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Ein erster Schritt ist getan


Sieben Tage - epaper ⋅ Ausgabe 28/2021 vom 10.07.2021

Titelgeschichte

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Bildquelle: Sieben Tage, Ausgabe 28/2021

Seit’ an Seit’ verließen die Brüder den Kensington- Palast. Ihr Ziel an diesem 1. Juli war der „Weiße Garten“, wo ein verhülltes Etwas auf sie wartete.

Es handelte sich um eine Statue ihrer Mutter Diana, die noch unter einer Plane verborgen war. An diesem Tag hätte die Prinzessin der Herzen ihren 60. Geburtstag gefeiert. Zu ihrer Ehre hatten sich William (39) und Harry (36) zusammengefunden. Gemeinsam wollten sie das Denkmal ihrer geliebten Mutter dem Tageslicht übergeben. Und den Augen einer Welt, die sich dankbar erinnert.

Wie viele Schritte liefen die Brüder im Gleichtakt? Zwanzig? Fünfzig? Niemand hat mitgezählt. Viele waren es nicht. Doch es war vielleicht der ...

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... Beginn einer neuen Reise. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Beide Seiten erheben schwere Vorwürfe

Viele hatten daran gezweifelt, ob der Termin überhaupt stattfinden würde. Allein das zeigt, wie kompliziert das Verhältnis von Harry und William ist.

Der Ältere identifiziert sich als Thronfolger mit der Monarchie. Der Jüngere hat mit seiner Frau Meghan (39) das Land verlassen – und attackiert öffentlich die Rückständigkeit der „Firma“. Es handelt sich nicht nur um zwei „Meinungen“, sondern um zwei unvereinbare Lebenskonzepte. In solchen Fällen ist Blut oft nicht mehr dicker als Wasser.

Vers öhnung?

Was hinter den Kulissen ablief, ist dabei kaum zu ermitteln. Williams Freunde streuen eine Version – Harrys Getreue eine andere. Fest steht jedenfalls, wann der Grund zwischen den Brüdern für alle sichtbar aufriss. Das war im März, als das Ehepaar Sussex der amerikanischen Talk-Legende Oprah Winfrey (67) ein Interview gab.

Die Vorwürfe, die vor allem Herzogin Meghan erhob (Rassismus, Kaltherzigkeit, Mobbing), sind mittlerweile sattsam bekannt. Wir wollen nur daran erinnern, dass der Mythos „Windsor“ einen neuen, tiefen Kratzer davontrug. Das konnte William, dem die Zukunft der Monarchie am Herzen liegt, nicht verzeihen.

Doch da war noch etwas anderes. Wie Vertraute des Thronfolgers berichten, soll es noch vor dem Ausstieg der Sussexes zum Eklat gekommen sein.

Angestellte des Palastes beklagten sich über Meghan, die angeblich außer Kontrolle war. Sie habe ihre Mitarbeiter angeschrien, gedemütigt und mit Arbeit überladen. Besonders Herzogin Kate (39) reagierte auf die unbewiesenen (!) Vorwürfe empört. Mittlerweile aber soll sie wieder Kontakt zu Meghan gesucht haben, um die Situation zu entschärfen. Auch Königin Elizabeth (95) vermittelt, wie es heißt, im Hintergrund.

Harry eilte nach der Feier zum Flughafen

Am Ende war es ein kleines Wunder, dass sich die Brüder am 1. Juli zusammenrauften. Vielleicht war es der richtige Rahmen für eine zaghafte Versöhnung: Zur Veranstaltung war nur ein kleiner Personenkreis eingeladen. Als William und Harry den „Weißen Garten“ (den Diana als „Versunkenen Garten“ gekannt und geliebt hatte) betraten, sagte der Ältere: „Großartig, nicht wahr? Ein wundervoller kleiner Flecken.“ Dann folgte der Höhepunkt. Die Brüder traten an die Statue heran und zogen gleichzeitig an zwei Strängen. Die Plane glitt herunter – und alle rieben sich die Augen. Diana war an ihren Lieblingsort heimgekehrt.

Direkt nach der Veranstaltung eilte Harry zum Flughafen. Viel war in Kensington nicht geschehen. Aber wie sagte ein chinesischer Philosoph? „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

Rupert Snowdon