er-Full-Size-Modellen von General Motors darstellte. Verglichen mit dem Innenraum, war die Karosserie im Rahmen des Umbaus nur recht zurückhaltend modifiziert worden, was für Walt den Reiz dieses Wagens zu einem guten Teil ausmachte.

Die Visitenkarte dieses Impala Coupes ist aber sein Innenraum: “Die Polster und Verkleidungen sind mit Leder in ‘Ferrari Tan’ bezogen, und am Dachhimmel wurde passendes Wildleder verwendet.” Die Custom-Mittelkonsole nimmt die Außenlackierung in “Viper Red” auf und beherbergt eine Pioneer-Headunit mit USB-Anschluss und das Bedienteil der Vintage-Air-Klimaanlage. Die Frontlautsprecher sind hinter perfekt in das Gesamtdesign integrierten Blenden im Fußraum angeordnet, sodass die Türtafeln nicht von Lautsprecher-Abdeckungen unterbrochen werden. Das hintere Zwei-Wege-System ist ebenso diskret hinter maßgefertigten Gittern in den Seitenverkleidungen neben den Rücksitzen montiert. Das Auto ist mit allen modernen Annehmlichkeiten wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Zentralverriegelung ausgestattet. Im hauptsächlich in Hellbraun und Rot gehaltenen Innenraum setzen zahlreiche Chromelemente und Billet-Teile Akzente, etwa die Blenden an der Instrumententafel, das Lenkrad, die Lenksäule und weitere Details, wie zum Beispiel die Türgriffe.

Walt geht weiter auf die Komponenten des Antriebsstrangs ein: “Der Motor ist ein 350-ci-LS-1-V8 mit Kraftstoffeinspritzung aus einer Corvette und wurde umfassend mit Chromdetails versehen, einschließlich des Riementriebs. Der Motor sieht aus, als wäre er werksseitig installiert worden, praktisch ohne sichtbare Kabel, genau wie bei einem modernen Auto.” An den LS-1 schließt sich ein 4L60E-Viergang-Automatikgetriebe an, das die Kraft über eine robuste Neun-Zoll-Hinterachse von Ford auf die Hinterreifen überträgt. Zum Stillstand bringt die Fuhre ein satt dimensioniertes Bremssystem von CPP mit Scheibenbremsen an “allen vier Ecken”. Zu den weiteren Upgrades gehört das Luftfahrwerk, das dem Impala Federungs-und Fahreigenschaften verleiht, von denen man in der Eisenhower-Ära nur träumen konnte.

Walt’s Garage

Im Laufe der Jahre hat Walt eine beneidenswerte Sammlung von Automobilia zusammengetragen, die er in der großzügigen Garage an seinem Haus aufbewahrt, in der er auch seine Autos abstellt. Wir haben einen Großteil dieses Interviews in seinem Büro geführt, umgeben von Popkultur-Sammlerstücken, Neonreklamen, antikem Tankstellenzubehör, Jukeboxen, Flipperautomaten und Vintage-Audiogeräten aus den 1950er bis 1980er Jahren. Schaut Euch Walts “Man Cave” an, indem ihr den QR-Code scannt.

Mehr Bilder findet Ihr in unseren Bonus Galleries

Die überlegene Straßenlage und den erfreulichen Komfort nutzt Walt ausgiebig, indem er den Wagen häufig fährt und regelmäßig ausstellt: “Der Chevy zieht schon aus der Ferne die Blicke vieler Menschen auf sich. Besonders die Kombination aus dem viperroten Äußeren und dem hellbraunen Innenraum im Ferrari-Stil sorgt zusammen mit der leicht keilförmigen Tieferlegung für Aufmerksamkeit. Während der Zeit, in der ich das Auto besessen habe, hat es viele lokale und regionale Auszeichnungen gewonnen.” Weil der Chevrolet mechanisch so zuverlässig ist, zögert Walt nicht, damit auf große Tour zu gehen. Die längste Fahrt führte zu einer Veranstaltung der Good Guys in Scottsdale, Arizona – Hin-und Rückfahrt beliefen sich auf rund 800 Meilen. Dank Klimaanlage und dem modernen Luftfederungssystem war die Fahrt so komfortabel wie in einer modernen Corvette.

Autos wie Walts 1958er Impala sind der Beweis dafür, dass man durchaus beides haben kann: ein wunderschönes Auto in Showqualität, mit dem man aber dennoch auf eigener Achse zu einer großen Show fahren kann, die sechs Stunden entfernt stattfindet. Was will man mehr?

Text & Fotos: Richard Truesdell

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1958er Chevrolet Impala Sport Coupe

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Motor: Chevrolet-LS-1-OHV-V8 aus Corvette C5, 346 ci, 5.665 ccm, 355 PS bei 5.600 U/min (Serie), 488 Nm bei 4.000 U/min (Serie), Bohrung × Hub in mm: 99 × 92; Verdichtung: 10,1:1 ; elektronisch gesteuerte Saugrohreinspritzung, Billet-Blenden, Billet-Riemenscheiben, verdeckt verlegter Kabelbaum, BBK-Ansaugbrücke, Fächerkrümmer, offener Konus-Luftfilter, verchromte Lichtmaschine, verchromter Klimaanlagen-Kompressor, Aluminium-Wasserkühler

Kraftübertragung: Viergang-Automatikgetriebe GM 4L60E, Hinterradantrieb, Ford-9"-Differenzial

Vorderachse: Einzelradaufhängung an doppelten Rohrquerlenkern, Luftfederbälge, Teleskopstoßdämpfer, Querstabilisator, Servolenkung

Hinterachse: Starrachse an Mehrlenkeraufhängung, Luftfederbälge, Teleskopstoßdämpfer

Bremsen: CPP-Scheibenbremsen rundum, Hydroboost-Bremskraftverstärker mit Billet- Gehäuse

Räder: Coys-Wheels-“C-5”-Leichtmetallräder in 18" vorn und 20" hinten

Reifen: Falken-Radialreifen in 235/40 ZR18 vorn und 275/35 ZR20 hinten

Karosserie: Lackierung in “Viper Red”

Interieur: Sitze und Verkleidungen mit Leder in “Ferrari-Tan” bezogen, passende Teppiche und Wildleder-Himmel, Custom-Mittelkonsole, Billet-Lenkrad und -Lenksäule, weitere Details und Zierteile aus Billet-Aluminium