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EICMA-NEUHEITEN: Vorhang auf …


Tourenfahrer - Motorrad Reisen - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 12.11.2019

… für den ersten Akt der Motorrad-Neuvorstellungen. Auf der Mailänder Motorradmesse EICMA zeigt sich der Modelljahrgang 2020 erstmals dem geneigten Publikum.


BMW

Artikelbild für den Artikel "EICMA-NEUHEITEN: Vorhang auf …" aus der Ausgabe 12/2019 von Tourenfahrer - Motorrad Reisen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Tourenfahrer - Motorrad Reisen, Ausgabe 12/2019

Kraftwerk: Die neue S 1000 XR bekommt den fünf Kilo leichteren Reihenvierer des Supersportlers S 1000 RR spendiert, allerdings ohne variable Ventilsteuerung. Die Leistungsdaten bleiben unverändert.

Alles neu macht die Euro 5 – das stimmt zwar nicht, aber die Umstellung gibt BMW Anlass genug, beim Adventure-Sportler einfach alles zu ändern: Vom Motor über das Fahrwerk bis zur Ausstattung ist bei derS 1000 XR 2020 alles neu, was die modifizierte ...

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Alles neu macht die Euro 5 – das stimmt zwar nicht, aber die Umstellung gibt BMW Anlass genug, beim Adventure-Sportler einfach alles zu ändern: Vom Motor über das Fahrwerk bis zur Ausstattung ist bei derS 1000 XR 2020 alles neu, was die modifizierte Optik auch nach außen dokumentiert. Als neues Herzstück agiert der fünf Kilo leichtere S-1000-RRMotor, allerdings ohne die supersportlichen Technikmerkmale der variablen Ventilsteuerung und Ansauglängen. So leistet die XR nach wie vor 165 PS bei 11.000 und 114 Nm bei 9250 Touren. Serienmäßig stehen vier Fahrmodi zur Verfügung, das Motorschleppmoment ist einstellbar wie auch die kurvenfähigen Assistenzsysteme. Eine längere Übersetzung des vierten bis sechsten Ganges soll die Drehzahl sowie den Verbrauch senken. Leichter sind auch Rahmen und Schwinge geraten, die Federelemente arbeiten serienmäßig semiaktiv. Insgesamt hat die XR um zwei auf 226 Kilo abgespeckt, während sie beim Preis von 16.950 Euro zulegt.

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1F 900 R: sportlicher, stärker, schwerer. 2Optional zu haben: adaptives Kurvenlicht. 3F 900 XR: tourentauglich mit den Kunststoff-Hartschalen aus dem BMW-Zubehör. 4Modern ausgestattet: TFT-Display à la GS, zweifach höhenverstellbarer Schild. 5Typisch XR: In der Silhouette entspricht die 900er der nebenstehenden 1000er.

Mit dem gleichen Konzept möchte BMW eine Klasse tiefer ebenfalls erfolgreich sein. DieF 900 XR kopiert den Einsatzzweck, wird aber von dem aufgebohrten Reihen-Zweizylinder der F 850 GS angetrieben. Aus 895 cm3 Hubraum, mit Schmiedekolben und geänderten Zylinderköpfen erlöst der 270°-Twin 105 PS bei 8500/min und 92 Nm Drehmoment. Er sitzt in einem Brückenrahmen aus tiefgezogenen Stahlblech-Formteilen mit angeschraubtem Stahlrohr- Heck. Komfortable Federwege von 170 mm vorn und 172 mm hinten bedienen wie die aufrechte Ergonomie und der zweifach höhenverstellbare Windschild die Idee vom sportlichen Reisemotorrad mit Enduro-Anleihen, auch wenn der Tank mit 15,5 l etwas klein ausfällt.

Mit dem technisch identischen RoadsterF 900 R ersetzt BMW die in die Jahre gekommene F 800 R. Gleich ist auch die moderne Ausstattung mit 6,5 Zoll großem TFT-Display und Rundum-LED-Beleuchtung, die optional mit schräglagenabhängigem Kurvenlicht aufgewertet werden kann. Mit 211 kg wiegt die neue F 900 R satte acht Kilo mehr als die alte R, die XR bringt’s auf 219 kg. Während die R ab 8800 Euro zu haben ist, kostet die XR ab 11.400 Euro.

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DUCATI

Mit einer neuen Ausstattungsvariante der Multistrada 1260 S möchten die Italiener leistungsorientierte Reisefreunde beglücken. Dafür haben die Bologneser ihreMultistrada 1260 S Grand Tour von Hause aus mit allem bestückt, was fürs Touren benötigt wird: Vom Hauptständer über das Koffersystem, Heizgriffe, Zusatz-LED-Leuchten, den Hands-Free-Tankdeckel und eine Reifendruckkontrolle bis zum speziellen Tourenpolster ist alles an Bord. Motorseitig und beim Fahrwerk gibt’s keine Änderungen, der 158 PS starke 90°-V2-Testastretta mit 1262 Kubik und variabler Ventilsteuerung steckt im Gitterrohrgeäst, das semiaktive Skyhook-Evolution-Federungssystem kümmert sich um die richtige Dämpfung.

Während das neue Touren-Flaggschiff die 21.000-Euro-Marke reißt, stellt die neueScrambler Icon Dark mit 8590 Euro den Einstieg in die Ducati-Welt dar. Dass auch das in »Matt Black« mit schwarzem Rahmen und schwarzer Sitzbank mit grauem Rand antretende Startermodell über ein Kurven-ABS verfügt, ist löblich.

Einen ganz anderen Pilotenkreis spricht die neueStreetfighter V4/S an, die es als gestrippte Version des Supersportlers Panigale V4/S auf 208 PS bei 12.750/min und 123 Nm bei 11.500 Touren bringt. Mit breitem Lenker und moderat positionierten Fußrasten eine Waffe auf der Landstraße. Standard- und S-Version unterscheiden sich durch das semiaktive Fahrwerk und leichte Schmiederäder.

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1Alles, was der Kilometerfresser braucht: Multistrada 1260 S Grand Tour. 2Preisgünstiger Einstieg: Scrambler Icon Dark. 3Mit mehr als 200 PS auf Kurvenjagd: Streetfigter V4, als S-Version mit Öhlins-Federelementen und Marchesini-Schmiederädern.

HONDA

Feinschliff fürs Touren-Flaggschiff: AlleGold-Wing- GL-1800 -Modelle bekommen 2020 eine modifizierte Abstimmung von Motor und Doppelkupplungsgetriebe für bessere Manövrier- barkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten – das gilt auch für die in diesem Jahr neu eingeführte Airbag-Version. Die »Tour«-Variante erhält größere Sozius-Haltegriffe und ein geändertes Fahrwerks-Set-up, die »Standard« gibt es neuerdings wahlweise mit DCT.

HUSQVARNA

Bei den innovativen Österreichern dominiert zarte Modellpflege den 2020er-Jahrgang. Im Rahmen derer erhalten die vom 75 PS starken Einzylinder angetriebenen 701-Modelle neue Speichenräder und CNC-gefräste Fußrasten, dieVitpilen 701 erfreut sich darüber hinaus einer serienmäßigen Soziussitzabdeckung. Elektronisch kräftig aufgewertet gehen die701 Enduro und701 Supermoto mit Riding Modes, Blipper, Kurven-ABS und schräglagenabhängiger Traktionskontrolle in 2020. Die gleiche Ausstattung zeigt auch die neue701 Enduro LR , die mit mit einem zusätzlichen 12-l-Tank das Spritvolumen auf 25 l vergrößert – für schier endlosen Endurogenuss.

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1701 Enduro LR: Der im Vorbau untergebrachte große Tank verschafft mehr Reichweite. 2Vitpilen 701: jetzt mit schicken Speichenrädern, gefrästen Fußrasten und einer Soziussitzabdeckung, 3der Scheinwerfer bleibt gleich.

INDIAN

Indian Challenger: mit Lenkerverkleidung, verstellbarer Scheibe, Trittbrettern, Sissybar und 68 l Koffervolumen bestens für die lange Tour gerüstet.


Basierend auf dem neu entwickelten »PowerPlus«-Aggregat stellen die Amis nach und nach neue Modelle vor. Erste Indian mit dem 1769 cm3 großen flüssigkeitsgekühlten 60-Grad-Vau-Zwo ist der 2020 kommende Power-BaggerChallenger , der seinen 180/16er-Heckpneu mit strammen 122 PS und 178 Nm Drehmoment malträtiert. Konstruktiv basiert der neue Motor auf dem Antrieb der Scout, vier Ventile pro Zylinder werden von einer oben liegenden Nockenwellen bedient. Drei Fahrmodi sind wählbar, dazu bietet der neue Antriebsstrang mit Sechsganggetriebe einen Overdrive. In denLimited undDark-Horse-Varianten ist das 377-Kilo-Schlachtschiff sogar mit schräglagenfähigen Assistenzsystemen und bestem Infotainment versehen.

KAWASAKI

Z H2: kraftstrotzendes Sugomi-Design mit Rundum-LED-Beleuchtung und asymmetrischem Ram-Air-Schlund.


Als Krönung der unverkleideten Z-Baureihe tritt 2020 dieZ H2 mit dem einzigartigen Kompressor-Triebwerk aus der H2 SX und in einer unmissverständlichen Formensprache an. Das bedeutet: 200 PS aus aufgeladenen 998 cm3, die über drei Fahrmodi und im Bedarfsfall über IMU-gesteuerte Assistenzen (ABS, Traktions- und Wheelie-Kontrolle) domestiziert werden. Via Anti-Hopping-Kupplung und Dog-Ring-Getriebe mit Schaltassistent und Blipper-Funktion gelangt die Kraft an den 190er-Gummi. Die fulminante Kraftquelle hängt in einem neuen Gitterrohrrahmen, komplettiert durch konventionell voll einstellbare Feder- elemente. Beim Oberhaupt der Z-Familie ist eine komplette Ausstattung Ehrensache, so gehören Farb-TFT, Bluetooth-Konnektivität und Tempomat zum Serienumfang.

SUZUKI

Die überarbeiteteV-Strom 1050 orientiert sich optisch am legendären Vorgänger und bekommt mehr Ausstattung – Dr. Big is back. Unter der neu gestalteten Haut lebt der konstruktiv unveränderte V2-Motor mit 1050er-Hubraum dank Euro-5-Überarbeitung auf: Diese V-Strom leistet mit 107 PS knapp sieben Pferdchen mehr bei annähernd gleichem Drehmoment. Das neue Ride-by- Wire-System eröffnet auch neue Elektronik-Möglichkeiten wie drei die Leistungsentfaltung beeinflussende Fahrmodi. Die höherwertigeV-Strom 1050 XT zeigt dank neuer Sechsachsen-IMU zusätzlich eine Berganfahrhilfe, ein Kurven-ABS und einen Tempomaten; bei Kalkulation der Bremskräfte fließen auch Gefälle und Steigungen sowie die Zuladung und Gewichtsverteilung ein. Sie rollt auf Speichen- statt Gussrädern und trägt serienmäßig Handprotektoren und einen Hauptständer. Das macht sich auf der Waage bemerkbar: Bleibt die Basis-V-Strom bei 236 kg, wiegt die XT schon satte 247 kg.

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1V-Strom 1050: Retro-Front in Anlehnung an die DR Big mit Rechteck-Scheinwerfer und fixem Windschild. Die integrierte Kofferaufnahme zeigt sich optimiert. 2Gefüllt und umfangreich: noch mehr Anzeigen im LCD-Cockpit. 3Praktisch: Neben dem Cockpit logiert neuerdings eine USB-Ladebuchse. 4Mehr Umfang: Das Bedienelement am linken Lenker befehligt nun auch die neuen Fahrmodi. 5Gruß an die Ahnin: Die rot-weiße »Heritage Special«-Lackierung bleibt der XT-Version vorbehalten.

TRIUMPH

Den dickste Dreizylinder gibt’s wieder von der Insel: Der wiederauferstandene Muscle-CruiserRocket 3 kommt in den VersionenGT und R mit einem neu entwickelten Reihen-Dreizylinder, der aus 2458 cm3 Hubraum 167 PS und 221 Nm holt. Über die in einer Einarmschwinge laufende Kardanwelle gelangt die Kraft an die mächtige 240/50-16er-Hinterradwalze, über vier Fahrmodi nach Gusto variierbar. Mit neuem Alu-Brückenrahmen und Top-Ausstattung inklusive TFT-Display, LED-Licht und Kurven-ABS kommt die sportliche R auf 21.950 Euro, die touristische GT auf 22.750 Euro. Trotz gewichtsreduzierender Maßnahmen bleiben die Triples mit 291 (R) respektive 294 Kilo für die GT echte Brocken.

Im neuen, gewichtsreduzierten Cafe- Racer-BikeThruxton RS pocht der 105 PS starke 1200er-Reihen-Twin, der auch die Speed Twin befeuert – das bedeutet ein Plus an Agilität dank acht PS mehr und sechs Kilo weniger bei aufgewerteter Elektronik.

Letzteres goutiert auch die neueStreet Triple RS, die dank eines Motoren-Updates mit leistungs- wie drehmomentstärkerer Drehzahlmitte noch mehr Spaß auf der Landstraße bereitet – Kostenpunkt: 12.300 Euro.

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1Imposant aus jedem Blickwinkel: die neue Rocket 3 GT im Inspirationkit »Highway«, also aufgewertet durch Original-Reisezubehör. 2Retro-Sport vom Feinsten: Thruxton RS mit Öhlins-Federbeinen. 3Böse Miene zum guten Spiel: scharf gezeichnete neue Street Triple RS mit serienmäßigem Blipper.

YAMAHA

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1Aggressives Styling mit moderater Weiterentwicklung: Mittelklasse-Roadster MT-03. 2Technisches Kleinod bei den Leichtkrafträdern: MT-125 mit variabler Einlasssteuerung. 3Yamahas Dreirad-Konzept für die Stadt: Den Tricity 300 kann man auch mit dem Pkw-Führerschein fahren.

Nicht gerade als Paukenschlag, aber gut erkennbar überarbeitet, geht dieMT-03 ins neue Modelljahr. Das zeigt sie mit einer minimalistischen Front aus schlitzartigen Positionsleuchten mit einem kleinen Scheinwerfer darunter – beides in LED-Technik – und dominanteren Lufthutzen. Dem Fahrwerk hilft eine steifere 37er-Telegabel und ein straffer abgestimmtes Federbein auf die Sprünge. Unverändert leistet der 180-Grad-Twin 42 PS. Ab Dezember für 5499 Euro im Handel.

Technisch interessanter ist ihre kleine SchwesterMT-125 , die mit dem gleichen Schlitzaugen-Gesicht auf Kundenfang geht. Weitere Argumente sind der ohc-Vierventil-Single aus der YZF-R 125, der mit variabler Einlasssteuerung einen guten Drehmomentverlauf erzielt und in der Spitze das Leistungslimit von 15 PS ausschöpft. Weitere für Leichtkrafträder ungewöhnliche Insignien sind die Anti-Hopping-Kupplung, eine 41er-USD-Gabel und ein neues LC-Display, alles zusammen für 4799 Euro.

Den Weg in die Mittelklasse findet das Yamaha-Dreirad-Konzept mit demTricity 300 . Die »Leaning Multi Wheel«-Neigetechnik fährt sich fast wie ein Motorrad, nur sicherer. 28 PS sollten für die City reichen.

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Fotos: Hersteller