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Ein Garten IM EINKLANG MIT DER NATUR


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green Lifestyle - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 13.04.2022

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Bildquelle: green Lifestyle, Ausgabe 2/2022

In erster Linie bedeutet ein Biogarten der Verzicht auf jegliche Pestizide und Chemie! Damit schont man nicht nur seine Pflanzen, die Tierwelt, den Boden, das Grundwasser sowie die eigene Gesundheit – man schafft die Basis für leckeres Biogemüse und -obst. Mit welchen Mitteln man deren Wachstum unbedenklich fördern kann, erfährt man über eine Auflistung aller vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau freigegebenen Produkte und Hersteller – zum Beispiel auf biologischgaertnern.de.

Mit dem Boden fängt alles an

→ Grundlage ist ein starker Boden. Für Nährstoffreichtum diesen auflockern, damit Wärme, Wasser und Luft alle Stellen der Erde erreichen.

→ Danach können schon herkömmliche Hausmittel wie Kompost helfen, die Bodenstruktur zu verbessern und nebenbei die Pflanzen zu düngen. Kompost kann man aus dem Kompostwerk besorgen oder man gewinnt ihn aus den eigenen Küchenabfällen – von Eierschalen, ...

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... über Kaffeesatz bis hin zu Tee oder Bananenschalen.

→ Mischkulturen sowie ein vielfältiger Anbau ergänzen sich und fördern das Wachstum der Pflanzen ohne weiteres Zutun. Ein immer gleicher Anbau an denselben Stellen sorgt für eine Ermüdung des Bodens.

→ Eine Bodenbedeckung in Form von Mulch schützt und bewahrt vor Unkraut. Zudem führt sie wichtige Nährstoffe zu. Besonders geeignet dafür sind natürliche Materialien wie Gras oder Stroh. Auf torfhaltige Substanzen zum Schutz der Moore und des Klimas unbedingt verzichten, als Alternative eignet sich Komposterde.

→ Mit Dünger sollte man im Allgemeinen vorsichtig umgehen, da zu viel den Pflanzen und der umliegenden Natur schaden kann. Auf mineralische Stickstoffdünger und Mehrnährstoffdünger ist in einem ökologischen Garten komplett zu verzichten. Organische Dünger wie Hornmehl können als Unterstützung dienen, insbesondere bei sehr nährstoffbedürftigen Ansiedlern wie etwa Tomaten. Hierbei gilt: Weniger ist mehr. Die meiste Arbeit übernimmt das Ökosystem bei einem nährstoffreichen Boden von ganz allein. Zierpflanzen benötigen meist noch weniger Dünger als Gemüse.

→ Ist der Boden bereitet, beginnt der Anbau – selbstverständlich mit Saat ökologischer Herkunft sowie vorzugsweise von robusten Arten, die zum Standort und zur Jahreszeit passen. Das trägt zum natürlichen Wachstum bei.

Lästiges Unkraut eignet sich zur Herstellung von Dünger. So lässt es sich direkt wiederverwerten: Den Pflanzenabfall für circa drei Wochen in Wasser legen, regelmäßig umrühren und anschließend den Sud im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen. Übrigens kann manches Unkraut in der Küche Verwendung finden, denn einige Wildkräuter sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Nützlinge und Schädlinge im Einklang mit der Natur

Ein Garten ist nicht nur Heimat von Pflanzen, sondern auch von Tieren. Viele von ihnen helfen beim Gärtnern, andere schaden. Die Schädlinge kann man jedoch ohne Pestizide loswerden. Es ist ratsam, vorbeugend zu arbeiten, denn ziehen Nützlinge rechtzeitig in den Garten ein, haben Schädlinge so gut wie keine Chance mehr. So gelingt der ökologische Kreislauf meist ohne Zutun. Schafft man einen Lebensraum für Tiere, dient das deren Ansiedlung und Ausbreitung: Umgedrehte Tontöpfe für Ohrwürmer, Sitzstangen für Greifvögel sowie Hecken und Dickicht für Igel, Vögel, Fliegen oder Marienkäfer – all diese Tiere ernähren sich von Schädlingen. Eine geringe Menge Schädlinge ist stets zu tolerieren, da sie die Nahrungsquelle für die Nützlinge sind. Sollte der Befall zu groß werden, kann man den ungeliebten Besuch einfach mit einem Wasserstrahl oder durch händisches Absammeln mit Klebeband umwickelten Händen entfernen.

Netze und Abdeckungen schützen ebenfalls vor Schädlingen und Unkraut. Oder man jätet das Unkraut mit Hand und Hacke. Im Ausnahmefall kann man biologischen Pflanzenschutz-oder -stärkungsmittel einsetzen. Besser ist allerdings, man greift zu Hausmitteln: Brennnesselbrühe gegen Blattläuse, Neemöl gegen Schnecken und Pilzbefall, Rainfarn-Sud gegen Weiße Fliegen und Raupen, Wasser-Milch-Mischung gegen Mehltau.

ACHTUNG: Befallene Pflanzenteile nie auf dem Kompost entsorgen, sonst breitet sich der Schaden weiter aus.

Insekten: bitte einchecken!

Mangelt es an natürlichen Unterschlüpfen, ist ein Insektenhotel eine sinnvolle Lösung. Dort finden Vertreter der über 500 Bienenund Wespenarten sowie weitere Insekten, die in unseren Gärten leben, ein Heim. Als Behausung eignen sich Harthölzer, in die Löcher in unterschiedlicher Dicke und Länge gebohrt werden. Die Holzkanten müssen abgerundet werden, sonst besteht eine Verletzungsgefahr für die dünnen Flügel der Tiere. Das Hotel sollte nicht in der prallen Mittagssonne, aber an einem warmen, leicht sonnigen Fleckchen stehen: zum Beispiel unter einem Baum, wo es vor Regen und Wind geschützt ist.

Warum ist ein Insektenhotel für den Garten eigentlich so hilfreich? Wildbienen, Hummeln und auch Schmetterlinge sind für rund 80 Prozent der Bestäubung von Pflanzen zuständig. Ohne sie gäbe es keinen natürlichen Obst-und Gemüseertrag. Doch die meisten Arten sind bereits vom Aussterben bedroht. Daher sollte man ihnen Obhut gewähren und sie mit verschiedenen Pflanzensorten anlocken. Heimische Wildblumen statt eines kurzen Rasens oder Kräuter wie Thymian, Lavendel und Oregano sind besonders beliebt bei den gestreiften Summern.

Plastik aus dem Garten verbannen

Bei der Gartenarbeit fallen oftmals eine Menge Müll und Plastikreste an, die nicht recycelt werden können. Es ist jedoch einfacher, als man denkt, plastikfrei und damit ökologischer zu gärtnern. Beispielsweise kommen bereits nachwachsende, kompostierbare Rohstoffe wie Hanf, Zellulose oder Kokosfasern zum Einsatz und man steigt auf Papier als Verpackung um. Bei Dünger lässt sich die Plastikverpackung leicht umgehen, indem man ihn aus Unkraut selbst herstellt.

Außerdem kann man Pflanzen und Setzlinge ohne Töpfe kaufen, da Gartencenter und Gärtnereien diese gerne selbst wiederverwenden. Für eigene Aufzuchten sind Eierkartons sowie Toilettenpapierrollen ideal. Diese können mit ins Beet gesetzt werden und verrotten problemlos im Boden.

Last but not least: Werkzeug aus Metall oder Holz ist zwar etwas teurer, dafür langlebiger und nachhaltiger als jenes aus Kunststoff. Etwas Zeit und Recherche bringen in jedem Fall gute, plastikfreie Alternativen für viele Bereiche hervor – die Umstellung lohnt sich!

Alte Erde aus Kübeln kann man aufbereiten: Man dämpft sie, bis sie keimfrei ist, oder mischt sie im Verhältnis 1:3 mit Kompost.

3 EXTRATIPPS

Urin als Düngemittel

Urin ist aufgrund seines hohen Gehalts an Kalium, Magnesium, Phosphor und Stickstoff ein guter Dünger – wer Medikamente einnimmt oder raucht, sollte seinen Urin allerdings nicht verwenden. Der Urin wird mit Wasser im Verhältnis 1:10 oder 1:20 verdünnt und darf nicht direkt auf Blätter aufgetragen werden, da der Stickstoff durch Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen führen kann.

Vor allem bei Starkzehrern wie Kartoffeln, Tomaten, Kürbis und Rosen ist Urin optimal. Darüber hinaus kann er für den Kompost genutzt werden, da er voller Nährstoffe steckt und die Verrottung beschleunigt.

Entwickelt sich Geruch, war der Urin nicht ausreichend verdünnt. In der richtigen Dosis neutralisiert er sich.

Koffeinhaltiges Gold aus der Küche

Kaffeesatz liefert viele Nährstoffe, die auch in Dünger enthalten sind. Damit sich kein Schimmel bildet, muss das Pulver abgekühlt und trocken sein, bevor es mit einer Hacke in die Erde eingearbeitet wird. Besonders Nutzpflanzen wie Gurken, Tomaten, Heidelund Erdbeeren tut Kaffee gut.

Mit seinem niedrigen pH-Wert ist Kaffee ideal für sauren Boden. Ebenso neutralisiert er stark kalkhaltiges Wasser: dafür zwei Löffel Kaffeesatz ins Gießwasser geben.

Außerdem mögen die meisten Schnecken kein Koffein. Ums Salatbeet ausgestreut, wirkt Kaffee als natürliche Sperre.

Regenwasser sammeln

Regenwasser hat nicht nur einen finanziellen Vorteil. Wasser aus der Leitung ist oftmals sehr kalkhaltig, was bei einigen Pflanzen negative Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme hat. Da Regenwasser nicht durch wasserlösliche Gesteinsschichten sickert, ist es frei von allen Mineralien – somit auch von Kalk.

Biolebensmittel: So wirken Pestizide auf unseren Körper

Ein ökologischer Garten tut nicht nur der Umwelt gut, sondern bringt auch den Vorteil eigenen Bioanbaus mit sich. Warum soll es überhaupt Bio sein? Weil es gesünder ist!

Zwar stecken in Biolebensmitteln nicht automatisch mehr Nährstoffe und Vitamine, jedoch sind sie frei von gesundheitsgefährdenden Pestiziden. Der Toxikologe Wolfgang Reuter erklärte gegenüber Greenpeace, dass beispielsweise 86 bis 100 Prozent von Beerenobst, Trauben und Pfirsichen aus konventionellem Anbau mit bis zu 19 Pestiziden belastet sind. Das jährliche Ökomonitoring zeigt hingegen, dass Produkte aus biologischem Anbau gar nicht bis sehr wenig belastet sind.

Zusätzlich schont der Eigenanbau das Portemonnaie.

Der Bio-Universaldünger von Plantura ist ideal für eine Vielzahl von Garten-und Balkonpflanzen. Er unterstützt einen aktiven Boden sowie ein gesundes Pflanzenwachstum. Komplett tierfrei und zugelassen für den biologischen Anbau ist er unbedenklich für Haus-und Gartentiere. Ca. 15 Euro / 1,5 Kg

Ein Ratgeber, der begeisterte Gärtner für die Herausforderungen unserer Zeit wappnet und zeigt, wie der Garten klimafest wird. Gärtnern im Wandel Veronika Schubert Servus Verlag • 2022 16 Euro (D)

Die stylischen Holzkisten von wurmkiste.at dienen nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern kompostieren mithilfe kleiner Würme den Biomüll aus dem Haushalt. Absolut geruchslos auch für indoor geeignet. Ab ca. 179 Euro

Mit dem Bienenwohl-Saatgut von Die Stadtgärtner lässt man eine nektarreiche Wildblumenwiese entstehen. Ca. 5 Euro / 30 g

Essbare Pflanzen für die Zukunft

Die Baumschule Ackerbaum hat sich auf essbare und nützliche Pflanzen spezialisiert, die robust, widerstandsfähig, ertragreich und dem mitteleuropäischen Klima angepasst sind. Das Sortiment fügt sich aus mehr als 250 Arten und Sorten zusammen. Ziel ist es, Gärten, Parks und vieles mehr in essbare Paradiese zu verwandeln sowie den Aufbau von artenreichen Ökosystemen zu unterstützen. (Essbare) Gehölze spielen dabei eine wesentliche Rolle. Sie sorgen für eine tiefe Durchwurzelung und Lockerung der Böden und für Humusaufbau. Hierdurch wird aktiver Klimaschutz geleistet und Wasserkreisläufe werden wieder geschlossen. º ackerbaum.de

Wer auf die ideale Kombination der Pflanzen achtet, wird nicht nur reiche Ernte einfahren, sondern auch sein Gemüse vor Schädlingen schützen. Worauf bei einem Mischkulturgarten zu achten ist und welche Vorteile er bietet, erklärt dieses Buch. Zudem geben Porträts der 50 wichtigsten Gemüse, Salate und Kräuter wertvolle Tipps zu Aussaat und Ernte. Ein detaillierter Pflanzplan und eine Tabelle mit den besten Mischkulturen sowie den bewährtesten Vor-und Nachkulturen helfen bei der Zusammenstellung.

Ökologisch gärtnern mit Mischkultur • Hans Wagner Bassermann Verlag • 2020 9,99 Euro (D)

GÄRTNERN NACH DEN MONDPHASEN

Manche mögen es für Humbug halten, letztlich ist wissenschaftlich bewiesen: Der Mond hat eine unglaubliche Kraft, die sich auf das irdische Leben auswirkt. Er beeinflusst nicht nur die Gezeiten des Meeres, sondern auch die Pflanzen im Garten richten sich nach seinen Phasen. So wie die Sonne das Wachstum lenkt. Das Mondgärtnern ist ein umfangreiches Thema, einzelne Grundregeln können ebenso Einsteiger beherzigen:

→ Alles, was oberhalb der Erde geerntet wird, bei zunehmendem Mond aussäen oder pflanzen.

→ lles, was aus der Erde heraus geerntet wird, bei abnehmendem Mond säen. Zudem ist das Ernten zu dieser Zeit besonders sinnvoll.

→ Bei Vollmond kann man bodennahe Pflanzen säen. Dünger wird besonders gut aufgenommen, da der Mond gerade seine volle Kraft ausübt.

→ In der Zeit des Neumonds sollte der Garten ruhen. Man kann kranke Pflanzen behandeln sowie Bäume und Sträucher schneiden.

Wer tiefer in die Materie einsteigt, trifft auf den Einfluss von Sternbildern und deren Elementen.

So kann man sich die Kraft der Natur zu eigen machen und unterstützt den Garten ohne Mehrarbeit. Von vielen als Aberglaube abgetan – aber einen Versuch ist es wert.

Regentonnen aus gebrauchten Holzfässern gibt es bei faesser-shop.de. Jeder dieser robusten, umweltfreundlichen Wassersammler ist ein Unikat und ein echter Blickfang – aus verschiedenen Vorbelegungen in unterschiedlichen Größen. Ab ca. 117 Euro