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DROPSHOT – ABER GANZ IN RUHE!


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 30/2019 vom 05.04.2019

Barsche und Zander sind die Hauptbeute des Anglers, wenn man eineDropshot-Montage einsetzt. Simone Siegler angelt auch am Forellensee gerne mit Dropshot – allerdings nicht wie aus dem Lehrbuch. Statt die Montage aktiv zu führen, angelt Simone damit ganz klassisch‚auf Stand‘ .


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Bildquelle: ANGELSEE aktuell, Ausgabe 30/2019

Beim „Standangeln“ darf man auch sitzen. Allzu bequem sollte der Angler aber nicht sein: Man muss die Angeltiefe verändern, wenn die Bisse ausbleiben und sollte auch verschiedene Bereiche des Gewässers abfischen.


Geangelt wird meist mit Naturködern wie Bienenmaden (hier mit Auftriebskugel aus Styropor).


So sieht Simones ...

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... Dropshot-Montage fürs Standangeln aus. Am Ende des Vorfachs befindet sich ein Blei, das die Montage zum Grund bringt. Der Seitenarm kann auf dem Vorfach nach oben und unten geschoben werden. Er wird durch zwei Silikon-Stopper fixiert.


Beim Angeln mit Bienenmaden verleiht man dem Köder Auftrieb. Das geschieht zum einen durch eine Styroporkugel auf dem Hakenschenkel und zum anderen durch eine Luftinjektion.


Nach dem Auswerfen stellt man die Rute so in den Halter, dass die Rutenspitze ziemlich steil nach oben zeigt. Ein Einhänge-Ring zeigt Bisse noch besser an.


Immer mit der Ruhe: Rute nach oben und immer Spannung auf der Schnur – so bekommt man die Forelle ins Netz.


Abgesehen vom Sommer lassen sich Forellen zu allen Jahreszeiten auch in Grundnähe fangen. Es gibt unterschiedliche Methoden, um Salmoniden an den Haken zu bekommen, die in der Nähe des Gewässerbodens auf Beutezug gehen, etwa mit Bodentaster, Grundblei, Sbirolino oder auch aktiv mit Spoons. Ich fische gerne ein bisschen anders und zwar mit einer Taktik bzw.einer Montage, die ich mir von den Barschanglern abgeschaut habe. Ich meine die Dropshot-Montage.

Bei dieser Montage fürs Angeln auf die gestreiften Räuber befestigt man am unteren Ende des Vorfachs ein Blei. Etwas oberhalb des Gewichts befindet sich der Haken mit Köder. Meist handelt es sich um einen Kunstköder, es gehen aber auch Naturköder wie etwa ein Tauwurm. Der Haken, der den Köder hält, wird entweder ins Vorfach eingebunden oder an einem relativ kurzen Seitenarm angebracht. Vorteil dieser Montage: Nach dem Auswerfen kann man den Köder an interessanten Stellen durch Zupfbewegungen mit der Rute sozusagen auf der Stelle tanzen lassen – so lange, bis der Barsch nicht mehr anders kann als zuzuschnappen.

PASSIV AM GRUND

Aktives Dropshotting funktioniert auch am Forellensee, aber ich setze diese Methode sogar beim sogenannten Standangeln ein. Das Blei bringt die Montage zum Grund und der Köder befindet sich knapp oberhalb des Bodens – also genau dort, wo ich angeln möchte, wenn sich die Forellen in Grundnähe aufhalten.

Meine Stand-Dropshotmontage ist folgendermaßen aufgebaut: Das Vorfach aus 0,16er oder 0,18er Fluorocarbon ist 2 bis 2,50 Meter lang. Ins obere Ende knüpfe ich eine Schlaufe. Diese Schlaufe dient dazu, das Vorfach in den an der Hauptschnur (Fluorocarbon 0,18 Millimeter) befindlichen Karabinerwirbel einzuhängen. Nun werden zwei Silikonstopper auf das Vorfach gezogen. Diese verschiebbaren Stopper dienen dazu, die Höhe des Seitenarms einzustellen, an dem sich der Köder befindet. Zwischen den beiden auseinander geschobenen Stoppern wird mit Hilfe eines Mundschnurknotens ein 15 bis 20 Zentimeter langer Seitenarm am Vorfach angebracht. Den Mundschnurknoten kennen Friedfischangler als Stopperknoten (für die Laufpose), er eignet sich am besten, weil er sich auf dem Vorfach verschieben lässt.

Möchte ich den Köder höher über dem Grund anbieten schiebe ich die beiden Silikonstopper und den Mundschnurknoten einfach ein Stück nach oben. Ganz wichtig: Dabei wird das Vorfach nicht beschädigt. Man muss also keine Angst vor Schnurbruch haben, wenn eine große Forelle den Köder genommen hat. Der Öhrhaken wird mittels eines Palomarknotens am Seitenarm eingeschlauft. Ich verwende gerne die gleichen Haken, mit denen Spoons bestückt werden.

Es hat geklappt! Simone freut sich über eine Forelle, die knapp über dem Grund gebissen hat.


Mit dem MUNDSCHURKNOTEN schafft man einen beweglichen Seitenzweig und kann die Höhe des Köders über Grund jederzeit verändern.


Der Haken (mit großem Öhr) wird mit einem PALOMARKNOTEN am Seitenarm befestigt.


KLEINE KÖDER, LANGE RUTE

Naturköder sind meine erste Wahl fürs Standangeln mit der Dropshotmontage. Neben (Bienen-)Maden und Würmern haben sich auch Forellenteig und sogar Rogen bewährt. Es kommt nicht unbedingt darauf an, einen großen Köder anzubieten. Ich habe mit kleineren Happen oft besser gefangen. Wer möchte, kann seinen Köder noch mit Lockstoffen aufpeppen.

Vor allem Bienenmaden präsentiere ich gerne so, dass sie im Wasser schweben. Diese Balance erreiche ich auf zweierlei Weise: Zum einen platziere ich unterhalb des Öhrs eine Styroporkugel auf dem Hakenschenkel. Zum anderen injiziere ich den Bienenmaden mit einer dünnen Injektionsnadel etwas Luft. Auf diese schwebenden Larven habe ich deutlich mehr Bisse bekommen als auf Bienenmaden, die schlaff herunterhingen.

Für das Angeln mit dieser Montage bietet sich eine mindestens 2,50, besser 3 Meter lange Rute mit sensibler Spitze an. So werden Bisse sehr gut angezeigt. Nach dem Auswerfen stelle ich die Rute relativ steil in den Rutenhalter und bringe die Schnur auf Spannung. Da ich eine Freilaufrolle (Freilauf weich einstellen!) verwende, verringert sich das Risiko, dass bei einem rigorosen Biss die Rute ins Wasser gerissen werden könnte.

Wer noch besser über einen Biss informiert werden möchte, kann ein Glöckchen an der Rutenspitze anbringen oder einen Bissanzeige-Ring in die Schnur hängen. Nun kann man neben oder hinter der Rute Platz nehmen und gemütlich auf den Biss warten.

DIE TIEFE SUCHEN

Zu untätig sollte man allerdings auch nicht sein. Wenn die Bisse ausbleiben, gilt es, durch Verschieben der Stopper und des Seitenarms die Angeltiefe zu variieren. Ich verändere die Höhe des Seitenarms immer in Schritten von 5 oder 10 Zentimetern. Und natürlich sollte man bei ausbleibenden Fangerfolgen auch immer die Montage ein bisschen versetzen und so die Forellen suchen. Darf man mit zwei Ruten angeln, sollte man für jede Rute eine andere Tiefen-Einstellung wählen. So findet man schneller heraus, wo die Salmoniden gerade fressen.

Bei dieser Angeltechnik fallen die Bisse meist ziemlich hart aus und die Forellen nehmen entschlossen Schnur. Dann muss man Fühlung zum Fisch aufnehmen und einen dosierten Anhieb setzen. Der Anhieb braucht nicht stark ausfallen, da die Fische den Köder meist schon geschluckt haben. Beim Drill sollte man darauf achten, dass immer Spannung auf der Schnur ist. Außerdem sollte die Rutenspitze nach oben zeigen, um die gehakte Forelle besser dirigieren zu können. Beim Dropshot-Angeln auf Stand fange ich übrigens ziemlich häufig Lachsforellen. Und diese Exemplare lassen im Drill und später auch auf dem Teller das Angler(innen)-Herz höher schlagen.