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EIN ENDLOSER SOMMER


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National Geographic History - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 09.09.2022

PROFESSOR FÜR MODERNE GESCHICHTE AN DER UNIVERSITÄT VON ALICANTE DEUTSCHE BEARBEITUNG: RALPH KREUZER

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Bildquelle: National Geographic History, Ausgabe 6/2022

LANDWIRTE BEI DER ERNTE

Der Anstieg der Temperaturen ermöglichte eine Ausweitung der Kulturflächen. Gerste wurde in Island bis zum 13. Jahrhundert angebaut und war ein wichtiger Bestandteil des Ackerbaus. Doch erst im 20. Jahrhundert kehrte sie auf die Insel zurück. Allegorie für den Monat Juni im Grimani-Brevier. Stundenbuch, um 1520.

DIESONNENAKTIVITÄT

Veränderungen in den Sonnenfleckenzyklen stehen in Zusammenhang mit Veränderungen des Klimas: Zwischen 1100 und 1250 fiel die mittelalterliche Warmzeit mit einem Höhepunkt der Sonnenaktivität zusammen.

Nächste Seite: Illustration aus „Splendor solis“. Alchemistische Schrift, 15. Jahrhundert.

BRITISH LIBRARY, LONDON / BRIDGEMAN / ACI

Es schien, als ob die Erde sich schüttelte, um sich vom Altertum zu befreien und sich in einen weißen Mantel aus ...

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... Kirchen zu hüllen. Fast alle Kirchen, Klöster und auch die kleinsten Kapellen auf dem Land wurden erneuert.“

So verheißungsvoll beschrieb der Benediktiner Rodulfus Glaber die erste Jahrtausendwende. Er lebte als Mönch in einigen Klöstern, darunter im burgundischen Cluny. Als Zeitzeuge und Historiker, der er auch war, beschäftigte er sich in seinem Hauptwerk „Historiae“ vor allem mit den Jahren zwischen 900 und 1040. Das war eine Zeit im Umbruch, voller Tatendrang und Energie, in der die romanische und später gotische Kunst aufblühte. Die Ernten fielen reich aus, die Wirtschaft wuchs, und weite Teile Europas profitierten von einer deutlichen Verbesserung des Klimas.

Die mittelalterliche Warmzeit

1965 prägte der britische Klimatologe Hubert H. Lamb, einer der führenden Klimahistoriker, den Begriff der „mittelalterlichen Warmzeit“ – auch bekannt als Mittelalterliche Klimaperiode, Mittelalterliche Klimaanomalie oder Klimaoptimum. Aus einer Fülle von dokumentarischen Quellen und geologischen Daten entwickelte Lamb Indizien für die Sommerfeuchte und die Winterstrenge und kam zu dem Schluss, dass die nördliche Hemisphäre zwischen dem 8. und frühen 14. Jahrhundert eine Klimaperiode durchmachte, die durch steigende Mitteltemperaturen gekennzeichnet war. Dies führte zum Abschmelzen der arktischen Eiskappe sowie zum Anstieg des Meeresspiegels, zum Rückzug der alpinen Gletscher und zur Entstehung einer höheren Gebirgsvegetationsgrenze.

Obwohl im Mittelmeerraum (wo schon seit dem 12. Jahrhundert wärmere Temperaturen wahrgenommen wurden) Dürreperioden zunahmen, waren die Getreideernten aufgrund einer Reihe von warmen und trockenen Sommern und weniger kühlen Wintern besonders in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gut. Experten datieren den Höhepunkt der Periode um das Jahr 1100, die günstigen Bedingungen führten zu besseren Lebensbedingungen. Skandinavische Völker wie die Dänen und die Wikinger fühlten sich ermutigt, den Nordatlantik zu befahren.

Im frühen Mittelalter erschien der Nordatlantik als lebensfeindlicher Raum, der die Seefahrt zum lebensgefährlichen Abenteuer werden ließ. Doch zur Verbreitung des Christentums machten sich irische Mönche im 6. und 7. Jahrhundert auf, die Weiten der Meere zu erkunden und sich auf einigen Inseln niederzulassen. Um das Jahr 800 erreichten sie die Shetland-Inseln, Orkney, die Hebriden und Faröer-Inseln sowie zwischen den 860er- und 870er-Jahren Island. Erst im 9. Jahrhundert, als die Warmzeit schon weit fortgeschritten war und die Bedingungen für die Schifffahrt noch günstiger wurden, begannen die skandinavischen Völker ihre Entdeckungsreisen. Die Wikinger waren hervorragende Seefahrer, die schließlich verschiedene Atlantikinseln besiedeln konnten.

Als der wegen eines Mordes in die Verbannung geschickte Wikingerführer Erik der Rote 982 n. Chr. aufbrach, um die Küsten Grönlands zu erkunden, befand er weite Gebiete im Süden der Insel tauglich für eine Besiedlung. Er schwärmte den ersten 700 Isländern, die er vier Jahre später nachholte, von dem neuen „Grünland“ vor, einem Land mit üppigen Weiden und besten Siedlungsbedingungen. Eine isländische Saga berichtet auch von der Ankunft der Wikinger in Nordamerika um das Jahr 1000 und der Besiedlung eines Küstenstreifens, den sie Vinland („Land des Weins“) nannten. Tatsächlich fanden norwegische Archäologen 1961 an der Nordspitze Neufundlands die Reste einer Wikingersiedlung, die heute als „L’Anse aux Meadows“ unter Forschern weltbekannt ist. In dieser Region änderte sich das Klima aber ab dem 13. Jahrhundert wieder; es wurde kälter, und die grönländische Küste und der Nordatlantik vereisten erneut.

Das Zeitalter der Weinberge

Für die Gesellschaft des Mittelalters war die Landwirtschaft von immenser Bedeutung. Jegliche Änderung des Klimas beeinflusste die jährlichen Ernten und damit die Lebensqualität. Milde Winter, lange Sommer und Temperaturunterschiede von nicht mehr als zwei Grad ermöglichten eine Erhöhung der bescheidenen Getreideerträge, und die Erweiterung des Weidelands begünstigte die Nutztierhaltung. Nicht zuletzt der Anbau von Wein in bis dahin für unmöglich gehaltene nördliche Breiten hatte und hat Auswirkungen bis in die heutige Zeit. Ausbleibende Spätfröste, genug Sonnenlicht, Wärme und wenig Sommerregen sind für eine erfolgreiche Weinlese unabdingbar. Durch die mittelalterliche Warmzeit konnte sich der Weinanbau bis in den Süden der skandinavischen Halbinsel, in den Schwarzwald bis über 700 Meter Höhe, nach Ostpreußen und nach Mittelund Südengland ausbreiten. Die Britischen Inseln lieferten Weine auf den Kontinent!

Während der mittelalterlichen Warmzeit bis 1347, mit besonders warmen Temperaturen zwischen 1100 und 1200, kam es zu einem hohen Anstieg der Bevölkerungszahlen – bis die Pest, der „Schwarze Tod“, über den Kontinent hereinbrach. Mit dem Wachstum vervielfachte sich der Bedarf an Ackerland, und die Kulturflächen wurden um Grenzertragsböden erweitert. Diese sumpfigen, steilen, schwereren und auch härteren Böden verlangten nach neuen Geräten, und so wurde der Streichblechpflug entwickelt, mit dem man die Erdstreifen anheben und wenden konnte. Auch die dreijährige Fruchtfolge, die teilweise noch heute Anwendung findet, stammt aus dieser Zeit. Im ersten Jahr wurde die Parzelle mit Getreide bepflanzt, im nächsten Jahr mit Hafer und Hülsenfrüchtlern, die im Boden Stickstoff binden. Im dritten Jahr lag das Feld dann brach und konnte sich regenerieren.

DER HERING, KÖNIG VON EUROPA

ZWISCHEN DEM 9. UND 10. JAHRHUNDERT, als die Meerestemperaturen anstiegen, entstand in Nordeuropa die Salzhering-Industrie, die billigen Fisch auf den Tisch brachte. Ab dem 14. Jahrhundert gingen die Fangmengen aber zurück, möglicherweise wegen des Temperaturabfalls in der Atmosphäre und der Nordsee. Schon damals schadete auch Überfischung der Branche, sodass der Hering durch Kabeljau ersetzt wurde.

DAS OSEBERG-WIKINGERSCHIFF (NORWEGEN)

Um 820 wurde es aus Eichenholz gebaut und um 834 als Grabkammer für eine Frau von hohem Rang verwendet. Das Schiff war seetauglich für küstennahe Fahrten. Wikingermuseum Oslo.

Wie war das Klima im Grönland der Wikinger?

IM DEZEMBER 2015 ergab eine Studie unter der Leitung von Nicolas Young am Lamont-Doherty Earth Observatory der Columbia University, dass sich die Gletscher auf Grönland und auf Baffin Island (damals von den Wikingern besiedelt) während der mittelalterlichen Warmzeit in Europa nicht zurückzogen, sondern den maximalen Grenzen während der Kleinen Eiszeit (14.–19. Jahrhundert) annäherten. Andere Arbeiten von 2011 zeichnen ein komplexeres Bild. Die Untersuchung eines Bohrkerns aus dem grönländischen Eisschild erbrachte eine starke Abkühlung zu Beginn und eine weitere in der Mitte der Besiedlung durch die Wikinger, mit einer Interimserwärmung dazwischen. Andererseits ergaben Sedimente aus grönländischen Seen, die von Guillermo D’Andrea, ebenfalls Lamont-Doherty, untersucht wurden, dass die Temperatur bei der Ankunft der Wikinger warm gewesen sein mag, dass sich das Klima aber ab 1160, vor der Kleinen Eiszeit, die um 1300 begann, wieder abkühlte.

DEA / SCALA, FLORENZ

Ab dem 9. Jahrhundert verbreitete sich dieses System vom Nordwesten Frankreichs aus in ganz Europa. Wie der englische Anthropologe Brian Fagan schrieb, war es dadurch möglich, mehr Menschen und Tiere zu ernähren. Teile des Mittelmeerraums blieben allerdings von der neuen Agrartechnik unberührt; hier waren die Böden schon seit der Antike erschlossen, und das Verfahren hatte eher Schaden angerichtet und zu Bodenerosion geführt.

Neue Märkte und Städte

Dass Stadtluft frei macht, ist ein deutscher Rechtsgrundsatz des Mittelalters. Leibeigene, etwa ihrem Grundherrn entlaufene Bauern, die sich in eine Stadt flüchten konnten und dort länger als ein Jahr verweilten, waren fortan frei. Und neue Orte und Märkte schossen geradezu aus dem Boden, in ganz Europa vom 11. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts waren es bis zu 1500! Im deutschen Sprachraum erstrahlten alte römische Städte in neuem Glanz, etwa Trier, Mainz oder Köln. Neugründungen dieser Zeit aus älteren slawischen Siedlungen sind zum Beispiel Lübeck und Berlin. Um Burgen, Kirchen und Klöster herum bildeten sich Kaufmannssiedlungen, die sich zu Städten auswuchsen, in denen die Kunst erblühte und Zünfte entstanden, also Zusammenschlüsse von Handwerkern und Kaufleuten. Um 1140 entstand in Paris und seiner Umgebung die gotische Architektur, und das Zeitalter der himmelstürmenden Kathedralen begann, in deren Schatten die Bischöfe residierten. Berühmte Beispiele sind Notre-Dame, Reims oder Köln.

Wie heute gab es jedoch auch Schwankungen im Klima. Es gab außergewöhnlich kalte Winter wie den von 1010 auf 1011 (der selbst den Mittelmeerraum betraf ) oder den von 1258. Letzterer war das Ergebnis einer Abkühlung durch Aschemengen, die der Samalas-Vulkan auf der indonesischen Insel Lombok auf der anderen Seite der Welt in die Atmosphäre geblasen hatte. In der Folgezeit wurde es ungemütlicher: Große Niederschlagsmengen in Südeuropa beeinflussten den Lauf der Flüsse von Sizilien bis Griechenland und die nordafrikanischen Wadis, Täler oder Flussläufe, die regelmäßig austrockneten. Mitunter verwüsteten heftige Stürme die Gebiete am Ärmelkanal und die benachbarten Gebiete der Nordsee. Der ansteigende Meeresspiegel verursachte gigantische Überschwemmungen mit Tausenden von Toten in den Niederlanden und Deutschland, etwa in den zwei verheerenden Sturmfluten 1219 und der „Groten Mandrenke“ von 1362. Weltweit sorgte die Erderwärmung für regional höchst unterschiedliche klimatische Verhältnisse, mal durch Hitze und Trockenheit, mal durch starke Regenfälle. Insbesondere die Menschen in weiten Teilen Amerikas, in Indien, den Steppen Eurasiens, der Sahelzone, im Niltal und in Ostafrika litten unter lang anhaltenden Phasen extremer Dürre. 

ABSCHIED VON DEN WÄLDERN

DER ANSTIEG der Bevölkerung und das Wirtschaftswachstum während des Klimaoptimums führten zur Abholzung in Europa. Im Jahr 500 bedeckten Wälder und Sümpfe 80 Prozent des Kontinents, um 1200 betrug der Baumbestand nur noch die Hälfte. Holz diente für den Bau von Kathedralen, Häusern, Schiffen und Mühlrädern, dazu kam der Bedarf an Holzkohle zum Heizen und Schmieden. Acker- und Weideflächen nahmen dafür zu.

Warme Sommer und milde Winter, in Skandinavien sogar bis zu vier Grad über dem Normalwert: Mit regionalen Unterschieden hielt sich dieser Zustand in Europa, so schätzte es Hubert Lamb ein, bis etwa 1300. Der französische Klimahistoriker Pierre Alexandre kam im Gegensatz dazu zu dem Schluss, dass sich die Entwicklung des Klimas erst seit dem 12. Jahrhundert sicher dokumentieren lässt. Auch wurde die behagliche Wärme in den nördlichen Regionen immer mal wieder von Kaltphasen durchbrochen. Und während in den Jahren vor 1310 und nach 1321 sehr lange und trockene Sommer dokumentiert sind, wies Alexandre nach, dass zwischen 1310 und 1330 die Winter bereits extrem kalt waren. Das Jahr 1342 bescherte dem süddeutschen Raum dann Starkregen und Ernteausfälle, danach begann – so schnell kann es wechseln – eine Phase mit kühleren Sommern und weiterhin strengen Wintern.

In Südeuropa verzögerte sich die Wärmeperiode gegenüber dem Norden, was zu einer Zunahme der Niederschläge führte. Nach den Aufzeichnungen des spanischen Meteorologen Font Tullot war das 11. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel durchschnittlich warm, von strengen Wintern ist nichts zu lesen. Eine Ausnahme bildeten der kalte Winter 1077 und die sehr feuchten Winter 1084 und 1085. Aber auch Dürreperioden blieben nicht aus, allein vier zwischen 1057 und 1094. Das milde Klima hielt im 12. Jahrhundert an, es gab nur wenige kalte Winter und heiße Sommer. Die größte sommerliche Erwärmung fand am Mittelmeer statt, mit Ausnahme Südosteuropas, das besonders feuchte Verhältnisse aufwies.

Woher nehmen die Forscher ihre jeweiligen Erkenntnisse? Auch im Mittelalter wurden Ernteerträge in Rechnungsbüchern penibel registriert – schließlich hingen die Ernährung der Menschen und der wirtschaftliche Erfolg von diesen Erkenntnissen ab. Wie damals schon die Städte, Klöster und Kaufleute, so sichten die Wissenschaftler auch heute die Daten, die ihnen noch zur Verfügung stehen, und erstellen daraus Listen, die sie miteinander vergleichen können. Neben den Ernteerträgen untersucht man heute auch Aufzeichnungen über Wasserstände, Vereisungsdaten oder ungewöhnliche Wetterphänomene, bewertet Zeitreihen aus Baumringen, Pollen, Korallen oder dem Gletschereis.

KALT UND STÜRMISCH

DER HARTE WINTER 1310–1311 (andere Quellen berichten auch vom Winter 1309–1310) war bereits ein schlechtes Omen. Über fünfeinhalb Jahrhunderte, bis etwa 1850, wurde das Wetter unberechenbarer, kälter, mitunter stürmisch und extrem. Dieser Zeitraum ist bekannt als die Kleine Eiszeit, ein Begriff, der erstmals 1939 von dem Geologen und Gletscherexperten François-Émile Matthes verwendet wurde.

Das 13. Jahrhundert war also für Europa keine schlechte Periode. Es deutete sich aber schon der Wandel zu härteren Zeiten an, vor allem im Norden – und in der Folge kam es zur Kleinen Eiszeit (s. ab S. 40), die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts andauern sollte.

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BÜCHER

Der lange Sommer und die Kleine Eiszeit

Klima, Pandemien und der Wandel der Alten Welt von 500 bis 1500. Johannes Preiser-Kapeller, Mandelbaum 2021

Klima. Mensch. Geschichte

Für die Zukunft von unseren Vorfahren lernen. Brian Fagan/Nadia Durrani, Kosmos 2022