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EIN NEUES SPIELZEUG, Q?


video - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 06.07.2018

Q im Labor – das kennt man aus James-Bond-Filmen. Auch in unserem Testlabor war Q zuletzt anzutreffen. Laut Sky wurde bei der Entwicklung auf die Wünsche der Kunden gehört. Wir haben den Sky Q-Receiver getestet und herausgefunden ob Sky Q auch unsere Wünsche erfüllt.


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Bildquelle: video, Ausgabe 8/2018

Der Sky Q-Receiver verfügt über zwei Satelittenanschlüsse, einen Lan-Anschluss -wobei er auch über WLAN mit dem Internet verbindbar ist, einen HDMI-Anschluss sowie zwei USB-Anschlüsse.


Um zu sehen, was Sky demnächst in Deutschland plant, reicht oft ein Blick nach England oder Italien. Seit dem 2. Mai ist es nun endlich auch in Deutschland ...

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... verfügbar. Und siehe da: Alles neu macht der Mai! Sky Q kommt mit einer komplett neuen Oberfläche daher. Grund genug für uns, den neuen Sky-Q-Receiver in unserem Labor auf Herz und Nieren zu testen und die neuen Funktionen von Sky Q einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Sky-Universum kann man schon einmal den Überblick verlieren. Sky go, Sky Ticket, Entertainment, Cinema, Sport – um nur einige Produkte und Pakete zu nennen. Auch die Preisgestaltung der verschiedenen Pakete und insbesondere die Preise für Neuund Bestandskunden sind oftmals erheblicher Kritik ausgesetzt. Auf Seite 11 haben wir deshalb einmal alle Produkte und Pakete inkl. Preis aufgelistet. Sky Q soll hier zumindest ein Stück weit aufräumen und die verschiedenen Produkte nahtlos miteinander verbinden.

Seit dem Launch von Sky Q Anfang Mai, erhalten alle Sky+-Pro-Receiver ein Update auf Sky Q. Laut Sky erfolgt das Update über Nacht. Sky-Abonnenten mit einem älteren Receiver erhalten kein Update. Hier muss der Receiver mit dem neuen Sky-QReceiver ausgetauscht werden. Zahlt man für sein Sky-Abo einen rabattierten Preis, darf man Sky Q sechs Monate lang testen und erhält anschlieintuitive ßend ein Angebot zur weiteren Nutzung von Sky Q. Zahlt man derzeit bereits den vollen Preis, wird man Sky Q ohne Aufschlag voll nutzen können. Diese Politik ist nachzuvollziehen, allerdings vermutlich schwierig vermittelbar. Bleibt zu hoffen, dass der Sky Support derzeit und in sechs Monaten gut besetzt ist.

Schnell und intuitiv

Sehen wir uns also einmal an, ob sich das Update auf Sky Q überhaupt lohnt – wobei es für Besitzer des Sky+-Pro-Receivers ohnehin alternativlos ist.

Die neue Oberfläche ist hell und intuitiv gehalten. Oben links im Bildschirm sieht man immer das derzeit laufende Programm, zu dem man mit einem schnellen weiteren Klick auf den Home-Button der Fernbedienung gelangt. Darunter stehen alle aufrufbaren Menüpunkte. Im Home-Bereich sieht man neben einer „Fortsetzen-Liste“ von bereits angefangenen Inhalten, auch aktuelle Programmtipps. Inwieweit die Programmtipps auf das Konsumverhalten des jeweiligen Nutzers angepasst sind, konnten wir noch nicht final einschätzen.

Darunter findet man den TVGuide für das laufende Programm sowie weitere verschiedene Menüpunkte. (Serien, Filme, Sport, Dokus, Kids, etc.). Bewegt man sich auf eine im jeweiligen Menüpunkt verfügbare Kachel, sieht man im oberen Bereich des TVs direkt weitere Infos zum jeweiligen Inhalt. Insgesamt macht die neue Oberfläche nicht nur durch ihr freundlicheres Erscheinungsbild Spaß. Das neue Betriebssystem reagiert auch wesentlich schneller auf Befehle, als dies bei früheren Versionen der Fall war.

Neustart mit Restart

Beim Launch von Sky Q hat Sky einige neue Funktionen versprochen, die den Wünschen ihrer Kunden entsprechen sollen.das haben wir natürlich sofort ausprobiert. „Restart“ ermöglicht es, bereits angefangene Inhalte noch mal von Beginn an zu starten. Hierbei muss man sich jedoch zunächst auf Sky-Kanäle beschränken. Wir sind gespannt ob diese Funktion irgendwann auch für andere Kanäle verfügbar sein wird. Bekannterweise sind die Lizenzverhandlungen hierüber nicht ganz banal. Endlich ist auch echtes „Binge Watching“ möglich. Die nächste Folge einer Serie startet automatisch. Man muss nicht zurück ins Menü. Auch längere Unterbrechungen sind kein Problem mehr. Serien und Filme können getrost von dort weiter angesehen werden, wo sie unterbrochen wurden.

Diese Funktionen klingen alltäglich – schließlich ist man sie von den bekannten Streaminganbietern seit Jahren gewöhnt. Warum aber das Rad neu erfinden? Es ist anzunehmen, dass Sky-Abonnenten diese Funktionen gefordert haben und Sky hat geliefert. Uns gefallen die neuen Funktionen jedenfalls auf Anhieb. Eine Funktion, die man von Netflix gewöhnt ist, fehlt uns aber noch. „Binge Watching“ würde mit einer „Vorspann überspringen“-Funktion noch wesentlich mehr Spaß machen. Hierauf hat Sky jedoch verzichtet. Vielleicht wird ja in der Zukunft hier noch nachgerüstet.

Die neue Fernbedienung ist etwas schlanker gehalten als in der Vergangenheit und hat eine leicht veränderte Tastenstruktur.


Zusammen ist man stark

Im Menü „Apps“ (auf Fernbedienung: die Taste mit den drei Punkten) erwarten einen weitere Neuheiten. So sind nun die Mediatheken von ARD und ZDF mit an Bord. In Kürze soll auch Netflix aufrufbar sein und man plant weitere Kooperationen mit Mediatheken und Streaming-Diensten. Hierüber gibt es aber noch keine Details. Grundsätzlich sind dies aber gute Neuigkeiten für Sky-Kunden. Man versperrt sich der Konkurrenz nicht mehr vollends, sondern versucht dem Nutzer das beste TV-Erlebnis zu liefern. Wir sind gespannt, was hier in den nächsten Monaten noch bekannt-gegeben wird. Auf dem Presse-Event wurden zumindest viele weitere News im Laufe des Jahres angekündigt.

Sobald man die Sky Smartcard eingesteckt hat, erscheint ein Menü, das den Nutzer Schritt für Schritt durch die Installation führt.


Die neue Oberfläche ist deutlich heller als man es von Sky gewöhnt war. Die Bedienung ist intuitiv und die Reaktionsgeschwindigkeit vorbildlich.


Neu mit dabei: Die Mediatheken von ARD und ZDF. In Kürze soll sich im Menü Apps auch Netflix dazugesellen. Es bleibt abzuwarten welche Kooperationen in diesem Bereich noch bekannt gegeben werden.


Auch bei Inhalten rüstet Sky fleißig auf. Man setzt hier unter anderem auf deutsche Eigenproduktionen. Neben „Das Boot -Die Serie“ (rechts) stehen auch die Serien „Der Grenzgänger“ und „Der Pass“ in den Startlöchern.


Manches musste im Zuge des Sky-Q-Launches jedoch auch weichen. Sky beerdigt den Videotext. Abonnenten, die über Sky vor allem klassisches lineares TV konsumieren und sich z. B. schnell über Fußballergebnisse informieren wollen, stellt dies vor ein Problem. Denn längst nicht jeder ist Fan des Second Screen. Es bleibt der Umweg, über den im TV eingebauten Receiver nachzusehen. Vermutlich für viele nicht wirklich zufriedenstellend. Letzlich überwiegen aber die Vorteile der neuen Funk-tionen und der neuen Oberfläche.

Parallel auf fünf Geräten

Mit dem Sky Q-Receiver lassen sich Inhalte auf bis zu fünf Geräten abspielen. Ist man im Besitz eines UHDfähigen TVs, kann man über den Sky Q-Receiver sogar UHD-Inhalte konsumieren. Das Angebot an UHD-Inhalten baut Sky weiter aus. 25 WMSpiele können in UHD genossen werden und im Laufe des Jahres sollen viele weitere Serien und Filme dazukommen. Mit der Sky-Q-App kann man parallel auf zwei weiteren TVs streamen. Dies geht derzeit mit der Apple TV Box (ab 4. Generation) bzw.auf Samsung Smart TVs (ab Baujahr 2015). Mit der Sky-Go-App kann man das Ganze dann auch noch auf zwei mobilen Geräten (Smartphone und Tablet) ansehen. Dies funktioniert in unserem Test erstaunlich einfach. Besonders gefällt uns, dass man die Inhalte, die man auf dem TV pausiert hat, auf dem Mobiltelefon oder Tablet weiter ansehen kann. Genauso kann man von unterwegs per Sky Go App Inhalte aufnehmen, die man sich anschließend zu Hause auf dem TV ansehen kann. Das bringt echten Mehrwert für den Nutzer. Weiter so.

Sky-Produkte im Überblick

Sky Q

Hier kann es zu ersten Verwirrungen kommen. Denn der neue Receiver sowie die neue Bedienoberfläche tragen diesen Namen. Kunden, die den Sky+ Pro Receiver nutzen, erhalten ein kostenloses Update auf das neue System.

Sky Go

Hier kann man Inhalte aus seinem jeweiligen Paket mobil per App bzw.über den Browser abrufen. Dazu muss man sich einmalig mit der Sky Kundennummer registrieren. Dank Sky Q können Filme und Serien, die man auf dem TV unterbrochen hat, von unterwegs weiter angesehen werden.

Sky Ticket

Dies ist Skys Antwort auf abomüde Nutzer. Es gibt die Möglichkeit, zweimonatige „Tickets“ der aufgezeigten Pakete zu erwerben, bzw. Spieltagstickets für das Sport bzw. Fußball-Bundesliga-Paket zu nutzen.

Sky Store

Sky Go sollte man nicht mit dem Sky Store verwechseln. Der Name sagt hier eigentlich schon alles. Nutzer können Inhalte inkl. Blu-ray bzw. DVD erwerben bzw.für 30 Tage ausleihen. Hierbei handelt es sich oftmals um aktuelle Blockbuster. Der Sky Store ist auch in Sky Q aufrufbar.

Sky hat sich zum vollwertigen Streaminganbieter gemaustert. Die „sky Go“-App sortiert die Inhalte übersichtlich. Das Weiterschauen von Filmen an der im Wohnzimmer zuletzt geschauten Position klappt wunderbar.


Kompakter Großer

Das Gerät kommt kompakt daher (1,4 kg) und lässt sich mit seinen Maßen von 31 x 21 x 4 cm sicher in jedem Schrank verstecken. Das muss aber gar nicht sein, denn die kleine Box ist optisch durchaus ansprechend und macht einen hochwertigen Eindruck.

Der neue Sky-Q-Receiver kommt mit einer ein Terabyte großen Festplatte. Hiervon können 700 Gigabyte für eigene Aufnahmen verwendet werden. Dies entspricht (laut Sky) 300 Stunden Material. Er verfügt über zwei Satellitenanschlüsse, einen LAN-Anschluss – wobei er auch über WLAN mit dem Internet verbindbar ist, einen HDMI-Anschluss sowie zwei USB-Anschlüsse. Per optischen SPDIF kann man ihn z. B. mit dem AV-Receiver verbinden.

Negativ zu erwähnen ist der Stromverbrauch – und das sowohl im laufenden Betrieb als auch im Standby-Modus. Mit 17 und 13 Watt wird hier weit mehr verbraucht, als man dies von vergleichbaren Produkten gewohnt ist. Laut Sky schaltet sich der Receiver lediglich eine Stunde pro Tag in den sogenannten „Deep Standby-Modus“, mit weitaus weniger Stromverbrauch. Da dies in der Vergangenheit deutlich effizienter gelöst war, gehen wir davon aus, dass hier per Software-Update nachgearbeitet wird.

Gallisches Dorf

Im Test war es leider nicht möglich, unsere Laborsendungen einzuspeisen, um Bildschärfe oder Empfangsstärke nachzumessen. Wie seit jeher handelt es sich bei der Sky-Box nicht um einen klassischen SAT-Receiver, sondern eine proprietäre Hybridbox, die sogar unsere DiSEqC-Empfangsanlage nicht so recht mochte. Auch andere Funktionen eines Receivers wie das Abspielen von Inhalten aus dem Netzwerk oder per USB sind genau wie HbbTV mit Sky Q nicht möglich. Immerhin kann man per Bluetooth Musik vom Smartphone wiedergeben und die Erweiterung um eine externe Sky-Festplatte wird angeboten.

Fazit

Insgesamt geht Sky mit Sky Q und dem dazugehörigen Receiver einen deutlichen Schritt in Richtung Zukunft. Features, die man von Streaming-Diensten schon lange kennt, haben endlich Einzug gehalten. Der Receiver bringt alle notwendigen Anschlüsse mit und besitzt genügend Speicherplatz für Aufnahmen. Am Ende konnte der Sky-Q-Receiver mit der dazugehörigen neuen Oberfläche für seinen spitzen Einsatzzweck voll überzeugen. Weiter so, Sky!