Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 6 Min.

Du bleibst bei mir!


Ein Herz für Tiere - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 20.08.2021

Mensch & Tier

Artikelbild für den Artikel "Du bleibst bei mir!" aus der Ausgabe 9/2021 von Ein Herz für Tiere. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ein Herz für Tiere, Ausgabe 9/2021

TRAUM-BEDINGUNG Homeoffice war für viele Tierbesitzer und ihre Lieblinge ein Segen

Eine Kooperation mit

Viele Tierfreunde haben sich während der Pandemie endlich ihren langjährigen Traum nach einem Familienmitglied mit Fell oder Federn erfüllt. Die Zahl der Hunde, Katzen und sonstigen tierischen Mitbewohner in deutschen Haushalten stieg während der Pandemie in einem Jahr um fast eine Million auf knapp 35 Millionen, wie der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZFF) mitteilten. Doch das Geschenk, dank Lockdown und Homeoffice rund um die Uhr zusammen sein zu können, neigt sich langsam dem Ende zu. Immer mehr Menschen kehren wieder zurück an ihre Arbeitsplätze.

So klappt’s mit dem Chef

Doch was passiert jetzt mit dem vierbeinigen Liebling? Das hängt von Ihrem Beruf ab und zugleich von der Art und der Persönlichkeit Ihres tierischen Familienmitglieds. Ein Hund kann – im Gegensatz zu Katze, Kaninchen, Zierfisch, ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Ein Herz für Tiere. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Unter dem Meer. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Unter dem Meer
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Wir verstehen uns. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Wir verstehen uns
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Sind Sie ein Tierflüsterer?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Sind Sie ein Tierflüsterer?
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Keine Chance für Schmarotzer. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Keine Chance für Schmarotzer
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Spannendes aus der Hundewelt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Spannendes aus der Hundewelt
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Ernährungspyramide für Katzen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ernährungspyramide für Katzen
Vorheriger Artikel
Lias kleine Hühner-Schar
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Ein Bärentierarzt erzählt
aus dieser Ausgabe

... Welli oder Schildkröte – seine Bezugsperson in vielen Fällen zur Arbeit begleiten. Das geht am einfachsten, wenn Sie einen klassischen Schreibtischjob ausüben. Doch auch in anderen Arbeitssituationen kann ein Hund willkommen sein. Ob ein Vierbeiner mitkommen darf, entscheidet grundsätzlich der Arbeitgeber. Dabei gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Dies bedeutet, es kann nicht willkürlich etwas dem einen Mitarbeiter erlaubt und einem anderen verwehrt werden. Für ein Verbot müssen sachliche Gründe vorliegen, wie zum Beispiel, dass in einem Fall Kundenkontakt besteht und im anderen nicht. Oder wenn der Hund nicht gut erzogen ist oder ein Bürokollege eine Allergie hat. Wenn die Arbeitssituation für Mensch und Tier gleichermaßen passt, haben Sie sogar viele Argumente auf Ihrer Seite, um Ihren Chef von einem vierbeinigen Kollegen zu überzeugen – einige finden Sie unten im Infokasten.

Büro -Hund ? Kein Prob lem!

Gut gelaunt startet Labrador-Mix Louis in den Tag. Denn er weiß, er darf sein Frauchen Juliane mit ins Büro begleiten. Louis ist einer von mehr als 120 glücklichen Bürohunden, die jeden Tag in der Fressnapf-Zentrale Krefeld „arbeiten“ dürfen. „Wir stehen für die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Vor allem zwischen Hund und Mensch ist diese eng und vertrauensvoll“, sagt Kristian Peters-Lach, der Unternehmenssprecher. „Wir freuen uns, wenn Mitarbeiter ihre Hunde nicht zu Hause lassen müssen, sondern sie mit zur Arbeit bringen.“ Damit der Arbeitsalltag gut funktioniert, haben die Fressnapf-Mitarbeiter das Miteinander zwischen Mensch und Hund in einem Hunde-Knigge festgelegt. Alle Vierbeiner sind versichert und geimpft. Schulungen und Trainings durch Fressnapf-Experten machen alle Beteiligten fit für den gemeinsamen Alltag. Türschutzgitter verhindern, dass die Hunde auf eigene Faust durch das Gelände spazieren. Wenn Juliane arbeitet, döst Louis entspannt auf seinem festen Platz unter ihrem Schreibtisch, bis sein ganz persönlicher Höhepunkt des Tages ansteht: Gassi mit Frauchen und das Spielen mit den Hundekollegen.

“Einige Tiere bleiben lieber zu Hause”

Am Arbeitsort sollte für den neuen Kollegen ein gemütlicher Rückzugsort, wie ein gemütliches Körbchen abseits des Bürotrubels, bereitstehen. Vertrautes Spielzeug, Streichel-Sessions sowie ausgiebige Gassirunden in den (Mittags-)Pausen sorgen für Sicherheit und Abwechslung in der neuen Umgebung.

Was ist für mein Tier das Beste?

Es gibt aber auch Hunde, die zu Hause glücklicher sind, wenn sie gelernt haben, entspannt ein paar Stunden alleine zu bleiben, anstatt im Auto oder der vollen Bahn ins turbulente Großraum-Büro geschleppt zu werden. Die Zeitspanne, die ein Hund allein bleiben muss, sollte aber fünf Stunden nicht überschreiten. Müssen Sie länger arbeiten, sollten Sie unbedingt einen Hundesitter (Profis, Freunde, Nachbarn, ...) um Hilfe bitten.

Der „ Ko llege“ Hund tut gut!

▷ Weniger Stress Ein Hund im Büro senkt den Stresslevel und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

▷ Der Hund integriert Als Rudeltier verbindet der Hund. Kollegen reden mehr miteinander

▷ Mitarbeiter in Bewegung Statt in die Kantine zu gehen, machen die Mitarbeiter mittags Spaziergänge

▷ Motivierte Mitarbeiter Wer seinen Vierbeiner mit ins Büro nehmen darf, arbeitet motivierter

▷ Attraktiver Arbeitgeber Hundefreundliche Arbeitgeber sind moderne und gesuchte Arbeitgeber

Katzen & Kleintiere beschäftigen

Während sich Hunde meist rasch an neue Umstände gewöhnen, sind Katzen Gewohnheitstiere. Kein Wunder, dass einige Halter nun um ihre Stubentiger besorgt sind, die während der Pandemie erst neu eingezogen sind und einen Alltag alleine noch gar nicht kennen. Die Gewöhnung ans Alleinebleiben kann gut gelingen, wenn sie schrittweise erfolgt. Eine weitere Option kann tierische Gesellschaft sein: Häufig fühlt sich eine reine Wohnungskat- ze mit einer zweiten Mieze wohler, wenn sie viele Stunden alleine bleiben muss. Vögel, Kaninchen und Meerlis sollten grundsätzlich mit mindestens einem weiteren Artgenossen gehalten werden. Selbst bei einer sehr engen Beziehung zu Ihnen werden sie Ihre Abwesenheit dadurch gut verkraften. Den Lieblingen zu Hause sollte stets frisches Wasser zur Verfügung stehen – Vögeln darüber hinaus Körnerfutter sowie Nagern ausreichend Heu.

Übrigens sind beim Alleinebleiben nicht unbedingt Trennungsschmerz oder Einsamkeit problematisch. Es kann auch gesundheitliche Folgen haben, warnt Dr. Fressnapf-Tierärztin Berit Bräuer: „Langeweile kann eine Depression auslösen oder auch Magen-Darm-Erkrankungen.“ Abhilfe schaffen ein gutes Angebot an Spielzeug und jeden Tag ein Zeitfenster, in dem Sie sich ganz bewusst ausschließlich um Ihr Tier kümmern.

Urlaub rechtzeitig planen

Tiere sind Familienmitglieder. Das bedeutet, sie auch in schwierigen Zeiten nicht abzugeben. Wenn Ferienflüge wieder möglich sind und Sie nicht länger auf den Urlaub im Ausland verzichten möchten, Ihr neuer Liebling aber nicht mitreisen kann, sollten Sie sich rechtzeitig um eine artgerechte Betreuungsmöglichkeit kümmern. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Egal, ob Sie und Ihr Tier gemeinsam auf Reisen gehen oder das erste Mal getrennt sind. Ob beim Camping, im Hotel, im Flugzeug oder Auto, auf fressnapf.de/meinTierbleibtbeimir finden Sie weitere nützliche Tipps, damit Sie und Ihr tierischer Liebling wieder durchstarten können.

„Ein sanfter Übergang hilft unserer Katze sehr“

EHfT: Würden Sie sagen, der Lockdown war der Auslöser für Archies Einzug?

Verena Meinhardt: Den Entschluss, eine Katze zu uns zu holen, hatten wir schon vor der Pandemie gefasst. Als Archie während des ersten Lockdowns einzog, waren wir rund um die Uhr zu Hause und die Eingewöhnung daher leicht.

EHfT: Jetzt kehren viele ins Büro zurück.

Verena Meinhardt: Ja, auch wir gehen wieder zwei bis drei Tage pro Woche ins Büro. Wir haben uns allerdings so abgesprochen, dass wir einen sanften Übergang gestalten: Wir wechseln uns mit den Präsenzzeiten so ab, dass Archie nie länger als einen halben Tag alleine sein wird. Außerdem haben wir mit Nachbarn vereinbart, dass sie nach Archie schauen, wenn es doch einmal ein ganzer Tag sein muss. Auch wenn jemand im Urlaub ist, kommen Freunde und Nachbarn tageweise in die Wohnung und machen von dort aus Homeoffice. So haben sie einen Tapetenwechsel und die Katze hat jemanden um sich. Ich denke, dass viele auch weiterhin mobil arbeiten werden, deswegen ist das eine Überlegung wert.

EHfT: Wie fühlt sich Archie damit? Wie können Halter merken, dass es ihrem Tier trotzdem gut geht?

Verena Meinhardt: Grundsätzlich finde ich es wichtig, die Katze zu beobachten. Verhält sie sich anders, wenn sie alleine war, sendet sie andere Signale? Wenn sie sich verhält wie immer, gesund und anhänglich ist, dann ist alles in Ordnung, denke ich. Eine zweite Katze ist für uns keine Option. Da Archie als einziges Kitten aus seinem Wurf überlebt hat, hat er die ersten Wochen seines Lebens ohne Geschwister verbracht.

Sanfte Umgewöhnung für Katzen : Tipps von der Expertin

Berit Bräuer ist Tierärztin mit langjähriger Erfahrung und Teil des „Dr. Fressnapf“-Teams

• Ein Pulli von Ihnen, der in der Wohnung liegt, verbreitet Ihren Geruch und gibt der Katze ein gutes Gefühl.

• Eine schrittweise Gewöhnung ans Alleinebleiben ist ratsam. Also mal länger spazierengehen, den Einkauf ausdehnen und nur allmählich länger wegbleiben.

• Für die Katze, die alleine zu Hause bleibt, muss das Umfeld stimmen: Eine katzengerechte Einrichtung ist das A und O. Kratzbaum, Aussichtsplatz und „Katzenfernsehen“ anbieten – also einen bequemen Platz am Fenster.

• Ein Artgenosse als Gesellschaft ist in meinen Augen für die meisten Katzen positiv, aber die Sympathie zwischen den Tieren muss einfach stimmen.

• Geistige Auslastung ist wichtig und lenkt ab: Intelligenzspielzeug ist wirklich empfehlenswert und Sie sollten auch immer wieder neues Spielzeug anbieten.

• Bei sehr jungen oder alten, eventuell kranken Tieren ist auch ein Catsitter eine Option, der einmal am Tag vorbeischaut.

• Es gibt zudem die Möglichkeit der Beeinflussung über Medikamente gegen Trennungsangst. Das sollte man aber nur als letzte Möglichkeit versuchen.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an die Tierärzte von Dr. Fressnapf wenden. Sie helfen schnell und unkompliziert bei vielen Fragen zum Verhalten, zur Ernährung und rund um die Gesundheit weiter. Mehr Infos unter: dr.fressnapf.de

“Bleiben Katzen alleine, muss das Umfeld stimmen”