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Ein Fest für die (Reitsport-) Sinne


Pferd + Sport - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 24.10.2019

Große und kleine Besucher, wohin man blickte, ein angenehmes Ambiente mit vergrößerter Ausstellung und mittendrin Reitsport vom Feinsten! Das war das Landesturnier 2019 in Bad Segeberg. Für alle Aktiven – auf dem Pferd oder daneben – eine besondere Herausforderung, für die Gäste ein emotionales Muss. Über 12.000 Pferdefans waren an den tollen Tagen an der Rennkoppel dabei!


Artikelbild für den Artikel "Ein Fest für die (Reitsport-) Sinne" aus der Ausgabe 11/2019 von Pferd + Sport. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Pferd + Sport, Ausgabe 11/2019

Ab ins Wasser: Inga Czwalina wurde für ihren Triumph bei den Landesmeisterschaften ordentlich nass.


Zwei neue Meister – zusätzlich zu den Goldmedaillengewinnern bei den Junioren, Jungen Reitern und Senioren, die in der Tradition der ...

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... Landesmeisterschaften in Schleswig-Holstein und Hamburg ohnehin bereits gekürt wurden – das war die besondere Premiere 2019. Die Children, also die Zwölf-bis 14-Jährigen, die mit ihren Großpferden bereits seit längerem auf nationaler und internationaler Ebene nach Titeln greifen dürfen, feierten nun auf dem Landesturnierplatz ihr Debüt. „Wir haben beschlossen, auch diesen jungen Talenten eine Plattform zu bieten und ihnen die Möglichkeit zu geben, Medaillen zu gewinnen“, erklärte Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein (PSH).

Joy Fabienne Klaewer vom RFV Eichengrund-Lentföhrden und Catina M (Springen) und Allegra Schmitz-Morkramer von der Reitgemeinschaft Hof Barkholz und ihr bewährter Lavissaro v. Lissaro aus der Zucht der Familie Ellerbrock (Dressur) heißen die ersten Titelträgerinnen.

Die Organisatoren zogen ein positives Fazit unter die 71ste Kultveranstaltung. Kai Haase, Geschäftsführer des Landesverbandes der Reit-und Fahrvereine Hamburg, lobte: „Das ist ein Event, das mehr ist, als eine reine Turniersportveranstaltung. Es ist eine Stätte der Begegnung, hier trifft man Freunde, Reiterkollegen und Mitstreiter, die man manchmal über viele Jahre nicht gesehen hat. Und zusammen genießt man den hochkarätigen Sport.“

Gold für die Frauen

Eines der vielen sportlichen Highlights war der Große Preis von Schleswig-Holstein, der über die Meisterschaft in der Senioren-Tour entschied. Inga Czwalina von der Sonneninsel Fehmarn war als eine von vier Finalteilnehmern angetreten, die sich in den Qualifikationen keinen Fehler hatten, zuschulden kommen lassen. Gleiches galt für Simon Heineke vom Stall Moorhof, Christian Hess von der TRSG Holstenhalle Neumünster und Jordi Sander vom PS Granderheide. In dem S***-Springen behielt die 42-Jährige die Nerven, setzte sich mit ihren Cezanne v. Cardenio (Susanne Ahme, Malente) souverän an die Spitze und sicherte sich die Goldmedaille.

„Dieser Titel hat mir noch gefehlt”, bekannte Inga Czwalina freudestrahlend. Stefan Jensen aus Bosbüll gewann sein erstes Edelmetall in Bad Segeberg: Bronze mit Cyrus L. v. Cartani (Werner Löffler, Arlewatt).

Silber sicherte sich Nisse Lüneburg aus Hetlingen.

Der amtierende Derbysieger gewann den Großen Preis im Stechen mit Wallach Westbridge. Auch für seine Schwester Jule Lind war es ein perfekter Tag in Bad Segeberg: Sie präsentierte mit ihrer Hannoveraner Stute Sternenbanner einen Top-Auftritt in der dritten Wertungsprüfung der Landesmeisterschaft Damen im Springen und wurde verdient mit Gold ausgezeichnet.

Volles Haus, tolle Leistung: Inga Czwalina mit ihrem Cezanne im Großen Preis


Der direkte Weg

Litt die Dressur in den vergangenen Jahren manchmal unter einem etwas stiefmütterlichen Dasein, feierten die Athleten in Frack und Zylinder in diesem Jahr Sport vom Feinsten. Juliane Burfeind aus Harsefeld war der direkte Weg zur Goldmedaille in der Dressur gelungen. Die Ausbilderin, die für den Elbdörfer und Schenefelder RV startet, gewann alle drei Prüfungen. In der Grand Prix Kür zum Abschluss ließ die Berufsreiterin mit ihrem Holsteiner Devanto v. De Chirico aus der Zucht von Holger Wesselmann aus Hitzhusen mit 79,25 Prozent die Mitbewerberinnen klar hinter sich. Finnlands Kristina Böckmann und Der kleine Lord reihten sich direkt hinter der Vereinskollegin mit Silber ein. Bronze ging an die Tangstedterin Friederike Hahn und Destino.

Der PSH-Vorsitzende Dieter Medow zog frohgelaunt Bilanz: „Das Wetter war wunderbar, die Stimmung ausgesprochen gut und wir hatten keinerlei Probleme oder Unfälle.

Im Großen Preis hätten wir uns mehr Starter als 17 gewünscht, 25 sind erlaubt und die sollten wir erreichen. Aber es ist eben auch ein Drei-Sterne-Springen, für das man das passende Pferd haben muss. Wichtiger als der Hochleistungssport ist es mir jedoch, die Arbeit in den Vereinen und Betrieben im Land bei diesem Turnier abzubilden. Und das ist uns gelungen. Über 50 Abteilungen sind bei den Junioren und Senioren im Kampf um die Landesstandarte angetreten. Dieser Landeswettkampf fördert die Gemeinschaft und das Vereinsleben und das ist gerade in unserem Sport besonders wichtig. Außerdem fand ich es ganz wunderbar, wie viele Zuschauer das Fohlenchampionat am Sonntag verfolgt haben. Man merkt immer wieder, dass Zucht und Sport in unserem Land einfach zusammengehören.“ Im Landeswettkampf der Reit-und Fahrvereine Schleswig-Holstein verteidigte der Fahrverein Zarpen erfolgreicht seinen Titel und erhielt erneut die Landesstandarate. Die Landesjuniorenstandarte gewann der Garstedt-Ochsenzoller Reit-und Fahrverein e.V.

Nisse Lüneburg und Westbridge sprangen zum ersten Platz im Stechen des Großen Preises.


Sieger bei den Senioren: der Reit-und Fahrverein Zarpen


Titelverteidigung bei den Junioren geglückt: der Garstedt-Ochsenzoller Reit-und Fahrverein e.V


Alle Sieger

Die Landesmeister in der Dressur heißen bei den Junioren Helena Schmitz-Morkramer mit Florentine und bei den Jungen Reitern /U25 Emilia Josephina Jensen auf Resümee. Im Springen wurden Natalia Stecher auf Fürst Reiner bei den Junioren und Pheline Ahlmann auf Dialo bei den Jungen Reitern/ U25 mit Gold geehrt. PFERD+SPORT stellt die Champions auf den folgenden Seiten im Kurzinterview vor.

IM FOKUS: Dressur

Holga Finken, der international bekannte Dressurausbilder und Coach von Friederike Hahn, brachte es auf den Punkt: „Zu Zeiten von Herbert Rehbein kamen alle regelmäßig auf die Rennkoppel. Seit drei Jahren betreue ich nun Friederike und ich merke wieder, wie schön der Turnierplatz ist, wie toll und locker die Atmosphäre und wie gerne ich nach Segeberg komme.“ Es hat sich was getan, der Norden kann wieder Dressur.

Der Wettkampf um die Meisterschärpen war spannend wie lange nicht mehr.

Nach vielen Jahren geduldiger Basisarbeit kommt die Bestätigung für Familie Ellerbrock aus Kayhude. Mit dem Holsteiner Lavissaro von der ZG Ellerbrock und Trainerin Sonja Ellerbrock wurde das große Talent Allegra Schmitz-Morkramers dank der internationalen Erfolge in der neuen Altersklasse „Children Dressur“ über Nacht berühmt. Ein echtes Highlight der Landesmeisterschaften: Zum Saisonende feierten Allegra und ihre ältere Schwester Helena (Dressur Junioren) einen Doppelerfolg. Eine weitere Schülerin von Sonja Ellerbrock seit Juniorentagen, die angehende Ärztin Christina Ellendt, brillierte mit Hirtentanz in der Kleinen Tour und qualifizierte sich damit für die VR Classics 2020.

Ein weiteres Highlight: In diesem Jahr trugen die Meisterschaftspferde der Senioren/Reiter sowohl im Springen als auch in der Dressur einen Holsteiner Brand. Der großartige De Chirico-Lorentin-Sohn Devanto wurde von Juliane Burfeind meisterlich in Szene gesetzt (Gold). Er ist derzeit nicht der einzige De Chirico-Sohn, der die höheren Dressurweihen national und international erhalten soll und dabei bestens beritten ist: auch Jessica von Bredow-Werndl setzt auf einen ausdrucksstarken De Chirico-Sohn, den neunjährigen Schimmel Dauphin.

Auch wenn Martin Christensen seinen Bacchus von Worrenberg enorm verbessert und Ants Bredemeier mit Download ein tolles Pferd für den GP-Sport hat – begeistert haben die weiblichen Teilnehmer in der Großen Tour. Kristina Böckmann bewies mit Der kleine Lord, dass man ein Pferd ständig weiter verbessern kann. Wie ausdrucksstark der 14-jährige Fuchs die hohen Schwierigkeiten in der Kür dank dazugewonnener Tragkraft meisterte, beeindruckte nicht nur die Richter (Silberrang). Friederike Hahn, die ihre Burgpokalfinalisten Die Fürstin im nächsten Jahr in den Grand Prix Sport bringen will, sicherte sich mit Destino nach einigen Patzern Bronze. Kathleen Keller blieb mit Standsfield diesmal der vierte Platz. Vielleicht war sie in Gedanken schon bei ihrer bevorstehenden Hochzeit. Auf den Fersen der jungen Dressurdamen schlich sich bei ihrem ersten Start die „Neue im Norden“ heran – Johanna von Fircks auf Edmonton.

Tolles Dressur-Paar: Juliane Burfeind und Devanto


Fotos: Tierfotografie Huber

Fotos: Tierfotografie Huber