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ECKERNFÖRDER BUCHT: Förde voll Fisch


Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 72/2018 vom 13.07.2018

Bei Touristen ist die Eckernförder Bucht schwer angesagt. Darunter sind auch eine ganze Menge Meeresangler, denn entlang der Küsten und auf dem Wasser bestehen sehr gute Fangaussichten auf die gesamte Ostsee-Fischbande.


Artikelbild für den Artikel "ECKERNFÖRDER BUCHT: Förde voll Fisch" aus der Ausgabe 72/2018 von Kutter & Küste. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Kutter & Küste, Ausgabe 72/2018

Vielfältiges Revier an der Ostsee: die Eckernförder Bucht – hier bei Noer an der Südküste (gr. Foto).


Besonders Meerforellenangler sind im Winter und Frühjahr aufs edle Silber aus.


Die schmucke Hafenstadt Eckernförde ist auch touristisch ein echtes Highlight.


Die Eckernförder Bucht ist 17 Kilometer lang. An ihrem Ausgang zwischen Booknis im Norden und Dänisch Nienhof im Süden ist sie etwa ...

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... zehn Kilometer breit. Die Ufer sind typisch für die Region: Steilküsten, Sand-, Kiesund Steinstrände im Wechsel. Die flachen Uferabschnitte fallen an den meisten Strecken schnell tief ab. Die tiefste Stelle der Bucht misst stolze 28 Meter! Am Ausgang ragt das Plateau Mittelgrund bis auf sechs Meter Wassertiefe empor. Viele Campingplätze oder Ferienhäuser bieten extra für Angler guten Service.

Eckernförder Hafen

Wer auf Rummel steht und angeln möchte, ist in der hübschen Kleinstadt Eckernförde genau an der richtigen Adresse(Angelplatz 1 auf der Karte) . An den meisten Stellen im Hafen ist das Angeln erlaubt. Vor allem die Außenmole ist ein wahrer Hot Spot. Saisonal geht da eigentlich immer was an die Haken. Im Frühjahr und Herbst wird viel auf Hering geangelt. Ab Mai beißen die Hornhechte und mit den warmen Sommermonaten ziehen Makrelen ihre Bahnen. Dann sind auch immer wieder kleine Schwärme von Meeräschen im Hafenbereich unterwegs. Mit Watt- oder Seeringelwürmern sind das gesamte Jahr über Flundern und Klieschen Beute der Grundangler. Im Herbst und Winter gesellen sich Dorsche und Wittlinge dazu. Gezielt auf Aal läuft es ab der zweiten Sommerhälfte bis in den Herbst während der Dunkelheit gut.

Der Stadtstrand

Außerhalb der Badesaison im Frühjahr, Herbst und Winter bietet der Stadtstrand von Eckernförde sehr gute Angelmöglichkeiten(2) . Brandungs-, Spinn- und Fliegenangler finden auf der Südstrecke hinter dem Marinestützpunkt ein weitläufiges Gebiet mit guten Fangaussichten. Das Wasser wird nach einem flachen kurzen Sandabschnitt schnell tiefer. Brandungsangler können dort auch mit kurzen Würfen punkten. Hauptbeute sind Flundern, aber auch Dorsche und Wittlinge werden beim Ansitz gestrandet. Mit etwas Glück verleibt sich sogar mal ein Köhler oder eine Meerforelle die Würmer ein. Aktiv mit Kunstködern beim Watangeln auf Meerforelle ist der Südstrand vor allem im Winter und zeitigen Frühjahr eine ganz heiße Nummer. Oft ziehen Grönländerschwärme* dicht vorm Strand entlang und so mancher dicke Einzelfisch.

Bevölkern im Sommer oft die Bucht: Makrelen.


Wer ordentlich durchziehen kann, erreicht auch tagsüber bereits fischträchtiges Wasser.


Die Nordseite

Die Strecke gen Norden an der Eckernförder Bucht entlang bietet einige gute Stränden zum Angeln. Bei Karlsminde geht es über den Campingplatz an den Strand(3) . Auf der Strecke Richtung Südwesten laden erst größere Sandflächen durchzogen mit einzelnen Muschelbänken und Seegraswiesen zum Brandungsangeln ein. Hauptbeute beim Ansitz sind Flundern. Watangler finden ab den Buhnen ein interessantes Gebiet mit Mischgrund, immer gut für Ostseesilber. Wer gern wandern mag und auf Idylle steht, sollte hinter den letzten Campern fischen. Ebenfalls über den Campingplatz erreichbar ist die Nordoststrecke am Ludwigsburger Strand eine gute Wahl zum ausgiebigen Watangeln auf Meerforelle und saisonal Hornhecht(4) . Brandungsangler kommen am Strand auch zum Zug. Neben Flundern beißen in der Dämmerung Dorsche. Am Strand bei Langholz können Brandungsangler ihre Dreibeine zwischen den Buhnen aufstellen(5) . Über dem meist sandigen Grund fühlen sich viele Plattfische wohl. Spinn- und Fliegenangler sollten gen Südwesten um die Landspitze die kleinen Steinriffe auschecken oder Richtung Nordosten über tieferem Wasser mit Mischgrund ihr Petri-Glück suchen. Der Strand bei Waabs wird von Anglern gern besucht(6). Brandungs-, Spinn- und Fliegenfischer erreichen tieferes Wasser mit Mischgrund zu beiden Seiten des Parkplatzes. Ab Mai fallen große Hornhechtschwärme ein. Am Ende auf der Nordseite der Eckernförder Bucht am Strand von Hökholz sollten Brandungsangler südwestlich zwischen den Steinbuhnen ihre Montagen in die Fluten schicken(7) . Belohnt wird das mit Plattfisch und Dorsch. Watangler können zwischen den Buhnen immer mit Mefos und saisonal Hornhechten rechnen. Richtung Nordosten ist das Wasser erst flacher, aber mit aussichtsreichen Rinnen durchzogen. Wer gern wandert, findet zur Landspitze Mischgrund mit tiefem Wasser dicht unter Land. Dort werden immer wieder große Meerforellen gefangen, auch die Chancen auf Dorsch in der Dämmerung sind gut.

PARKEN & ANGELN

Der Stadtstrand Eckernförde gen Süden ist bei Anglern voll angesagt – zumindest außerhalb der Badesaison.


Dorsche und Plattfische sind die Hauptbeute der Brandungsangler.


MIT DEM BOOT

Angelguide Tom Czapla mit einem starken Ostsee-Dorsch aus dem Revier.


Als eigener Kapitän mit dem Kleinboot geht auf der Eckernförder Bucht einiges. Spinnfischen auf Meerforelle und Hornhecht läuft auf den Flachwassergebieten der gesamten Südseite gut. Wer lieber tiefer edles Silber fangen will, kann beim Trolling kurz hinter den abfallenden Tiefenkanten immer mit richtig guten Fischen rechnen. Das bringt auch öfters mal einen schönen Dorsch oder Köhler ans Tageslicht. Gezielt auf die marmorierten Räuber und ihre Verwandten mit Gummi oder Pilker zu angeln, geht auch. Dann ist das Plateau Mittelgrund am Ausgang der Eckernförder Bucht der richtige Platz. Steht Plattfisch auf dem Fangzettel, sind die Sandbänke kurz vor den abfallenden Tiefenkanten sehr erfolgreich. Von Maasholm an der Schleimündung einige Kilometer nördlich der Eckernförder Bucht bietet Tom Czapla Guidingausfahrten mit seiner „Soulmate“ an: www.fishingtrips.de

Mit Toms „Soulmate“ geht’s auf die Ostsee.


Die Südseite

Ein richtiger Hot Spot unter Meerforellenfans ist die lange Strecke bei Aschau(8) . Dem entsprechend ist es an den Wochenenden im Frühjahr oft recht voll. Beginnen sollten Angler bereits direkt am Anfang des Strandes neben der B76. Das Wasser ist dort zwar recht flach, aber der Untergrund ist strukturreich und gerade im Frühjahr zieht das die Forellen an. Geht es weiter Richtung Nordosten, laden viele Rinnen zum Angeln ein. Hinter der Landspitze unterhalb der Steilküste ist es dann möglich, auf eine Sandbank zu gelangen. Ein klasse Platz, wo oft große Mefos gefangen werden. Auch die Chancen auf Steelheads und ab Mai Hornhechte stehen gut. Die folgende Bucht sollte nicht links liegen gelassen werden, denn viele Mefos zieht das strukturreiche Flachwassergebiet zum Jagen an. Auch die Sommerpirsch auf Silber ist auf der gesamten Strecke gut. Dann allerdings mit der Dämmerung in die Nachtzeit hinein. Der Strand bei Noer ist ebenfalls eine heiße Ecke, um auf Meerforelle zu angeln(9) . Die lange Strecke gen Westen beginnt erst sandiger, teils durchzogen von Stein- und Muschelriffen. Weiter zur Landspitze wird der Grund strukturreicher und das Wasser tiefer. In der Bucht dahinter ist es bei niedrigem oder normalem Wasserstand möglich, auf eine Sandbank hinauszuwaten. Ab Mai beißen auf der gesamten Strecke viele Hornhechte. Am letzten Strand auf der südlichen Seite der Eckernförder Bucht können auch Brandungsangler wieder aus dem Vollen schöpfen. Wer den Fußmarsch vom Parkplatz bis zum Strand Dänisch Nienhof bewältigt hat, sollte das Dreibein Richtung Osten aufstellen(10) . Über dem Mischgrund mit anfänglich vielen Sandabschnitten sind Plattfi-sche, Dorsche und Wittlinge zu fangen. Watangler können Richtung Osten den Strand hinunter wandern. Dort wird der Grund strukturreicher und unterhalb der Steilküste ziehen oft Meerforellen dicht am Ufer entlang. Die Eckernförder Bucht ist ein abwechslungsreiches Revier mit viel Fisch.

Die Bucht ist von vielen sandigen Abschnitten geprägt – doch auch hier beißen die Meerforellen.


Die vielen Sandstrände erlauben sogar das erfolgreiche Sbiro-Angeln auf Plattfisch.


Ab Mai fallen Hornhechte in wahren Massen im Revier ein.


Für seine feinen Forellen ist die Eckernförder Bucht bundesweit bekannt.