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Ein Minidiorama mit einer Nf-Feldbahn und kleiner Werft: Vom Wald ins Wasser


NBahn Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 19.12.2019

Manches Motiv ist auf der Modellbahnanlage platz- oder themenmäßig nicht mehr unterzubringen oder wird in seiner Feinheit bedrängt. Nah und bequem ans Detail heran kommt man jedoch bei Dioramen, die auch als Themenserie fürs Regal gebaut werden können. Fritz Seibert stellt diesmal eine Werftszene vor


Artikelbild für den Artikel "Ein Minidiorama mit einer Nf-Feldbahn und kleiner Werft: Vom Wald ins Wasser" aus der Ausgabe 1/2020 von NBahn Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: NBahn Magazin, Ausgabe 1/2020

Das Minidiorama hat von jeder Betrachtungsseite einen eigenen Charakter. Diese recht lebhaft gestaltete Stirnansicht bietet den Einblick von Quai und Helling in die Werfthalle und auf einen bereits aufgebauten Rumpf im Freien


Eine neue Fuhre Stammholz fährt vorbei in Richtung Holzlagerplatz


Mein erster ...

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... Feldbahndiorama-Beitrag hat ein Depot einer Waldbahn (siehe NBM 4/17), also Holzgewinnung, zum Inhalt. Jetzt geht es um die Verarbeitung des angelieferten Rohstoffs, nämlich zum Bootsbau. Mein Großvater hatte am Hoheneck am Neckar bis gegen Ende der 1950er-Jahre eine Schiffs-und Bootswerft. Allerdings hat dieses Diorama keinerlei Ähnlichkeit mit Opas Werft, aber zu Ehren meines Großvaters passt es irgendwie schon.

Gebäude und Fahrzeuge aus Kleinserienfertigung

Die kompakten Gebäude sowie das Boot im Wasser sind Resinteile von Artitec. Dieser bei Kleinserienprodukten verbreitete Werkstoff ermöglicht zwar eine sehr feine Detaillierung, hat aber in der Bearbeitung so seine Tücken. Oft sind die Teile verzogen und bruchgefährdet, aber mit Geduld und Sorgfalt erhält man ein tolles Ergebnis. Wie schon beim Vorgängerdiorama entstammt das (nicht) rollende Feldbahn-Material noch aus dem ehemaligen Sortiment von Hammerschmid, und die Gleise sind von Modellbau Luft.

Trotz der geringen Dioramenfläche lassen sich allerhand Gebäude, Arbeitsplätze, Gleise und auch et was Wasser unterbringen. So können die Arbeitsstationen des Bootsbaues anschaulich wieder gegeben werden. Durch die Mischung aus Pflaster-, Grün- und Erdflächen wirkt es nicht monoton


Blick in das kleine Werftgebäude. Effektvoll strahlt das Sonnenlicht durch die Seitenfenster auf die Spanten eines entstehenden Bootes. Rechts angegliedert ist die Werkstatt mit überdachtem Lagerregal für die Bauhölzer. Der Rand des Quais ist mit einem Kran, Poller, Gullideckel und Hydranten detailliert


Fotos: Seibert (10)

Die Gebäude wie hier die Werft mit angrenzender Werkstatt sind knapp dimensioniert für den Bau nur kleiner Boote in Handarbeit. Wichtig bei den Resinfassaden und -dächern ist die sorgsame Oberflächenlackierung und anschließende naturrealistische Alterung mit Lasurfarben oder Pulvern


Viele Arbeiten werden außerhalb des Werftgebäudes ausgeführt. Für eine stimmige Detaillierung sorgen Arbeitsgeräte und Werkbänke


Einen originellen Blickfang mit viel Atmosphäre bietet das vor sich hin verrottende Wrack mit seinem aufgerissenen Rumpf. Dessen Nachbildung mit fehlenden oder abstehenden Planken ist eine modellbauerische Herausforderung, ebenso die Darstellung des verwitterten Anstrichs


Auf den ersten Blick einem Lokschuppen vielleicht ähnlich, handelt es sich hierbei jedoch um die Sägerei. Über ihren Gleisanschluss können die angelieferten Stämme von der Feldbahn zur Verarbeitung direkt hineingefahren werden


Detailkontrast im Gelände: Boote als Wrack oder Neubau

Zum kieloben liegenden Schrottboot: Ausgangsbasis ist ein Lasercut-Bausatz von MBZ, der allerdings den geneigten Bastler vor schier unlösbare Probleme stellt. Die Beplankung der Rumpfspanten ist so gut wie nicht machbar. Ich habe den Bausatz abgeändert, die dadurch überzähligen Spanten haben so ihre Verwendung als Boot im Aufbau im Inneren der Werft gefunden.


Etwas altertümliche Gerätschaften und Fahrzeuge vermitteln eine nostalgische Atmosphäre


Wo gesägt und gehobelt wird, fallen viele Späne an, die aus dem Arbeitsbereich entfernt und gelagert werden müssen. Auf dem Handkarren liegen einige Rundhölzer zum Einbau in ein neues Schiff bereit


Der fortgeschrittene Rumpf neben dem Werftgebäude ist ein einfaches Plastikmodell aus dem Schiffsmodellbau. Dessen Bretterstruktur ist ein am PC selbsterstelltes Decal. Sein Deck sowie die Helling vor dem Boot bestehen aus Strukturplatten und Profilen von Evergreen.

Der etwas ungewöhnliche Mercedes-Pickup ist von MZZ, der Kran hat sich noch in der Bastelkiste angefunden. Im Übrigen sind noch diverse Details und Gerätschaften im Gelände verteilt. Die Wassernachbildung wurde in bewährter Manier erstellt, nämlich mit einer 6 mm dicken Plexiglasplatte, die von der Unterseite mittels Airbrush grünlich lackiert wurde. Darauf geklebt habe ich dann oben eine Seefolie und das Ganze mit Hochglanzlack überzogen. Im Übrigen mögen die Bilder für sich selbst sprechen. Fritz Seibert