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Ein großer: Lichtblick


video - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 06.04.2018

Panasonic startet seine TV-Evolution 2018 mit einem Fest für 4K-Freunde. Der erste brandneu verfügbare TV entspringt der hochwertigsten LCD-Serie und ist das Größte, was die Japaner zu bieten haben.


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Bildquelle: video, Ausgabe 5/2018

PANASONIC TX-75FXW785 € 3000

+ Riesenbild, viele Bildoptimierungen, scharfe Bewegungen, DVB>IP, tolle Aufnahme-/Streamingoptionen

- Blickwinkel, kein 3D mehr

Testurteil: sehr gut Preis/Leistung: sehr gut
87%

Auf seinen fast 190 cm Bilddiagonale ließe sich ein durchschnittlicher Käufer in Lebensgröße abbilden, mit 65 Kilo Gewicht bringt er auch ordentlich verarbeitungstechnische Massivität auf die Waage. Der ...

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... Panasonic TX-75FXW785 ist ein riesiges TV-Monster, das jedoch eine äußerst feinfühlige Seele besitzt, wenn es um die Aufbereitung und Darstellung von Film- und Fernsehmaterial geht. Korrekterweise muss man sagen, dass der Hersteller mit dem OLED-TV TX-77EZW1004 noch einen um fünf Zentimeter größeren Boliden im Programm hat, doch der liegt mit 20.000 Euro Preisempfehlung weit jenseits dessen, was sich die meisten jemals an TV-Gerät leisten mögen. 3000 Euro für einen 75-Zöller sind hingegen äußerst attraktiv, vor allem wenn man weiß, worauf es bei Ultra-HD ankommt. Wir werden nicht müde, immer wieder zu sagen, dass die geniale UHD-Auflösung so wahnsinnig viele Bilddetails zeigt, dass man sehr nahe am TV sitzen darf, um alles perfekt genießen zu können. Unser Testbild für den Betrachtungsabstand, kostenlos herunterzuladen unter http://video-magazin.de/sehabstand, demonstriert ein Maximum an Schärfe und sollte als Referenz zur Bestimmung der Bilddiagonale dienen, bevor man zum TV-Kauf schreitet. Beim Test durften wir dann auch an diesen TV-Giganten auf gut unter zwei Meter herantreten, um wirklich alles erkennen zu können. Ergo: Jeder sollte sich mindestens einen 75-Zöller ins Wohnzimmer stellen, wenn er weiter als anderthalb Meter entfernt sitzt – und er das Gerät irgendwie unterbringen kann. Momentan sind ja 55-Zöller schon die Norm, 65er Luxus. Die Entwicklung ist klar zu erkennen.

Natürlich ist nicht allein die Größe des Bildes entscheidend, sondern viele weitere Qualitätsbausteine und nicht zuletzt die Ausstattung, da Dutzende Faktoren den Spaß verleiden oder maximieren können. Panasonic hat aber eine enorme Erfahrung sowohl in der Professionalität der Bildverarbeitung als auch in der Kon-zeption eines Gesamtpaketes, nicht zuletzt weil ein Forschungslabor in Langen die Geräte speziell auf Anforderungen deutscher Kunden hin optimiert. Von ihm stammen nicht nur die mannigfaltigen Empfangs-, Aufnahme- und Streamingoptionen, es scheint auch einen Schritt weiter als die Mitbewerber zu sein, was die bestmögliche Umsetzung der HDRTV- Norm HLG (Hybrid Log Gamma) betrifft.

Die bewährte Fernbedienung besitzt vor allem klassische Attribute. Die My-App-Taste lässt sich smart belegen, und natürlich darf die Direktwahl von Netflix nicht fehlen.


Panasonic hat den Look des Firefox-Hauptmenüs deutlich dezenter gestaltet. Icons für Funktionen und Inhalte lassen sich am unteren Bildrand platzieren und scrollen durch.


Digitale Vielfalt

Selbstredend hält Panasonic an seinem aufwendigen, aber technisch führenden Tunerkonzept fest. Doppeltuner gibt es für alle Signalwege, dazu DVB>IP. Für Letzteres ist sogar ein Server integriert, der andere Panasonic-TVs auf Wunsch kabellos mit TV-Signalen versorgt. Der zweite Tuner kann alternativ hierzu für Aufnahmen auf die USB-Festplatte, Streaming zum DLNA-Klienten, Bildim-Bild, Einblendungen in der Sendervorschau oder gar Übertragung der TV-Inhalte ins weltweite Netz genutzt werden. Es sind sogar mehrere TV-Aufzeichnungen gleichzeitig möglich. Die Optionen sind wahnsinnig breit gefächert, eine gute Netzanbindung vorausgesetzt.

Was die smarten Addons betrifft, hält Panasonic gut mit im Wettbewerb mit den Branchenriesen und Android. Die wichtigsten Anbieter von Video-on-Demand finden wir im Appstore, und sauberes HbbTV ist wieder eine Spezialität der Labors aus Langen. Dabei kamen Zweifel auf rund um das Betriebssystem Firefox-TV, als es vom Entwickler Mozilla nicht weiter gepflegt wurde. Panasonic verriet uns, dass die Open-Source-Software nun inhouse optimiert und so noch besser auf die Hardware abgestimmt werden kann. Es ist sogar ein Update geplant, damit der TV auch auf die beliebten neuen Sprachassistenten hört, die immer mehr Wohnzimmer bevölkern. Eine direkte Spracheingabe, auch über die Smartphone-App (Kasten oben rechts) haben wir hingegen nicht gefunden, genauso wenig wie die professionelle Autokalibration, die wir von den OLED-TVs und der 900er-Serie kannten.

Im neuen Home-Menü bringt hoch-/runterscrollen die Programmübersicht, Youtube-Tipps oder eine Inhaltssuche hervor.


Im Apps-Menü finden sich neben Smart-TV-Anwendungen aus dem Internet auch integrierte Basisfunktionen des TVs.


Ein großer Schritt nach vorn ist den Japanern mit dem Hauptmenü „HomeScreen 3.0“ gelungen. Während in den letzten Jahren zu große und damit zu wenige Icons für Schnellzugriffe das TV-Bild blockierten, tummeln sich jetzt dezente hübsche Buttons am unteren Bildrand (siehe Bild oben links). Hier lassen sich Apps, Funktionen, AVQuellen oder TV-Sender ablegen und horizontal durchscrollen. Hoch oder runter gelangt man zur Programmübersicht, Inhaltssuche oder Youtube-Empfehlungen. Das Ganze reagiert vorbildlich zügig. Bei der Erstinstallation wird die Funktionalität der Menüs schön vorgeführt. Wer sich in das Setup-Menü wagt, wird wie üblich überschüttet mit Hunderten professionellen Möglichkeiten. Hier lässt Panasonic absolut nichts aus. Wer beispielsweise gern die Bildqualität anpasst, kann dies stundenlang ausgiebig ausprobieren. Für jene, die so richtig mit einem Messgerät manuell kalibrieren wollen, stehen wie üblich ein mehrstufiger Weißabgleich und die volle Anpassung des Farbraums offen. Wir bekamen den Panasonic jedoch mit einem so tollen Werkabgleich, dass er kaum die Arbeit rechtfertigen würde.

Keine Kosmetik

Wer den TX-75FXW785 sieht, wird ihn kaum von seinem Vorgänger unterscheiden können. Die Abmessungen inklusive Gewicht des Boliden ist unverändert, Rahmen und Chromfuß in Metallverarbeitung ebenso beeindruckend wie letztes Jahr. Das nicht allzu schlanke Display könnte auf eine filigrane direkte LED-Hinterleuchtung schließen lassen, doch das ist leider wieder nicht der Fall. Vielleicht kommt das Gerät gerade deshalb als Erstes auf dem Markt, weil es nicht wie seine kleineren Brüder in ein neues Gewand aus Glas gesteckt wurde und ein IPS-Panel erhalten hat. Neben der Auffrischung des Betriebssystems ist es hauptsächlich die Implementierung der dynamischen Metadaten von HDR10+, die den Unterschied ausmacht. Dafür muss man jetzt auf 3D verzichten – ein auf den ersten Blick schlechter Tausch. Erkennt man jedoch, dass anhand unserer Messungen sich der native Kontrast deutlich verbessern konnte und der Bildprozessor HCX Bewegungen viel schöner glättet, stimmt die Rechnung wieder. Auch eine automatische Optimierung der HDR-Wieder-gabe ist neu und birgt ihre Vorzüge. Der Vorgänger 75EXW784 startete letztes Jahr bei 4500 Euro, wurde nun aber als Ausläufer auf 3000 gesenkt. Da fällt die Wahl schwer.

Schon allein der Fuß ist äußerst massiv, also schwer, und bringt es zusammen mit dem TV auf über 60 Kilo. Die riesige Bildfläche besitzt eine ordentliche Tiefe, damit nichts verwindet.


Das Panel zeigt eine ordentliche Schwärzung und liefert bessere Kontrastwerte als der Vorgänger. Der Rahmen ist aus Metall, also wertig, sein Design eher kantig.


Optimale Einstellungen

Bildmodus: Kino |Backlight.: 100 |Kontrast: 100 |Helligkeit: 0 |Schärfe: 30 |Farbe: 50 |Farbtemperatur: warm2 |RGB-Grauabgl.: 0, 0, 3 |RGBWeißabgl.: 0, 0, 1 |Gamma: 2,3 |Adapt. Backlight: Mittel

Empfohlener Sehabstand

TV: 4,8 m |DVD: 4,2 mHD: 2,8 m |UHD: 1,5 m

Schaut nach mehr aus, und kann auch mehr. Einen doppelten CI-Schacht gibt es bei keinem anderen Asiaten, der Komponenteneingang ist ebenfalls Luxus. Wer die Klappen zum Verstecken der Buchsen anbringt, muss auf zwei HDMIs, YUV und LAN verzichten.


Anschlusstechnisch gibt sich auch der Neue souverän und nimmt neben viermal HDMI 2.0b auch analoge Komponenten entgegen, eine Eigenschaft, die woanders bereits lange wegrationalisiert wurde. Der doppelt vorhandene CI-Port ist ebenfalls immer eine Erwähnung wert, optischer Tonausgang oder dreimal USB sind Standard. Der Kopfhöreranschluss liegt wie üblich am Seiteneingang, ist jedoch nicht perfekt zugänglich. Braucht er auch nicht, weil Panasonic in puncto Bluetooth aufgerüstet hat. Das Pairing mit unserem Bose Testkopfhörer klappte reibungslos, Zeitversatzprobleme traten im Betrieb nicht auf. Andersherum lassen sich auch Sounds vom Smartphone auf den recht hochwertigen TV-Lautsprechern wiedergeben.

Wie eingangs schon erwähnt, gibt sich der Panasonic im Heimnetz äußerst offen und stellt Live-TV und Aufnahmen im Netzwerk zur Verfügung. Selbstredend spielt er auch als Klient Mediendateien von DLNAServern oder USB-Quellen ab. HDR-Sequenzen in PQ und HLG mit erweitertem Farbraum funktionieren dabei problemlos. Das Spiegeln von Bildschirminhalten über WiDi soll er auch unterstützen, zwei unserer Android-Smartphones versuchten dies mittels Miracast allerdings vergeblich.

Nun zum Bild

Nachdem die Pixelstruktur des Panels unter dem Mikroskop identisch zur letztjährigen Variante erschien und auch der Stromverbrauch nahezu identisch gemessen wurde, sah alles im Messlabor zunächst nach Business as usual aus. Sogar das Spektrum der LED-Hintergrundbeleuchtung zeigt wieder die roten Phosphorspitzen und resultiert in der wiederholten ordentlichen Abdeckung des wahnsinnig bunten BT.2020-Farbraums von 75.3 %. Die nativen Fähigkeiten des Panels schließen alle HDTV-Farben komplett ein und Panasonic ist intelligent genug, im Kinomodus eine Farbabstimmung vorzugeben, die den Normen vorbildlich entspricht. Mit maximal 480 Nits ist der TV auch im HDModus sehr tageslichttauglich, für den Abend sollte die Brillanz halbiert werden, was ein eingebauter Lichtsensor auf Wunsch vollautomatisch erledigt. Wie üblich ist der Blickwinkel des VA-LCD-Panels nicht optimal. Farben waschen leicht aus, wenn man mehr als 20° aus der Achse geht, jedoch ist das Problem deutlich geringer als bei einigen chinesischen Geräten, die wir in den letzten Ausgaben getestet hatten. Eigenarten wie Dirty-Screen, Banding oder Clouding waren auch bei voll aufgedrehtem Backlight nicht schlimmer als bei anderen Top-TVs – vielleicht sogar geringer, weil durch die enorme Bildschirmgröße alles leichter auffällt. Als sehr positiv ist die TV-Wiedergabe einzuordnen. Schon im ab Werk voreingestellten Modus „Standard“ wird nur leicht geglättet und verwaschen, die Farben nur dezent übertrieben. Von SD-Programmen bis hin zu unterirdisch schlecht gesendeten Shoppingkanälen wird alles erstaunlich gut auf die gigantische Bildfläche aufgeblasen, wo MPEG-Artefakte eigentlich handflächengroß dem Zuschauer die Tränen ins Auge treiben müssten. Natürlich mussten wir alles ausprobieren und raten von schlechten Quellen ab, zumal es Qualitäts-Shopping jetzt auch in Ultra-HD gibt. Aber Scherz beiseite: Vergleicht man alte SD-Sender mit UHD-1, den HLGDemos oder Travel-XP, sieht man, wo die Reise hingehen sollte. Wird dieser Riesen-TV mit den richtigen Quellen genutzt, kommt echt Freude auf.
Die höchsten Weihen von HDR erhält dieser TV allerdings nicht. Maximal wird das Bild nicht brillanter als im HDTV-Modus und erreicht kaum die halbe Leistung wie der durch Hunderte LEDs direkt hinterleuchtete TX- 65DXW904. Aber viele LEDs kosten auch viel Geld, dachte sich auch Panasonic und beschränkte sich wieder auf magere sechs Dimmzonen im unteren Rahmen. Jedoch gelingt deren Kontrolle erstaunlich gut. Was werbetechnisch als „Local Dimming Pro“ betitelt wird, ist da wohl eher die feinfühlige Kontrastoptimierung im Bildsignal, die dunkle und helle Segmente akzentuiert. Dennoch konnte unser Labor einen deutlich gesteigerten ISO- und In-Bild-Kontrast vermelden, was auch im Sehtest nachvollziehbar ist und höchstens an einer verbesserten Generation des Panels gelegen haben dürfte. Eine dunklere Kontrastscheibe hätte zu mehr Stromverbrauch geführt, der nicht zu verzeichnen war. Apropos Stromverbrauch: Der ist für einen solchen Riesen-TV löblich gering. Außerdem startet das Gerät mehr als doppelt so schnell im Vergleich zum Vorgänger. Aus 0,3 Watt Standby kommen nach gut drei Sekunden schon Bild und Ton eines TV-Senders. Schaltet man den Stromsparmodus aus, wird es kaum schneller, jedoch werden für Wake-On-Lan und Konsorten im Standby 15 Watt benötigt.

Die Wiedergabe von Bewegungen erscheint verbessert durch das Chiptuning. Die 120 Hz des schnell reagierenden LCD-Panels werden ideal genutzt. Im weichen Glättungsmodus werden aus jedem 24p-Kinobild vier weitere Bewegungsphasen errechnet. Auch eine 60 Hz-Quelle wird verdoppelt. Zusätzlich können die LEDs des Backlights gescannt werden (Clear Motion), was etwas Helligkeit kostet, aber noch eine Kleinigkeit mehr Klarheit bringt. Die Feinzeichnung (Quantisierung) des echten 10-Bit-Panels wird exzellent genutzt, Banding von SDR (8-Bit) weggerechnet.

Fazit

Eine moderate Modellpf lege bei ordentlichem Preisverfall ist die positive Botschaft des TX-75FXW785. Allein aufgrund der Größe und guten Bildelektronik kommt hier mehr Ultra-HD-Enthusiasmus rüber als bei den meisten auch teureren Mitbewerbern.

ROLAND SEIBT , STV. CHEFREDAKTEUR


AUS DEM MESSLABOR

Bildmessung Blu-ray, Full-HD, BT.709

Panasonic zeigt im hier kaum veränderten Werkssetup „Kino“ eine exzellente Abbildung des HD-Standards. Farbraum und Nuancen stimmen recht gut, die Gammakurve wird sauber eingehalten. Auch nahe Schwarz stimmen die Pegel, und es kommt nicht zu Verfärbungen.

Bildmessung Ultra-HD, HDR, BT.2020

In High Dynamic Range wird es nicht mehr heller als bei nomalem TV, jedoch sind die PQ-Kurve und das Mapping der Farben gewohnt gut umgesetzt. Auch mit 93% Abdeckung des DCI-Filmraums hat sich zum Vorjahresmodell nichts geändert. Die neue automatische HDR-Anpassung softet das Clipping etwas ab.

LCD-Panel
Die VA-Subpixel werden wie üblich in zwei Teilflächen angesteuert. Quantisierung und Timing sind sehr gut.

• = ja // – = nein // *Abkürzungen für Smart-TV-Dienste: A=Amazon, Ap=Ampya, D=Deezer, G=Google, M=Maxdome, Mg=Magine, N=Netflix, S=Sky, Sv=Save.TV, So=Sony E.N., Sp=Spotify, Vc=Videociety, Vl=Videoload, Wu=Wuaki, Y=Youtube, Z=Zattoo

Smartphone App TV Remote 2

1 Die Smartphone App „TV Remote 2“ arbeitet ab Android 4 mit Panasonic-TVs ab Baujahr 2011 zusammen. Dabei variiert ihr Funktionsumfang enorm. Mit Spitzen-TVs ist eine Unterstützung der Bildkalibration möglich, alle Einstellungen werden ferngesteuert. Es können sogar Bildbereiche markiert und analysiert werden, die zum Clipping neigen. Dies alles ist beim TX-75FXW785 nicht vorgesehen. Hier konzentriert sich die App auf die TV-Bedienung und den bilateralen Austausch von Filminhalten (Live-TV, Aufnahmen, Bilder/Musik/ Filme vom Smartphone). Auch TV-Apps und der Internet-Browser können vom Handy aus gestartet und bedient werden.
2 Eine TV-Steuerung ist über ein Touchpad oder alternativ eine nachempfundene Fernbedienung mit Cursortasten-Navigation möglich. Dabei sind auch alle Sondertasten des physikalischen Senders auf fünf Menüseiten vorhanden. Mittels Bildschirmtastatur lassen sich Eingaben beispielsweise von Passwörtern deutlich beschleunigen.
3 Panasonic-TVs mit Doppeltuner können ungeschützte TV-Inhalte und Aufnahmen zum Smartphone/Tablet streamen. Weil sie das in unveränderter Originalqualität tun, ist ein TV-Anschluss über LAN-Kabel vorzuziehen. Dann braucht das Signal nicht doppelt durch das WLAN gesendet zu werden. Das Ganze funktioniert sogar ohne die App – mittels DLNA-Protokoll.

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