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DUBAI


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National Geographic Traveler - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 17.12.2021

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Bildquelle: National Geographic Traveler, Ausgabe 1/2022

N„No helmet, no bike“ steht auf dem Schild an der Tür des Bikeshops im Hatta Wadi Hub. Darauf achtet man hier, in den Ausläufern der Hadschar-Berge, genau. Ich bin von Betriebsleiter Adrian bereits ausgestattet worden und fahre den kurzen Weg bis zum Tor, das den Beginn des Bikeparks markiert. 22 verschiedene Routen gibt es, von grün („Easy Trails“) bis schwarz („Severe Trails“) ist für jedes Niveau etwas dabei. 50 Kilometer sind die Trails insgesamt bereits lang, Tendenz steigend. Aufgrund meiner eher rudimentären Mountainbike-Erfahrung und der Mittagshitze entscheide ich mich für die Routen 1 und 3, beide grün markiert. Sie führen mich auf Schotterwegen und schmalen Pfaden auf und ab durch die Berge, es geht über eigens angelegte Brücken und ein kurzes Stück durch mannshohen Schilfwald. Nach einem erneuten Anstieg lege ich schnaufend eine Pause in der Sonne ein, genieße den Blick über die ...

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... schroffe, karge Landschaft – und bin heilfroh, dass ich mich für ein E-Mountainbike entschieden habe.

Die Exklave Hatta liegt etwa eineinhalb Stunden Autofahrt von Dubai entfernt, der Hauptstadt des gleichnamigen Emirats. Auf dem Weg aus der Stadt heraus über zwölfspurige Straßen werden die Häuser immer kleiner. Wolkenkratzer weichen Wohnsiedlungen, schließlich sind nur noch einzelne Häuser zu sehen, manche noch im Rohbau, andere schon fertige riesige Villen, von hohen Mauern umgeben. Dann nur noch Wüste, Sandberge, kleine Felsen, dazwischen einzelne Pflanzen, die den unwirtlichen Bedingungen trotzen. Scheinbar endlose Stromleitungen spannen sich über riesige Masten unter dem wolkenlosen blauen Himmel. Irgendwann erheben sich am Horizont die Gipfel des Hadschar- Gebirges, auf den Straßenschildern steht nun Oman angeschrieben. Kein Wunder, liegt doch der größte Teil der Gebirgskette, deren höchster Gipfel mehr als 3000 Meter hoch ist, im benachbarten Staat.

HATTA BESTEHT AUS NIEDRIGEN UND SANDFARBENEN GEBÄUDEN, DAZWISCHEN PALMEN: DER KONTRAST ZU DUBAI KÖNNTE GRÖSSER NICHT SEIN.

Die Stadt Hatta besteht aus verstreuten niedrigen und sandfarbenen Gebäuden, dazwischen immer wieder Palmen. Der Kontrast zu Dubai könnte größer nicht sein: Gerade einmal 12 000 Menschen leben hier. Am Ortsrand liegt das Hatta Wadi Hub, der richtige Ort für alle, die Lust auf Action in der Natur haben – und eine Auszeit von der Megacity brauchen. „Die Leute kommen hierher, um ein anderes Dubai kennenzulernen“, erklärt mir Adrian Roberts. Er ist gebürtiger Waliser und leitet das Outdoor-Zentrum seit zwei Jahren. Neben Mountainbiken kann man wandern gehen, auch dabei gibt es Routen in allen Schwierigkeitsgraden, vom einfachen Spaziergang entlang des Flusses bis hin zu schweißtreibenden Aufstiegen, die mit grandiosen Ausblicken belohnt werden. Im Hatta Wadi Hub selbst, einer Art Abenteuerspielplaz für Erwachsene, wird Ziplining angeboten, es gibt eine riesige Wasserrutsche mit Pool und recht spezielle Aktivitäten wie Bogenschießen oder Axtwerfen. Eine Viertelstunde Autofahrt entfernt liegt außerdem der Stausee am Hatta-Damm, der aus einer unterirdischen Quelle gespeist wird. Hier können Besucher Kajaktouren unternehmen. Türkisgrünes Wasser vor hohen Felsen – ein unerwarteter Anblick in einem Land, das doch vor allem für seine Künstlichkeit bekannt ist.

„Hier gibt es keine Lichter und keinen Lärm“, sagt Adrian, der in Hatta lebt. „Es ist friedlich, ich habe Luft zum Atmen. Letztes Jahr habe ich für fünf Monate in der Stadt gewohnt, dann habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin zurückgekommen.“ Auch Besucher können hier übernachten, müssen allerdings früh dran sein: Das Damani Lodges Resort, kleine gemütliche Häuschen, die über die Berge verstreut sind, ist weit im Voraus ausgebucht. Ebenso wie die Glamping-Zelte und geräumigen Trailer, die um das Outdoorzentrum herum liegen. Oder man kommt einfach mit dem eigenen Zelt, um in der Natur zu schlafen. Dubai ist nämlich das einzige der sieben Vereinigten Arabischen Emirate, in dem wildes Campen erlaubt ist. Duschen und Verpflegung für Outdoorfans gibt es wiederum im Hatta Wadi Hub. Adrians Lieblingsplatz hier draußen? „Auf jeder Terrasse der Lodges gibt es einen Sitzsack. Das ist der beste Platz, um in die Sterne zu schauen.“

STADT DER SUPERLATIVE

Für mich geht es jetzt erst einmal zurück in die City. An Dubai scheiden sich bekanntlich die Geister: Entweder man liebt es – oder man reist erst gar nicht hin. Schließlich regiert der Scheich in einer Art, die mit unserem Demokratieverständnis kaum in Einklang zu bekommen ist. Die Behandlung von ausländischen Arbeitskräften ist ein schwieriges Thema – von der Nachhaltigkeitsbilanz einer Stadt, die aus dem Nichts mitten in die Wüste gebaut wurde, ganz zu schweigen. Fans gibt es trotzdem genug: Dubai gehört zu den beliebtesten exotischen Winterzielen der Deutschen und anderer Europäer. Sie schätzen die warmen Temperaturen, die hohe Sicherheit (viele Menschen in Dubai schließen weder ihre Wohnung noch ihr Auto ab), die exzellenten Restaurants und alle westlichen Annehmlichkeiten – wenn auch oft auf einen etwas größeren Geldbeutel ausgelegt.

Ich bin zum ersten Mal da und zumindest, sagen wir, beeindruckt. Am 2. Dezember 2021 feierte das Emirat seinen 50. Geburtstag, zudem ist Dubai noch bis 31. März Gastgeber der Weltausstellung Expo. Man wird hier nicht müde, bei jeder Gelegenheit die Großartigkeit der Stadt zu betonen. In den letzten Tagen habe ich bereits von der Aussichtsterrasse im 125. Stock des Burj Khalifa, mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt, auf das Häusermeer geschaut. Ich habe die Dubai Fountains bewundert, die größten Wasserspiele der Welt. Ich bin The Palm Jumeirah abgefahren, die berühmte künstlich aufgeschüttete Insel in Form einer Palme, die sogar vom Weltall aus zu sehen ist, und stand an deren Spitze vor den Toren des Atlantis Aquaventure, des größten Wasserparks der Welt. Und schließlich habe ich auf Bluewaters Island, einer weiteren Insel, das brandneue, 250 Meter hohe Riesenrad Ain Dubai besucht. Das größte der Welt, versteht sich. Fast ist man, wenn man mal wieder mit in den Nacken gelegtem Kopf in schwindelige Höhen blickt, geneigt zu vergessen, dass zwischen all diesen Superlativen tatsächlich ganz normale Menschen leben, die ganz normale Dinge tun.

FAST IST MAN GENEIGT ZU VERGESSEN, DASS HIER GANZ NORMALE MENSCHEN LEBEN, DIE GANZ NORMALE DINGE TUN.

Gut, dass als Nächstes Alserkal Avenue auf dem Programm steht. Das ehemalige Industriegebiet im Herzen der Stadt ist heute ein Kunst- und Kulturquartier, gestaltet von Stararchitekt Rem Koolhaas. In 40 einstigen Lagerhallen befinden sich Kunstgalerien, Co-Working-Spaces, Yogastudios, Concept Stores und gemütliche Cafés. Seinen Namen erhielt das Viertel von seinem Gründer Abdelmonem Bin Eisa Alserkal, einem wohlhabenden Emirater mit einem Faible für Kunst. Die Galerien haben es sich zur Aufgabe gemacht, junge unbekannte Künstler aus aller Herren Länder zu fördern. Ich schaue bei der Ishara Art Foundation vorbei, deren Gründerin, die indische Unternehmerin Smita Prabhakar, Kunst aus Südasien kuratiert. Eine hypnotische Videoinstallation zeigt Harmonia spielende Männer und Frauen in Bangladesch. Es gibt Bilder eines Fotografen aus seiner Kindheit im indischen Madurai und Briefe eines jungen Mannes aus Chennai, der in die Vereinigten Staaten ausgewandert ist. Die Arbeiten sind nostalgische Erinnerungen, Geschichten über Heimat und das Gefühl der Entwurzelung. 80 Prozent der Einwohner Dubais sind Ausländer, viele davon aus Pakistan, Indien und den umliegenden Staaten – in Alserkal Avenue hat ihre Kunst und Kultur einen fruchtbaren Boden gefunden.

ICH LASSE MICH MIT EINEMGLAS WEISSWEIN IN EIN TIEFES SOFA IM MAROKKANISCHEN STIL FALLEN. UND MÖCHTE NIE WIEDER AUFSTEHEN, SO SCHÖN IST ES.

Schließlich besuchen wir noch das Cinema Akil, das erste Arthouse Kino der gesamten Golfregion. Im Kinosaal fühlt man sich sofort wie in eine andere Zeit versetzt. Die Samtsitze sind tief und gemütlich, es riecht ein wenig staubig und das Licht ist herrlich schummrig. „Die Einrichtung stammt aus einem alten Kino, das abgerissen wurde, um einem Hotel Platz zu machen“, erklärt Luz Salem Villamil, die stellvertretende Direktorin des Cinema Akil. Das Kino wurde 2018 eröffnet, seitdem kann man hier abseits der riesigen Multiplex-Paläste, die sonst in Dubai üblich sind, Filme aus der ganzen Welt und den letzten Dekaden ansehen. „In der Pandemie haben wir ein Programm zum Thema Reise gestartet“, erzählt Luz. Die erste Ausgabe: Italien – mit dem Fellini-Klassiker „La Dolce Vita“. „Und siehe da: Das Kino war jeden Abend zu 80 Prozent besetzt.“

Im Winter finden auf der Plaza von Alserkal Avenue Open-Air-Vorstellungen statt. An das Kino angegliedert ist außerdem das Chaiwala Project, ein kleines Café, in dem der Barmann vor den Augen der etwas erstaunten Gäste das Ritual der indischen Chai- Zubereitung zelebriert, inklusive beeindruckend lauter Gesänge und theatralischem Einschenken. „So geht man hier ursprünglich ins Kino“, erklärt Luz lächelnd. „Man isst etwas, trinkt noch einen Tee, es ist eine abendfüllende Aktivität. Das ist die Idee des Kinos, an die wir glauben.“

ABENDS IN DER WÜSTE

Nach dem Besuch setze ich mich wieder ins Auto. Es geht ein weiteres Mal aus der Stadt hinaus. Unser Ziel diesmal ist das Sonara Camp im Dubai Desert Conservation Reserve. Vor uns fährt ein kleiner Lastwagen mit einem Kamel auf der Ladefläche, das neugierig den Verkehr um sich herum beäugt. Auf einem Parkplatz am Eingang zum Reserve steigen wir in einen Jeep um. 2003 wurde die Wüste zum Naturschutzgebiet erklärt – das erste in den Emiraten. Hier sind lediglich die Autos der Wüstencamps erlaubt; diese dürfen nur auf ausgewiesenen Wegen fahren. Auf und ab geht es in wilden Kurven durch die Dünen. „Schaut mal, da links“, ruft unser Fahrer plötzlich. Am Straßenrand äst eine weiße Oryxantilope, hinter sich ihr Junges. Die Tiere leben frei hier im Naturschutzgebiet, gemeinsam mit Sandfüchsen, Karakalen, verschiedenen Reptilien und Insekten.

Als wir im Sonara Camp ankommen, steht die Sonne schon tief über den Dünen. Sie taucht die Szenerie in ein warmes Licht: Über den Platz verteilt befinden sich luftige Zelte mit weißen Sonnensegeln, darunter verschiedene Sitzgelegenheiten. Am Rand des Camps liegen malerisch drei Kamele, die auf Reiter warten, daneben Hängematten und eine Schaukel, die Instagram-tauglicher nicht sein könnte. Der Sand ist warm und unfassbar fein zwischen den Zehen. Ich lasse mich mit einem Glas Weißwein in ein tiefes Sofa im marokkanischen Stil fallen – und möchte nie wieder aufstehen, so schön ist es.

Das Camp gehört Stéphanie Danial, die 2010 mit ihrem Mann aus Genf nach Dubai ausgewandert ist. „In den letzten Jahren hatten wir immer wieder Besuch aus der Schweiz, und alle wollten einen Ausflug in die Wüste machen“, erzählt sie. „Doch die bestehenden Camps gefielen mir nicht. Sie sind sehr touristisch und voll, es gibt Essen vom Büfett und das immer gleiche Programm mit einer Bauchtänzerin. Da habe ich beschlossen, es besser zu machen.“ Als eine der lediglich sechs Lizenzen für Camps im Naturschutzgebiet frei wird, versucht Stéphanie ihr Glück. Sie präsentiert ihre Idee eines kleinen, feinen Luxuscamps – und wird aus Hunderten von Bewerbern ausgewählt. „Ich habe buchstäblich mit zwei Tischen angefangen“, erzählt sie lachend. „Am Anfang hatte ich sechs Angestellte, jetzt sind es 60.“ Es gibt strenge Auflagen im Camp, jedes Stück Müll, jede Zigarette im Sand wird mit Strafen geahndet. Für Stéphanie ist Nachhaltigkeit ein großes Thema: „Wir produzieren so wenig Müll wie möglich, arbeiten daran, unser Wasser wiederaufzubereiten, nutzen Solarenergie, und alle Möbel hier sind entweder recycelt oder stammen aus fairem Handel.“

TÜRKISGRÜNES WASSER VOR HOHEN FELSEN – EIN UNERWARTETER ANBLICK IN EINEM LAND, DAS DOCH VOR ALLEM FÜR SEINE KÜNSTLICHKEIT BEKANNT IST.

Als die Sonne schließlich hinter den Dünen versunken ist, wird das Sonara Camp durch zahllose Lichterketten erhellt. Es ist Zeit fürs Dinner. Besucher haben die Möglichkeit, nur zum Sonnenuntergang hierherzukommen, zum Abendessen zu bleiben oder gar über Nacht. Die Zelte stehen am Rand des Platzes und erfüllen die kühnsten Glamping-Träume – niedrige Betten mit blütenweißer Bettwäsche und Korbmöbel auf gemusterten Teppichen. Und wenn man morgens die Zeltplane zur Seite schiebt, sieht man nur den Sonnenaufgang über der Wüste.

Nach dem Dessert lehrt sich das Camp schnell. Schließlich sind wir die letzten Gäste. Stéphanie hat sich bereits verabschiedet, doch Neil, ihr ältester Sohn, kommt an unseren Tisch, um Kartentricks vorzuführen – und verrät auf unser Drängen hin auch, wie sie funktionieren. „Ist ja sowieso alles auf YouTube“, sagt er achselzuckend. Dann schaut er plötzlich auf: „Da vorne, eine Antilope!“ Tatsächlich, nur wenige Meter von den Tischen und Lichterketten entfernt kaut ein Tier gleichgültig auf einem Büschel Alfalfagras herum. Selbst die Angestellten des Camps zücken ihre Handys, um Fotos zu machen. „Ihr habt Glück“, erklärt Neil. „So nah kommen sie sonst nie.“

Als wir im Auto zurück in die Stadt sitzen, die Straßen wieder breiter werden und die Lichter der ersten Hochhäuser auftauchen, erinnere ich mich daran, was Stéphanie gesagt hat: „Wir leben in einer so lauten und hektischen Metropole. Aber sobald ich in der Wüste ankomme, bin ich entspannt.“ Ich denke an Luz mit ihrem kleinen Kino und an Adrian in Hatta. Es scheint, als würden selbst in Dubai manche Menschen merken, dass weniger manchmal mehr ist.

DUBAI: INFOS UND REISETIPPS AUF EINEN BLICK

WOLKENKRATZER & WÜSTE

Hochhäuser, Kultur und Top-Restaurants in der Stadt, unberührte Natur drumherum: Dubai bringt Besucher zum Staunen – auch mit immer wieder neuen Attraktionen.

ANREISE

Emirates fliegt von allen deutschen Abflughäfen nonstop nach Dubai. Durchschnittliche Flugzeit: ca. sechs Stunden. emirates.de Alle Reisenden müssen beim Check-in einen negativen PCR-Test nachweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

REISEZEIT

Im Winter (November bis April) herrschen angenehme Tagestemperaturen um die 27 Grad. Von Mai bis September/Oktober kann es unerträglich heiß werden – bis zu 45 Grad.

ÜBERNACHTEN & AKTIVITÄTEN

Hatta

Drei verschiedene Unterkünfte gibt es am Fuß der Berge: die Kuppelzelte des Hatta Dome Park, die Häuschen des Damani Lodges Resort und den Hatta Caravan Park mit geräumigen Trailern. Alle liegen rund um das Hatta Wadi Hub, das sämtliche Outdooraktivitäten organisiert. Unterkunft ab ca. 315 Euro, visithatta.com/en

Sonara Camp

Um den Sonnenuntergang in der Wüste zu erleben, hat man verschiedene Optionen: „The Sunset at Sonara“ von 16 bis 19 Uhr mit Softdrinks und Appetizern ab ca. 100 Euro p. P., „Sunset & Dinner Experience“ ab ca. 160 Euro p. P., Übernachtung im Zelt inklusive Dinner und Frühstück ab ca. 550 Euro für zwei Personen. nara.ae/sonara

One&Only The Palm

Weltweit gehören die One&Only-Resorts zu den luxuriösesten Hotels. Die Anlage liegt direkt am Strand, bietet drei Restaurants, einen riesigen Poolbereich und das einzige Guerlain Spa der UAE. DZ ab ca. 823 Euro, oneandonlyresorts.com

Rove Hotels

Die beste Wahl für ein kleineres Budget sind die modernen Zimmer der Kette Rove. Acht Häuser in unterschiedlichen Teilen der Stadt gibt es, u. a. in Downtown, Dubai Marina oder am Strand La Mer. DZ ab ca. 58 Euro, rovehotels.com/en

ESSEN & TRINKEN

Time Out Market

Libanesische Falafel, chinesische Dim Sum oder italienische Pizza: Im Time Out Market im Souk Al Bahar gegenüber der Dubai Mall hat man die Qual der Wahl. Die Gerichte werden frisch an verschiedenen Ständen zubereitet, gegessen wird an langen Holztischen. timeoutmarket.com

Trèsind

Küchenchef Himanshu Saini tischt modern interpretierte Köstlichkeiten aus seiner Heimat Indien auf. Tipp: mit viel Hunger kommen und das siebengängige „Chef Tasting Menu“ bestellen, bei dem die Speisen zum Teil am Tisch zubereitet werden. tresind.com/dubai

NEU IN DUBAI

Ain Dubai

Am 21. Oktober 2021 eröffnet, ist das höchste Riesenrad der Welt Dubais neueste Attraktion. 38 Minuten lang dauert eine Fahrt, während der man den Blick auf die Skyline der Stadt genießt. Ab ca. 30 Euro, aindubai.com/en

Museum of the Future

Wie könnte unsere Welt im Jahr 2071 aussehen? Dieser Frage geht das Museum of the Future mit Ausstellungen und interaktiven Elementen nach, das (nach mehrmaligem Verschieben) 2022 eröffnet werden soll. Allein der Anblick des kreisförmigen Gebäudes von außen ist einen Abstecher wert. museumofthefuture.ae/en

Expo 2020

Wegen Corona musste die Weltausstellung ein Jahr später stattfinden: Noch bis zum 31. März 2022 präsentieren sich 192 Nationen in teils spektakulären Pavillons, aufgeteilt in die Bereiche „Sustainability“, „Mobility“ und „Opportunity“. Wer mit der Fluggesellschaft Emirates in die VAE einreist, erhält einen kostenlosen Tagespass. expo2020dubai.com/de

WEITERE INFOS

visitdubai.com/de