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EIGENEN STROM ERZEUGEN


Frau im Leben - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 01.09.2021

Artikelbild für den Artikel "EIGENEN STROM ERZEUGEN" aus der Ausgabe 10/2021 von Frau im Leben. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Leben, Ausgabe 10/2021

Eigener Strom fürs Haus und Auto lohnt immer mehr.

Die Fakten

Aktuell kostet Strom für Privatkunden etwa 32 Cent je Kilowattstunde (kWh). Prognosen sagen, dass der Preis weiter (wie in der Vergangenheit) um jährlich etwa 6 % steigen wird. Die Gründe:

Energie-Wende, Ausbau von neuen Stromnetzen, CO 2 -Abgabe, mehr Elektro-Autos – mehr Verbrauch usw.

Die Preise für Solarmodule haben sich in den letzten 10 Jahren halbiert.

Der Preis (EEG-Einspeisung) für ins Netz eingespeisten Strom sinkt und liegt aktuell nur noch bei 7,5 Cent je kWh.

Das bedeutet: Es lohnt immer mehr, Strom selbst zu erzeugen und diesen auch selbst zu verbrauchen (siehe S. 16). Denn eigener Strom kostet weniger als 10 Cent; das heißt, man spart inzwischen fast 25 Cent je verbrauchter kWh ein. Und die Ersparnis wird jedes Jahr größer.

Amortisation in 10 Jahren

Solaranlagen lohnen: Wie rasch, hängt davon ab, wie schnell der Strompreis steigt und wie viel verbraucht wird.

Aktuell kostet Strom ...

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... aus dem Netz etwa

Selbst erzeugter und verbrauchter Strom kostet 8 Cent*, pro kWh spart man aktuell 25 Cent bzw. bei durchschnittlichem Verbrauch von 3 200 kWh sind dies 800 Euro pro Jahr.

Bei 16.000 Euro Investition also in 20 Jahren.

Aber: Der Strompreis steigt um mind. 1 Cent pro Jahr.

Die Anlage rechnet sich dann ab dem 12. Jahr. Bei gut 20 Jahren Mindest-Laufzeit werden zusätzlich 15.000 Euro verdient.

UND SO KOMMT DER EIGENE STROM VOMDACH

1 Kleine Anlage reicht

Im Schnitt reicht eine Photovoltaik-Anlage von etwa 10 kWp („Kilowatt Peak“). Das ist die Nennleistung, also wie viel Strom unter idealen Bedingungen produziert werden kann. 10 kWp reichen für einen Drei-Personen-Haushalt mit etwa 4 000 kWh Verbrauch pro Jahr völlig aus.

Eigener Strom vom Dach

Kosten einer klassischen 10-kWp-Anlage für ein Einfamilienhaus.

2 Glatte Fläche

Für 10 kWp reichen 50 bis 60 m 2 Dachfläche aus. Am einfachsten sind glatte Dachflächen. Aber auch auf verwinkelten Flächen oder Gauben lassen sich Module anbringen.

3 Diffuses Licht genügt

Die Ausrichtung des Dachs ist heute zweitrangig, weil die modernen monokristallinen Module selbst bei schwachem Licht gut funktionieren und selbst bei Verschattung einen hohen Wirkungsgrad haben.

8 Die Kosten

Die Installation einer 10-kWp-Anlage kostet etwa 16.000 Euro, für einen Speicher kommen noch 4.000 bis 6.000 Euro dazu.

9 Oft neue Leitungen notwendig

Die tatsächlichen Kosten hängen auch von der vorhandenen Elektro-Installation im Haus ab. Selbst wenn Gebäude erst 2 oder 3 Jahre alt sind, kann ein neuer Überspannungsschutz oder Zählerschrank notwendig werden.

10 2 Tage

Die Montage einer Solaranlage auf dem Dach dauert etwa 1 bis 2 Tage. Hinzu kommt ein halber Tag für den Netz-Anschluss im Inneren des Hauses.

11 Keine Wartung

Moderne Solar-Module sind wartungsfrei. Ab 12 bis 13 Grad Neigungswinkel des Daches sind die Panels durch den Regen praktisch selbstreinigend. Wer will, kann einen Wartungsvertrag abschließen (130 bis 170 Euro im Jahr). Darin ist dann auch ein möglicher Austausch des Wechselrichters enthalten.

12 Lange Lebensdauer

Neue Anlagen haben eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren. In dieser Zeit wird mindestens einmal der Wechselrichter getauscht. Speicher haben mindestens 10 Jahre Produktgarantie und 10 Jahre Leistungsgarantie, einige sogar 25 Jahre.

Immer höherer Strompreis

Wer eine Photovoltaik-Anlage installiert, kann wirksam auf drastisch steigende Preise reagieren. Angaben in Cent je kWh

* Anlagen bis 10 kWp ** Hochrechnung des Bundeswirtschaftsministeriums Quelle: BDEW, Bundesnetzagentur

4 Keine Last

Moderne Solar-Module sind sehr leicht. Ob Schräg- oder Flachdach – mit der Statik gibt es keine Probleme, zumal Dächer wegen der Vorgaben zur Schneelast stabil gebaut wurden.

5 E-Geräte bei Tageslicht nutzen

Die Tageslänge beeinflusst die Strom-Erzeugung. Im Sommer produziert man deutlich mehr, als man verbrauchen kann, und verkauft diesen, im Winter muss man meist etwas Strom dazukaufen. Im Schnitt erzeugt man mehr als 80 % des benötigten Stroms. Besonders lukrativ ist es deshalb, Energie-intensive Geräte wie Wäschetrockner, Waschmaschine und Geschirrspüler tagsüber zu nutzen, wenn eigener Strom produziert wird. Dann ist man fast autark.

7 Stromspeicher einplanen

Ein Strom-Speicher kann sinnvoll sein, z. B. um tagsüber den Strom zu erzeugen, den man abends beim Fernsehen verbraucht. Aber: Ein Speicher verbessert nicht die Wirtschaftlichkeit – denn was man einspart, gibt man über eine höhere Investition vorab aus. Wichtiger ist, sich die Möglichkeit des Nachrüstens offenzuhalten und einen Wechselrichter einzubauen, um später einen Speicher anschließen zu können, da auch bei Speichern die Preise fallen werden. Und: Viele Bundesländer geben heute bereits Zuschüsse zum Einbau von Stromspeichern – Niedersachsen z. B. gibt 40 % dazu. Mit Förderung sind Speicher auf alle Fälle empfehlenswert!

6 20 Jahre Geld

Wichtig: Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage entsteht durch den Eigenverbrauch, nicht durch den Strom, den man ins Netz einspeist. Die EEG-Umlage selbst ist auf 20 Jahre festgelegt, und zwar zum Satz im Jahr der Inbetriebnahme.

13 Tankstelle fürs Auto

Ob mit einer Solar-Anlage gleich eine Wallbox (Ladestation fürs E-Auto) installiert wird, hängt davon ab, ob der Kauf eines Elektro-Autos geplant ist. Aber natürlich amortisiert sich eine PV-Anlage umso rascher, wenn nicht nur die bisherige Strom-Rechnung weitgehend wegfällt, sondern auch das Tanken. Für den Einbau einer Wallbox jedenfalls gibt es aktuell 900 Euro Zuschuss von der KfW – und damit fast die Hälfte der Einbaukosten.

14 Papierkram

Um den bürokratischen Anteil einer PV-Anlage (Registrierung Bundesnetzagentur, Anmeldung Netzbetreiber bzw.

Stromversorger inkl. Abrechnung) kümmern sich die Firmen, die die Anlage installieren. Im Normalfall gibt man nur noch Adresse und Kontonummer für die Einspeise-Vergütung an.

Geld vom Staat

Der Einbau einer Solar-Anlage wird aus diversen Töpfen gefördert.

KfW-Kredit: Programm 270 „Erneuerbare Energien –Standard“ – zinsgünstige Kredite (0,55 %) bis 100 % der Investition.

EEG-Einspeisevergütung: 20 Jahre zahlen die Netzbetreiber Besitzern von privaten Photovoltaik-Anlagen Geld für jede Kilowattstunde, die als Überschuss ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Die Höhe gilt für den gesamten Zeitraum.

Steuervorteile: Einnahmen aus der Einspeisevergütung sind steuerpflichtig, können aber mit den Kosten verrechnet werden.

Besitzer einer Photovoltaik-Anlage gelten als Gewerbetreibende; für Anlagen bis 10 kWp ist keine Gewerbesteuer zu zahlen – es reicht eine Einnahmen- Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR) zur Einkommensteuererklärung. Anschaffungskosten werden über 20 Jahre abgesetzt; als Sonderabschreibung kann 20 % der Anschaffung schon in den ersten 5 Jahren abgesetzt werden.

KfW-Zuschuss für Ladestation: Programm 440 – einmaliger Zuschuss 900 Euro.

Strom-Speicher: Alle Bundesländer (außer Bremen, Hamburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern) haben eigene Zuschüsse für Stromspeicher.