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Edision Ping: Mini-Streaming-Box zum Sparpreis von unter 50 Euro bringt IPTV und mehr


Satvision - epaper ⋅ Ausgabe 10/2020 vom 25.09.2020
Artikelbild für den Artikel "Edision Ping: Mini-Streaming-Box zum Sparpreis von unter 50 Euro bringt IPTV und mehr" aus der Ausgabe 10/2020 von Satvision. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Satvision, Ausgabe 10/2020

Für Anwender, die verschlüsselte und unverschlüsselte TV-Inhalte von Anbietern wie Sky, HD+, Digitürk, CanalSat und Co. per Internet beziehungsweise über IPTV-Portale wie Stalker TV, Xtream oder per Internet- Senderliste (M3U) beziehen, hat der griechische Hersteller Edision eine günstige Streaming-Box auf den Markt gebracht. Diese hört auf den Namen Ping, basiert auf Linux und kostet nur 44,90 Euro. Die genannten Dienste sowie einige weitere, etwa YouTube, Vimeo, Dailymotion und Shoutcast (Radio), sind bereits vorinstalliert. Mit dem Internet verbindet sich die OTT-Box wahlweise per Ethernet-Anschluss ...

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... oder integriertem WLAN. Für das IPTV-Portal Stalker lassen sich bis zu acht MAC-Adressen beziehungsweise Portale (URL-Server) für flexibles IPTV-Streaming hinterlegen. Eine für TVs programmierbare 2in1-Fernbedienung sowie eine EPG-Funktion und eine Bildauflösung bis 1080p samt HEVC (H. 265)-Unterstützung runden die Haupt-Features der kompakten IPTV-Box ab. Was der kleine Streamer in der Praxis wert ist, haben wir getestet.

Wussten Sie schon, …

dass es sich bei Dailymotion um ein Videoportal des gleichnamigen französischen Unternehmens handelt? Es bietet ein breites Spektrum an Video-Inhalten und gehört zu den weltweit führenden Video-Plattformen im Internet. Der US-amerikanische Videodienst Vimeo (Anagramm von engl. Movie, „Film“) bietet vornehmlich Musikvideos, Kurzfilme und Dokumentationen.

Die Edision Ping ist ausschließlich in der Farbe Schwarz erhältlich und wird für günstige 44,90 Euro angeboten. Die kleine Box ist mit Abmessungen von 11 × 2,3 × 11 Zentimetern (B × H × T) kaum größer als eine Zigarettenschachtel und angenehm flach gehalten. Damit lässt sich der kompakte Streamer gut im TV-Mobiliar integrieren und nimmt nur wenig Platz in Anspruch. Soll die Box, die lediglich über eine Status- LED verfügt, versteckt im TV-Schrank oder hinter dem TV platziert werden, kann dies mit einem optional erhältlichen Infrarot-Empfänger (IR-Auge) realisiert werden, der rund 10,- Euro kostet. In das Internet gebracht werden kann die IPTV-Neuheit kabelgebunden via Ethernet-Schnittstelle (10/100 Mbit) und per WLAN. Unterstützt werden die WiFi-Standards 802.11b/g/n (150Mbps / 2.4 GHz). Schnittstellen sind an der Rückseite für LAN, HDMI, adaptiertes AV (3,5 mm Klinke) sowie optisches S/PDIF gegeben. An der Seite lassen sich ein IR-Adapter und (leider nur) ein USBSpeichermedium anschließen. Unter der Haube kommt ein vom Hersteller auf Anfrage leider nicht näher spezifizierter 600-MHz-Prozessor zum Einsatz, der im Test für eine reibungslose Performance und zügige Menünavigation sorgte. Ein GB RAM und 16 MB Flash-Speicher komplettieren die Hardware-Ausstattung.

Front


Die kompakte und flache Box (B × H × T: 11 × 2,3 × 11 Zentimeter) lässt sich problemlos im TV-Mobiliar integrieren und besitzt eine schlichte Front mit lediglich einer rot beziehungsweise grün leuchtenden Status-LED.

Rückseite


Auf der Rückseite sind der Ethernet-Port (10/100 Mbit), der adaptierte AV-Anschluss (3,5 mm Klinke) sowie ein optischer S/PDIF-Tonausgang und eine HDMI-Schnittstelle vorhanden. Rechts befindet sich der Anschluss für das externe 5 V-Netzteil. Ein Netzschalter zur bequemen Trennung der Box vom Stromnetz fehlt leider.

Fernbedienung


Die (mit fast allen Edision-Receivern kompatible) IR-Fernbedienung mit Kunststoffgehäuse liegt gut in der Hand und verfügt über ausreichend kontrastreich beschriftete Tasten, deren Druckpunkt akzeptabel ist. Die Genauigkeit der gummierten Tasten könnte besser sein, da die Tasten vergleichsweise hoch sind. Die Fernbedienung ist für TVs programmierbar, genutzt werden können hierfür die fünf „eingerahmten“ Tasten oben rechts (TV Power, Vol+/-, Ratio und Back). Für TVs von Samsung und LG ist die Funktion bereits vorprogrammiert. Die fünf Farbtasten lassen sich beliebig mit Apps belegen. Die Reichweite ist gut; bei sieben Metern ist nicht genau auf die Box zu zielen.


„Günstige Streaming-Box für schnörkellosen IPTV-Zugang“


Die Steuerung erfolgt ausschließlich mit der für TVs programmierbaren IR-Fernbedienung, eine App-Steuerung ist nicht möglich. Für Samsung- und LG-Fernseher ist die Steuerungsfunktion der Fernbedienung bereits vorkonfiguriert. Wie die Fernbedienung angelernt wird, zeigen wir im Anschluss an diesen Testbericht. Zusätzlich lassen sich fünf Farbtasten der Fernbedienung mit den installierten Apps belegen, also etwa die rote Taste für den Start des Dienstes Xtream und gelb für YouTube etc. UPnP/DLNA wird nicht unterstützt, die Box kann also nicht als Netzwerk- Server oder -Client eingesetzt werden. Eine Aufnahmefunktion (PVR) und Timeshift für zeitversetztes Fernsehen bietet die Edision Ping ebenso wenig, was angesichts des niedrigen Preises allerdings nicht sonderlich überrascht.

Hauptmenü


Die Optik der Benutzeroberfläche ist unserer Ansicht nach gelungen und es lässt sich zügig durch die Menüs navigieren. Vom Hauptmenü aus gelangen Anwender zu den bereits vorinstallierten IPTV-Portalen Paok TV, Stalker, YouTube sowie den Media Player, Web TV, Shoutcast (Radio) und weiteren Apps. Unter „Weitere Apps“ findet sich unter anderem die Dienste Xtream, Dailymotion und Vimeo.

Web TV


Wird unter „Web TV“ mit der weißen Help- Taste der Fernbedienung eine M3U-Liste via USB auf die Box geladen, erscheinen links die IPTV-Kanäle und rechts ein Vorschaubild des laufenden Programms. Wird ein Kanal in der Liste durch Drücken der OK-Taste ausgewählt, erscheint der Sender im Vollbild-Modus. Die Umschaltzeiten sind mit knapp zwei Sekunden gut.

Erstinstallation und tägliche Bedienung

Die Erstinstallation ist einfach und schnell erledigt. Eingestellt werden die Sprache und die Internetverbindung (Kabel oder WLAN). Zur Verfügung stehen ab Werk die Apps YouTube, Stalker TV, PAOK TV, Dailymotion, der Internet-Radio-Dienst Shoutcast mit mehreren tausend nationalen und internationale Radiosendern, Vimeo, Weather Forecast und Xtream. Weitere Dienste sollen folgen und werden bei Verfügbarkeit auf der Hersteller- Website bekannt gegeben. Welche dies sind und ob beispielsweise Netflix und Co. darunter sind, teilte Edision auf Anfrage nicht mit. Über die Funktion Web TV können im Internet verfügbare M3U-Listen für IPTV-Kanäle via USB-Speicher geladen werden. Die Funktionen können direkt über die aufgeräumte sowie modern gestaltete Menüoberfläche, die unseren Testern gut gefallen hat, gestartet werden. Die Apps lassen sich beliebig mit der Info- Taste und den Pfeiltasten der Fernbedienung verschieben und individuell anordnen. Für die Dienste Stalker, Xtream und Web TV steht, sofern vom jeweiligen Stream unterstützt, ein EPG mit siebentägiger Vorschaudauer zur Verfügung.

Für die IPTV-Portale Stalker TV, Xtream und Co. bedarf es vor der ersten Nutzung der Anmeldung mit den persönlichen Zugangsdaten der Anbieter. Zudem sind einmalig die jeweiligen Serveradressen (URLServer) einzugeben. Für das IPTVPortal Stalker lassen sich ganze acht unterschiedliche MAC-Adressen beziehungsweise Portale (URL-Server) in den Portal-Einstellungen hinterlegen, bei Xtream sind es drei Portale. Damit können Anwender sich komfortabel mit verschiedenen Servern der Anbieter für verschiedene gebuchte „Senderpakete“ oder Programme verbinden. Übertragene Streams liefen im Test allesamt flüssig und in einer ansprechenden HD-Bildqualität. Zu beachten ist, dass die Bildqualität von der jeweiligen Quelle (Source, Server) abhängt und die Nutzung insbesondere von Pay-TV-Programmen über Portale wie Xtream oder Stalker TV illegal sein kann. Die frei zugänglichen Dienste wie YouTube und Vimeo boten im Test bei entsprechend eingestellter Bildqualität stabile Streams, sind inhaltlich nach Kategorien wie Action, Natur, Doku etc. unterteilt und lassen sich mit der Fernbedienung einigermaßen gut steuern. Lediglich Texteingaben sind per GUI-Tastatur ein wenig umständlich. Bei YouTube stieß uns negativ auf, dass zahlreiche Highlight-Videos aufgrund einer Länderbeschränkung nicht verfügbar waren.

Multimediawiedergabe

Bei der Wiedergabe von Bildern und Musikformaten unterstützte der Media Player in unserem Test lediglich die Bildformate BMP und JPEG sowie die Audioformate MP3 und M4 A. Videos spielte der Player ein wenig zahlreicher ab und unterstützte im Test immerhin acht Container-Formate, darunter beispielsweise MKV, MOV, MPG und MP4.

Bild- und Tonqualität

Den 4K/UHD-Standard unterstützt die Edision Ping zwar nicht, überzeugt aber mit angemessen scharfen und detailgetreuen Bildern in Full HD-Auflösung (1080p). Die Bildauflösung lässt sich in den Einstellungen der Dienste einstellen und liefert etwa 1080p für YouTube- oder Vimeo- Inhalte, ansprechende Ergebnisse. In der höchsten Auflösungsstufe (1080p) kam es allerdings vereinzelt vor, das besonders schnellen Szenen ruckelten. Bei einer niedriger eingestellten Auflösung wie etwa 720p war dies dann oftmals nicht mehr der Fall. Auch hier sei darauf hingewiesen, dass die Bildqualität von der Quelle abhängen kann. Die Tonqualität war durchgehend gut und störungsfrei, auch der Sound der Shoutcast-Radio-Sender wurde einwandfrei wiedergegeben.

Detail


Der USB 2.0-Anschluss und der Port für den optional erhältlichen IR-Adapter, der eine versteckte Aufstellung der Box etwa im TV-Schrank oder hinter dem TV ermöglicht, sind an der von vorne gesehen linken Gehäuseseite zu finden.

Wärmebild


Nach dreistündigem Web TV-Betrieb erwärmte sich das Gehäuse der Edision Ping auf durchschnittlich rund 30 °C. Der Hotspot lag auf der Oberseite leicht rechts in der Mitte bei rund 41 °C.

Geschwindigkeit und Ökonomie

Die Box lieferte im Test mit den von uns verwendeten IPTV-Listen Programm-Umschaltzeiten, die zwischen 1,3 und gut zwei Sekunden lagen, was zu einem komfortablen IPTVGenuss beitrug. Beim Booten aus dem Netzaus vergehen mittelmäßige knapp 30 Sekunden und beim Hochfahren aus dem Standby, erscheint die Startseite nach circa 27 Sekunden, was für den Box-Start aus dem Standby sehr lange ist. Der Stromverbrauch im Standby ist mit 0,3 Watt hingegen sehr niedrig und im Betrieb werden - ebenfalls sehr sparsam - nur rund drei Watt benötigt.

Fazit

Die Streaming-Box Edision Ping überzeugt durch ihren Schnäppchenpreis von 44,90 Euro und erstklassig umgesetzter IPTV-Funktionen für Stalker TV, Xtream und Co. Die Features sind einfach und zügig zu konfigurieren und zu nutzen und werden in ansprechender Bildqualität bis Full HD (1080p) dargestellt. Die kompakte OTT-Box, die ebenso Video-Dienste wie YouTube und Vimeo an Bord hat, bietet zudem eine praktische und programmierbare 2in1-Fernbedienung sowie eine modern gehaltene Benutzeroberfläche. Unterm Strich erreicht die Edision Ping damit in unserem Praxistest die Testnote „gut“ und 82,7 Prozentpunkte und sichert sich zudem die Auszeichnung „Preis-/Leistung sehr gut“. Das Wesentliche, sprich die IPTVFeatures, beherrscht die Box einwandfrei, Abzüge in der Bewertung gibt es aufgrund der langen Bootzeit aus dem Standby sowie der fehlenden Ausstattung, etwa hinsichtlich Aufnahmefunktion, App-Anbindung und zweiter USB-Schnittstelle. In Anbetracht der gebotenen Leistung und des günstigen Preises lässt sich dies jedoch leicht verschmerzen.

PRO

vorinstallierte IPTV-Portale, einfache Bedienung, Fernbedienung vorprogrammiert für Samsung- und LG-Fernseher, programmierbare Fernbedienung, Preis, Stromverbrauch, Abmessungen

CONTRA

nur eine USB-Schnittstelle, keine Aufnahmefunktion, kein Dualband- WLAN, keine UHD-Unterstützung, keine App-Steuerung, kein UPnP/DLNA