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Ein amerikanischer Traum


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Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 17.05.2022

IM PORTRÄT

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Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 6/2022

Die Maine Coon ist die Verkörperung des amerikanischen Traums. Einst lebte sie auf den Farmen an der Ostküste in New England, vor allem im Bundesstaat Maine, und hatte die Aufgabe, schädliche Nager in Schach zu halten.

Heute ist sie eine der weltweit beliebtesten Rassekatzen. Ihr ursprünglicher Lebensraum ist nicht nur für den Indian Summer und die ausgedehnten Kiefernwälder bekannt, sondern auch für warme Sommer und knackige Winter mit Küstenstürmen, Regen und Schnee.

Diesen Wetterbedingungen hat sich die Maine Coon perfekt angepasst. Im Frühjahr verliert sie einen Teil der wärmenden Unterwolle, dagegen behält sie ihren „Regenmantel“, also das leicht fettige, wasserabweisende Deckhaar, das ganze Jahr über an.

„Gentle Giants“: sanfte Riesen mit Allwetterfell

Maine Coons gehören zu den Rassen, die ohne Zutun des Menschen entstanden sind. Natürlich hat zum Erhalt der Rassemerkmale eine gewisse ...

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... Selektion stattgefunden, und so gehören sie heute zu den größten Rassekatzen überhaupt. Kater können ein Gewicht von zehn Kilo und mehr auf die Waage bringen, Kätzinnen mit einem Gewicht von über sechs Kilo sind nicht ungewöhnlich.

Dabei ist sie trotzdem gewandt und muskulös, keinesfalls plump.

Farblich gesehen findet jeder seine Traumkatze, von Schneeweiß bis Pechschwarz – alle natürlichen Farben sind erlaubt, und das mit oder ohne weiße Abzeichen.

Die Katzen mit dem „Waschbärschwanz“, der überaus lang ist, sind Familienkatzen, die gut mit Kindern und dem Familienhund klarkommen.

Darf es ein wenig mehr sein? Coons brauchen Platz

Allerdings benötigen sie auch etwas Lebensraum, denn schon der extra große und stabile Kratzbaum und die Katzentoiletten im XXL-Format passen schlecht ins kleine Apartment.

Besonders glücklich ist die Maine Coon, wenn sie einen gesicherten Balkon oder Garten vorfindet. Darf sie auch im Herbst und Winter regelmäßig nach draußen, entwickelt sie ein besonders prachtvolles Winterfell, das mit Ausnahme zur Zeit des Fellwechsels ausgesprochen pflegeleicht ist. Einmal wöchentlich mit Kamm und Bürste durchkämmen genügt, damit die Katze gepflegt daherkommt. Wirklich niedlich ist übrigens das zarte Stimmchen dieser Rasse, das im krassen Gegensatz zum robusten Äußeren steht.

Wildlook fürs Wohnzimmer: die Bengal Cat

Von der Wiege der Maine Coon zur Geburtsstätte der Bengal Cat geht die Reise nach Süden ins sonnige Kalifornien. Die Entstehung dieser Rasse wäre ohne menschliches Eingreifen nicht möglich gewesen. Ursprünglich wurden Kreuzungen zwischen der Leopardenkatze (Prionailurus bengalensis), die in Süd-und Ostasien beheimatet ist, und Hauskatzen durch den Genetiker Dr. Willard Centerwall im Zuge der Erforschung von immunsupprimierenden Erkrankungen durchgeführt.

Als 1980 einige F1-Nachkommen solcher Verpaarungen ein neues Zuhause brauchten, gelangten diese zu Jean Mill, die man getrost als die „Mutter der Bengal Cat“, wie man sie heute kennt, bezeichnen kann. Durch Verpaarungen mit Abessiniern, Egyptian Mau, American Shorthair und getupften Orientalen entstanden in einem aufwendigen Zuchtprogramm, an dem sich viele Züchter beteiligten, schließlich Katzen, die im Aussehen der wilden Vorfahrin stark ähnelten, aber ein wohnzimmertaugliches Temperament aufwiesen.

Die Bengal ist eine hochintelligente und temperamentvolle Rassekatze. Sie will gefordert und gefördert werden.

Spielen und Toben gehören zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Um sich wohlzufühlen, braucht sie eine aktive Zweitkatze und einen Menschen, der ihrem Bedürfnis nach Abwechslung und Spiel Rechnung trägt.

Eine gut ausgelastete Bengal ist nicht nur eine Augenweide, sie ist auch ausgeglichen und verschmust. Ob mit Tupfen, Rosetten oder der als Marble bezeichneten Räderzeichnung, ob in traditionellem Braun, in Silber oder als Snow mit blauen Augen – diese muskulösen, athletischen Katzen machen Spaß und bringen exotisches Flair ins Heim.

Phänomenaler Siegeszug rund um den Globus

Die Bengal ist robust und nicht anspruchsvoll in der Fellpflege. Totes Haar wird mit einer Bürste oder einem Striegel entfernt, damit die Katze beim Putzen nicht zu viele Haare verschluckt – der faszinierende Glanz des Fells kommt von ganz alleine. Eine durchgezüchtete Bengal braucht zwar Bewegung und Beschäftigung, lässt sich aber prima in der katzengerecht ausgestatteten Wohnung halten. Die Bengal Cat ist heute die Hybridkatze mit der größten Fangemeinde rund um den gesamten Globus. Während es die Maine Coon von der mäusefangenden Farmkatze zum Showstar auf den Bühnen der internationalen Cat Fancy geschafft hat, befriedigt die Bengal Cat die uralte Sehnsucht des Menschen nach der Wildkatze im Wohnzimmer, ohne dass dafür Wildkatzen leiden müssen. Zwei typisch amerikanische Karrieren, wenn auch völlig unterschiedlich.

Die American Shorthair – Einwanderin auf Samtpfoten

Die Wurzeln der American Shorthair gründen tief in der amerikanischen Geschichte. Die Rasse geht zurück auf die Katzen, die die weißen Siedler aus ihrer jeweiligen Heimat auf den Schiffen mitbrachten. Sie lebten zunächst in den Hafenstädten und erfüllten dort ihre Aufgabe als Nagetier-Jäger.

Geschichte. Die Rasse geht zurück auf die Katzen, die die weißen Siedler aus ihrer jeweiligen Heimat auf den Schiffen mitbrachten. Sie lebten zunächst in den Hafenstädten und erfüllten dort ihre Aufgabe als Nagetier-Jäger.

Schließlich breiteten sie sich im ganzen Land aus. Als Ende des 19.

Jahrhunderts die ersten Katzenausstellungen stattfanden, war die American Shorthair dort als einfache Hauskatze zu finden. Züchterische Selektion formte die Rasse so, wie man sie heute kennt. Sie ist die Katze des gesunden Mittelwegs. Nicht so groß und schwerknochig wie die Britisch Kurzhaar, die die Amerikanerin übrigens in den USA an Beliebtheit schon weit überflügelt hat, sondern von mittlerer Größe mit einem festen, muskulösen Körper. Ihr Kopf ist etwas länger als breit. Weit auseinandergesetzte mittelgroße bis große Augen erzeugen den gewünschten offenen und süßen Ausdruck.

Die Ohren sind ebenfalls mittelgroß mit gerundeten Spitzen. Das Fell wird dicht und glänzend mit fester Textur gewünscht. Farbe und Zeichnung der Katze werden gleich stark bewertet, wobei auf Klarheit der Farben und des Zeichnungsmusters großer Wert gelegt wird. Die American Shorthair ist pflegeleicht, in etwa vergleichbar mit unseren Hauskatzen.

Die Katze für jede Lebenslage

Sie ist eine Katze für jede Lebenslage. Ob auf dem Land in der Familie mit Kindern oder in der Stadt im Appartement, egal ob ihr „Personal“ nun ein Single-Juppie oder ein Seniorenpaar ist: Die American Shorthair macht überall eine gute Figur. Diese vielen guten Eigenschaften haben dazu geführt, dass ein Quäntchen American Shorthair in vielen amerikanischen Rassen steckt.

Bombay

Ende der 1940er-Jahre träumte Nicky Horner aus Louisville in Kentucky von einer Katzenrasse, die aussehen sollte wie ein schwarzer Panther. Dabei sollte sie so menschenbezogen wie die Burma und so robust wie eine American Shorthair sein. Nach etwa zehn Jahren Zuchtprogramm, in dem sie die Ausgangsrassen kreuzte, war die Bombay in ihren Augen perfekt und wurde anerkannt. Sie ist in Europa extrem rar.

Ragdoll

Ragdoll bedeutet übersetzt Stoffoder Lumpenpuppe. Stammmutter der Ragdoll war eine als „Angora-ähnlich“ beschriebene Katze namens Josephine. Anne Baker bekam 1963 einen Kater aus einem Wurf dieser Katze und startete mit ihm ein Zuchtprogramm. Ragdolls gibt es in drei Zeichnungsvarianten: Bicolour, Mitted und Colourpoint. Die großrahmige, halblanghaarige Ragdoll gehört in den USA zu den Top Ten der beliebtesten Rassekatzen und ist auch in Europa verbreitet.

Toyger

Das typische Tigermuster, also vertikale Streifen und vertikal auseinandergezogene Rosetten: Diese Merkmale entdeckte Judy Sudgen, die Tochter der „Bengal-Mutter“ Jean Mill, an einigen Bengalen. Zusammen mit einem importierten Straßenkater aus Kaschmir in Indien begründeten diese Katzen die neue Rasse, die aus einem Zuchtprogramm hervorging. Ein Minitiger fürs Heim.

LaPerm

Auch die LaPerm verdankt ihre Existenz einer Spontanmutation. Im Jahr 1982 fiel in der Nähe von The Dalles, Oregon, ein Wurf mit einem zunächst unbehaarten Kätzchen, das schließlich ein weiches gelocktes Fell entwickelte. Linda Koehl nannte das Kätzchen „Curly“. Curly gilt als Stammmutter aller Katzen dieser Rasse. Das Gen für das gelockte Fell bei der La-Perm ist dominant. Die Rasse ist bis heute verhältnismäßig selten.

Weite amerikanisch im Über

Weitere amerikanische Rassen im Überblick

Burma

Ursprünglich stammt die Burma-Katze natürlich, gemäß ihres Namens, aus Südost-Asien. Ein US-Arzt der Navy Joseph Thompson soll 1933 eine Katze dieser Rasse von Burma nach Kalifornien gebracht haben. Sie gilt als die Mutter aller Rasse-Nachkommen. Die Burma wird als aktive und selbstbewusste Katze bezeichnet.

Sie ist sehr präsent und teilt sich auch gerne mit. Einen Freund an ihrer Seite hätte sie sehr gern.

Selkirk Rex

Die Selkirk Rex entstand durch natürliche Mutation. Die erste Katze mit diesem dominanten Rex-Gen lag in einem Wurf, der 1987 in einem Tierheim abgegeben wurde. Das Kätzchen mit dem gelockten Fell bekam ein Zuhause bei der Perserzüchterin Jeri Newman. Aus „Miss Depes–to“, wie sie das Kätzchen nannte, und Perserkatzen entstand die Selkirk Rex.